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[[image:Infusionen Siebenhüner.jpg|Infusions-Angebote von Gerhard Siebenhüner mit Nennung von 3-Bromopyruvat|300px|thumb]]
 
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Im August 2016 wurde durch Presseberichte bekannt, dass mindestens vier verstorbene Patienten des deutschen Heilpraktikers [[Klaus Ross]] zuvor an seinem Biologischen Krebszentrum Bracht mit 3-BP-Infusionen behandelt worden waren. In einem Bericht vom 5. August 2016 in ''Der Spiegel'' ist die Rede von vier Todesfällen und weiteren Patienten, die stationär behandelt wurden.<ref>http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/krebs-mehrere-tote-nach-alternativer-behandlung-a-1106218.html</ref> Die Patienten stammten aus den Niederlanden und Belgien.<ref>http://www.rp-online.de/nrw/staedte/viersen/krebspatientin-stirbt-fuenf-tage-nach-behandlung-in-bracht-aid-1.6159354</ref> Ross sucht gezielt in niederländischer und englischer Sprache nach Patienten. Die Kosten einer Therapie beginnen bei 9900 Euro aufwärts. Laut RTLnieuws.nl sollen die 3-BP-Infusionen aus den USA geliefert worden sein.<ref>http://www.rtlnieuws.nl/gezondheid/vriendin-overleden-kankerpatiente-dood-leentje-gevolg-van-behandeling-klaus-ross</ref> Nach anderen Angaben steht eine "Apotheke in Hessen" (im Zuständigkeitsbereich des Regierungspräsidiums Darmstadt) im Verdacht, unerlaubt Arzneimittel für Ross hergestellt zu haben.<ref>http://www.badische-zeitung.de/panorama/raetselhafte-todesfaelle--125781990.html</ref> Fest steht, dass die Burg-Apotheke im hessischen Königstein einer der Lieferanten für Arzneimittel und Infusionen der Praxis des deutschen Arztes [[Gerhard Siebenhüner]] ist. Dies ist durch Photos des Siebenhüner-Patienten Peter Trayhurn belegbar, der parallel zu seinen alternativmedizinischen Krebsbehandlungen einen Blog betreibt. Siebenhüner bot bis zu den Ereignissen in Brüggen selbst die 3-Brompyruvat-Infusion für Krebskranke an.<br>In internationalen Foren von 3-BP-Anwendern ist auch explizit von einer deutschen Apotheke die Rede, die fertige 3-BP-Infusionslösungen ins Ausland liefere. Für 200 ml werden angeblich 30 Euro berechnet, nach Angaben der deutschen Ärztin Bozena Kilarski sei der Preis hingegen 60 Euro für 200 mL gewesen.<ref>http://www.rp-online.de/nrw/staedte/viersen/aerztin-zum-krebszentrum-ich-konnte-das-nicht-verantworten-aid-1.6209975</ref> Die Haltbarkeit sei ein Jahr. Der Name der Apotheke wird dabei geheim gehalten und nur Insidern genannt. Die Deutsche Apothekenzeitung kontaktierte diese Apotheke. Nach Angaben dieser Apotheke sei 3-BP „völlig harmlos“ – wenn es richtig hergestellt werde. Die Lösung sei mit einem pH-Wert von 2 sehr sauer, daher habe die Apotheke den pH-Wert angepasst und überprüft.
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Im August 2016 wurde durch Presseberichte bekannt, dass mindestens vier verstorbene Patienten des deutschen Heilpraktikers [[Klaus Ross]] zuvor an seinem Biologischen Krebszentrum Bracht mit 3-BP-Infusionen behandelt worden waren. In einem Bericht vom 5. August 2016 in ''Der Spiegel'' ist die Rede von vier Todesfällen und weiteren Patienten, die stationär behandelt wurden.<ref>http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/krebs-mehrere-tote-nach-alternativer-behandlung-a-1106218.html</ref> Die Patienten stammten aus den Niederlanden und Belgien.<ref>http://www.rp-online.de/nrw/staedte/viersen/krebspatientin-stirbt-fuenf-tage-nach-behandlung-in-bracht-aid-1.6159354</ref> Ross sucht gezielt in niederländischer und englischer Sprache nach Patienten. Die Kosten einer Therapie beginnen bei 9900 Euro aufwärts. Laut RTLnieuws.nl sollen die 3-BP-Infusionen aus den USA geliefert worden sein.<ref>http://www.rtlnieuws.nl/gezondheid/vriendin-overleden-kankerpatiente-dood-leentje-gevolg-van-behandeling-klaus-ross</ref> Medwatch berichtete im Juni 2019, dass der Medizinlaie Daniel Stanciu aus den Niederlanden das Mittel zuerst auf eigene Initiative aus China und später aus den USA von der Firma „Santa Cruz Biotechnology“ erwarb. Stanciu belieferte demnach auch Ross, als dieser nicht wusste woher er 3 BP beziehen sollte. Nach anderen Angaben steht eine "Apotheke in Hessen" (im Zuständigkeitsbereich des Regierungspräsidiums Darmstadt) im Verdacht, unerlaubt Arzneimittel für Ross hergestellt zu haben.<ref>http://www.badische-zeitung.de/panorama/raetselhafte-todesfaelle--125781990.html</ref> Fest steht, dass die Burg-Apotheke im hessischen Königstein einer der Lieferanten für Arzneimittel und Infusionen der Praxis des deutschen Arztes [[Gerhard Siebenhüner]] ist. Dies ist durch Photos des Siebenhüner-Patienten Peter Trayhurn belegbar, der parallel zu seinen alternativmedizinischen Krebsbehandlungen einen Blog betreibt. Siebenhüner bot bis zu den Ereignissen in Brüggen selbst die 3-Brompyruvat-Infusion für Krebskranke an.<br>In internationalen Foren von 3-BP-Anwendern ist auch explizit von einer deutschen Apotheke die Rede, die fertige 3-BP-Infusionslösungen ins Ausland liefere. Für 200 ml werden angeblich 30 Euro berechnet, nach Angaben der deutschen Ärztin Bozena Kilarski sei der Preis hingegen 60 Euro für 200 mL gewesen.<ref>http://www.rp-online.de/nrw/staedte/viersen/aerztin-zum-krebszentrum-ich-konnte-das-nicht-verantworten-aid-1.6209975</ref> Die Haltbarkeit sei ein Jahr. Der Name der Apotheke wird dabei geheim gehalten und nur Insidern genannt. Die Deutsche Apothekenzeitung kontaktierte diese Apotheke. Nach Angaben dieser Apotheke sei 3-BP „völlig harmlos“ – wenn es richtig hergestellt werde. Die Lösung sei mit einem pH-Wert von 2 sehr sauer, daher habe die Apotheke den pH-Wert angepasst und überprüft.
    
Über die Behandlung von Leentje Callens berichtete deren mit ihr verheiratete Lebenspartnerin Françoise Goedhuys in der belgischen Zeitschrift DH, dass ihre Ehefrau Leentje und sie über eine Internetrecherche auf Klaus Ross und sein Zentrum gestoßen seien. Die Behandlung habe 9900 € für 10 Wochen Behandlung gekostet. Die beiden hatten kein Wunder erwartet, sahen aber auch keine Gefahr in der Behandlung, denn diese war ihnen als eine 100%ig natürliche Behandlung garantiert worden. Die ersten Infusionen erfolgten am 18. und 19. Juli 2016, zusammen mit Infusionen bei vier anderen Patienten. Nach der Infusion am Dienstag, den 20. Juli, wurde es Leentje sehr schnell übel. Der "Arzt" (gemeint ist wohl Heilpraktiker Ross) antwortete, dass er zum ersten Mal nicht den Wirkstoff eines deutschen Herstellers, sondern eines amerikanischen Lieferanten verwende. Ein Anruf beim amerikanischen Hersteller soll ergeben haben, dass alles "normal" sei. Leentje Callens bekam zunehmend Krämpfe; dennoch wurde ihr erlaubt, in ihr Hotelzimmer in Venlo zurückzukehren. Die Krämpfe nehmen derart zu, dass am 21. Juli um vier Uhr morgens der Krankenwagen gerufen werden musste. Am selben Tag, am Nachmittag des 21. Juli 2016, starb Leentje Callens im Krankenhaus von Nijmegen. Die Polizei berichtete auch darüber, dass mindestens eine weitere Patientin, die zusammen mit Callens behandelt worden war, ebenso gestorben sei.<ref>Zitat von [http://www.dhnet.be/actu/faits/deces-suspect-d-une-belge-apres-un-traitement-anti-cancer-en-allemagne-57a0d3e735709a3105563905]: ''"L’objectif était d’aider Leentje, pas de la tuer" , confie Françoise Goedhuys dont l’épouse, Leentje Callens, est la victime belge décédée le 21 juillet après avoir reçu en perfusion un produit venu des États-Unis que le centre expérimentait pour la première fois.<br>Un cancer du pancréas avait été diagnostiqué en octobre. Si la chimio avait réduit la tumeur, Leentje savait qu’elle n’était pas tirée d’affaire. Le couple, qui voulait se marier en 2017, avança la date au 18 juin. "Une journée magnifique".<br>Sans jamais se plaindre, Leentje, qui avait perdu 17 kilos, se sentait très faible. C’est grâce à Internet que les deux femmes ont appris l’existence de ce Centre Klaus Ross assez proche de la frontière belge. Il en coûterait 9.900 euros pour un traitement de 10 semaines. "On n’attendait pas un miracle mais rien ne pouvait être dangereux : c’était garanti naturel à 100 %".<br>Les premières perfusions de produits furent administrées les 18 et 19 juillet à Leentje ainsi qu’à quatre autres patients.<br>Après celle du mercredi 20 au matin, Leentje eut très vite d’importantes nausées. Si Françoise s’alarmait, le médecin répondait qu’il utilisait pour la première fois non plus des produits venant d’Allemagne, mais du matériel venant des États-Unis. Un coup de fil chez le fabricant américain les rassura : "Tout était normal".<br>Leentje avait maintenant des convulsions. On l’autorisa néanmoins à rentrer à l’hôtel à Venlo. À 4 h du matin le jeudi 21, Leentje faisait de telles convulsions que Françoise commandait une ambulance. Leentje est décédée l’après-midi, à 15 h, à l’hôpital de Nimègue.<br>La police a appris le décès d’un autre patient traité au même moment au Centre Klaus Ross, ce que la police Oost-Nederland pouvait confirmer hier après-midi. Et Françoise est informée d’un troisième décès.''</ref>
 
Über die Behandlung von Leentje Callens berichtete deren mit ihr verheiratete Lebenspartnerin Françoise Goedhuys in der belgischen Zeitschrift DH, dass ihre Ehefrau Leentje und sie über eine Internetrecherche auf Klaus Ross und sein Zentrum gestoßen seien. Die Behandlung habe 9900 € für 10 Wochen Behandlung gekostet. Die beiden hatten kein Wunder erwartet, sahen aber auch keine Gefahr in der Behandlung, denn diese war ihnen als eine 100%ig natürliche Behandlung garantiert worden. Die ersten Infusionen erfolgten am 18. und 19. Juli 2016, zusammen mit Infusionen bei vier anderen Patienten. Nach der Infusion am Dienstag, den 20. Juli, wurde es Leentje sehr schnell übel. Der "Arzt" (gemeint ist wohl Heilpraktiker Ross) antwortete, dass er zum ersten Mal nicht den Wirkstoff eines deutschen Herstellers, sondern eines amerikanischen Lieferanten verwende. Ein Anruf beim amerikanischen Hersteller soll ergeben haben, dass alles "normal" sei. Leentje Callens bekam zunehmend Krämpfe; dennoch wurde ihr erlaubt, in ihr Hotelzimmer in Venlo zurückzukehren. Die Krämpfe nehmen derart zu, dass am 21. Juli um vier Uhr morgens der Krankenwagen gerufen werden musste. Am selben Tag, am Nachmittag des 21. Juli 2016, starb Leentje Callens im Krankenhaus von Nijmegen. Die Polizei berichtete auch darüber, dass mindestens eine weitere Patientin, die zusammen mit Callens behandelt worden war, ebenso gestorben sei.<ref>Zitat von [http://www.dhnet.be/actu/faits/deces-suspect-d-une-belge-apres-un-traitement-anti-cancer-en-allemagne-57a0d3e735709a3105563905]: ''"L’objectif était d’aider Leentje, pas de la tuer" , confie Françoise Goedhuys dont l’épouse, Leentje Callens, est la victime belge décédée le 21 juillet après avoir reçu en perfusion un produit venu des États-Unis que le centre expérimentait pour la première fois.<br>Un cancer du pancréas avait été diagnostiqué en octobre. Si la chimio avait réduit la tumeur, Leentje savait qu’elle n’était pas tirée d’affaire. Le couple, qui voulait se marier en 2017, avança la date au 18 juin. "Une journée magnifique".<br>Sans jamais se plaindre, Leentje, qui avait perdu 17 kilos, se sentait très faible. C’est grâce à Internet que les deux femmes ont appris l’existence de ce Centre Klaus Ross assez proche de la frontière belge. Il en coûterait 9.900 euros pour un traitement de 10 semaines. "On n’attendait pas un miracle mais rien ne pouvait être dangereux : c’était garanti naturel à 100 %".<br>Les premières perfusions de produits furent administrées les 18 et 19 juillet à Leentje ainsi qu’à quatre autres patients.<br>Après celle du mercredi 20 au matin, Leentje eut très vite d’importantes nausées. Si Françoise s’alarmait, le médecin répondait qu’il utilisait pour la première fois non plus des produits venant d’Allemagne, mais du matériel venant des États-Unis. Un coup de fil chez le fabricant américain les rassura : "Tout était normal".<br>Leentje avait maintenant des convulsions. On l’autorisa néanmoins à rentrer à l’hôtel à Venlo. À 4 h du matin le jeudi 21, Leentje faisait de telles convulsions que Françoise commandait une ambulance. Leentje est décédée l’après-midi, à 15 h, à l’hôpital de Nimègue.<br>La police a appris le décès d’un autre patient traité au même moment au Centre Klaus Ross, ce que la police Oost-Nederland pouvait confirmer hier après-midi. Et Françoise est informée d’un troisième décès.''</ref>
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