| Zeile 1: |
Zeile 1: |
| − | [[image:Kolloidales Gold.jpg|thumb]] | + | [[image:Kolloidales Gold.jpg|typisches Produkt|320px|thumb]] |
| − | '''Kolloidales Gold''' (auch Goldwasser oder aurum potabile) ist eine Sole mit fein verteilten, winzigen Partikeln des Schwermetalls Gold in seiner elementaren Form mit Partikelgrößen von 2 bis 100 nm in destilliertem Wasser. Je nach Partikelgröße variieren die jeweilige Farbe und die chemischen Eigenschaften der Dispersion. Bei Partikelgrößen unter 100 nm ergibt sich eine kräftige rote Farbe, während sich bei größeren Partikeln eine gelbliche Farbe einstellt. | + | [[Datei:Kolloidales Gold Farbe.jpg|Färbung nach Partikelgrösse<ref>https://www.ingentaconnect.com/content/asp/jnn/2015/00000015/00000003/art00001;jsessionid=mkldckwlc2l1.x-ic-live-03</ref>|thumb|320px]] |
| | + | '''Kolloidales Gold''' (auch Goldwasser oder aurum potabile) ist eine Sole mit fein verteilten, winzigen Partikeln des Schwermetalls Gold in seiner elementaren Form mit Partikelgrößen von 2 bis 100 nm in destilliertem Wasser. Je nach Partikelgröße variieren die jeweilige Farbe und die chemischen Eigenschaften der Dispersion. Bei Partikelgrößen unter 100 nm ergibt sich eine kräftige rote Farbe, während sich bei größeren Partikeln eine bläuliche Farbe einstellt. |
| | | | |
| | Erste Anwendungen von kolloidalem Gold zur Färbung von Gläsern fanden bereits im römischen Reich statt. | | Erste Anwendungen von kolloidalem Gold zur Färbung von Gläsern fanden bereits im römischen Reich statt. |
| Zeile 7: |
Zeile 8: |
| | | | |
| | ==Kolloidales Gold für pseudotherapeutische Zwecke== | | ==Kolloidales Gold für pseudotherapeutische Zwecke== |
| − | In der Medizin des Mittelalters fand Gold als "aurum potabile" Verwendung. In diesem Zusammenhang wird auch von Aurotherapie oder Chrysotherapie gesprochen. Auch heute noch wird in der Pseudomedizin kolloidales Gold mit der Behauptung vertreiben, es aktiviere das "Drüsensystem". Kolloidales Gold soll den Energiefluss im Körper, vor allem in der [[Melatonin|Zirbeldrüse (Epiphyse)]] und der DNA verbessern. Dies, so wird behauptet, könne zu zahlreichen therapeutischen Zwecken genutzt werden. | + | In der Medizin des Mittelalters fand Gold als "aurum potabile" Verwendung. In diesem Zusammenhang wird auch von Aurotherapie oder Chrysotherapie gesprochen. Auch heute noch wird in der Pseudomedizin kolloidales Gold mit der Behauptung vertrieben, es aktiviere das "Drüsensystem". Kolloidales Gold soll den Energiefluss im Körper, vor allem in der [[Melatonin|Zirbeldrüse (Epiphyse)]] und der DNA verbessern. Dies, so wird behauptet, könne zu zahlreichen therapeutischen Zwecken genutzt werden. |
| | | | |
| | Als Einsatzgebiete werden genannt: Schmerzlinderung bei Gelenksentzündungen, Verbesserung der Gehirnfunktionen, Verminderung der schädlichen Auswirkungen von Stress, Lösung von Depressionen, Angst, Trauer und Erhöhung der Konzentrationsfähigkeit, bei ADHS, Erhöhung der Libido, die Regulation des Herzrhythmus und die Milderung von Asthma. Außerdem wird behauptet, kolloidales Gold hemme das Tumorwachstum bei Krebs. Kolloidales Gold soll dabei oral eingenommen werden. | | Als Einsatzgebiete werden genannt: Schmerzlinderung bei Gelenksentzündungen, Verbesserung der Gehirnfunktionen, Verminderung der schädlichen Auswirkungen von Stress, Lösung von Depressionen, Angst, Trauer und Erhöhung der Konzentrationsfähigkeit, bei ADHS, Erhöhung der Libido, die Regulation des Herzrhythmus und die Milderung von Asthma. Außerdem wird behauptet, kolloidales Gold hemme das Tumorwachstum bei Krebs. Kolloidales Gold soll dabei oral eingenommen werden. |