CyberScan

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Cyberscan - Gerät

CyberScan (auch Cyberscan) ist der Name eines pseudomedizinischen Scharlataneriegeräts aus dem Spektrum der Bioresonanz, das weitgehend mit dem Gerät Cybertrone identisch ist. Nach Behauptungen der Anbieter soll das Gerät in der Lage sein, vergangene und aktuelle Erkrankungen des Menschen erkennen zu können. Gleichzeitig soll das pultförmige Gerät mit PC-Anschluss Krankheiten heilen können. Angeboten wird das Gerät nicht nur für Ärzte und Heilpraktiker, sondern auch für Zahnärzte, Tierärzte und Geopathologen. Auch sei es als eine Art Wundergerät für den "Agrarbereich" anzusehen. Bioresonanzgeräte wie Cyberscan finden in der wissenschaftlichen Medizin keine Anwendung, da Untersuchungen in der Vergangenheit keinen Nachweis einer Wirksamkeit oder auch nur Eignung für die Bioresonanz oder Radionik erkennen ließen. Die Kosten werden daher in Deutschland nicht von gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Zu den behaupteten diagnostischen Fähigkeiten heißt es in der Werbung irreführend:

"Als hochqualifiziertes Werkzeug in der Hand des Mediziners gibt es wertvolle Hilfe bei der Erstellung einer richtigen Diagnose. Ergebnisse der Scanner-Untersuchung weisen deutlich auf die kausalen Probleme hin, mehr als die subjektiven Schilderungen des Patienten oder die oft irreführende und zweideutige Symptomatik."

Im völligen Gegensatz dazu heißt es kleingedruckt auf den Webseiten der AussiMed:

"Cyberscan is not a diagnostic tool. It is not intended to Diagnose, Treat, or Cure Disease or Illness, nor is it to be presented or construed, in any way, as a substitute for Professional Medical, Surgical or Psychiatric Care or Treatment.."

Um dem Gerät bei leichtgläubigen Kunden einen Anschein von Seriosität zu verleihen, wird in der Werbung die Behauptung aufgestellt, dass der Erfinder Nikola Tesla die so genannten Skalarwellen entdeckt habe, die bei diesem Gerät einen Rolle spielen sollen. Auch wird in der Werbung auf Ausführungen von Konstantin Meyl und die Quantenphysik Bezug genommen. Fachliteratur zu Cyberscan ist in wissenschaftlichen Datenbanken nicht zu finden.

In der Werbung wird behauptet, dass das Gerät in Australien, Südafrika und den USA als Medizingerät der Klasse IIa zugelassen sei und in Deutschland hergestellt werde.

Vermarktet wird das Gerät von der australischen Firma AussiMed Pty. Ltd.[1] und der englischen Filiale AussiMed Ltd.[2] in London. AussiMed Ltd. gibt dabei eine typische Briefkastenadresse in London an ("95 Wilton Road"), die von mehreren tausend Firmen benutzt wird. Erfinder von Cybertrone sei Wolf-Dieter Franz Kehren aus Eschweiler bei Aachen, Inhaber der AussiMed (Europe) Pty. Ltd. Als Kontaktperson für Deutschland wird Kehren mit einer Adresse in D-74731 Walldürn genannt[3].

Hinweis: Unter dem Markennamen Cyberscan werden auch Messgeräte zur Erfassung des pH-Werts von einer anderen Firma angeboten. Diese Geräte haben nichts mit den Cyberscan-Scharlataneriegeräten der AussiMed zu tun.

Cyberscan

Das Bioresonanz-Gerät ist mittels eines Netzwerkkabels mit einem Personalcomputer verbunden, auf dem eine entsprechende Cyberscan-Software installiert wird. Das Cyberscan-System wird als "Diagnosehilfe mit anschließendem Energieausgleich" vorgestellt. Pseudodiagnostisch soll das System ein hypothetisches morphogenetisches Feld der Zellen des Körpers sowie ein angenommenes Energiefeld des Menschen auf nicht erläuterte Weise "scannen" können. Eine Therapie erfolge durch Skalarwellen und durch eine Farblichttherapie. Bei den Skalarwellen handelt es sich um ein hypothetisch gebliebenes Phänomen. In der akademischen Physik sind die sich longitudinal ausbreitenden Skalarwellen im Freiraum theoretisch unmöglich und wurden auch nie nachgewiesen. Longitudinalwellen sind nur in Festkörpern möglich.

Behauptete therapeutische Effekte sollen durch eine ominöse Harmonisierung der Lebenskraft und durch Lösung von energetischen Blockaden geschehen. Das Gerät ermögliche auch Mutungen durch Testungen von Haare, Urin, Blut und Medikamenten.

eeCard

Cyberscan soll auch so genannte eeCards "programmieren" können. Es handelt sich dabei um scheckkartengroße Kärtchen, die vor Elektrosmog schützen sollen.

Quellennachweise

  1. AussiMed Pty. Ltd., PO Box 513, Fortitude Valley Qld. 4006, Australia
  2. AussiMed Ltd., Suite 3, 95 Wilton Road, London SW1V 1BZ, United Kingdom
  3. Wolf-Dieter F. Kehren, Auf der Heide 24, D-74731 Walldürn