Alpha FM

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Version vom 26. September 2008, 15:20 Uhr von Cohen (Diskussion | Beiträge) (Er hat ja nicht die Chemikalie Furfural erfunden. ~~~~)
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Rudolf Drobil
Furfural

Alpha FM (Furfurol, Furfural, Furfuraldehyd, Alpha Furyl Methanal, Alfa FM nach Drobil) ist ein in der Alternativmedizin eingesetztes Mittel gegen Krebs ohne Wirksamkeitsnachweis, das auch unter der irreführenden Bezeichnung Schluckimpfung gegen Krebs oder Ionenaustauschtheorie bekannt ist. Furfuraldehyd (Furfurol) ist chemisch ein heterocyclischer Aldehyd und ist ein farbloses, flüchtiges, bei Licht- und Lufteinwirkung rötliches bis dunkelbraunes, giftiges Öl. Es riecht auffällig nach Bittermandel und ist in Wasser kaum, in Ölen und Fetten jedoch leicht löslich.

Es wird als Selektivlösemittel bei der Ölraffination, zur industriellen Herstellung von Tetrahydrofuran, Furfurylalkohol, Furan-Harzen (Kunstharz) benutzt und wurde früher zur Färbung von Kraftstoffen verwendet. Alpha FM ist nicht im Sinne des Arzneimittelgesetzes (AMG) zugelassen. Die oxidationsempfindliche Substanz wurde mit Weichgelatine (wegen der schleimhautangreifenden Wirkung) rezepturmässig in Apotheken in Deutschland auf ärztliche Verschreibung hergestellt und verkauft. Ein wissenschaftlicher Nachweis oder Studien zu Alpha FM fehlen [1]. Darüber hinaus ist diese Substanz selbst als krebserregend bekannt (Kategorie 3B) [2] [3][4].

Erfinder der "Alpha-FM-Therapie" ist der österreichische Arzt Rudolf Drobil (geboren 1876 in Wien), der auch an eine tumorpräventive Wirkung glaubte. Auf die Idee Furfurol einzusetzen habe ihn der in New York tätige Arzt F. Proewig gebracht [5]. Proewig widerum berief sich auf die Warburg-Hypothese über einen krebstypischen Energiestoffwechsel.

Alfa FM soll nach Aussagen ihrer Befürworter tumorzerstörende Wirkungen haben, aber für Körperzellen ansonsten unschädlich sein. Das Mittel soll spezifisch den Stoffwechsel von Krebszellen stören können was zu einer Selbstzerstörung von Tumoren führe, insbesondere bei Hautkrebsen und Melanomen.

Alfa FM wurde auch von Thomas Kroiss propagiert.

Quellennachweise