Änderungen

16.418 Bytes hinzugefügt ,  Gestern um 21:32
Zeile 26: Zeile 26:  
Bei facebook ist Jessie Marsson als ''Byron Jessie Marsson Dumanch'' angemeldet. Er behauptet auf seinen facebook-Seiten, auch eine "Apache Junction High School" in den USA besucht zu haben und ein 1999er Absolvent der renommiertesten US-amerikanischen Offiziersschule [http://de.wikipedia.org/wiki/United_States_Military_Academy West Point (''United States Military Academy'')] gewesen zu sein. Demnach hätte er mindestens den Dienstgrad eines "Second Lieutenant". 2020 widerrief er diese Behauptung aber in einem Interview mit [[Anna Maria August]]. Demnach wäre er lediglich Mitglied einer "boys guard" einer Schule gewesen.
 
Bei facebook ist Jessie Marsson als ''Byron Jessie Marsson Dumanch'' angemeldet. Er behauptet auf seinen facebook-Seiten, auch eine "Apache Junction High School" in den USA besucht zu haben und ein 1999er Absolvent der renommiertesten US-amerikanischen Offiziersschule [http://de.wikipedia.org/wiki/United_States_Military_Academy West Point (''United States Military Academy'')] gewesen zu sein. Demnach hätte er mindestens den Dienstgrad eines "Second Lieutenant". 2020 widerrief er diese Behauptung aber in einem Interview mit [[Anna Maria August]]. Demnach wäre er lediglich Mitglied einer "boys guard" einer Schule gewesen.
 
==Aufenthalt in Spanien (ab 2020) und Prozess==
 
==Aufenthalt in Spanien (ab 2020) und Prozess==
Über den Aufenthalt in Spanien und die spätere Festnahme mit dem Vorwurf des Kindesmissbrauchs (2024) berichtet am 2. und am 3. März 2026 ausführlich Levante (El Mercantil Valenciano).<ref>https://www.levante-emv.com/costera/2026/03/02/caida-falso-salvador-ninos-explotados-127370714.html</ref><ref>https://www.levante-emv.com/costera/2026/03/03/alojamientos-formacion-comenzar-nueva-vida-127472217.html</ref> Berichtet wird dass Büntert nach Anna - Canal de Navarrés bei Valencia (Andalusien) zog und von dort aus durch Behauptungen als vermeintlicher "Kinderretter" auffiel. Zufällig gefundene Dokumente führten die Polizei zu einer Spur zu einem Projekt, das von Anna aus Spenden für mutmaßliche Opfer von sexuellem Kindesmissbrauch und ritueller Vergewaltigung sammelte. Marsson/Büntert drohen bis zu 22 Jahre Haft wegen Kindesmissbrauchs in mindestens zwei nachgewiesenen Fällen. Die beiden Opfer waren zur Tatzeit 16 Jahre alt und hatten eine nichtspanische Nationalität.<ref>https://www.levante-emv.com/costera/2026/05/25/juicio-valencia-pederasta-falso-salvador-ninos-canal-navarres-22-anos-carcel-violar-a-dos-menores-130550368.html</ref>  
+
Über den Aufenthalt in Spanien und die spätere Festnahme mit dem Vorwurf des Kindesmissbrauchs (2024) berichtet am 2. und am 3. März 2026 ausführlich Levante (El Mercantil Valenciano).<ref>https://www.levante-emv.com/costera/2026/03/02/caida-falso-salvador-ninos-explotados-127370714.html</ref><ref>https://www.levante-emv.com/costera/2026/03/03/alojamientos-formacion-comenzar-nueva-vida-127472217.html</ref> Berichtet wird dass Büntert nach Anna - Canal de Navarrés bei Valencia (Andalusien) zog und von dort aus durch Behauptungen als vermeintlicher "Kinderretter" auffiel. Zufällig gefundene Dokumente führten die Polizei zu einer Spur zu einem Projekt, das von Anna aus Spenden für mutmaßliche Opfer von sexuellem Kindesmissbrauch und ritueller Vergewaltigung sammelte. Marsson/Büntert drohen bis zu 22 Jahre Haft wegen Kindesmissbrauchs in mindestens zwei nachgewiesenen Fällen. Die beiden Opfer waren zur Tatzeit Kinder im Alter von 12 und 14 Jahren und hatten eine nichtspanische Nationalität.<ref>https://www.levante-emv.com/costera/2026/05/25/juicio-valencia-pederasta-falso-salvador-ninos-canal-navarres-22-anos-carcel-violar-a-dos-menores-130550368.html</ref> Zum Prozess gegen Büntert: siehe den entsprechenden Abschnitt weiter unten.
    
Die ersten Hinweise auf Büntert/Marssons Anwesenheit in der Region Canal de Navarrés stammen aus dem Jahr 2020, als er zusammen mit anderen Personen aus seinem Umfeld, sich am Kauf mehrerer Immobilien in Anna beteiligte und dorthin zog. Zu diesen Immobilien gehörte auch ein heruntergekommenes Lagerhaus am Ortseingang an der Hauptstraße des Ortes, offenbar der Sitz des Projekts zur vermeintlichen Unterstützung junger Missbrauchsopfer. Marsson erklärt einem vermeintlichen "alternativen Journalisten" seine Pläne, das Gebäude in eine Einrichtung umzuwandeln, die sich auf die Ausbildung und Unterstützung junger Menschen ab 17 Jahren konzentriert, die „aus sexueller und ritueller Ausbeutung und Missbrauch gerettet wurden“. Er erschien dazu in einem Werbevideo von 2021, in welchem das Lagerhaus in Anna zu sehen ist. In dem Video sind Innenaufnahmen zu sehen. Plan sei es jungen Menschen, die unter dem Einfluss satanischer Kräfte standen und sich befreien konnten, berufliche Ausbildung und Qualifizierungsmöglichkeiten zu bieten und sie dabei zu unterstützen, wie es im Video heisst. Trotz seiner Spendenaufrufe stand das Lagerhaus zum Zeitpunkt seiner Festnahme (2024) immer noch leer und unbewohnt. Hinweise für die tatsächliche Existenz seines Projekts lassen sich nicht nachweisen, obwohl Büntert in seinem Video behauptet alles durchgeplant zu haben. Im Video zeigte er angebliche spätere „Unterkünfte“, eine Gemeinschaftsküche, Gemeinschaftsräume und einen Spielbereich. Kurse sollte stattfinden zum Kfz-Handwerk, Gartenbau, Gastgewerbe und anderen Tätigkeiten. Obwohl er den Eindruck erwecken will, es gäbe Fortschritte, ist das Gebäude in Wahrheit mit Gerümpel vollgestellt, sowie seinen privaten Motocross-Motorrädern.
 
Die ersten Hinweise auf Büntert/Marssons Anwesenheit in der Region Canal de Navarrés stammen aus dem Jahr 2020, als er zusammen mit anderen Personen aus seinem Umfeld, sich am Kauf mehrerer Immobilien in Anna beteiligte und dorthin zog. Zu diesen Immobilien gehörte auch ein heruntergekommenes Lagerhaus am Ortseingang an der Hauptstraße des Ortes, offenbar der Sitz des Projekts zur vermeintlichen Unterstützung junger Missbrauchsopfer. Marsson erklärt einem vermeintlichen "alternativen Journalisten" seine Pläne, das Gebäude in eine Einrichtung umzuwandeln, die sich auf die Ausbildung und Unterstützung junger Menschen ab 17 Jahren konzentriert, die „aus sexueller und ritueller Ausbeutung und Missbrauch gerettet wurden“. Er erschien dazu in einem Werbevideo von 2021, in welchem das Lagerhaus in Anna zu sehen ist. In dem Video sind Innenaufnahmen zu sehen. Plan sei es jungen Menschen, die unter dem Einfluss satanischer Kräfte standen und sich befreien konnten, berufliche Ausbildung und Qualifizierungsmöglichkeiten zu bieten und sie dabei zu unterstützen, wie es im Video heisst. Trotz seiner Spendenaufrufe stand das Lagerhaus zum Zeitpunkt seiner Festnahme (2024) immer noch leer und unbewohnt. Hinweise für die tatsächliche Existenz seines Projekts lassen sich nicht nachweisen, obwohl Büntert in seinem Video behauptet alles durchgeplant zu haben. Im Video zeigte er angebliche spätere „Unterkünfte“, eine Gemeinschaftsküche, Gemeinschaftsräume und einen Spielbereich. Kurse sollte stattfinden zum Kfz-Handwerk, Gartenbau, Gastgewerbe und anderen Tätigkeiten. Obwohl er den Eindruck erwecken will, es gäbe Fortschritte, ist das Gebäude in Wahrheit mit Gerümpel vollgestellt, sowie seinen privaten Motocross-Motorrädern.
Zeile 163: Zeile 163:     
==Gerichtsverfahren, Verurteilungen und Kontakte mit der Justiz==
 
==Gerichtsverfahren, Verurteilungen und Kontakte mit der Justiz==
 +
[[Datei:Jessie Marsson Prozess Valencia Juni 2026.jpg|Gerichtsverhandlung in Valencia im Juni 2026. (automatisch übersetzt)|320px|thumb]]
 
Zur Kriminalbiographie von Marsson liegen hauptsächlich seine eigenen Angaben vor. Im Alter von 15&nbsp;Jahren will Marsson als Opfer von Misshandlungen Anzeige bei der Polizei erstattet haben, die jedoch angeblich untätig gewesen sei. Er selbst sowie lediglich einer seiner Peiniger seien später verurteilt worden.
 
Zur Kriminalbiographie von Marsson liegen hauptsächlich seine eigenen Angaben vor. Im Alter von 15&nbsp;Jahren will Marsson als Opfer von Misshandlungen Anzeige bei der Polizei erstattet haben, die jedoch angeblich untätig gewesen sei. Er selbst sowie lediglich einer seiner Peiniger seien später verurteilt worden.
   Zeile 186: Zeile 187:  
Die spanische Presse berichtet im Jahr 2026 über eine Verurteilung von Büntert im Jahr 2020 durch ein deutsches Gericht wegen Besitz von pornograpfhischen Bildern von Minderjährigen.
 
Die spanische Presse berichtet im Jahr 2026 über eine Verurteilung von Büntert im Jahr 2020 durch ein deutsches Gericht wegen Besitz von pornograpfhischen Bildern von Minderjährigen.
   −
Am 5. August 2024 wurde "Jessie Marsson" in der Provinz Valencia (Spanien) von der Polizei wegen sexuellen Kindesmissbrauchs an zwei Kindern im Alter von 12 und 14 Jahren<ref>https://www.facebook.com/lasprovincias.es/posts/juzgan-a-un-presunto-pederasta-nazi-acusado-de-violar-a-dos-menores-en-la-canal-/1307096448226423/</ref> verhaftet und sitzt seitdem in U-Haft im Gefängnis Picassent. In Spanien verhaftet wurde er laut Polizei als Frank Büntert. Zwei Kinder hatten ihn zusammen mit ihren Eltern bei der Guardia Civil mit dem Vorwurf des sexuellen Missbrauchs angezeigt. In einem der Fälle habe der Missbrauch über die Dauer von rund einem Jahr immer wieder stattgefunden. Das Gericht entschied, den mutmaßlichen Täter bis zur Hauptverhandlung ohne die Möglichkeit der Hinterlegung einer Kaution in Untersuchungshaft zu belassen (“Auto de prisión sin fianza”). Sein Antrag auf Berufung (“recurso de apelación”) wurde von der Staatsanwaltschaft abgelehnt.<ref>https://ibizakurier.de/deutscher-in-spanien-wegen-sexuellen-kindesmissbrauchs-in-u-haft-staatsanwaltschaft-lehnt-jessie-marssons-antrag-auf-berufung-ab/</ref><ref>https://nachrichten.es/deutscher-in-spanien-wegen-sexuellen-kindesmissbrauchs-in-u-haft/</ref> Der Prozess begann Anfang Juni 2026 in Valencia. Falls verurteilt, drohen bis zu 22 Jahre Haft.
+
Am 5. August 2024 wurde "Jessie Marsson" in der Provinz Valencia (Spanien) von der Polizei wegen sexuellen Kindesmissbrauchs an zwei Kindern im Alter von 12 und 14 Jahren<ref>https://www.facebook.com/lasprovincias.es/posts/juzgan-a-un-presunto-pederasta-nazi-acusado-de-violar-a-dos-menores-en-la-canal-/1307096448226423/</ref> verhaftet und sitzt seitdem in U-Haft im Gefängnis Picassent. In Spanien verhaftet wurde er laut Polizei als Frank Büntert. Zwei Kinder hatten ihn zusammen mit ihren Eltern bei der Guardia Civil mit dem Vorwurf des sexuellen Missbrauchs angezeigt. In einem der Fälle habe der Missbrauch über die Dauer von rund einem Jahr immer wieder stattgefunden. Das Gericht entschied, den mutmaßlichen Täter bis zur Hauptverhandlung ohne die Möglichkeit der Hinterlegung einer Kaution in Untersuchungshaft zu belassen (“Auto de prisión sin fianza”). Sein Antrag auf Berufung (“recurso de apelación”) wurde von der Staatsanwaltschaft abgelehnt.<ref>https://ibizakurier.de/deutscher-in-spanien-wegen-sexuellen-kindesmissbrauchs-in-u-haft-staatsanwaltschaft-lehnt-jessie-marssons-antrag-auf-berufung-ab/</ref><ref>https://nachrichten.es/deutscher-in-spanien-wegen-sexuellen-kindesmissbrauchs-in-u-haft/</ref> Der Prozess begann Anfang Juni 2026 in Valencia. Beim Prozess sind zwei weitere Personen anwesende, die Zeugen sein sollen. Einen der beiden Zeugen nannte Büntert "Papa". Falls verurteilt, drohen bis zu 22 Jahre Haft, der Staatsanwalt fordert 15 Jahre Haft. (Bericht zum Prozess, mit Tatvorwurf:<ref>Las Provincias – Tägliche Nachrichten und aktuelle Ereignisse aus der Region Valencia<br>Eilmeldung<br>Ein mutmaßlicher Nazi-Pädophiler steht vor Gericht, angeklagt wegen der Vergewaltigung zweier Minderjähriger in der Region Canal de Navarrés.<br>Jessie Marsson, eine der vielen Identitäten, die der Angeklagte benutzte, gab sich als „Retter von Kindern“ aus pädophilen Netzwerken aus.<br>Ignacio Cabanes
 +
Valencia<br>Aktualisiert am 01.06.2026 um 20:26 Uhr.<br>Ein Deutscher, der Verbindungen zur rechtsextremen Bewegung „Reichsbürger“ unterhält und in Deutschland wegen Kinderpornografie verurteilt wurde, wurde in der Region Canal de Navarrés beobachtet . Es handelte sich dabei um zwei Kinder im Alter von zwölf und vierzehn Jahren. Jessie Marsson, eine der vielen Identitäten, die dieser mutmaßliche Pädophile verwendet, gab sich als „Retter“ der Minderjährigen aus, die er aus Pädophilenringen befreit habe, denen er selbst nach eigenen Angaben zum Opfer gefallen sei.<br>Der Mann, der sich nun vor dem Zweiten Senat des Provinzgerichts von Valencia wegen des sexuellen Missbrauchs zweier Minderjähriger – in einem der Fälle sogar durchgehend – verantworten muss, lebte bis zu seiner Verhaftung durch die Guardia Civil und seiner Inhaftierung im August 2024 versteckt vor den Augen der spanischen Justiz in einer Stadt am Canal de Navarrés, wo er ein „privates Bildungsprogramm“ für Teenager organisiert hatte.<br>Die Staatsanwaltschaft fordert eine fünfzehnjährige Haftstrafe für Frank HMB, den Angeklagten. Konkret fordert sie neun Jahre für den fortgesetzten sexuellen Missbrauch mit Penetration an dem vierzehnjährigen Opfer und weitere sechs Jahre für die Tat an dem zweiten, zwölfjährigen Opfer, bei der es nicht zu Penetration kam. Beide Minderjährigen – einer von ihnen ist bereits volljährig – werden am Dienstag per Videokonferenz aussagen.<br>Obwohl die Vorverhandlung in einer Gesell-Kammer stattfand, um die Minderjährigen nicht weiter zu traumatisieren, beantragte Jessie Marssons Verteidigung, dass sie in der mündlichen Verhandlung aussagen. Sie argumentierte, dass sie schutzlos wären, wenn die Vernehmung nicht zugelassen würde. Das Gericht stimmte der Ladung zu, da einer der beiden inzwischen volljährig ist. Da sie sich derzeit im Ausland aufhalten, werden sie jedoch per Videokonferenz zugeschaltet.<br>Er behauptet, an Erektionsstörungen zu leiden.<br>Darüber hinaus wird der mutmaßliche Pädophile , wie es in der Verteidigungsstrategie zunehmend üblich ist, erst am Ende des Prozesses aussagen, nachdem er Gelegenheit hatte, alle Beweise gegen ihn anzuhören. Seine Version der Ereignisse wird er erst Mitte Juli darlegen. Der Angeklagte hat jeglichen sexuellen Kontakt mit den Minderjährigen stets bestritten. Um seine Unschuld zu beweisen, hat sein Anwalt Gutachten vorgelegt, die eine angebliche Erektionsstörung und Rippenbrüche zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Übergriffe belegen sollen, was die Vergewaltigungen unmöglich machen würde.<br>Die Ereignisse datieren bis Februar 2022 zurück. Im Rahmen dieses von dem Angeklagten organisierten Bildungsprogramms – obwohl er in Deutschland wegen Kinderpornografie verurteilt worden war – nahm er einen 14-jährigen Jungen im Haus seiner Mutter auf, das in einer Stadt in der Region Canal de Navarrés lag. Der Junge lebte dort mit Zustimmung seiner Eltern in einem Wohnwagen auf dem Grundstück des Angeklagten. Die Eltern müssen am Dienstag ebenfalls aussagen.<br>In den sozialen Medien behauptet der Angeklagte, er sei in seiner Kindheit missbraucht worden; man habe „nackt im Schnee Schießübungen durchgeführt“.<br>Im August, nachdem der Angeklagte das Vertrauen des Teenagers gewonnen hatte, „der ihn bewunderte und als Vaterfigur ansah“, begann er laut Bericht der Staatsanwaltschaft „sein räuberisches Verhalten, das sich allmählich intensivierte“. Er tat dies alles, indem er die Verletzlichkeit des Teenagers ausnutzte und dessen Alter kannte.<br>So soll der Angeklagte ein Jahr lang fast täglich zu dem Wohnmobil gegangen sein, das nur wenige Meter von seinem Haus entfernt auf seinem Grundstück geparkt war, „um regelmäßige private Treffen mit dem Minderjährigen zu ermöglichen, mit dem Ziel, dessen sexuelle Freiheit und Unversehrtheit zu verletzen“. Neben Berührungen jeglicher Art und Masturbation berichtete der Minderjährige in einer Vernehmung vor dem Gerichtsmediziner Gesell auch von Fellatio und anderen Formen des Geschlechtsverkehrs.<br>Zweites Opfer<br>Anschließend soll in den Monaten Januar bis April 2024 ein zweiter Minderjähriger im Alter von zwölf Jahren, der mit seiner Mutter im Urlaub war und in einem Wohnmobil in der Nähe des Hauses des Angeklagten schlief, ebenfalls Opfer des Täters geworden sein.<br>Laut Anklageschrift schlug der Angeklagte dem Minderjährigen vor, ihn zu einer anderen Adresse in einer nahegelegenen Stadt zu begleiten, zu der er die Schlüssel besaß. Der Minderjährige willigte ein, und dort angekommen, während sie sich beide in der Küche befanden, bot der Angeklagte, getrieben von seinem lüsternen Verlangen, dem Minderjährigen Süßigkeiten an, zog ihm Hose und Unterhose herunter und berührte wiederholt seinen Genitalbereich. Um das Kind einzuschüchtern, sagte der Angeklagte ihm, dass ihm etwas Schlimmes zustoßen würde, wenn er es seiner Mutter erzählte.<br>Rituale der Aggression<br>In der ersten Verhandlungssitzung sagte ein Freund des Angeklagten aus und versuchte, diesen zu verteidigen. Er argumentierte, dass sie die meiste Zeit zusammen verbracht hätten und er ihn nie in den Wohnwagen des Minderjährigen einsteigen gesehen habe. Er bestritt sogar, dass sie zusammen in dem Wohnwagen gelebt hätten, und behauptete, dass dort auch andere Fahrzeuge geparkt gewesen seien und andere Zeugen ebenfalls nichts Ungewöhnliches beobachtet hätten.<br>Aufgrund seiner Freundschaft mit dem Angeklagten muss das Gericht jedoch die Glaubwürdigkeit des Zeugen prüfen. Der vorsitzende Richter musste ihn sogar ermahnen, als er sah, wie er dem Verteidiger einen Zettel mit Notizen zusteckte.<br>Der Zeuge gab zu, dass sie den Aufenthalt des Jungen in Spanien bezahlten, wo er eine alternative Ausbildung erhielt, im Gegensatz zu der in Deutschland, wo er in der Schule Schwierigkeiten hatte und gemobbt wurde. Eine Frau, die sich um diese Kinder kümmerte, begleitete sie ebenfalls. Geschenke machte ihm jedoch der Angeklagte. „Nur das Nötigste“, stellte der Zeuge klar und erwähnte unter anderem eine Gitarre und ein Handy. „Das Handy war kein Geschenk; er lieh es ihm, weil sein altes kaputt war“, sagte er.<br>Derselbe Zeuge berichtete, sein Freund habe mit ihm gesprochen und Bücher über „Rituale der Aggression“ geschrieben, unter denen er selbst als Minderjähriger gelitten habe. Diese seien jedoch „so widerlich, dass er sich davon übergeben müsse“, argumentierte er über einen Dolmetscher, ohne näher darauf einzugehen.<br>Opfer von extremem Missbrauch<br>In alternativen Medien und sozialen Netzwerken inszenierte sich Jessie Marsson als „Überlebender“ und „Kinderretter“, der sich der Zerschlagung ritueller Pädophilieringe verschrieben hatte, die angeblich politische Eliten unterwandert hatten. Mit einer filmreifen Erzählung behauptete er, auf US-Militärbasen in Deutschland aufgewachsen und zwangsweise in eine Elite-Pfadfindergruppe aufgenommen worden zu sein, wo das Militär seiner Aussage nach die totale Kontrolle über die Kinder ausübte. In diesem Umfeld berichtete Marsson von brutaler psychischer Manipulation und extremer körperlicher Misshandlung. Besonders schockierend war für ihn die Erinnerung daran, wie er zusammen mit seinem Zwillingsbruder unter dem Befehl sadistischer Feldwebel gezwungen wurde, nackt im Schnee Schießübungen zu machen – Strafen, die er jahrelang als harte „militärische Ausbildung“ hingenommen habe.<br>Gleichzeitig war sein öffentlicher Diskurs stark von systemkritischer Leugnung und verschwörungstheoretischer Rhetorik geprägt, die eng mit der deutschen Alt-Right verbunden war. Marsson kritisierte westliche Regierungen und Bildungseinrichtungen scharf – er wandte sich radikal gegen das, was er als „Gender-Manie“ bezeichnete – und denunzierte die Mainstream-Medien als „Prostituierte des Regimes“, die institutionellen Missbrauch vertuschen würden. Im spirituellen Bereich zeigte er eine auffällige Dualität: Einerseits behauptete er, eine streng jüdische Erziehung genossen zu haben, die seine Disziplin geprägt habe, andererseits präsentierte er sich im Erwachsenenalter als glühender Verfechter und Anführer der „keltisch-druidischen“ Gemeinschaft, einer neopaganen und esoterischen Bewegung, die er als neue Religion propagierte.</ref> und <ref>https://www.levante-emv.com/costera/2026/06/01/aleman-juzgado-violacion-acogia-menores-130896298.html<br>
 +
Costera-Vall-Canal
 +
 
 +
El alemán juzgado por violación que acogía a menores en la Canal escribió varios libros sobre supuestos abusos rituales
 +
 
 +
El alemán juzgado por violación que acogía a menores en la Canal escribió varios libros sobre supuestos abusos rituales
 +
Vinculado al movimiento de extrema derecha de los Ciudadanos del Reich, F.H.B. publicó relatos de presuntas agresiones sufridas junto a fotografías de niños desnudos bajo el pseudónimo de Jessie Marsson
 +
La Fiscalía pide 15 años de prisión para el encausado por la supuesta agresión sexual a un adolescente al que se había ofrecido a ayudar tras sufrir problemas en el colegio y por los abusos denunciados por otro niño
 +
Juzgan a un alemán por agredir sexualmente a dos menores en la Canal de Navarrés
 +
Juzgan a un alemán por agredir sexualmente a dos menores en la Canal de Navarrés
 +
Miguel Pérez
 +
 
 +
Sergio Góme
 +
 
 +
València01 JUN 2026 20:00
 +
Actualizada 01 JUN 2026 20:30
 +
El alemán vinculado a movimientos de extrema derecha y afincado en Anna que se vanagloriaba de haber consagrado su vida a rescatar a niños en apuros ha cambiado este lunes el módulo de la cárcel de Picassent en el que lleva recluido un año y diez meses por el banquillo de la Audiencia Provincial de València. Vestido con una impoluta camisa de color blanco, unas bermudas y unos náuticos algo desgastados, F.H.B., de 50 años de edad, ha afrontado su primera sesión del juicio con una actitud serena y en apariencia imperturbable, acusado de dos presuntos delitos de abusos sexuales continuados y agresión sexual a dos menores de 12 y 14 años entre 2022 y de 2023, como avanzó Levante-EMV.
 +
 
 +
En la vista de hoy han comparecido dos amigos del procesado también alemanes que convivieron con este en la finca de la Canal de Navarrés propiedad de su madre, donde se alojaron durante un tiempo las presuntas víctimas en unas caravanas. El inicio ha sido accidentado: el primer testigo (que vivía en la misma casa que el investigado y su madre y a quien F.H.B. solía llamar "papá") ha sido llamado al orden por el tribunal cuando ha intentado facilitar un papel al abogado de la defensa, mientras que el propio acusado también ha sido advertido con la expulsión al intentar interrumpir el juicio haciendo uso de la palabra sin corresponderle.
 +
 
 +
Preguntados por el pseudónimo de Jessie Marsson que solía utilizar el investigado -condenado en Alemania por delitos de pornografía infantil- los testigos han declarado que este lo hacía servir en calidad de autor de diversos libros en los que relató agresiones y abusos rituales que supuestamente habrían sufrido él y otros amigos suyos durante la infancia. El amigo de F.H.B. no quiso detallar esos episodios porque, según dijo, "producirían vómitos" y "sería una cosa muy asquerosa".
 +
 
 +
Según ha podido saber este diario, estos libros -difundidos por canales no oficiales- muestras imágenes de niños desnudos y reproducen textos de alto contenido sexual, junto a diversas teorías conspirativas, bulos e informaciones no contrastadas sobre supuestas redes de abuso y explotación sexual infantil. El amigo de Marsson defendió que este utilizaba el falso alias para que su madre no se viera "afectada" por lo que escribía. La otra testigo de la defensa declaró, sin embargo, que su identidad ficticia era bastante conocida. De hecho, el nombre de Jessie Marsson saltó a palestra de los medios de comunicación alemanes en 2009 cuando, junto a otros autodenominados ciudadanos del antiguo Reich, proclamó la fundación de una especie de microestado ficticio que renegaba de la República Federal de Alemania. Con este pseudónimo, además, F.H.B. dio múltiples entrevistas en medios de comunicación alternativos vinculados al universo de las teorías de conspiración, el negacionismo, el esoterismo y la extrema derecha germánica.
 +
 
 +
El Ministerio Fiscal sostiene que el acusado acogió en la finca de Anna a un menor alemán de 14 años tras prometer a sus padres que iba brindarle una educación alternativa y a cuidar de él, puesto que el adolescente había tenido problemas y sufrido bullying en el colegio. Una educadora que le daba clases en su país y que conocía al investigado fue quien le propuso desplazarse hasta Anna para convivir cerca de este, con el permiso de su familia. Según el amigo de Jessie, se preocuparon por él y lo integraron "como a un miembro más de la familia". El testigo admitió que el encausado hizo regalos a la víctima, como una guitarra, pero "solo lo que necesitaba" y que le ofrecieron recibir clases a distancia, asumiendo los costes junto a sus padres, que lo visitaban ocasionalmente. El padre se afincó en una localidad cercana al cabo de un tiempo.
 +
 
 +
El accidente y la impotencia sexual
 +
Los testigos también afirmaron que el menor tenía libertad para moverse sin restricciones y describieron supuestas situaciones de enfrentamientos provocadas por este. La mujer que prestó testimonio -tras convivir a pocos metros del encausado- dijo que Jessie acudió en varias ocasiones a la caravana del menor porque la víctima "expresaba sus dificultades para dormir solo" -el hombre, en cambio, negó haber visto a su amigo entrar al vehículo por la noche- y trató de vincular la denuncia a que F.H.B. supuestamente se había negado a nombrar al adolescente CEO de una empresa suya.
 +
 
 +
Sobre el otro menor del que habría abusado el procesado, de 12 años en el momento de los hechos, los testigos de la defensa manifestaron que solía estar acompañado por su madre durante su estancia.
 +
 
 +
Los declarantes sotuvieron que en el momento en el que los niños vivían en la finca de Anna había diversas caravanas más y que en total llegaron a convivir más de una decena de personas en la parcela. El amigo de F.H.B. dijo desconocer la supuesta impotencia sexual que alega la defensa para exculparle, aunque sí afirmó que estuvo varios meses convaleciente "sin poder moverse" tras un accidente a finales de 2022 en el que se fracturó varias costillas.
 +
 
 +
La acusación, ejercida por Antonio Orea, pide para F. H. B. una pena total de 22 años de reclusión para el encausado, apelando a la especial vulnerabilidad de las víctimas al presentarse Marsson como un supuesto especialista en en ayudar a jóvenes con problemas, mientras que la Fiscalía, por su parte, solicita una condena global de 15 años de cárcel para el investigado. El juicio va a alargarse hasta bien entrado el verano, puesto que se ha aplazado el testimonio de los peritos a la espera de completarse la información de un contrainforme solicitado a dos médicos forenses del Instituto de Medicina de València a raíz de una pericial presentada por la defensa.
 +
 
 +
Noticias relacionadas
 +
 
 +
Pese a residir en el extranjero y a haber declarado ya en la cámara Gessell durante la fase de instrucción, los menores denunciantes tendrán que declarar por videoconferencia este martes. La declaración del acusado se producirá al final del juicio, inicialmente en el mes de julio.</ref>)
    
==Jessie Marsson als Gegner von Coronaschutzmassnahmen==
 
==Jessie Marsson als Gegner von Coronaschutzmassnahmen==
33.446

Bearbeitungen