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Im Januar 2016 verbreitete die Seite eine Falschmeldung des russischen Perwij-Kanals mit deutschen Untertiteln zum sogenannten Fall Lisa. Danach soll ein arabisch aussehender Mann das Mädchen entführt und mit zwei ausländisch aussehenden Komplizen 30 Stunden lang vergewaltigt haben.<ref>Benedikt Peters (Süddeutsche Zeitung): [http://www.sueddeutsche.de/politik/fluechtlinge-zweifelhafter-bericht-schuert-aengste-unter-russlanddeutschen-1.2834562 ''Flüchtlinge: Zweifelhafter Bericht schürt Ängste unter Russlanddeutschen'']</ref>
 
Im Januar 2016 verbreitete die Seite eine Falschmeldung des russischen Perwij-Kanals mit deutschen Untertiteln zum sogenannten Fall Lisa. Danach soll ein arabisch aussehender Mann das Mädchen entführt und mit zwei ausländisch aussehenden Komplizen 30 Stunden lang vergewaltigt haben.<ref>Benedikt Peters (Süddeutsche Zeitung): [http://www.sueddeutsche.de/politik/fluechtlinge-zweifelhafter-bericht-schuert-aengste-unter-russlanddeutschen-1.2834562 ''Flüchtlinge: Zweifelhafter Bericht schürt Ängste unter Russlanddeutschen'']</ref>
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Im März 2016 behauptete ein Text der Seite ohne jeden Beleg, der Eisenbahnunfall von Bad Aibling sei ein Terroranschlag der „rotgrünen Antifa“ gewesen. Ein beim Unglück getöteter Zugführer habe einer linksextremen Partei angehört und einen Selbstmordanschlag verübt. Infolge der vielen Follower teilten Tausende diesen Beitrag.<ref>Merkur.de, 10. März 2016: [http://www.merkur.de/bayern/anonymous-seite-facebook-missbraucht-aiblinger-zugunglueck-politische-propaganda-6197426.html ''Wirre Behauptung: Aiblinger Bahnunglück als Terroranschlag'']</ref> Tatsächlich hatte der zuständige Fahrdienstleiter im Stellwerk in Bad Aibling eine falsche Entscheidung getroffen. Anstatt zwei Züge auf der eingleisigen Strecke wie vorgesehen in Kolbermoor kreuzen zu lassen, erteilt er dem Meridian 79505 in Bad Aibling ein Sondersignal zur Weiterfahrt. Spätere Ermittlung zeigte dass er auf seinem Handy ein Spiel "Dungeon Hunter 5" gespielt hatte. Der Fahrdienstleiter befand sich im Stellwerk und wurde weder verletzt noch getötet.
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Im März 2016 behauptete ein Text der Seite ohne jeden Beleg, der Eisenbahnunfall von Bad Aibling sei ein Terroranschlag der „rotgrünen Antifa“ gewesen. Ein beim Unglück getöteter Zugführer habe einer linksextremen Partei angehört und einen Selbstmordanschlag verübt. Infolge der vielen Follower teilten Tausende diesen Beitrag.<ref>Merkur.de, 10. März 2016: [http://www.merkur.de/bayern/anonymous-seite-facebook-missbraucht-aiblinger-zugunglueck-politische-propaganda-6197426.html ''Wirre Behauptung: Aiblinger Bahnunglück als Terroranschlag'']</ref> Tatsächlich hatte der zuständige Fahrdienstleiter im Stellwerk in Bad Aibling eine falsche Entscheidung getroffen. Anstatt zwei Züge auf der eingleisigen Strecke wie vorgesehen in Kolbermoor kreuzen zu lassen, erteilt er dem Meridian 79505 in Bad Aibling ein Sondersignal zur Weiterfahrt. Spätere Ermittlung zeigte dass er auf seinem Handy ein Spiel "Dungeon Hunter 5" gespielt hatte. Der Fahrdienstleiter befand sich im Stellwerk und wurde weder verletzt noch getötet. Er wurde zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt, wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung.  
    
Wie sich später herausstellen wird, beschäftigt sich der Mann immer wieder mit seinem Mobiltelefon. Laut Untersuchungsbericht hatte er das Handyspiel "Dungeon Hunter 5" gespielt. Eine Ablenkung mit katastrophalen Folgen: Abgelenkt von den virtuellen Gegnern, denen er gerade noch nachjagte, erteilt er ein folgenschweres Signal zur Weiterfahrt.
 
Wie sich später herausstellen wird, beschäftigt sich der Mann immer wieder mit seinem Mobiltelefon. Laut Untersuchungsbericht hatte er das Handyspiel "Dungeon Hunter 5" gespielt. Eine Ablenkung mit katastrophalen Folgen: Abgelenkt von den virtuellen Gegnern, denen er gerade noch nachjagte, erteilt er ein folgenschweres Signal zur Weiterfahrt.
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