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[[image:Inti_Cesar.png|Inti Cesar Malasquez|thumb]]
 
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Cesar Malasquez, Künstlername '''Inti Cesar Malasquez''' (auch Malasques und Melasquez), ist Peruaner und seit über 30 Jahren in Europa als Plastikschamane und Musiker tätig. Bei seinen Auftritten bzw. Seminaren kombiniert er häufig Auftritte als Musiker mit Seminaren, Workshops und Einzelsitzungen als „Schamane“.  
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Cesar Malasquez, Künstlername '''Inti Cesar Malasquez''' (auch Malasques und Melasquez), ist Peruaner und seit über 30 Jahren in Europa als [[Plastikschamane]] und Musiker tätig. Bei seinen Auftritten bzw. Seminaren kombiniert er häufig Auftritte als Musiker mit Seminaren, Workshops und Einzelsitzungen als „Schamane“.  
    
==Kurzbiografie==
 
==Kurzbiografie==
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==Angebot==
 
==Angebot==
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Auf seiner Webseite bezeichnet Malasquez sich als „Schamane, Heiler, Lehrer und Musiker“ und gibt an, weiterhin auch „Nord-, Mittel- und Südamerika“ bereist und in Kolumbien, Ecuador und Brasilien „die Medizin der dort lebenden Stämme“ erlernt zu haben.<ref>http://www.inti-shaman.com/de/biography.html </ref> Darüber hinaus beansprucht er, das „Wissen der alten Inca“, der „heutigen … Schamanen“ Südamerikas, die „Geheimnisse der nordamerikanischen Indianer und die spirituellen Lehren Indiens“ zu vereinigen.<ref>http://www.inti-shaman.com/de/biography.html </ref> Teils wird er in Seminarankündigungen nicht nur als "Heiler" beschrieben, sondern als "traditioneller Inka-Schamane", dessen Eltern bereits Heiler gewesen seien; Malasquez sei nicht nur in der "Tradition der Inkas" aufgewachsen, sondern verwalte sogar "deren geistiges und traditionelles Erbe".<ref>http://www.alldimension.com/inti.htm#trommel</ref> Der Anspruch, in mehreren Ethnien und Traditionen als Medizinmann anerkannt zu werden, ist jedoch ein klarer Hinweis auf einen [[Plastikschamane]]n, ebenso wie die Kombination indigener Zeremonien und Traditionen mit denen ganz anderer Kulturkreise wie etwa Indien.
 
Auf seiner Webseite bezeichnet Malasquez sich als „Schamane, Heiler, Lehrer und Musiker“ und gibt an, weiterhin auch „Nord-, Mittel- und Südamerika“ bereist und in Kolumbien, Ecuador und Brasilien „die Medizin der dort lebenden Stämme“ erlernt zu haben.<ref>http://www.inti-shaman.com/de/biography.html </ref> Darüber hinaus beansprucht er, das „Wissen der alten Inca“, der „heutigen … Schamanen“ Südamerikas, die „Geheimnisse der nordamerikanischen Indianer und die spirituellen Lehren Indiens“ zu vereinigen.<ref>http://www.inti-shaman.com/de/biography.html </ref> Teils wird er in Seminarankündigungen nicht nur als "Heiler" beschrieben, sondern als "traditioneller Inka-Schamane", dessen Eltern bereits Heiler gewesen seien; Malasquez sei nicht nur in der "Tradition der Inkas" aufgewachsen, sondern verwalte sogar "deren geistiges und traditionelles Erbe".<ref>http://www.alldimension.com/inti.htm#trommel</ref> Der Anspruch, in mehreren Ethnien und Traditionen als Medizinmann anerkannt zu werden, ist jedoch ein klarer Hinweis auf einen [[Plastikschamane]]n, ebenso wie die Kombination indigener Zeremonien und Traditionen mit denen ganz anderer Kulturkreise wie etwa Indien.
    
Ferner bezieht Malasquez sich offenbar auf Carlos Castaneda, den er in seiner Biografie auch erwähnt, und stellt dessen angeblichen Lehrer Don Juan Matus heraus, mit dem er sich indirekt vergleicht. Dabei geht er nicht darauf ein, dass Castaneda seit den 1970er Jahren mehrfach nachgewiesen wurde, die Person seines Lehrers sowie dessen Lehren und auch die von ihm vorgelegten anthropologischen Feldnotizen erfunden zu haben. Er scheint auch Anleihen bzw. Anregungen bei dem von Castaneda propagierten, angeblichen Ideal des „Kriegers“ verarbeitet zu haben, die er in einem Konzept des „friedvollen Kriegers“ zusammenfasst.<ref>http://www.inti-shaman.com/de/biography.html </ref>  
 
Ferner bezieht Malasquez sich offenbar auf Carlos Castaneda, den er in seiner Biografie auch erwähnt, und stellt dessen angeblichen Lehrer Don Juan Matus heraus, mit dem er sich indirekt vergleicht. Dabei geht er nicht darauf ein, dass Castaneda seit den 1970er Jahren mehrfach nachgewiesen wurde, die Person seines Lehrers sowie dessen Lehren und auch die von ihm vorgelegten anthropologischen Feldnotizen erfunden zu haben. Er scheint auch Anleihen bzw. Anregungen bei dem von Castaneda propagierten, angeblichen Ideal des „Kriegers“ verarbeitet zu haben, die er in einem Konzept des „friedvollen Kriegers“ zusammenfasst.<ref>http://www.inti-shaman.com/de/biography.html </ref>  
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[[image:Inti_cesar_zeremonie.png|thumb]]
   
Malasquez verkauft diverse sogenannte Pilgerreisen, u.a. nach Südengland, Tibet, aber auch in den Südwesten der USA, nach Mexiko/Guatemala (''Der Maya-Pfad'') und nach Peru.<ref>http://www.inti-shaman.com/de/journeys.html </ref> Darüber hinaus bietet er Schwitzhütten und Visionssuchen an, die in Südamerika nicht praktiziert wurden, sondern in Nordamerika. Die Schwitzhütten mit Malasquez werden als "Heilungsritual" bzw. als "ausdrücklich zur Heilung bestimmt" beschrieben, was in dieser Form nicht den nordamerikanischen indigenen Traditionen entspricht. Die genannte Gebühr von € 90 liegt am oberen Ende der von Plastikschamanen hierfür üblicherweise geforderten Beträge.<ref>http://www.atlantis-freising.de/2014_07_jul/inti_schwitzhuette.html</ref> Im Internet finden sich darüber hinaus Aussagen von Teilnehmern, die über sehr hohe Teilnehmerzahlen (ca. 60 Personen) in den von Malasquez durchgeführten Schwitzhütten berichten.<ref>http://www.nornirsaett.de/todlicher-schwitzhuttenunfall-gammeliger-journalismus/</ref> Im indigenen Verständnis ist der Leiter für die Teilnehmer und deren Gesundheitszustand verantwortlich; dies kann jedoch bei derartig hohen Teilnehmerzahlen gar nicht gewährleistet werden. Diese Schwitzhütten stellen somit eine potentielle Gefahr für die Teilnehmer dar. Darüber hinaus veranstaltet Malasquez offenbar gemischte Schwitzhütten, was nach indigenem Verständnis ebenfalls unzulässig ist.<ref>http://www.alldimension.com/inti.htm#trommel</ref>  
 
Malasquez verkauft diverse sogenannte Pilgerreisen, u.a. nach Südengland, Tibet, aber auch in den Südwesten der USA, nach Mexiko/Guatemala (''Der Maya-Pfad'') und nach Peru.<ref>http://www.inti-shaman.com/de/journeys.html </ref> Darüber hinaus bietet er Schwitzhütten und Visionssuchen an, die in Südamerika nicht praktiziert wurden, sondern in Nordamerika. Die Schwitzhütten mit Malasquez werden als "Heilungsritual" bzw. als "ausdrücklich zur Heilung bestimmt" beschrieben, was in dieser Form nicht den nordamerikanischen indigenen Traditionen entspricht. Die genannte Gebühr von € 90 liegt am oberen Ende der von Plastikschamanen hierfür üblicherweise geforderten Beträge.<ref>http://www.atlantis-freising.de/2014_07_jul/inti_schwitzhuette.html</ref> Im Internet finden sich darüber hinaus Aussagen von Teilnehmern, die über sehr hohe Teilnehmerzahlen (ca. 60 Personen) in den von Malasquez durchgeführten Schwitzhütten berichten.<ref>http://www.nornirsaett.de/todlicher-schwitzhuttenunfall-gammeliger-journalismus/</ref> Im indigenen Verständnis ist der Leiter für die Teilnehmer und deren Gesundheitszustand verantwortlich; dies kann jedoch bei derartig hohen Teilnehmerzahlen gar nicht gewährleistet werden. Diese Schwitzhütten stellen somit eine potentielle Gefahr für die Teilnehmer dar. Darüber hinaus veranstaltet Malasquez offenbar gemischte Schwitzhütten, was nach indigenem Verständnis ebenfalls unzulässig ist.<ref>http://www.alldimension.com/inti.htm#trommel</ref>  
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Eine Webseite "Ninos del Sol" nennt einen Standort im peruanischen Urubamba-Tal, was der Darstellung von Malasquez entspräche; jedoch wird dieser auf der Webseite nicht erwähnt. Zum anderen stellt diese Einrichtung sich ebenfalls als im Aufbau begriffen vor, möchte jedoch erweitern. Dieses Projekt arbeitet offenbar weitgehend als Kinderheim; es wird eine Zahl von sechs Kindern erwähnt, mit denen die Einrichtung begann; später kamen drei weitere Kinder hinzu, eines wurde behördlicherseits wieder in die Herkunftsfamilie zurückgeführt. Diese Kinder wurden der Darstellung nach aus ihren Familien entnommen, die nicht mehr über das Sorgerecht verfügen.<ref>http://www.ninos-del-sol-peru.de/index.php/de/projekte/inti-wawacuna</ref> Ob es sich hierbei trotz der Namensgleichheit und örtlichen Übereinstimmung um dasselbe Projekt handelt, scheint fraglich, da die Seite erwähnt, der Verein sei eine peruanische Gründung zweier Deutscher, die erst 2013 erfolgte.<ref>http://www.ninos-del-sol-peru.de/index.php/de/projekte/inti-wawacuna</ref>
 
Eine Webseite "Ninos del Sol" nennt einen Standort im peruanischen Urubamba-Tal, was der Darstellung von Malasquez entspräche; jedoch wird dieser auf der Webseite nicht erwähnt. Zum anderen stellt diese Einrichtung sich ebenfalls als im Aufbau begriffen vor, möchte jedoch erweitern. Dieses Projekt arbeitet offenbar weitgehend als Kinderheim; es wird eine Zahl von sechs Kindern erwähnt, mit denen die Einrichtung begann; später kamen drei weitere Kinder hinzu, eines wurde behördlicherseits wieder in die Herkunftsfamilie zurückgeführt. Diese Kinder wurden der Darstellung nach aus ihren Familien entnommen, die nicht mehr über das Sorgerecht verfügen.<ref>http://www.ninos-del-sol-peru.de/index.php/de/projekte/inti-wawacuna</ref> Ob es sich hierbei trotz der Namensgleichheit und örtlichen Übereinstimmung um dasselbe Projekt handelt, scheint fraglich, da die Seite erwähnt, der Verein sei eine peruanische Gründung zweier Deutscher, die erst 2013 erfolgte.<ref>http://www.ninos-del-sol-peru.de/index.php/de/projekte/inti-wawacuna</ref>
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Im Jahr 2013 fand im Rahmen eines „Mother Earth Festivals“ noch ein weiteres Benefizkonzert im Rahmen eines von Malasquez angebotenen „Intensivtrainings“ mit Medizinradbau und Schwitzhütte (8.-14.07.2013) statt; hier wurde um Spenden für das hier als „Waisenhaus und Schule“ bezeichneten Projekts a conto der [[Anthropologie|anthropologischen]] „Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners“ gebeten.<ref>http://sternenevents.de/index.php?id=112 </ref> In einem Rundbrief dieser Vereinigung wird „Amantani“ bereits im Jahr 2008 als Spendenempfänger aufgeführt.<ref>http://www.freunde-waldorf.de/fileadmin/user_upload/documents/Die_Freunde/Publikationen/Rundbrief/RB_2009_F.pdf </ref>
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Im Jahr 2013 fand im Rahmen eines „Mother Earth Festivals“ noch ein weiteres Benefizkonzert im Rahmen eines von Malasquez angebotenen „Intensivtrainings“ mit Medizinradbau und Schwitzhütte (8.-14.07.2013) statt; hier wurde um Spenden für das hier als „Waisenhaus und Schule“ bezeichneten Projekts a conto der [[Anthroposophie|anthroposophischen]] „Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners“ gebeten.<ref>http://sternenevents.de/index.php?id=112 </ref> In einem Rundbrief dieser Vereinigung wird „Amantani“ bereits im Jahr 2008 als Spendenempfänger aufgeführt.<ref>http://www.freunde-waldorf.de/fileadmin/user_upload/documents/Die_Freunde/Publikationen/Rundbrief/RB_2009_F.pdf </ref>
    
Detailliertere Informationen über die genaue Zahl der betreuten Kinder, die finanzielle Situation etc. werden jedoch weder auf den Seiten von Malasquez, noch auf den Webseiten der gleichnamigen Projekte zur Verfügung gestellten.
 
Detailliertere Informationen über die genaue Zahl der betreuten Kinder, die finanzielle Situation etc. werden jedoch weder auf den Seiten von Malasquez, noch auf den Webseiten der gleichnamigen Projekte zur Verfügung gestellten.
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==Mitarbeit der Familie==
 
==Mitarbeit der Familie==
[[image:Manu_Sai_Malasquez.jpg|Manu Sai Malasquez|thumb]]
   
Mehrere Familienmitglieder von Malasquez unterstützen dessen Tätigkeiten bzw. sind selbst auf dem Esoterikmarkt als Anbieter tätig.
 
Mehrere Familienmitglieder von Malasquez unterstützen dessen Tätigkeiten bzw. sind selbst auf dem Esoterikmarkt als Anbieter tätig.
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==Quellenangaben==
 
==Quellenangaben==
 
<references/>
 
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[[category:Musiker]]
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[[category:Plastikschamane]]
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