| | + | Die Analyse von Fachleuten des Instituts für Rechtsmedizin von Valencia widerlegt das Hauptargument der Verteidigung und sieht keine Beeinträchtigung der Fähigkeit des Angeklagten, sexuelle Beziehungen aufrechtzuerhalten.<br>Die Fachleute des Instituts für Rechtsmedizin von Valencia sehen die Fähigkeit des Angeklagten, sexuelle Beziehungen zu haben, nicht als eingeschränkt<br>Ein im Jahr 2022 veröffentlichtes Interview mit dem rechtsextremen Verschwörungstheoretiker stellt die Rippenbruchtheorie in Frage.<br>Einen Monat nach der letzten Sitzung wird der Prozess gegen den deutschen Verschwörungstheoretiker mit mehreren Identitäten, der beschuldigt wird, zwei Minderjährige unter 16 Jahren im Canal de Navarrés sexuell missbraucht zu haben, an diesem Donnerstag mit neuen Beweismitteln fortgesetzt , die für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein könnten.<br>Der 50-jährige Frank Herbert Michael B., in esoterischen, Holocaustleugner- und rechtsextremen deutschen Kreisen als Jessie Marsson bekannt, wird derzeit verdächtigt, Jugendliche in Not aufgenommen und ihnen ein besseres Leben versprochen zu haben, obwohl er in seinem Heimatland bereits mehrfach wegen Kinderpornografie verurteilt worden war. B. hat jegliches sexuelles Fehlverhalten gegenüber den Minderjährigen von Anfang an bestritten. Seine Verteidigungsstrategie konzentriert sich darauf , zu beweisen, dass er an einer schweren erektilen Dysfunktion leidet , die – in Kombination mit einer Rippenfraktur zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Vorfälle – die Vergewaltigungen aufgrund seiner angeblichen Unfähigkeit zum Geschlechtsverkehr unmöglich machen würde . Eines seiner mutmaßlichen Opfer berichtete von wiederholten Übergriffen mit Geschlechtsverkehr, teilweise mit Penetration.<br>Ein Gegenbericht, der am 22. Juni von zwei Rechtsmedizinern des Instituts für Rechtsmedizin und Rechtswissenschaften (IML) in Valencia auf Antrag der Staatsanwaltschaft veröffentlicht wurde, hat jedoch die von Marsson vorgebrachte Hauptthese zur Behauptung seiner Unschuld widerlegt. Obwohl die Ärzte bereits Ende Mai eine erste Analyse verfasst hatten, wurden sie zu Beginn des Prozesses gebeten, diese so zu verlängern, dass sie über den Inhalt des von der Verteidigung im Rahmen der Untersuchung vorgelegten Sachverständigengutachtens entscheiden konnten, das von einem Urologen und einem Traumatologen unterzeichnet wurde, sowie über andere medizinische Unterlagen zur Entlastung des Angeklagten.<br>Penis-Doppler: Alles ist normal<br>Die forensischen Ärzte kommen zu dem Schluss, dass die komplementären Tests, die an Frank Herbert Michael B. durchgeführt wurden – bestehend aus einer vollständigen Hormonstudie und einem penilen Doppler-Ultraschall mit pharmakologischem und vaskulärem Funktionstest – "alle im Normalzustand lagen". Nach Ansicht der IML-Fachleute wurde die Diagnose der angeblichen Erkrankung, die aus einer schweren erektilen Dysfunktion psychogenen Typs oder Ursprungs besteht, "durch Ausschluss" und "basierend auf klinischen Selbstbezügen" gestellt, wobei der Test namens "Internationaler Index der erektilen Funktion" eingesetzt wurde, der laut den Forensikern immer noch ein medizinischer Fragebogen zur Selbsteinschätzung ist und, daher fehlt ihnen die notwendige Objektivität." Dieser Test bestand aus fünf spezifischen Fragen, die auf den sexuellen Erfahrungen des Patienten in den letzten 6 Monaten basierten.<br>Der Gegenbericht sieht auch nicht das Vorhandensein einer neurologischen, psychologischen oder psychiatrischen Vorgeschichte beim Angeklagten, die eine "überschüssige Unfähigkeit zur normalen Ausübung der sexuellen Funktion" rechtfertigen könnte. Die analysierte Dokumentation bezog sich auf einen psychiatrischen Bericht, der 2011 von einem Spezialisten für die Staatsanwaltschaft Augsburg veröffentlicht wurde und das Vorhandensein einer signifikanten psychopathologischen Veränderung, organischer Pathologie im Nervensystem oder neurologischer Erkrankungen ausschloss. Es gibt auch keine signifikante Veränderung der kognitiven oder willensbezogenen Fähigkeit, noch gibt es eine Nachverfolgung oder Behandlung des Angeklagten durch psychische Gesundheit oder Psychiatrie, die eine Störung bestätigt.<br>Keine klinischen Hinweise auf Rippenverletzungen<br>Marsson behauptete außerdem, dass er sich zum Zeitpunkt der Penetrationen mitten in einem traumatologischen Prozess mit jüngsten Rippenbrüchen befand, die laut einem von der Verteidigung in Auftrag gegebenen Bericht ihm "intensive Schmerzen angesichts minimaler oder mittlerer Anstrengungen, wie sie für eine sexuelle Handlung notwendig sind", verursachten. Die forensischen Ärzte betonen jedoch, dass sie keine Informationen oder klinische Dokumentationen zu den genannten Rippenverletzungen haben, weshalb sie darauf nicht sprechen können.<br>Mit Sitz in der Stadt Anna ist Marsson Er trat in mehreren alternativen Medien auf und verbreitete alle möglichen Verschwörungstheorien. In einem dieser Vorträge, die im Oktober 2022 veröffentlicht wurden, kommentierte der Angeklagte, dass er sich eine Rippe gebrochen habe, aber bereits in Ordnung sei, wie auf den Bildern zu sehen sei. An diesen Tagen schreibt die Staatsanwaltschaft ihm das angebliche "räuberische Verhalten" gegenüber einem Minderjährigen zu, wofür – zusammen mit dem angeblichen Missbrauch eines anderen Jugendlichen – eine Haftstrafe von 15 Jahren für ihn gefordert wird. Die Staatsanwaltschaft, die vom Anwalt Antonio Orea ausgeübt wird, erhebt den Antrag auf eine Haftstrafe von bis zu 22 Jahren und hebt die Verwundbarkeit hervor, in der sich die beiden Minderjährigen – beide Ausländer –, die er angeblich missbraucht hat, befanden.'' |