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* Präbiotika: Präbiotika sind unverdauliche Kohlenhydrate, zum Beispiel Inulin. Sie sollen im Dickdarm die Vermehrung der probiotischen Bakterien fördern.
 
* Präbiotika: Präbiotika sind unverdauliche Kohlenhydrate, zum Beispiel Inulin. Sie sollen im Dickdarm die Vermehrung der probiotischen Bakterien fördern.
 
* Omega-3-Fettsäuren: Omega-3-Fettsäuren gehören zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die vor allem in Fischöl enthalten sind. Sie können vom Körper nicht selbst hergestellt werden, sondern müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Diese Fettsäuren sollen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen und den Cholesterinspiegel senken.
 
* Omega-3-Fettsäuren: Omega-3-Fettsäuren gehören zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die vor allem in Fischöl enthalten sind. Sie können vom Körper nicht selbst hergestellt werden, sondern müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Diese Fettsäuren sollen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen und den Cholesterinspiegel senken.
* Sekundäre Pflanzenstoffe: Zu den so genannten sekundären Pflanzenstoffen zählen u.a. Carotinoide, Polyphenole und Phytosterole. Ihnen wird unter anderem eine [[Antioxidantien|antioxidative Wirkung]] und die Bekämpfung freier Radikale zugeschrieben, die Förderung der Immunabwehr und die Senkung des Cholesterinspiegels.
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* Sekundäre Pflanzenstoffe: Zu den so genannten sekundären Pflanzenstoffen zählen u.a. Carotinoide, Polyphenole und Phytosterole. Ihnen wird unter anderem eine [[Antioxidantien|antioxidative Wirkung]] und die Bekämpfung freier Radikale, die Förderung der Immunabwehr und die Senkung des Cholesterinspiegels zugeschrieben.
 
* Vitamine: Die Vitamine C und E gelten als Antioxidantien und können in geringer Konzentration wirkungsvoll zur Prävention sein, auch wenn die Evidenzlage nicht eindeutig ist. Überdosierungen haben jedoch schädliche Folgen. Vitamin B12 kann bei Vegetariern notwendig sein.
 
* Vitamine: Die Vitamine C und E gelten als Antioxidantien und können in geringer Konzentration wirkungsvoll zur Prävention sein, auch wenn die Evidenzlage nicht eindeutig ist. Überdosierungen haben jedoch schädliche Folgen. Vitamin B12 kann bei Vegetariern notwendig sein.
 
* Folsäure: Folsäure hat einen positiven Effekt auf das Herz-Kreislaufsystem; ein Mangel in der Schwangerschaft kann zu Fehlbildungen (spina bifida) des Embryos führen.
 
* Folsäure: Folsäure hat einen positiven Effekt auf das Herz-Kreislaufsystem; ein Mangel in der Schwangerschaft kann zu Fehlbildungen (spina bifida) des Embryos führen.
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* Der gesundheitliche Nutzen vieler Zusätze ist bislang nicht nachgewiesen, es liegen keine wissenschaftlichen Studien vor.
 
* Der gesundheitliche Nutzen vieler Zusätze ist bislang nicht nachgewiesen, es liegen keine wissenschaftlichen Studien vor.
 
* Die Dosierung von zugesetzten Mineralstoffen und Vitaminen lässt sich vom Verbraucher kaum kontrollieren; bei fettlöslichen Vitaminen könnte es zu einer gesundheitsschädlichen Überdosierung durch den Verzehr mehrerer Functional Food-Produkte kommen.
 
* Die Dosierung von zugesetzten Mineralstoffen und Vitaminen lässt sich vom Verbraucher kaum kontrollieren; bei fettlöslichen Vitaminen könnte es zu einer gesundheitsschädlichen Überdosierung durch den Verzehr mehrerer Functional Food-Produkte kommen.
* Auch Bonbons und andere Süßwaren werden mit Vitaminen und Mineralstoffen versetzt und damit geworben, dass z.B. Kalzium in Schokolade oder im überzuckertem Quark vor Osteoporose im Alter schützt, so dass der Anschein erweckt wird, deren Verzehr fördere die Gesundheit.  
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* Auch Bonbons und andere Süßwaren werden mit Vitaminen und Mineralstoffen versetzt und damit beworben, dass z.B. Kalzium in Schokolade oder in überzuckertem Quark vor Osteoporose im Alter schütze, so dass der Anschein erweckt wird, deren Verzehr fördere die Gesundheit.  
 
* Die ''Deutsche Gesellschaft für Ernährung'' beurteilt Functional Food kritisch. In einer Stellungnahme heißt es: "''Functional Food ist grundsätzlich keine Garantie für eine bedarfsgerechte und ausgewogene Ernährung. Ernährungsfehler lassen sich auch durch den Verzehr von funktionellen Lebensmitteln nicht beseitigen."''<ref>[http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=167 DGE: Funktional Food - Gesundheit zum Essen? (2002)]</ref>
 
* Die ''Deutsche Gesellschaft für Ernährung'' beurteilt Functional Food kritisch. In einer Stellungnahme heißt es: "''Functional Food ist grundsätzlich keine Garantie für eine bedarfsgerechte und ausgewogene Ernährung. Ernährungsfehler lassen sich auch durch den Verzehr von funktionellen Lebensmitteln nicht beseitigen."''<ref>[http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=167 DGE: Funktional Food - Gesundheit zum Essen? (2002)]</ref>
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Die funktionellen Lebensmittel bewegen sich in Deutschland in der Grauzone zwischen Lebensmittel- und Arzneimittelgesetz. Sie gelten zwar als Lebensmittel und mussten daher bislang nicht die strengen Zulassungskriterien für Medikamente erfüllen, dürfen dafür aber – eigentlich - auch nicht mit „krankheitsbezogener“ Werbung vermarktet werden. Ausnahmeregelungen existieren jedoch für Lebensmittel, die als „diätetisch“ eingestuft werden.<ref>http://www.g-o.de/dossier-detail-139-4.html</ref>  
 
Die funktionellen Lebensmittel bewegen sich in Deutschland in der Grauzone zwischen Lebensmittel- und Arzneimittelgesetz. Sie gelten zwar als Lebensmittel und mussten daher bislang nicht die strengen Zulassungskriterien für Medikamente erfüllen, dürfen dafür aber – eigentlich - auch nicht mit „krankheitsbezogener“ Werbung vermarktet werden. Ausnahmeregelungen existieren jedoch für Lebensmittel, die als „diätetisch“ eingestuft werden.<ref>http://www.g-o.de/dossier-detail-139-4.html</ref>  
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Hinsichtlich der werblichen Herausstellung gesundheitlicher Zusatznutzen gilt ab Juli 2007 die Health-Claims-Verordnung der Europäischen Union. Diese schränkt die Möglichkeit der Werbung mit nicht belegten gesundheitlichen Wirkungen stark ein.
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Hinsichtlich der werblichen Herausstellung gesundheitlichen Zusatznutzens gilt ab Juli 2007 die Health-Claims-Verordnung der Europäischen Union. Diese schränkt die Möglichkeit der Werbung mit nicht belegten gesundheitlichen Wirkungen stark ein.
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Gesundheitsbezogene Angaben bei Lebensmitteln bedürfen der Zulassung nach dieser Verordnung, ebenso Angaben über die Reduzierung von Krankheitsrisiken wie "Calcium kann das Osteoporoserisiko senken" und für Angaben "über die Entwicklung und Gesundheit von Kindern". <ref>http://www.bll.de/themen/health-claims/inkrafttreten-claims-verordnung/</ref> Für die Zulassung muss jede Gesundheitsverheißung wissenschaftlich belegt sein.<ref name='Spiegel'>http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,723719,00.html</ref>
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Gesundheitsbezogene Angaben bei Lebensmitteln bedürfen der Zulassung nach dieser Verordnung, ebenso Angaben über die Reduzierung von Krankheitsrisiken wie "Calcium kann das Osteoporoserisiko senken" und Angaben "über die Entwicklung und Gesundheit von Kindern". <ref>http://www.bll.de/themen/health-claims/inkrafttreten-claims-verordnung/</ref> Für die Zulassung muss jede Gesundheitsverheißung wissenschaftlich belegt sein.<ref name='Spiegel'>http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,723719,00.html</ref>
    
Bei rund 80 Prozent der Werbebotschaften suchte die europäische Zulassungsbehörde European Food Safety Authority (EFSA) vergebens nach überzeugenden Belegen. Selbst die heilsame Wirkung mancher Vitamine und Mineralien lässt sich oft nicht zweifelsfrei nachweisen; die meisten Probiotika fielen bislang durchs Raster.<ref name='Spiegel'></ref>
 
Bei rund 80 Prozent der Werbebotschaften suchte die europäische Zulassungsbehörde European Food Safety Authority (EFSA) vergebens nach überzeugenden Belegen. Selbst die heilsame Wirkung mancher Vitamine und Mineralien lässt sich oft nicht zweifelsfrei nachweisen; die meisten Probiotika fielen bislang durchs Raster.<ref name='Spiegel'></ref>
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