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	<title>Psiram - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-04-06T04:43:19Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Krebsdi%C3%A4t_nach_Coy&amp;diff=76746</id>
		<title>Krebsdiät nach Coy</title>
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		<updated>2011-07-22T06:57:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Iskandar: /* Rationale der Coy-Diät */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[image:CoyBild.jpg|Erste Seite Bild vom 1.9.09|300px|thumb]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Krebsdiät nach Coy&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Ernährung nach Coy&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;TKTL1-Ernährungstherapie&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Tavarlin-Kost&amp;#039;&amp;#039;) ist ein diätetisches Behandlungskonzept im Sinne einer [[Krebsdiät|Anti-Krebs-Ernährung]] des promovierten Biologen, Bestsellerautors und Medizingeschäftsmannes (Vorstand Tavarlin AG) Johannes Coy aus Darmstadt. Aufmerksamkeit erfuhr die umstrittene Methode insbesondere durch eine groß aufgemachte Berichterstattung in einer Artikelserie der Bild-Zeitung im September 2009&amp;lt;ref&amp;gt;Bildzeitung: &amp;#039;&amp;#039;Dr. Johannes Coy erklärt, wie Sie wirksam Krebs vorbeugen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Der Tagesplan für die Anti-Krebs-Ernährung&amp;#039;&amp;#039;. 3.9.2009&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie unkritischen Jubelartikeln mit Nennung von Prominenten in Bunte&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Sensationell: Die Anti-Krebsernährung. Entziehen Sie Krebszellen den Treibstoff !&amp;#039;&amp;#039;, Bunte, Heft 38 vom 10.9.2009&amp;lt;/ref&amp;gt;, Gong&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die besten Lebensmittel gegen Krebs&amp;#039;&amp;#039; - &amp;#039;&amp;#039;Richtig essen stoppt Krebs&amp;#039;&amp;#039;, Gong, 4.9.2009&amp;lt;/ref&amp;gt; und Bella. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wissenschaftlicher Nachweis einer Wirksamkeit bei Krebserkrankungen liegt für diese Methode bis heute nicht vor. Ebenso liegt keine Empfehlung einer Fachgesellschaft zu dieser Methode vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Methode &amp;quot;Krebsdiät nach Coy&amp;quot;==&lt;br /&gt;
[[image:Coy2.jpg|Titelseite von Coy-Buch|thumb]]&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Ernährungsweise nach Coy&amp;quot; entspricht einer Öl- und proteinreichen Diät mit möglichst geringem Anteil an Kohlenhydraten. Nach Coy soll der erhöhte Zuckerverbrauch von Krebszellen diese angreifbar machen - und zwar durch das Meiden von Lebensmitteln, die durch die Verdauung viel Traubenzucker zur Verfügung stellen. Laut Coy solle seine Methode zu einer Art &amp;quot;Aushungerung&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Coy J: Anti-Krebs Ernährung, Seite 9&amp;lt;/ref&amp;gt; von Krebszellen beitragen. Coy behauptet, dadurch sowohl einen Schutzeffekt vor Krebs als auch eine Wirksamkeit bei bereits eingetretener Krebskrankheit zu erzielen. Durch die Anwendung seiner Methode liessen sich außerdem die Streuung von Tumorzellen (Metastasierung) und eine körperliche Auszehrung (Kachexie) der Patienten verhindern, sowie Nebenwirkungen der Chemotherapie mildern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernährungsempfehlung ähnelt der [[Ketogene Ernährung|ketogenen Ernährung]], der &amp;quot;Glyx-Diät&amp;quot;, LOGI-Methode nach Worm, [[Öl-Eiweißkost|Öl-Eiweißkost nach Budwig]] und &amp;quot;low carb&amp;quot;-Diäten wie die Atkins-Diät oder die [[Montignac-Methode]], die meist zur Gewichtsreduktion bei Übergewicht angewandt werden. Eine Ähnlichkeit zeigt sich auch zur so genannten [[Steinzeitdiät]]. Etwa 60 bis 70 Gramm Kohlenhydrate pro Tag werden in der Coy-Diät als Obergrenze angesehen. Verboten sind insbesondere Nudeln, Kartoffeln, Bananen, oder Käse. Empfohlen wird dagegen Fleisch und Fisch, was wiederum im Gegensatz zu vielen anderen Ernährungsempfehlungen bei Krebs steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausserdem empfiehlt Coy die Einnahme ungehärteter Pflanzenöle wie Lein-, Hanf- oder Rapsöl sowie die Ernährung mit Kaltwasserfischen wie Hering, Makrele oder Lachs. Auf diese Weise sollen vermehrt ungesättigte Omega-3-Fettsäuren aufgenommen werden. Coy geht bei der Darstellung seiner Methode selten darauf ein, dass tumorwachstumsfördernde Omega-6-Fettsäuren mit einer ölreichen Diät ebenfalls vermehrt aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
Auch vergorene Lebensmittel mit viel Milchsäure und wenig Kohlenhydraten seien hilfreich, da sie den Gärungsstoffwechsel von Tumorzellen hemmen sollen. Diese Überlegung scheint auch die Basis über angebliche krebshemmende Eigenschaften des [[Diätetisches Lebensmittel|diätetischen Lebensmittels]] [[Avemar]] zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rationale der Coy-Diät===&lt;br /&gt;
Laut Coy spreche für seine Methode die angebliche Beobachtung, dass Inuit, die über Fleisch und Fisch viele Omega-3-Fettsäuren aber kaum Kohlenhydrate verzehrten, nicht an Krebs, Alzheimer, Diabetes oder Herzinfarkt sterben würden. Krebs in seiner aggressiven Form, als metastasierender Krebs, komme laut Coy daher hauptsächlich &amp;#039;&amp;#039;nur beim Menschen mit westlicher Lebensweise&amp;#039;&amp;#039; und einigen von ihm gefütterten Haustieren vor. Bei allen anderen Lebewesen stelle Krebs kein entscheidendes Problem dar und der Tod durch Krebs beschränke sich im Wesentlichen auf wenige Lebewesen: den Menschen mit &amp;quot;westlicher Lebensweise&amp;quot;, den Hund, die Hauskatze und im Labor gehaltene Tiere, die der Mensch füttert (Labormaus, Laborratte). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traubenzucker soll nach Coys Sichtweise der einzig &amp;quot;effektive&amp;quot; Energielieferant der Krebszellen sein; so könnten Krebszellen angeblich nicht auf die Energiereserven von Körperfett zurückgreifen, weil [[Mitochondrienmedizin|&amp;#039;&amp;#039;die Mitochondrien abgeschaltet&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;funktionsuntüchtig&amp;#039;&amp;#039;]] geworden seien. Tumorzellen sollen nach dieser Theorie ihren Energiebedarf durch die Zuckervergärung ohne Sauerstoffverbrauch (unter Bildung von Milchsäure) decken. Bei der Vergärung werden aus einem Molekül Glukose jedoch nur 2 Moleküle ATP gebildet, bei der vollständigen Oxidation mit Sauerstoff entstehen aus einem Molekül Glukose jedoch 36 Moleküle ATP. Die Vergärung ist demnach weniger effektiv. Eine entsprechende Hypothese war bereits in den 1920ern von [[Warburg Hypothese|Otto Warburg]] (1883 -1970) geäussert worden, aber eine praktische Anwendung konnte daraus nicht abgeleitet werden. Zahlreiche neuere Forschungsergebnisse widersprechen außerdem inzwischen dieser Darstellung &amp;lt;ref name=&amp;quot;DKS&amp;quot;&amp;gt;http://www.krebsgesellschaft.de/download/stellungnahme_anti_tktl1_-_diaet_18_03_10.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Coy seien Diabetiker aufgrund der hohen Blutzuckerwerten auch für Krebs anfälliger. Ählich argumentiert die alternativmedizinische [[Insulinpotenzierte Therapie]] (IPT, Insulin Potentation Therapy) welche jedoch nicht diätetisch, sondern durch den Einsatz von überdosiertem Insulin eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) des gesamten Körpers bewirken will, die sich nach Angaben der Befürworter dieser Methode auch auf Tumorzellen auswirke. Diese würden durch die therapeutische Hypoglykämie quasi ausgehungert.&lt;br /&gt;
Des Weiteren soll Traubenzucker sogar als krebsauslösende Substanz dienen und Auslöser anderer Krankheiten wie die der Multiplen Sklerose sein. Belege für diese Aussenseitermeinung gibt es nicht.&lt;br /&gt;
Zwar ergaben epidemiologische Untersuchungen tatsächlich ein erhöhtes Krebsrisiko bei Diabetikern, dies stand aber nach derzeitigem Wissen im Zusammenhang mit bestimmten Insulinpräparaten, während andere Insuline oder Diabetesmedikamente das Krebsrisiko gar nicht oder nur gering erhöhten, und manchmal sogar das Krebsrisiko von Diabetikern senkten &amp;lt;ref&amp;gt;Chang CH et al., PloS one 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wilson C, Nature reviews 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Buchs AE et al, Metabolism: clinical and experimental 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;. Andere Autoren führen die höhere Entdeckungsrate von Krebs bei Diabetikern auf die engmaschige medizinische Betreuung und Kontrolluntersuchungen zurück, die im Rahmen des Diabetes durchgeführt werden - so werden die meisten Krebserkrankungen von Diabetikern innerhalb der ersten Monate nach Erstdiagnose des Diabetes entdeckt&amp;lt;ref&amp;gt;Johnson JA et al., Diabetologica 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedeutung von TKTL1 in der Coy-Diät==&lt;br /&gt;
[[image:TKTL1.jpg|Quelle:&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.dermatologie-frankfurt.de/docs/coy_et_al_clin_lab_2005.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;|thumb]] Um herauszufinden, ob eine bestimmte Tumorart für seine Ernährungsempfehlung empfindlich sei, muss ein von Coy entwickelter Test (siehe unten) durchgeführt werden, der anzeigen soll, ob das TKTL1-Gen im Tumorgewebe aktiv ist oder nicht. Das von Coy im Jahr 1995 selbst entdeckte TKTL1-Gen (Transketolase-like 1), wird von Befürworten sowohl für die Entwicklung einer Krebszelle hin zu einer besonderen agressiven Form als auch für die Metatstasierung verantwortlich gemacht. TKTL-1 aktive Tumorzellen sollen nach dieser Theorie ihren Energiebedarf durch die weniger effektive Zuckervergärung ohne Sauerstoffverbrauch (unter Bildung von Milchsäure) decken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Enzyme Transketolase und Transketolase-like-1===&lt;br /&gt;
Das Enzym Transketolase (TKT) ist ein Enzym, das eine Rolle im Zuckerstoffwechsel, in der DNA- und in der RNASynthese spielt. Es katalysiert einen Reaktionschritt, bei dem eine Ketolgruppe von Xylulose-5-phosphat auf ein Aldol überträgt (beispielsweise Ribose-5-phosphat). Diese Reaktion verbindet die Glykolyse mit dem biochemischen Pentosephosphatweg. Mutationen am TKT-Gen führen zum Mangel an Transketolase-Aktivität, was zusammen mit Mangel an ihrem Coenzym Thiamin (Vitamin B1) zum Wernicke-Korsakow-Syndrom bei Alkoholikern führt.&lt;br /&gt;
Das Enzym TKTL-1 kommt in mindestens drei verschiedenen Isoenzymformen im menschlichen Körper vor und ist mit dem Enzym Transketolase (siehe Citratzyklus) verwandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===EDIM TKTL1 Bluttest===&lt;br /&gt;
Der EDIM-TKTL1-Bluttest soll Aufschluß darüber geben, ob beim Patienten das Enzym TKTL1 nachweisbar ist. Befürworter glauben, mit diesem Test &amp;quot;besonders aggressive Krebszellen&amp;quot; erkennen und frühzeitig Hinweise auf Rezidive erhalten zu können. In Frankfurt a. M. bietet (offenbar als einziges Labor in Deutschland) eine &amp;quot;Gemeinschaftspraxis Pathologie Franfurt a. M.&amp;quot; einen TKTL1 - Nachweis an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Stellungnahme zur &amp;quot;anti TKTL1-Diät&amp;quot; vom März 2010 schreibt die Deutsche Krebsgesellschaft: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Die Funktionen der TKTL1 bei einer Tumorerkrankung sind nicht geklärt [..] Die TKTL1 ist nicht tumorspezifisch und ist auch in Normalgeweben nachweisbar.&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039; Im Text heißt es weiter: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Die scheinbare enzymatische Aktivität des Proteins TKTL 1 ist nur in einem indirekten, gekoppelten Assay [..] beschrieben, nicht jedoch wie für Enzyme üblich durch den eindeutigen direkten analytischen Nachweis [..] Ein Nachweis von aktivierten Makrophagen (z.B. TKTL1 (EDIM Test)), [..] ist ein unspezifischer Hinweis, mit dem kein sicherer Rückschluss weder auf einen vorhandenen Tumor noch auf bestimmte Tumoreigenschaften möglich ist.&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;. &amp;lt;ref name=&amp;quot;DKS&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rezeption==&lt;br /&gt;
Der SWR äusserte sich im September 2009 kritisch zur Krebsdiät nach Coy. Im Internet konnte in der (inzwischen gelöschten) Zusammenfassung gelesen werden: &amp;#039;&amp;#039;In seinem Buch &amp;quot;Die neue Anti-Krebs-Ernährung&amp;quot; stellt der Krebsforscher Johannes Coy ein Ernährungskonzept vor, das angeblich vor Krebs schützen soll. Die Grundannahme: Möglichst wenig Kohlenhydrate in der Ernährung senken das Risiko an Krebs zu erkranken. Auf der &amp;quot;roten&amp;quot; Liste stehen unter anderem Nudeln, Kartoffeln, Bananen, Käse und Nüsse. Um seine Seriosität zu belegen, beruft sich Coy auf das renommierte Krebsforschungszentrum in Heidelberg, für das er selbst einige Jahre gearbeitet hat. Aber dort will man nichts von Coy und seiner neuen Anti-Krebs-Diät wissen: Was die größte deutsche Boulevardzeitung da – wieder mal – schreibt, hat mit dem Krebsforschungszentrum und seriöser Forschung nichts zu tun. Eine schlichte Internet-Recherche zeigt: Hinter der neuen, vermeintlichen Anti-Krebs-Diät stecken ganz simple finanzielle Interessen.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Radio-Interview Werner Eckert - Johannes Coy, &amp;quot;Das Geschäft mit der gesunden Ernährung&amp;quot;, &amp;quot;Treff nach drei&amp;quot;, SWR4 1.1.2009 (inzwischen von den SWR-Webseiten gelöscht)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Berichterstattung in der Boulevardpresse===&lt;br /&gt;
[[image:CoyGong2.jpg|Thema bei Gong|thumb]][[image:CoyBunte.jpg|Thema bei Bunte|left|thumb]]&lt;br /&gt;
Die Coy-Methode wurde in der Boulevardpresse mehrfach völlig unkritisch thematisiert, mit einem Höhepunkt der Berichterstattungen im Jahre 2009. Den staunenden Lesen wurde dabei vermittelt, dass man mit der Methode &amp;#039;&amp;#039;Krebszellen vorsorglich aushungern&amp;#039;&amp;#039;, im Blut schwimmende &amp;#039;&amp;#039;Zuckerjunkies&amp;#039;&amp;#039; beseitigen und mit Hilfe der Coy-Methode eine &amp;#039;&amp;#039;Krebszellen-Reinigungs-Kur&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;ohne Risiko und Nebenwirkungen&amp;#039;&amp;#039; machen könne. Belege wurden dazu nicht genannt. Stattdessen finden sich Hinweise zum Anbieter entsprechender Bluttests.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Johannes Coy==&lt;br /&gt;
[[image:Coy.jpg|Johannes Coy|thumb]]&lt;br /&gt;
Johannes Coy (geb. 15. Dezember 1963) studierte Biologie in Tübingen und arbeitete von 1990 bis 2001 am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. 1995 entdeckte er das Enzym TKTL1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2001 wurde Coy für die Biotech-Firma &amp;quot;mtm laboratories AG&amp;quot; im Bereich der Entwicklung neuer Krebsfrüherkennungstests tätig. 2004 wechselte er als Leiter der Onkologie zur R-Biopharm AG nach Darmstadt. 2003 gründete Coy die Firma Tavartis GmbH zur Entwicklung von Krebsdiagnostika. 2006 gründet Coy das pharmazeutische Unternehmen Tavargenix GmbH, das ein Anti-TKTL1-Medikament zur Therapie von Krebserkrankungen entwickelte. 2008 gründete er mit Investoren die Tavarlin AG, die Tests zum TKTL-Nachweis und weitere Produkte wie Lebensmittel anbietet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Coy ist auch ehrenamtlich für die &amp;quot;Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V.&amp;quot; in Aachen tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tavarlin AG==&lt;br /&gt;
Die Firma Tavarlin AG in Darmstadt ist Anbieter von Produkten zur Krebsdiät nach Coy. Angeboten werden KH-armes Brot, Fette, Büffel-Salami, Kakao-Kekse, Kakao-Creme, Erdbeermarmelade, Bierwurst, Nusskuchen und weitere Produkte. Die Tavarlin AG wurde im November 2007 durch Johannes Coy zusammen mit privaten Investoren gegründet, um bestimmte passende Produkte und eine proprietäre Diagnostik zu vermarkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Patente==&lt;br /&gt;
Von Coy wurden im Zusammenhang mit dem TKTL-1 Enzym und Gen verschiedene Patente angemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*EP1972209, zu einem KH-armen &amp;quot;Drink&amp;quot; mit Milchsäurezusatz, ggf Alkohol und ggf ketogenen Aminosäuren. Inventor: Coy, Johannes F. 09/24/2008&lt;br /&gt;
*US 2008/0095703 A1 vom 3.3.2006. &amp;quot;Method For Checking And Controlling The Mammalian Lactic Acid Fermentation&amp;quot;, Inventor: Coy J&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*J. Hübner J, Münstedt K:  Alternative Therapien in der Onkologie. Können sie die konventionelle Medizin ersetzen? Der Onkologe, Verlag Springer Berlin / Heidelberg. ISSN 0947-8965&lt;br /&gt;
*Johannes F. Coy, Maren Franz: &amp;#039;&amp;#039;Die neue Anti-Krebs-Ernährung&amp;#039;&amp;#039;, Gräfe und Unzer Verlag&lt;br /&gt;
*Johannes Coy, Maren Franz: &amp;#039;&amp;#039;Die neue Anti-Krebs-Ernährung: Wie Sie das Krebs-Gen stoppen&amp;#039;&amp;#039;,Verlag Gräfe &amp;amp; Unzer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellennachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[category:Pseudomedizin]]&lt;br /&gt;
[[category:Wundertherapie gegen Krebs]]&lt;br /&gt;
[[category:Krebsdiät]]&lt;br /&gt;
[[category:Wundertherapie der Multiplen Sklerose]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Iskandar</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Krebsdi%C3%A4t_nach_Coy&amp;diff=76745</id>
		<title>Krebsdiät nach Coy</title>
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		<updated>2011-07-22T06:53:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Iskandar: /* Rationale der Coy-Diät */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[image:CoyBild.jpg|Erste Seite Bild vom 1.9.09|300px|thumb]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Krebsdiät nach Coy&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Ernährung nach Coy&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;TKTL1-Ernährungstherapie&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Tavarlin-Kost&amp;#039;&amp;#039;) ist ein diätetisches Behandlungskonzept im Sinne einer [[Krebsdiät|Anti-Krebs-Ernährung]] des promovierten Biologen, Bestsellerautors und Medizingeschäftsmannes (Vorstand Tavarlin AG) Johannes Coy aus Darmstadt. Aufmerksamkeit erfuhr die umstrittene Methode insbesondere durch eine groß aufgemachte Berichterstattung in einer Artikelserie der Bild-Zeitung im September 2009&amp;lt;ref&amp;gt;Bildzeitung: &amp;#039;&amp;#039;Dr. Johannes Coy erklärt, wie Sie wirksam Krebs vorbeugen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Der Tagesplan für die Anti-Krebs-Ernährung&amp;#039;&amp;#039;. 3.9.2009&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie unkritischen Jubelartikeln mit Nennung von Prominenten in Bunte&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Sensationell: Die Anti-Krebsernährung. Entziehen Sie Krebszellen den Treibstoff !&amp;#039;&amp;#039;, Bunte, Heft 38 vom 10.9.2009&amp;lt;/ref&amp;gt;, Gong&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die besten Lebensmittel gegen Krebs&amp;#039;&amp;#039; - &amp;#039;&amp;#039;Richtig essen stoppt Krebs&amp;#039;&amp;#039;, Gong, 4.9.2009&amp;lt;/ref&amp;gt; und Bella. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wissenschaftlicher Nachweis einer Wirksamkeit bei Krebserkrankungen liegt für diese Methode bis heute nicht vor. Ebenso liegt keine Empfehlung einer Fachgesellschaft zu dieser Methode vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Methode &amp;quot;Krebsdiät nach Coy&amp;quot;==&lt;br /&gt;
[[image:Coy2.jpg|Titelseite von Coy-Buch|thumb]]&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Ernährungsweise nach Coy&amp;quot; entspricht einer Öl- und proteinreichen Diät mit möglichst geringem Anteil an Kohlenhydraten. Nach Coy soll der erhöhte Zuckerverbrauch von Krebszellen diese angreifbar machen - und zwar durch das Meiden von Lebensmitteln, die durch die Verdauung viel Traubenzucker zur Verfügung stellen. Laut Coy solle seine Methode zu einer Art &amp;quot;Aushungerung&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Coy J: Anti-Krebs Ernährung, Seite 9&amp;lt;/ref&amp;gt; von Krebszellen beitragen. Coy behauptet, dadurch sowohl einen Schutzeffekt vor Krebs als auch eine Wirksamkeit bei bereits eingetretener Krebskrankheit zu erzielen. Durch die Anwendung seiner Methode liessen sich außerdem die Streuung von Tumorzellen (Metastasierung) und eine körperliche Auszehrung (Kachexie) der Patienten verhindern, sowie Nebenwirkungen der Chemotherapie mildern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernährungsempfehlung ähnelt der [[Ketogene Ernährung|ketogenen Ernährung]], der &amp;quot;Glyx-Diät&amp;quot;, LOGI-Methode nach Worm, [[Öl-Eiweißkost|Öl-Eiweißkost nach Budwig]] und &amp;quot;low carb&amp;quot;-Diäten wie die Atkins-Diät oder die [[Montignac-Methode]], die meist zur Gewichtsreduktion bei Übergewicht angewandt werden. Eine Ähnlichkeit zeigt sich auch zur so genannten [[Steinzeitdiät]]. Etwa 60 bis 70 Gramm Kohlenhydrate pro Tag werden in der Coy-Diät als Obergrenze angesehen. Verboten sind insbesondere Nudeln, Kartoffeln, Bananen, oder Käse. Empfohlen wird dagegen Fleisch und Fisch, was wiederum im Gegensatz zu vielen anderen Ernährungsempfehlungen bei Krebs steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausserdem empfiehlt Coy die Einnahme ungehärteter Pflanzenöle wie Lein-, Hanf- oder Rapsöl sowie die Ernährung mit Kaltwasserfischen wie Hering, Makrele oder Lachs. Auf diese Weise sollen vermehrt ungesättigte Omega-3-Fettsäuren aufgenommen werden. Coy geht bei der Darstellung seiner Methode selten darauf ein, dass tumorwachstumsfördernde Omega-6-Fettsäuren mit einer ölreichen Diät ebenfalls vermehrt aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
Auch vergorene Lebensmittel mit viel Milchsäure und wenig Kohlenhydraten seien hilfreich, da sie den Gärungsstoffwechsel von Tumorzellen hemmen sollen. Diese Überlegung scheint auch die Basis über angebliche krebshemmende Eigenschaften des [[Diätetisches Lebensmittel|diätetischen Lebensmittels]] [[Avemar]] zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rationale der Coy-Diät===&lt;br /&gt;
Laut Coy spreche für seine Methode die angebliche Beobachtung, dass Inuit, die über Fleisch und Fisch viele Omega-3-Fettsäuren aber kaum Kohlenhydrate verzehrten, nicht an Krebs, Alzheimer, Diabetes oder Herzinfarkt sterben würden. Krebs in seiner aggressiven Form, als metastasierender Krebs, komme laut Coy daher hauptsächlich &amp;#039;&amp;#039;nur beim Menschen mit westlicher Lebensweise&amp;#039;&amp;#039; und einigen von ihm gefütterten Haustieren vor. Bei allen anderen Lebewesen stelle Krebs kein entscheidendes Problem dar und der Tod durch Krebs beschränke sich im Wesentlichen auf wenige Lebewesen: den Menschen mit &amp;quot;westlicher Lebensweise&amp;quot;, den Hund, die Hauskatze und im Labor gehaltene Tiere, die der Mensch füttert (Labormaus, Laborratte). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traubenzucker soll nach Coys Sichtweise der einzig &amp;quot;effektive&amp;quot; Energielieferant der Krebszellen sein; so könnten Krebszellen angeblich nicht auf die Energiereserven von Körperfett zurückgreifen, weil [[Mitochondrienmedizin|&amp;#039;&amp;#039;die Mitochondrien abgeschaltet&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;funktionsuntüchtig&amp;#039;&amp;#039;]] geworden seien. Tumorzellen sollen nach dieser Theorie ihren Energiebedarf durch die Zuckervergärung ohne Sauerstoffverbrauch (unter Bildung von Milchsäure) decken. Bei der Vergärung werden aus einem Molekül Glukose jedoch nur 2 Moleküle ATP gebildet, bei der vollständigen Oxidation mit Sauerstoff entstehen aus einem Molekül Glukose jedoch 36 Moleküle ATP. Die Vergärung ist demnach weniger effektiv. Eine entsprechende Hypothese war bereits in den 1920ern von [[Warburg Hypothese|Otto Warburg]] (1883 -1970) geäussert worden, aber eine praktische Anwendung konnte daraus nicht abgeleitet werden. Zahlreiche neuere Forschungsergebnisse widersprechen außerdem inzwischen dieser Darstellung &amp;lt;ref name=&amp;quot;DKS&amp;quot;&amp;gt;http://www.krebsgesellschaft.de/download/stellungnahme_anti_tktl1_-_diaet_18_03_10.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Coy seien Diabetiker aufgrund der hohen Blutzuckerwerten auch für Krebs anfälliger. Ählich argumentiert die alternativmedizinische [[Insulinpotenzierte Therapie]] (IPT, Insulin Potentation Therapy) welche jedoch nicht diätetisch, sondern durch den Einsatz von überdosiertem Insulin eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) des gesamten Körpers bewirken will, die sich nach Angaben der Befürworter dieser Methode auch auf Tumorzellen auswirke. Diese würden durch die therapeutische Hypoglykämie quasi ausgehungert.&lt;br /&gt;
Des Weiteren soll Traubenzucker sogar als krebsauslösende Substanz dienen und Auslöser anderer Krankheiten wie die der Multiplen Sklerose sein. Belege für diese Aussenseitermeinung gibt es nicht.&lt;br /&gt;
Zwar ergaben epidemiologische Untersuchungen tatsächlich ein erhöhtes Krebsrisiko bei Diabetikern, dies stand aber nach derzeitigem Wissen im Zusammenhang mit bestimmten Insulinpräparaten, während andere Insuline oder Diabetesmedikamente das Krebsrisiko nicht erhöhten&amp;lt;ref&amp;gt;Chang CH et al., PloS one 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wilson C, Nature reviews 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Buchs AE et al, Metabolism: clinical and experimental 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;. Andere Autoren führen die höhere Entdeckungsrate von Krebs bei Diabetikern auf die engmaschige medizinische Betreuung und Kontrolluntersuchungen zurück, die im Rahmen des Diabetes durchgeführt werden - so werden die meisten Krebserkrankungen von Diabetikern innerhalb der ersten Monate nach Erstdiagnose des Diabetes entdeckt&amp;lt;ref&amp;gt;Johnson JA et al., Diabetologica 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedeutung von TKTL1 in der Coy-Diät==&lt;br /&gt;
[[image:TKTL1.jpg|Quelle:&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.dermatologie-frankfurt.de/docs/coy_et_al_clin_lab_2005.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;|thumb]] Um herauszufinden, ob eine bestimmte Tumorart für seine Ernährungsempfehlung empfindlich sei, muss ein von Coy entwickelter Test (siehe unten) durchgeführt werden, der anzeigen soll, ob das TKTL1-Gen im Tumorgewebe aktiv ist oder nicht. Das von Coy im Jahr 1995 selbst entdeckte TKTL1-Gen (Transketolase-like 1), wird von Befürworten sowohl für die Entwicklung einer Krebszelle hin zu einer besonderen agressiven Form als auch für die Metatstasierung verantwortlich gemacht. TKTL-1 aktive Tumorzellen sollen nach dieser Theorie ihren Energiebedarf durch die weniger effektive Zuckervergärung ohne Sauerstoffverbrauch (unter Bildung von Milchsäure) decken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Enzyme Transketolase und Transketolase-like-1===&lt;br /&gt;
Das Enzym Transketolase (TKT) ist ein Enzym, das eine Rolle im Zuckerstoffwechsel, in der DNA- und in der RNASynthese spielt. Es katalysiert einen Reaktionschritt, bei dem eine Ketolgruppe von Xylulose-5-phosphat auf ein Aldol überträgt (beispielsweise Ribose-5-phosphat). Diese Reaktion verbindet die Glykolyse mit dem biochemischen Pentosephosphatweg. Mutationen am TKT-Gen führen zum Mangel an Transketolase-Aktivität, was zusammen mit Mangel an ihrem Coenzym Thiamin (Vitamin B1) zum Wernicke-Korsakow-Syndrom bei Alkoholikern führt.&lt;br /&gt;
Das Enzym TKTL-1 kommt in mindestens drei verschiedenen Isoenzymformen im menschlichen Körper vor und ist mit dem Enzym Transketolase (siehe Citratzyklus) verwandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===EDIM TKTL1 Bluttest===&lt;br /&gt;
Der EDIM-TKTL1-Bluttest soll Aufschluß darüber geben, ob beim Patienten das Enzym TKTL1 nachweisbar ist. Befürworter glauben, mit diesem Test &amp;quot;besonders aggressive Krebszellen&amp;quot; erkennen und frühzeitig Hinweise auf Rezidive erhalten zu können. In Frankfurt a. M. bietet (offenbar als einziges Labor in Deutschland) eine &amp;quot;Gemeinschaftspraxis Pathologie Franfurt a. M.&amp;quot; einen TKTL1 - Nachweis an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Stellungnahme zur &amp;quot;anti TKTL1-Diät&amp;quot; vom März 2010 schreibt die Deutsche Krebsgesellschaft: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Die Funktionen der TKTL1 bei einer Tumorerkrankung sind nicht geklärt [..] Die TKTL1 ist nicht tumorspezifisch und ist auch in Normalgeweben nachweisbar.&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039; Im Text heißt es weiter: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Die scheinbare enzymatische Aktivität des Proteins TKTL 1 ist nur in einem indirekten, gekoppelten Assay [..] beschrieben, nicht jedoch wie für Enzyme üblich durch den eindeutigen direkten analytischen Nachweis [..] Ein Nachweis von aktivierten Makrophagen (z.B. TKTL1 (EDIM Test)), [..] ist ein unspezifischer Hinweis, mit dem kein sicherer Rückschluss weder auf einen vorhandenen Tumor noch auf bestimmte Tumoreigenschaften möglich ist.&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;. &amp;lt;ref name=&amp;quot;DKS&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rezeption==&lt;br /&gt;
Der SWR äusserte sich im September 2009 kritisch zur Krebsdiät nach Coy. Im Internet konnte in der (inzwischen gelöschten) Zusammenfassung gelesen werden: &amp;#039;&amp;#039;In seinem Buch &amp;quot;Die neue Anti-Krebs-Ernährung&amp;quot; stellt der Krebsforscher Johannes Coy ein Ernährungskonzept vor, das angeblich vor Krebs schützen soll. Die Grundannahme: Möglichst wenig Kohlenhydrate in der Ernährung senken das Risiko an Krebs zu erkranken. Auf der &amp;quot;roten&amp;quot; Liste stehen unter anderem Nudeln, Kartoffeln, Bananen, Käse und Nüsse. Um seine Seriosität zu belegen, beruft sich Coy auf das renommierte Krebsforschungszentrum in Heidelberg, für das er selbst einige Jahre gearbeitet hat. Aber dort will man nichts von Coy und seiner neuen Anti-Krebs-Diät wissen: Was die größte deutsche Boulevardzeitung da – wieder mal – schreibt, hat mit dem Krebsforschungszentrum und seriöser Forschung nichts zu tun. Eine schlichte Internet-Recherche zeigt: Hinter der neuen, vermeintlichen Anti-Krebs-Diät stecken ganz simple finanzielle Interessen.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Radio-Interview Werner Eckert - Johannes Coy, &amp;quot;Das Geschäft mit der gesunden Ernährung&amp;quot;, &amp;quot;Treff nach drei&amp;quot;, SWR4 1.1.2009 (inzwischen von den SWR-Webseiten gelöscht)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Berichterstattung in der Boulevardpresse===&lt;br /&gt;
[[image:CoyGong2.jpg|Thema bei Gong|thumb]][[image:CoyBunte.jpg|Thema bei Bunte|left|thumb]]&lt;br /&gt;
Die Coy-Methode wurde in der Boulevardpresse mehrfach völlig unkritisch thematisiert, mit einem Höhepunkt der Berichterstattungen im Jahre 2009. Den staunenden Lesen wurde dabei vermittelt, dass man mit der Methode &amp;#039;&amp;#039;Krebszellen vorsorglich aushungern&amp;#039;&amp;#039;, im Blut schwimmende &amp;#039;&amp;#039;Zuckerjunkies&amp;#039;&amp;#039; beseitigen und mit Hilfe der Coy-Methode eine &amp;#039;&amp;#039;Krebszellen-Reinigungs-Kur&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;ohne Risiko und Nebenwirkungen&amp;#039;&amp;#039; machen könne. Belege wurden dazu nicht genannt. Stattdessen finden sich Hinweise zum Anbieter entsprechender Bluttests.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Johannes Coy==&lt;br /&gt;
[[image:Coy.jpg|Johannes Coy|thumb]]&lt;br /&gt;
Johannes Coy (geb. 15. Dezember 1963) studierte Biologie in Tübingen und arbeitete von 1990 bis 2001 am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. 1995 entdeckte er das Enzym TKTL1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2001 wurde Coy für die Biotech-Firma &amp;quot;mtm laboratories AG&amp;quot; im Bereich der Entwicklung neuer Krebsfrüherkennungstests tätig. 2004 wechselte er als Leiter der Onkologie zur R-Biopharm AG nach Darmstadt. 2003 gründete Coy die Firma Tavartis GmbH zur Entwicklung von Krebsdiagnostika. 2006 gründet Coy das pharmazeutische Unternehmen Tavargenix GmbH, das ein Anti-TKTL1-Medikament zur Therapie von Krebserkrankungen entwickelte. 2008 gründete er mit Investoren die Tavarlin AG, die Tests zum TKTL-Nachweis und weitere Produkte wie Lebensmittel anbietet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Coy ist auch ehrenamtlich für die &amp;quot;Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V.&amp;quot; in Aachen tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tavarlin AG==&lt;br /&gt;
Die Firma Tavarlin AG in Darmstadt ist Anbieter von Produkten zur Krebsdiät nach Coy. Angeboten werden KH-armes Brot, Fette, Büffel-Salami, Kakao-Kekse, Kakao-Creme, Erdbeermarmelade, Bierwurst, Nusskuchen und weitere Produkte. Die Tavarlin AG wurde im November 2007 durch Johannes Coy zusammen mit privaten Investoren gegründet, um bestimmte passende Produkte und eine proprietäre Diagnostik zu vermarkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Patente==&lt;br /&gt;
Von Coy wurden im Zusammenhang mit dem TKTL-1 Enzym und Gen verschiedene Patente angemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*EP1972209, zu einem KH-armen &amp;quot;Drink&amp;quot; mit Milchsäurezusatz, ggf Alkohol und ggf ketogenen Aminosäuren. Inventor: Coy, Johannes F. 09/24/2008&lt;br /&gt;
*US 2008/0095703 A1 vom 3.3.2006. &amp;quot;Method For Checking And Controlling The Mammalian Lactic Acid Fermentation&amp;quot;, Inventor: Coy J&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*J. Hübner J, Münstedt K:  Alternative Therapien in der Onkologie. Können sie die konventionelle Medizin ersetzen? Der Onkologe, Verlag Springer Berlin / Heidelberg. ISSN 0947-8965&lt;br /&gt;
*Johannes F. Coy, Maren Franz: &amp;#039;&amp;#039;Die neue Anti-Krebs-Ernährung&amp;#039;&amp;#039;, Gräfe und Unzer Verlag&lt;br /&gt;
*Johannes Coy, Maren Franz: &amp;#039;&amp;#039;Die neue Anti-Krebs-Ernährung: Wie Sie das Krebs-Gen stoppen&amp;#039;&amp;#039;,Verlag Gräfe &amp;amp; Unzer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellennachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[category:Pseudomedizin]]&lt;br /&gt;
[[category:Wundertherapie gegen Krebs]]&lt;br /&gt;
[[category:Krebsdiät]]&lt;br /&gt;
[[category:Wundertherapie der Multiplen Sklerose]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Iskandar</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Krebsdi%C3%A4t_nach_Coy&amp;diff=76741</id>
		<title>Krebsdiät nach Coy</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.psiram.com/de/index.php?title=Krebsdi%C3%A4t_nach_Coy&amp;diff=76741"/>
		<updated>2011-07-22T06:27:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Iskandar: Umfangreich überarbeitet und ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[image:CoyBild.jpg|Erste Seite Bild vom 1.9.09|300px|thumb]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Krebsdiät nach Coy&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Ernährung nach Coy&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;TKTL1-Ernährungstherapie&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Tavarlin-Kost&amp;#039;&amp;#039;) ist ein diätetisches Behandlungskonzept im Sinne einer [[Krebsdiät|Anti-Krebs-Ernährung]] des promovierten Biologen, Bestsellerautors und Medizingeschäftsmannes (Vorstand Tavarlin AG) Johannes Coy aus Darmstadt. Aufmerksamkeit erfuhr die umstrittene Methode insbesondere durch eine groß aufgemachte Berichterstattung in einer Artikelserie der Bild-Zeitung im September 2009&amp;lt;ref&amp;gt;Bildzeitung: &amp;#039;&amp;#039;Dr. Johannes Coy erklärt, wie Sie wirksam Krebs vorbeugen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Der Tagesplan für die Anti-Krebs-Ernährung&amp;#039;&amp;#039;. 3.9.2009&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie unkritischen Jubelartikeln mit Nennung von Prominenten in Bunte&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Sensationell: Die Anti-Krebsernährung. Entziehen Sie Krebszellen den Treibstoff !&amp;#039;&amp;#039;, Bunte, Heft 38 vom 10.9.2009&amp;lt;/ref&amp;gt;, Gong&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die besten Lebensmittel gegen Krebs&amp;#039;&amp;#039; - &amp;#039;&amp;#039;Richtig essen stoppt Krebs&amp;#039;&amp;#039;, Gong, 4.9.2009&amp;lt;/ref&amp;gt; und Bella. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wissenschaftlicher Nachweis einer Wirksamkeit bei Krebserkrankungen liegt für diese Methode bis heute nicht vor. Ebenso liegt keine Empfehlung einer Fachgesellschaft zu dieser Methode vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Methode &amp;quot;Krebsdiät nach Coy&amp;quot;==&lt;br /&gt;
[[image:Coy2.jpg|Titelseite von Coy-Buch|thumb]]&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Ernährungsweise nach Coy&amp;quot; entspricht einer Öl- und proteinreichen Diät mit möglichst geringem Anteil an Kohlenhydraten. Nach Coy soll der erhöhte Zuckerverbrauch von Krebszellen diese angreifbar machen - und zwar durch das Meiden von Lebensmitteln, die durch die Verdauung viel Traubenzucker zur Verfügung stellen. Laut Coy solle seine Methode zu einer Art &amp;quot;Aushungerung&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Coy J: Anti-Krebs Ernährung, Seite 9&amp;lt;/ref&amp;gt; von Krebszellen beitragen. Coy behauptet, dadurch sowohl einen Schutzeffekt vor Krebs als auch eine Wirksamkeit bei bereits eingetretener Krebskrankheit zu erzielen. Durch die Anwendung seiner Methode liessen sich außerdem die Streuung von Tumorzellen (Metastasierung) und eine körperliche Auszehrung (Kachexie) der Patienten verhindern, sowie Nebenwirkungen der Chemotherapie mildern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernährungsempfehlung ähnelt der [[Ketogene Ernährung|ketogenen Ernährung]], der &amp;quot;Glyx-Diät&amp;quot;, LOGI-Methode nach Worm, [[Öl-Eiweißkost|Öl-Eiweißkost nach Budwig]] und &amp;quot;low carb&amp;quot;-Diäten wie die Atkins-Diät oder die [[Montignac-Methode]], die meist zur Gewichtsreduktion bei Übergewicht angewandt werden. Eine Ähnlichkeit zeigt sich auch zur so genannten [[Steinzeitdiät]]. Etwa 60 bis 70 Gramm Kohlenhydrate pro Tag werden in der Coy-Diät als Obergrenze angesehen. Verboten sind insbesondere Nudeln, Kartoffeln, Bananen, oder Käse. Empfohlen wird dagegen Fleisch und Fisch, was wiederum im Gegensatz zu vielen anderen Ernährungsempfehlungen bei Krebs steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausserdem empfiehlt Coy die Einnahme ungehärteter Pflanzenöle wie Lein-, Hanf- oder Rapsöl sowie die Ernährung mit Kaltwasserfischen wie Hering, Makrele oder Lachs. Auf diese Weise sollen vermehrt ungesättigte Omega-3-Fettsäuren aufgenommen werden. Coy geht bei der Darstellung seiner Methode selten darauf ein, dass tumorwachstumsfördernde Omega-6-Fettsäuren mit einer ölreichen Diät ebenfalls vermehrt aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
Auch vergorene Lebensmittel mit viel Milchsäure und wenig Kohlenhydraten seien hilfreich, da sie den Gärungsstoffwechsel von Tumorzellen hemmen sollen. Diese Überlegung scheint auch die Basis über angebliche krebshemmende Eigenschaften des [[Diätetisches Lebensmittel|diätetischen Lebensmittels]] [[Avemar]] zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rationale der Coy-Diät===&lt;br /&gt;
Laut Coy spreche für seine Methode die angebliche Beobachtung, dass Inuit, die über Fleisch und Fisch viele Omega-3-Fettsäuren aber kaum Kohlenhydrate verzehrten, nicht an Krebs, Alzheimer, Diabetes oder Herzinfarkt sterben würden. Krebs in seiner aggressiven Form, als metastasierender Krebs, komme laut Coy daher hauptsächlich &amp;#039;&amp;#039;nur beim Menschen mit westlicher Lebensweise&amp;#039;&amp;#039; und einigen von ihm gefütterten Haustieren vor. Bei allen anderen Lebewesen stelle Krebs kein entscheidendes Problem dar und der Tod durch Krebs beschränke sich im Wesentlichen auf wenige Lebewesen: den Menschen mit &amp;quot;westlicher Lebensweise&amp;quot;, den Hund, die Hauskatze und im Labor gehaltene Tiere, die der Mensch füttert (Labormaus, Laborratte). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traubenzucker soll nach Coys Sichtweise der einzig &amp;quot;effektive&amp;quot; Energielieferant der Krebszellen sein; so könnten Krebszellen angeblich nicht auf die Energiereserven von Körperfett zurückgreifen, weil [[Mitochondrienmedizin|&amp;#039;&amp;#039;die Mitochondrien abgeschaltet&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;funktionsuntüchtig&amp;#039;&amp;#039;]] geworden seien. Tumorzellen sollen nach dieser Theorie ihren Energiebedarf durch die Zuckervergärung ohne Sauerstoffverbrauch (unter Bildung von Milchsäure) decken. Bei der Vergärung werden aus einem Molekül Glukose jedoch nur 2 Moleküle ATP gebildet, bei der vollständigen Oxidation mit Sauerstoff entstehen aus einem Molekül Glukose jedoch 36 Moleküle ATP. Die Vergärung ist demnach weniger effektiv. Eine entsprechende Hypothese war bereits in den 1920ern von [[Warburg Hypothese|Otto Warburg]] (1883 -1970) geäussert worden, aber eine praktische Anwendung konnte daraus nicht abgeleitet werden. Zahlreiche neuere Forschungsergebnisse widersprechen außerdem inzwischen dieser Darstellung &amp;lt;ref name=&amp;quot;DKS&amp;quot;&amp;gt;http://www.krebsgesellschaft.de/download/stellungnahme_anti_tktl1_-_diaet_18_03_10.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Coy seien Diabetiker mit hohen Blutzuckerwerten daher auch für Krebs anfälliger. Ählich argumentiert die alternativmedizinische [[Insulinpotenzierte Therapie]] (IPT, Insulin Potentation Therapy) welche jedoch nicht diätetisch, sondern durch den Einsatz von überdosiertem Insulin eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) des gesamten Körpers bewirken will, die sich nach Angaben der Befürworter dieser Methode auch auf Tumorzellen auswirke. Diese würden durch die therapeutische Hypoglykämie quasi ausgehungert.&lt;br /&gt;
Des Weiteren sondern sogar als krebsauslösende Substanz dienen und Auslöser anderer Krankheiten wie die der Multiplen Sklerose sein. Belege für diese Aussenseitermeinung gibt es nicht.&lt;br /&gt;
Zwar ergaben epidemiologische Untersuchungen tatsächlich ein erhöhtes Krebsrisiko bei Diabetikern, dies stand aber nach derzeitigem Wissen im Zusammenhang mit bestimmten Insulinpräparaten, während andere Insuline oder Diabetesmedikamente das Krebsrisiko nicht erhöhten&amp;lt;ref&amp;gt;Chang CH et al., PloS one 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wilson C, Nature reviews 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Buchs AE et al, Metabolism: clinical and experimental 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;. Andere Autoren führen die höhere Entdeckungsrate bei Diabetikern auf die engmaschigere medizinische Betreuung zurück - so werden die meisten Krebserkrankungen von Diabetikern innerhalb der ersten Monate nach Erstdiagnose des Diabetes entdeckt&amp;lt;ref&amp;gt;Johnson JA et al., Diabetologica 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedeutung von TKTL1 in der Coy-Diät==&lt;br /&gt;
[[image:TKTL1.jpg|Quelle:&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.dermatologie-frankfurt.de/docs/coy_et_al_clin_lab_2005.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;|thumb]] Um herauszufinden, ob eine bestimmte Tumorart für seine Ernährungsempfehlung empfindlich sei, muss ein von Coy entwickelter Test (siehe unten) durchgeführt werden, der anzeigen soll, ob das TKTL1-Gen im Tumorgewebe aktiv ist oder nicht. Das von Coy im Jahr 1995 selbst entdeckte TKTL1-Gen (Transketolase-like 1), wird von Befürworten sowohl für die Entwicklung einer Krebszelle hin zu einer besonderen agressiven Form als auch für die Metatstasierung verantwortlich gemacht. TKTL-1 aktive Tumorzellen sollen nach dieser Theorie ihren Energiebedarf durch die weniger effektive Zuckervergärung ohne Sauerstoffverbrauch (unter Bildung von Milchsäure) decken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Enzyme Transketolase und Transketolase-like-1===&lt;br /&gt;
Das Enzym Transketolase (TKT) ist ein Enzym, das eine Rolle im Zuckerstoffwechsel, in der DNA- und in der RNASynthese spielt. Es katalysiert einen Reaktionschritt, bei dem eine Ketolgruppe von Xylulose-5-phosphat auf ein Aldol überträgt (beispielsweise Ribose-5-phosphat). Diese Reaktion verbindet die Glykolyse mit dem biochemischen Pentosephosphatweg. Mutationen am TKT-Gen führen zum Mangel an Transketolase-Aktivität, was zusammen mit Mangel an ihrem Coenzym Thiamin (Vitamin B1) zum Wernicke-Korsakow-Syndrom bei Alkoholikern führt.&lt;br /&gt;
Das Enzym TKTL-1 kommt in mindestens drei verschiedenen Isoenzymformen im menschlichen Körper vor und ist mit dem Enzym Transketolase (siehe Citratzyklus) verwandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===EDIM TKTL1 Bluttest===&lt;br /&gt;
Der EDIM-TKTL1-Bluttest soll Aufschluß darüber geben, ob beim Patienten das Enzym TKTL1 nachweisbar ist. Befürworter glauben, mit diesem Test &amp;quot;besonders aggressive Krebszellen&amp;quot; erkennen und frühzeitig Hinweise auf Rezidive erhalten zu können. In Frankfurt a. M. bietet (offenbar als einziges Labor in Deutschland) eine &amp;quot;Gemeinschaftspraxis Pathologie Franfurt a. M.&amp;quot; einen TKTL1 - Nachweis an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Stellungnahme zur &amp;quot;anti TKTL1-Diät&amp;quot; vom März 2010 schreibt die Deutsche Krebsgesellschaft: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Die Funktionen der TKTL1 bei einer Tumorerkrankung sind nicht geklärt [..] Die TKTL1 ist nicht tumorspezifisch und ist auch in Normalgeweben nachweisbar.&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039; Im Text heißt es weiter: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Die scheinbare enzymatische Aktivität des Proteins TKTL 1 ist nur in einem indirekten, gekoppelten Assay [..] beschrieben, nicht jedoch wie für Enzyme üblich durch den eindeutigen direkten analytischen Nachweis [..] Ein Nachweis von aktivierten Makrophagen (z.B. TKTL1 (EDIM Test)), [..] ist ein unspezifischer Hinweis, mit dem kein sicherer Rückschluss weder auf einen vorhandenen Tumor noch auf bestimmte Tumoreigenschaften möglich ist.&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;. &amp;lt;ref name=&amp;quot;DKS&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rezeption==&lt;br /&gt;
Der SWR äusserte sich im September 2009 kritisch zur Krebsdiät nach Coy. Im Internet konnte in der (inzwischen gelöschten) Zusammenfassung gelesen werden: &amp;#039;&amp;#039;In seinem Buch &amp;quot;Die neue Anti-Krebs-Ernährung&amp;quot; stellt der Krebsforscher Johannes Coy ein Ernährungskonzept vor, das angeblich vor Krebs schützen soll. Die Grundannahme: Möglichst wenig Kohlenhydrate in der Ernährung senken das Risiko an Krebs zu erkranken. Auf der &amp;quot;roten&amp;quot; Liste stehen unter anderem Nudeln, Kartoffeln, Bananen, Käse und Nüsse. Um seine Seriosität zu belegen, beruft sich Coy auf das renommierte Krebsforschungszentrum in Heidelberg, für das er selbst einige Jahre gearbeitet hat. Aber dort will man nichts von Coy und seiner neuen Anti-Krebs-Diät wissen: Was die größte deutsche Boulevardzeitung da – wieder mal – schreibt, hat mit dem Krebsforschungszentrum und seriöser Forschung nichts zu tun. Eine schlichte Internet-Recherche zeigt: Hinter der neuen, vermeintlichen Anti-Krebs-Diät stecken ganz simple finanzielle Interessen.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Radio-Interview Werner Eckert - Johannes Coy, &amp;quot;Das Geschäft mit der gesunden Ernährung&amp;quot;, &amp;quot;Treff nach drei&amp;quot;, SWR4 1.1.2009 (inzwischen von den SWR-Webseiten gelöscht)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Berichterstattung in der Boulevardpresse===&lt;br /&gt;
[[image:CoyGong2.jpg|Thema bei Gong|thumb]][[image:CoyBunte.jpg|Thema bei Bunte|left|thumb]]&lt;br /&gt;
Die Coy-Methode wurde in der Boulevardpresse mehrfach völlig unkritisch thematisiert, mit einem Höhepunkt der Berichterstattungen im Jahre 2009. Den staunenden Lesen wurde dabei vermittelt, dass man mit der Methode &amp;#039;&amp;#039;Krebszellen vorsorglich aushungern&amp;#039;&amp;#039;, im Blut schwimmende &amp;#039;&amp;#039;Zuckerjunkies&amp;#039;&amp;#039; beseitigen und mit Hilfe der Coy-Methode eine &amp;#039;&amp;#039;Krebszellen-Reinigungs-Kur&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;ohne Risiko und Nebenwirkungen&amp;#039;&amp;#039; machen könne. Belege wurden dazu nicht genannt. Stattdessen finden sich Hinweise zum Anbieter entsprechender Bluttests.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Johannes Coy==&lt;br /&gt;
[[image:Coy.jpg|Johannes Coy|thumb]]&lt;br /&gt;
Johannes Coy (geb. 15. Dezember 1963) studierte Biologie in Tübingen und arbeitete von 1990 bis 2001 am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. 1995 entdeckte er das Enzym TKTL1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2001 wurde Coy für die Biotech-Firma &amp;quot;mtm laboratories AG&amp;quot; im Bereich der Entwicklung neuer Krebsfrüherkennungstests tätig. 2004 wechselte er als Leiter der Onkologie zur R-Biopharm AG nach Darmstadt. 2003 gründete Coy die Firma Tavartis GmbH zur Entwicklung von Krebsdiagnostika. 2006 gründet Coy das pharmazeutische Unternehmen Tavargenix GmbH, das ein Anti-TKTL1-Medikament zur Therapie von Krebserkrankungen entwickelte. 2008 gründete er mit Investoren die Tavarlin AG, die Tests zum TKTL-Nachweis und weitere Produkte wie Lebensmittel anbietet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Coy ist auch ehrenamtlich für die &amp;quot;Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V.&amp;quot; in Aachen tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tavarlin AG==&lt;br /&gt;
Die Firma Tavarlin AG in Darmstadt ist Anbieter von Produkten zur Krebsdiät nach Coy. Angeboten werden KH-armes Brot, Fette, Büffel-Salami, Kakao-Kekse, Kakao-Creme, Erdbeermarmelade, Bierwurst, Nusskuchen und weitere Produkte. Die Tavarlin AG wurde im November 2007 durch Johannes Coy zusammen mit privaten Investoren gegründet, um bestimmte passende Produkte und eine proprietäre Diagnostik zu vermarkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Patente==&lt;br /&gt;
Von Coy wurden im Zusammenhang mit dem TKTL-1 Enzym und Gen verschiedene Patente angemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*EP1972209, zu einem KH-armen &amp;quot;Drink&amp;quot; mit Milchsäurezusatz, ggf Alkohol und ggf ketogenen Aminosäuren. Inventor: Coy, Johannes F. 09/24/2008&lt;br /&gt;
*US 2008/0095703 A1 vom 3.3.2006. &amp;quot;Method For Checking And Controlling The Mammalian Lactic Acid Fermentation&amp;quot;, Inventor: Coy J&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*J. Hübner J, Münstedt K:  Alternative Therapien in der Onkologie. Können sie die konventionelle Medizin ersetzen? Der Onkologe, Verlag Springer Berlin / Heidelberg. ISSN 0947-8965&lt;br /&gt;
*Johannes F. Coy, Maren Franz: &amp;#039;&amp;#039;Die neue Anti-Krebs-Ernährung&amp;#039;&amp;#039;, Gräfe und Unzer Verlag&lt;br /&gt;
*Johannes Coy, Maren Franz: &amp;#039;&amp;#039;Die neue Anti-Krebs-Ernährung: Wie Sie das Krebs-Gen stoppen&amp;#039;&amp;#039;,Verlag Gräfe &amp;amp; Unzer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellennachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[category:Pseudomedizin]]&lt;br /&gt;
[[category:Wundertherapie gegen Krebs]]&lt;br /&gt;
[[category:Krebsdiät]]&lt;br /&gt;
[[category:Wundertherapie der Multiplen Sklerose]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Iskandar</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Krebsdi%C3%A4t_nach_Coy&amp;diff=76739</id>
		<title>Krebsdiät nach Coy</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.psiram.com/de/index.php?title=Krebsdi%C3%A4t_nach_Coy&amp;diff=76739"/>
		<updated>2011-07-22T05:42:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Iskandar: /* EDIM TKTL1 Bluttest */ + Stellungnahme DKG&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[image:CoyBild.jpg|Erste Seite Bild vom 1.9.09|300px|thumb]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Krebsdiät nach Coy&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Ernährung nach Coy&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;TKTL1-Ernährungstherapie&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Tavarlin-Kost&amp;#039;&amp;#039;) ist ein diätetisches Behandlungskonzept im Sinne einer [[Krebsdiät|Anti-Krebs-Ernährung]] des promovierten Biologen, Bestsellerautors und Medizingeschäftsmannes (Vorstand Tavarlin AG) Johannes Coy aus Darmstadt. Aufmerksamkeit erfuhr die umstrittene Methode insbesondere durch eine groß aufgemachte Berichterstattung in einer Artikelserie der Bild-Zeitung im September 2009&amp;lt;ref&amp;gt;Bildzeitung: &amp;#039;&amp;#039;Dr. Johannes Coy erklärt, wie Sie wirksam Krebs vorbeugen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Der Tagesplan für die Anti-Krebs-Ernährung&amp;#039;&amp;#039;. 3.9.2009&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie unkritischen Jubelartikeln mit Nennung von Prominenten in Bunte&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Sensationell: Die Anti-Krebsernährung. Entziehen Sie Krebszellen den Treibstoff !&amp;#039;&amp;#039;, Bunte, Heft 38 vom 10.9.2009&amp;lt;/ref&amp;gt;, Gong&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die besten Lebensmittel gegen Krebs&amp;#039;&amp;#039; - &amp;#039;&amp;#039;Richtig essen stoppt Krebs&amp;#039;&amp;#039;, Gong, 4.9.2009&amp;lt;/ref&amp;gt; und Bella. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wissenschaftlicher Nachweis einer Wirksamkeit bei Krebserkrankungen liegt für diese Methode bis heute nicht vor. Ebenso liegt keine Empfehlung einer Fachgesellschaft zu dieser Methode vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Methode &amp;quot;Krebsdiät nach Coy&amp;quot;==&lt;br /&gt;
[[image:Coy2.jpg|Titelseite von Coy-Buch|thumb]]&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Ernährungsweise nach Coy&amp;quot; entspricht einer Öl- und proteinreichen Diät mit möglichst geringem Anteil an Kohlenhydraten. Die Ernährungsempfehlung ähnelt der [[Ketogene Ernährung|ketogenen Ernährung]], der &amp;quot;Glyx-Diät&amp;quot;, LOGI-Methode nach Worm, [[Öl-Eiweißkost|Öl-Eiweißkost nach Budwig]] und &amp;quot;low carb&amp;quot;-Diäten wie die Atkins-Diät oder die [[Montignac-Methode]], die meist zur Gewichtsreduktion bei Übergewicht angewandt werden. Eine Ähnlichkeit zeigt sich auch zur so genannten [[Steinzeitdiät]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 60 bis 70 Gramm Kohlenhydrate pro Tag werden als Obergrenze angesehen. Verboten sind insbesondere Nudeln, Kartoffeln, Bananen, oder Käse. Empfohlen wird dagegen Fleisch und Fisch, was wiederum im Gegensatz zu vielen anderen Ernährungsempfehlungen bei Krebs steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Coy behauptet sowohl einen Schutzeffekt vor Krebs als auch eine Wirksamkeit bei bereits eingetretener Krebskrankheit. Um herauszufinden, ob eine bestimmte Tumorart für seine Ernährungsempfehlung empfindlich sei, muss ein Test durchgeführt werden, der anzeigen soll, ob das TKTL1-Gen im Tumorgewebe aktiv ist oder nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1995 entdeckte Coy ein Gen, das TKTL1-Gen (Transketolase-like 1), dessen Aktivität er sowohl für die Entwicklung einer Krebszelle hin zu einer besonderen agressiven Form als auch für die Metatstasierung verantwortlich machte. TKTL-1 aktive Tumorzellen sollen demnach ihren Energiebedarf durch die Zuckervergärung ohne Sauerstoffverbrauch (unter Bildung von Milchsäure) decken. Bei der Vergärung werden aus einem Molekül Glukose nur 2 Moleküle ATP gebildet, bei der vollständigen Oxidation mit Sauerstoff entstehen aus einem Molekül Glukose jedoch 36 Moleküle ATP. Die Vergärung ist demnach weniger effektiv. &lt;br /&gt;
Eine entsprechende Hypothese war bereits vorher von [[Warburg Hypothese|Otto Warburg]] (1883 -1970) geäussert worden, aber eine praktische Anwendung konnte daraus nicht abgeleitet werden. &lt;br /&gt;
Nach Coy soll der erhöhte Zuckerverbrauch von Krebszellen diese für eine Therapie angreifbar machen. Und zwar durch den Entzug von Lebensmitteln, die durch die Verdauung viel Traubenzucker zur Verfügung stellen. Laut Coy solle seine Methode zu einer Art &amp;quot;Aushungerung&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Coy J: Anti-Krebs Ernährung, Seite 9&amp;lt;/ref&amp;gt; von Krebszellen beitragen. Durch die Anwendung seiner Methode liessen sich nach Coy eine Metastasierung und eine körperliche Auszehrung (Kachexie) der Patienten verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausserdem empfiehlt Coy die Einnahme ungehärteter Pflanzenöle wie Lein-, Hanf- oder Rapsöl sowie die Ernährung mit Kaltwasserfischen wie Hering, Makrele oder Lachs. Auf diese Weise sollen vermehrt ungesättigte Omega-3-Fettsäuren aufgenommen werden. Auch vergorene Lebensmittel mit viel Milchsäure und wenig Kohlenhydraten seien hilfreich, da sie den Gärungsstoffwechsel von Tumorzellen hemmen sollen. Diese Überlegung scheint auch die Basis über angebliche krebshemmende Eigenschaften des [[Diätetisches Lebensmittel|diätetischen Lebensmittels]] [[Avemar]] zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Coy spreche für seine Methode die angebliche Beobachtung, dass Inuit, die über Fleisch und Fisch viele Omega-3-Fettsäuren aber kaum Kohlenhydrate verzehrten, nicht an Krebs, Alzheimer, Diabetes oder Herzinfarkt sterben würden.&lt;br /&gt;
Coy geht bei der Darstellung seiner Methode selten darauf ein, dass tumorwachstumsfördernde Omega-6-Fettsäuren mit einer ölreichen Diät ebenfalls vermehrt aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Coy seien Diabetiker mit hohen Blutzuckerwerten für Krebs anfälliger. Ein Beleg dafür ist jedoch nicht bekannt.&lt;br /&gt;
Zwar ergaben epidemiologische Untersuchungen tatsächlich ein erhöhtes Krebsrisiko bei Diabetikern, dies stand aber im Zusammenhang mit bestimmten Insulinpräparaten, während andere Insuline oder Diabetesmedikamente das Krebsrisiko nicht erhöhten&amp;lt;ref&amp;gt;Chang CH et al., PloS one 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wilson C, Nature reviews 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Buchs AE et al, Metabolism: clinical and experimental 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;. Andere Autoren führen die höhere Entdeckungsrate bei Diabetikern auf die engmaschigere medizinische Betreuung zurück - so werden die meisten Krebserkrankungen von Diabetikern innerhalb der ersten Monate nach Erstdiagnose des Diabetes entdeckt&amp;lt;ref&amp;gt;Johnson JA et al., Diabetologica 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die alternativmedizinische [[Insulinpotenzierte Therapie]] (IPT, Insulin Potentation Therapy) will durch den Einsatz von überdosiertem Insulin eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) des gesamten Körpers bewirken, die sich nach Angaben der Befürworter dieser Methode auch auf Tumorzellen auswirke. Diese würden durch die therapeutische Hypoglykämie quasi ausgehungert. Allerdings wird dabei auch der gesamte Organismus geschwächt, inklusive der Zellpopulationen des Immunsystems. Einen Beleg für die Wirksamkeit der IPT existiert ebenfalls nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Coy könnten Krebszellen nicht auf die Energiereserven von Körperfett zurückgreifen, weil [[Mitochondrienmedizin|&amp;#039;&amp;#039;die Mitochondrien abgeschaltet&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;funktionsuntüchtig&amp;#039;&amp;#039;]] geworden seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krebs in seiner aggressiven Form, als metastasierender Krebs, komme laut Coy hauptsächlich &amp;#039;&amp;#039;nur beim Menschen mit westlicher Lebensweise&amp;#039;&amp;#039; und einigen von ihm gefütterten Haustieren vor. Bei allen anderen Lebewesen stelle Krebs kein entscheidendes Problem dar und der Tod durch Krebs beschränke sich im Wesentlichen auf wenige Lebewesen: den Menschen mit &amp;quot;westlicher Lebensweise&amp;quot;, den Hund, die Hauskatze und im Labor gehaltene Tiere, die der Mensch füttert (Labormaus, Laborratte). Coy unterstellt somit Traubenzucker als krebsauslösende Substanz und als Auslöser anderer Krankheiten wie die der multiplen Sklerose. Belege für diese Aussenseitermeinung nennt Coy jedoch nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Enzyme Transketolase und Transketolase-like-1==&lt;br /&gt;
[[image:TKTL1.jpg|Quelle:&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.dermatologie-frankfurt.de/docs/coy_et_al_clin_lab_2005.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;|thumb]]&lt;br /&gt;
Das Enzym Transketolase (TKT) ist ein Enzym, das eine Rolle im Zuckerstoffwechsel, in der DNA- und in der RNASynthese spielt. Es katalysiert einen Reaktionschritt, bei dem eine Ketolgruppe von Xylulose-5-phosphat auf ein Aldol überträgt (beispielsweise Ribose-5-phosphat). Diese Reaktion verbindet die Glykolyse mit dem biochemischen Pentosephosphatweg. Mutationen am TKT-Gen führen zum Mangel an Transketolase-Aktivität, was zusammen mit Mangel an ihrem Coenzym Thiamin (Vitamin B1) zum Wernicke-Korsakow-Syndrom bei Alkoholikern führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Enzym TKTL-1 kommt in mindestens drei verschiedenen Isoenzymformen im menschlichen Körper vor und ist mit dem Enzym Transketolase (siehe Citratzyklus) verwandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Berichterstattung in der Boulevardpresse==&lt;br /&gt;
[[image:CoyGong2.jpg|Thema bei Gong|thumb]][[image:CoyBunte.jpg|Thema bei Bunte|left|thumb]]&lt;br /&gt;
Die Coy-Methode wurde in der Boulevardpresse mehrfach völlig unkritisch thematisiert, mit einem Höhepunkt der Berichterstattungen im Jahre 2009. Den staunenden Lesen wurde dabei vermittelt, dass man mit der Methode &amp;#039;&amp;#039;Krebszellen vorsorglich aushungern&amp;#039;&amp;#039;, im Blut schwimmende &amp;#039;&amp;#039;Zuckerjunkies&amp;#039;&amp;#039; beseitigen und mit Hilfe der Coy-Methode eine &amp;#039;&amp;#039;Krebszellen-Reinigungs-Kur&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;ohne Risiko und Nebenwirkungen&amp;#039;&amp;#039; machen könne. Belege wurden dazu nicht genannt. Stattdessen finden sich Hinweise zum Anbieter entsprechender Bluttests.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rezeption==&lt;br /&gt;
Der SWR äusserte sich im September 2009 kritisch zur Krebsdiät nach Coy. Im Internet konnte in der (inzwischen gelöschten) Zusammenfassung gelesen werden: &amp;#039;&amp;#039;In seinem Buch &amp;quot;Die neue Anti-Krebs-Ernährung&amp;quot; stellt der Krebsforscher Johannes Coy ein Ernährungskonzept vor, das angeblich vor Krebs schützen soll. Die Grundannahme: Möglichst wenig Kohlenhydrate in der Ernährung senken das Risiko an Krebs zu erkranken. Auf der &amp;quot;roten&amp;quot; Liste stehen unter anderem Nudeln, Kartoffeln, Bananen, Käse und Nüsse. Um seine Seriosität zu belegen, beruft sich Coy auf das renommierte Krebsforschungszentrum in Heidelberg, für das er selbst einige Jahre gearbeitet hat. Aber dort will man nichts von Coy und seiner neuen Anti-Krebs-Diät wissen: Was die größte deutsche Boulevardzeitung da – wieder mal – schreibt, hat mit dem Krebsforschungszentrum und seriöser Forschung nichts zu tun. Eine schlichte Internet-Recherche zeigt: Hinter der neuen, vermeintlichen Anti-Krebs-Diät stecken ganz simple finanzielle Interessen.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Radio-Interview Werner Eckert - Johannes Coy, &amp;quot;Das Geschäft mit der gesunden Ernährung&amp;quot;, &amp;quot;Treff nach drei&amp;quot;, SWR4 1.1.2009 (inzwischen von den SWR-Webseiten gelöscht)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Johannes Coy==&lt;br /&gt;
[[image:Coy.jpg|Johannes Coy|thumb]]&lt;br /&gt;
Johannes Coy (geb. 15. Dezember 1963) studierte Biologie in Tübingen und arbeitete von 1990 bis 2001 am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. 1995 entdeckte er das Enzym TKTL1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2001 wurde Coy für die Biotech-Firma &amp;quot;mtm laboratories AG&amp;quot; im Bereich der Entwicklung neuer Krebsfrüherkennungstests tätig. 2004 wechselte er als Leiter der Onkologie zur R-Biopharm AG nach Darmstadt. 2003 gründete Coy die Firma Tavartis GmbH zur Entwicklung von Krebsdiagnostika. 2006 gründet Coy das pharmazeutische Unternehmen Tavargenix GmbH, das ein Anti-TKTL1-Medikament zur Therapie von Krebserkrankungen entwickelte. 2008 gründete er mit Investoren die Tavarlin AG, die Tests zum TKTL-Nachweis und weitere Produkte wie Lebensmittel anbietet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Coy ist auch ehrenamtlich für die &amp;quot;Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V.&amp;quot; in Aachen tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tavarlin AG==&lt;br /&gt;
Die Firma Tavarlin AG in Darmstadt ist Anbieter von Produkten zur Krebsdiät nach Coy. Angeboten werden KH-armes Brot, Fette, Büffel-Salami, Kakao-Kekse, Kakao-Creme, Erdbeermarmelade, Bierwurst, Nusskuchen und weitere Produkte.&lt;br /&gt;
Die Tavarlin AG wurde im November 2007 durch Johannes Coy zusammen mit privaten Investoren gegründet, um bestimmte passende Produkte und eine proprietäre Diagnostik zu vermarkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==EDIM TKTL1 Bluttest==&lt;br /&gt;
Der EDIM-TKTL1-Bluttest soll Aufschluß darüber geben, ob beim Patienten das Enzym TKTL1 nachweisbar ist. Befürworter glauben, mit diesem Test &amp;quot;besonders aggressive Krebszellen&amp;quot; erkennen und frühzeitig Hinweise auf Rezidive erhalten zu können. In Frankfurt a. M. bietet (offenbar als einziges Labor in Deutschland) eine &amp;quot;Gemeinschaftspraxis Pathologie Franfurt a. M.&amp;quot; einen TKTL1 - Nachweis an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Stellungnahme zur &amp;quot;anti TKTL1-Diät&amp;quot; vom März 2010 schreibt die Deutsche Krebsgesellschaft: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Die Funktionen der TKTL1 bei einer Tumorerkrankung sind nicht geklärt [..] Die TKTL1 ist nicht tumorspezifisch und ist auch in Normalgeweben nachweisbar.&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039; Im Text heißt es weiter: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Die scheinbare enzymatische Aktivität des Proteins TKTL 1 ist nur in einem indirekten, gekoppelten Assay [..] beschrieben, nicht jedoch wie für Enzyme üblich durch den eindeutigen direkten analytischen Nachweis [..] Ein Nachweis von aktivierten Makrophagen (z.B. TKTL1 (EDIM Test)), [..] ist ein unspezifischer Hinweis, mit dem kein sicherer Rückschluss weder auf einen vorhandenen Tumor noch auf bestimmte Tumoreigenschaften möglich ist.&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;. &amp;lt;ref name=&amp;quot;DKS&amp;quot;&amp;gt;http://www.krebsgesellschaft.de/download/stellungnahme_anti_tktl1_-_diaet_18_03_10.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Patente==&lt;br /&gt;
Von Coy wurden im Zusammenhang mit dem TKTL-1 Enzym und Gen verschiedene Patente angemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*EP1972209, zu einem KH-armen &amp;quot;Drink&amp;quot; mit Milchsäurezusatz, ggf Alkohol und ggf ketogenen Aminosäuren. Inventor: Coy, Johannes F. 09/24/2008&lt;br /&gt;
*US 2008/0095703 A1 vom 3.3.2006. &amp;quot;Method For Checking And Controlling The Mammalian Lactic Acid Fermentation&amp;quot;, Inventor: Coy J&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*J. Hübner J, Münstedt K:  Alternative Therapien in der Onkologie. Können sie die konventionelle Medizin ersetzen? Der Onkologe, Verlag Springer Berlin / Heidelberg. ISSN 0947-8965&lt;br /&gt;
*Johannes F. Coy, Maren Franz: &amp;#039;&amp;#039;Die neue Anti-Krebs-Ernährung&amp;#039;&amp;#039;, Gräfe und Unzer Verlag&lt;br /&gt;
*Johannes Coy, Maren Franz: &amp;#039;&amp;#039;Die neue Anti-Krebs-Ernährung: Wie Sie das Krebs-Gen stoppen&amp;#039;&amp;#039;,Verlag Gräfe &amp;amp; Unzer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellennachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[category:Pseudomedizin]]&lt;br /&gt;
[[category:Wundertherapie gegen Krebs]]&lt;br /&gt;
[[category:Krebsdiät]]&lt;br /&gt;
[[category:Wundertherapie der Multiplen Sklerose]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Iskandar</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Matthias_Rath&amp;diff=76666</id>
		<title>Matthias Rath</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.psiram.com/de/index.php?title=Matthias_Rath&amp;diff=76666"/>
		<updated>2011-07-20T07:30:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Iskandar: /* Überblick Zellularmedizin */ Infos + Quellen ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[image:rath.jpg|Matthias Rath|thumb]]&lt;br /&gt;
[[image:Rathpropaganda.jpg|typische Propaganda|thumb]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Matthias Rath&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geb. 1955 in Stuttgart) ist ein umstrittener deutscher Arzt und Wunderheiler. Er gilt als Erfinder eines [[Alternativmedizin|alternativmedizinischen]] Verfahrens, der so genannten [[Zellularmedizin]], die Heilversprechen bei schweren Erkrankungen wie Krebs und AIDS macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Europa tritt Rath als Verkäufer entsprechender Produkte (&amp;quot;[[Mikronährstoffe]]&amp;quot; oder Vitamine) auf, die er auf Grund der gesetzlichen Lage von Holland aus vermarktet. (siehe auch: [[Dr. Hittich Gesundheitsmittel]]) Rath führt die Firmen &amp;quot;Dr. Rath Health Foundation&amp;quot;, die eng mit der Firma &amp;quot;Health Now Inc.&amp;quot; verbunden ist sowie das &amp;quot;Dr. Rath Research Institute&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rath hat mit millionenschweren Anzeigekampagnen versucht, sich als Weltretter und von der Pharmaindustrie (zu der er mit seinen Produkten letztlich genauso gehört) Unterdrückter darzustellen. Seine Produkte dürfen in Deutschland teilweise tatsächlich nicht verkauft werden, da in manchen Fällen die erlaubten Grenzwerte für in Lebensmitteln zugelassene Vitamine drastisch überschritten wurden. Sie gelten damit nicht mehr als [[Nahrungsergänzungsmittel]] (Lebensmittel), sondern Arzneimittel und unterliegen einer Zulassung mit eintsprechenden Wirksamkeitsstudien. Diese konnten nicht erbracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Südafrika war Rath mehrmals mit dem Gesetz in Konflikt gekommen, da er HIV/AIDS-Kranke von einer antiretroviralen Therapie abriet und stattdessen seine eigene Zellularmedizin anpries.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick Zellularmedizin==&lt;br /&gt;
Das von Rath propagierte Heilverfahren der [[Zellularmedizin]] hat sich in wissenschaftlichen Studien als wirkungslos gezeigt. In Industrieländern wie Deutschland ist ein behandlungsbedürftiger Vitaminmangel sehr selten und müsste nachgewiesen sein, um die Substitution tatsächlich fehlender Vitamine durch vitaminhaltige Mittel zu rechtfertigen. Zuviel zugeführte Vitamine können erhebliche unerwünschte Wirkungen haben. Dies ist insbesondere bei den fettlöslichen Vitaminen der Fall. In großen epidemiologischen Studien konnte sogar gezeigt werden, dass die Einnahme von Vitaminen und Spurenelementen bei Krebspatienten zu einer Lebensverkürzung führte&amp;lt;ref&amp;gt;Myung SK et al.: Effects of antioxidant supplements on cancer prevention: meta-analysis of randomized controlled trials. Annals of Oncology 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Bjelankovic G et al.: Antioxidant supplements for prevention of mortality in healthy participants and patients with various diseases. Cochrane Database Syst Rev. 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zellularmedizin kann als eine Rath&amp;#039;sche Interpretation der [[Orthomolekulare Medizin|orthomolekularen Medizin]] (OM), die auf Linus Pauling zurückgeht, verstanden werden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Pauling selbst wurde wegen übertriebener Behauptungen kritisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Barrett, SJ (2001-05-05). [http://www.quackwatch.org/01QuackeryRelatedTopics/pauling.html &amp;quot;The dark side of Linus Pauling&amp;#039;s legacy], [http://en.wikipedia.org/wiki/Quackwatch Quackwatch]&amp;lt;/ref&amp;gt; Raths Versuche seinen eigenen weit übertriebenen Behauptungen wissenschaftlichen Anstrich zu verleihen, werden dadurch behindert, dass nicht einmal Paulings Arbeiten sie stützen. Er verließ das Linus Pauling Institut bei dem er tätig war im Streit und verklagte es wegen Einmischung in seine geschäftlichen Tätigkeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.guardian.co.uk/world/2008/sep/12/matthiasrath.southafrica&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Fall Dominik Feld==&lt;br /&gt;
[[image:Rathdominikfeld.jpg|Rath mit Dominik Feld|thumb]]&lt;br /&gt;
[[image:Rathdominik090204.jpg|Werbekampagne|left|thumb]]&lt;br /&gt;
Aufmerksamkeit erlangte der Fall des Jungen Dominik Feld, der an einem metastasierenden Knochenkrebs erkrankt war, und trotz &amp;#039;&amp;#039;Zellularmedizin&amp;#039;&amp;#039;-Therapie verstarb. Rath hatte den krebskranken neunjährigen Dominik Feld monatelang auf seinen Veranstaltungen als Werbeträger für die Wirksamkeit seiner Vitaminpillen vorgeführt und ihn als &amp;#039;&amp;#039;geheilt&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-36625928.html&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Eltern, die auch jetzt noch an Rath glauben, hatten im Mai 2003 eine Chemotherapie ihres Sohnes abgebrochen, weil sie sich von Raths Präparaten bessere Heilungschancen erhofften. Die Eltern begannen den Jungen mit einer Mikro-Nährstoffkombination zu behandeln, die zusammengefasst als die Vitaminpräparate des Dr.&amp;amp;nbsp;Rath bekannt sind. Die Eltern brachten den Jungen im September 2004 schließlich in eine [[Alternativmedizin]]klinik im mexikanischen Tijuana, die nach Raths Methoden behandelt. Dort starb Dominik am 1.&amp;amp;nbsp;November 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sofort schaltete Rath großflächige Anzeigen mit der Behauptung, Dominik sei nicht an Krebs, sondern an Herzversagen und ärztlichen Kunstfehlern – dem &amp;quot;Pfusch der Schulmedizin&amp;quot; – gestorben. Bei der Obduktion der Leiche wurde allerdings ein großer Tumor in der Brust festgestellt, der auf Lunge und Herz gedrückt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.swr.de/report/presse/-/id=1197424/nid=1197424/did=2560136/1tf7kd5/index.html German News on &amp;quot;Der Fall Dominik&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://de.wikinews.org/wiki/Todesermittlungsverfahren:_Dominik_Feld_starb_an_metastasierendem_Knochenkrebs_und_Tumorkachexie Wikinews on Dominik Felds death]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=25742 German Ärzteblatt on Dominik Feld]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Tode von Dominik schrieb Rath: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Jetzt bist du endlich frei, Dominik! Hier auf der Erde warst du gefangen, festgehalten auf einer Insel der Krebskranken. Wie Millionen Krebspatienten mit dir warst du angekettet an die Fesseln der Chemo-Medizin.&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.abendblatt.de/vermischtes/article710180/Dominik-tot-Ermittlungen-gegen-Krebs-Arzt.html German newspaper on Dominik Feld and the investigation against Rath]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rath und AIDS==&lt;br /&gt;
[[image:rathdemo.jpg|Demo gegen Rath in Südafrika|left|thumb]]&lt;br /&gt;
[[image:RathSpiegel45-2005.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
In Südafrika mussten sich Rath und dessen Stiftung vor Gericht verantworten, nachdem er den AIDS-Kranken des Landes falsche Hoffnungen machte, ihnen von einer antiretroviralen Therapie abriet und stattdessen seine eigene [[Zellularmedizin]] anpries. Rath wurde ebenfalls vorgeworfen, illegal Versuche an Patienten betrieben zu haben &amp;lt;ref&amp;gt;http://www.health-e.org.za/news/article.php?uid=20031294&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Versuche widersprächen südafrikanischem Recht, erklärten Richter in einem Gerichtsverfahren &amp;quot;TAC gegen Rath&amp;quot; am 13.&amp;amp;nbsp;Juni 2008 in Kapstadt. Zudem wurde Rath untersagt, seine Multivitaminprodukte als gegen HIV/AIDS wirksam zu bewerben.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.brot-fuer-die-welt.de/downloads/fachinformationen/hintergrundpapier_rath-tac.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tac.org.za/community/RathWrongs Unrecht von Rath]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 2006 wurde Rath wegen falscher Aussagen über die NRO TAC, Treatment Action Campaign, in Kapstadt verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tac.org.za/community/rath Treatment Action Campaign vs. Rath]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Eröffnung der Internationalen AIDS-Impfkonferenz 2008 in Kapstadt hat die neue südafrikanische Gesundheitsministerin Barbara Hogan keine Zweifel daran gelassen, dass AIDS durch das HI-Virus ausgelöst wird und mit evidenzbasierter Medizin bekämpft werden muss.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.timeslive.co.za/thetimes/article29163.ece&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Südafrika sollen täglich etwa 1.000&amp;amp;nbsp;Menschen an AIDS sterben. Hogan versprach zudem, dafür Sorge zu tragen, dass Behandlungen von HIV-Infizierten mit Vitaminkuren unterbunden werden. Dies bezieht sich unter anderem auf die Geschäftsaktivitäten von Rath, der seit mehreren Jahren Werbekampagnen für seine Vitaminbehandlungen in Südafrika durchführt. Bereits 2005 hatten WHO und UNICEF vor dieser Methode zur Behandlung von AIDS gewarnt.&amp;lt;ref&amp;gt;http://data.unaids.org/Media/Press-Statements01/ps_rath_30mar05_en.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://data.unaids.org/Media/Press-Releases03/pr_rath_11may05_en.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://web.archive.org/web/20071020134733/http://www.gwup.org/aktuell/news.php?aktion=detail&amp;amp;id=271&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue südafrikanische Gesundheitspolitik beendet damit eine zehnjährige Phase der [[HIV/AIDS-Leugnung]], die vor allem vom ehemaligen Präsidenten Thabo Mbeki und dessen Gesundheitsministerin Manto Tshabalala-Msimang gestützt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Thabo_Mbeki#Haltung_zu_AIDS&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2008/dec/17/mbeki-south-africa-aids&amp;lt;/ref&amp;gt; Tshabalala-Msimang war unter dem Spitznamen &amp;quot;Dr.&amp;amp;nbsp;Knoblauch&amp;quot; bekannt, weil sie die Behandlung von AIDS-Kranken mit [[Knoblauch]], Rote Beete oder Olivenöl anstelle antiviraler Medikamente propagierte.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.sueddeutsche.de/politik/947/311867/text/&amp;lt;/ref&amp;gt; Der neue südafrikanische Präsident Kgalema Motlanthe hatte Tshabalala-Msimang ihres Amtes enthoben und auf einen weniger wichtigen Posten im Kabinett versetzt. Dies war von AIDS-Aktivisten mit einer spontanen Party vor dem Parlamentsgebäude gefeiert worden. Tshabalala-Msimang wurde beschuldigt, für den Tod hunderttausender AIDS-Kranker verantwortlich zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die Folgen:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Der Ablehnung effektiver AIDS-Therapien in Südafrika war verantwortlich für den vermeidbaren Tod von 330.000 südafrikanischen AIDS-Kranken im Zeitraum 2000 bis 2005.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.hsph.harvard.edu/news/press-releases/2008-releases/researchers-estimate-lives-lost-delay-arv-drug-use-hivaids-south-africa.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=34133&amp;lt;/ref&amp;gt; Hinzu kommen nach einer Studie im Journal of Acquired Immune Deficiency Syndromes noch 35.000&amp;amp;nbsp;HIV-infizierte Neugeborene, denen eine Prophylaxe mit Nevirapin vorenthalten wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Pride Chigwedere, George R Seage III, Sofia Gruskin, Tun-Hou Lee, Estimating the Lost Benefits of Antiretroviral Drug Use in South Africa.JAIDS 2008 doi: 10.1097/QAI.0b013e31818a6cd5 Online: http://image.guardian.co.uk/sys-files/Guardian/documents/2008/11/26/harvard-universityreport.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Angebot der Pharmafirma Boehringer Ingelheim im Jahr 2000, über fünf Jahre das HIV-Medikament Nevirapin zur Prophylaxe der Mutter-Kind-Übertragung kostenlos zur Verfügung zu stellen, wurde dagegen dankend abgelehnt. Nur zwei Pilotprojekte wurden genehmigt.&lt;br /&gt;
Auch die Spenden des Global Fund to Fight AIDS, Tuberculosis, and Malaria für die Provinz KwaZulu Natal wurden über mehr als ein Jahr blockiert, berichtet Pride Chigwedere, der vor seiner Tätigkeit an der Harvard School of Public Health in Boston als Arzt HIV-Patienten in Simbabwe behandelt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009 wurde eine Rath-Pillenlieferung von 1.000&amp;amp;nbsp;Kilogramm nach Südafrika vom Gesundheitsministerium beschlagnahmt und ein Strafverfahren eingeleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;http://oraclesyndicate.twoday.net/stories/5594456/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Politisches Engagement==&lt;br /&gt;
Aus der Dr.&amp;amp;nbsp;Rath Health Foundation ging im Juni 2005 in Deutschland die Kleinpartei &amp;#039;&amp;#039;Allianz für Gesundheit, Frieden und soziale Gerechtigkeit&amp;#039;&amp;#039; (AGFG) hervor, die von Raths PR-Manager Lutz Kliche geleitet wird und deren stellvertretender Vorsitzender Rath anfangs war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kernstück des Parteiprogramms sind Hypothesen der [[Zellularmedizin]], verbunden mit den weit reichenden Verschwörungstheorien Raths. So sieht Rath zum Beispiel in der Nicht-Zulassung seiner Präparate den Beweis einer so genannten &amp;quot;Pharma-Diktatur&amp;quot;, welche weltweit Politiker und Wissenschaftler kontrolliere und im Hintergrund die Fäden ziehe. Auf seiner Website und in Broschüren behauptet Rath, das Pharmakartell habe &amp;quot;den Gesundheits- und Lebensinteressen der gesamten Menschheit den Krieg&amp;quot; erklärt. Rath unterstellt weiterhin, dass &amp;quot;Vitamine und andere Naturheilverfahren aus Profitgier bekämpft und verleumdet&amp;quot; werden, um mit &amp;quot;unwirksamen Medikamenten&amp;quot;, welche in erster Linie Symptome bekämpfen, auf Kosten der Verbraucher weiter Geld zu verdienen. Als angebliche Beweise führte er Auszüge aus Fachartikeln, Broschüren und Pressemeldungen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese aggressive Taktik wurde Rath 1998 durch einen Gerichtsbeschluss verboten. In der Begründung des Landgerichts Berlin heißt es: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Bei der Broschüre handelt es sich um ein Konglomerat von Tatsachenverdrehungen, Anschwärzungen und schlichten Unwahrheiten. Sie ist in toto auf Manipulation und Täuschung angelegt.&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der seit 2006 laufenden Aktion der Partei AGFG warnt Rath sogar vor einem unmittelbar bevorstehenden Atomkrieg, der zum Ziel habe, eine &amp;quot;Pharma-Diktatur&amp;quot; zu etablieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peinlicher Holocaust-Vergleich: In einem Text der AGFG bezieht sich Rath in einem Vortrag &amp;quot;Auschwitz wird zum Wendepunkt der Geschichte&amp;quot; auf einen Besuch des Konzentrationslagers Auschwitz und stellt einen Vergleich zu einem &amp;quot;Pharma-Völkermord&amp;quot; an: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Auschwitz ist nicht in der Vergangenheit abgeschlossen. Es dauert noch an. [...] Die grausamen Ereignisse in Auschwitz waren und sind nur ein Teil des größeren Zusammenhangs des weltweiten Pharma-Völkermordes!&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;http://web.archive.org/web/20080609012456/http://www.agfg.de/aktuell/2006oct/auschwitz.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 2009 versuchte Rath auch den irischen Volksentscheid zu einem neuen EU-Vertrag beeinflussen. In verbreiteten sechseitigen Heftchen warnte Rath die Iren davor &amp;quot;Yes&amp;quot; zu wählen, da dies zu einer &amp;#039;&amp;#039;Militarisierung&amp;#039;&amp;#039; und einem &amp;#039;&amp;#039;Orwell Polizeistaat&amp;#039;&amp;#039; Irland führe. Europa wäre zudem auf dem Wege durch Öl- und Pharmakartelle kontrolliert zu werden. Eigene Aktivitäten sah der &amp;#039;&amp;#039;Vitamin-Millionär&amp;#039;&amp;#039; und Pharmaunternehmer als die einer &amp;#039;&amp;#039;non-profit organisation dedicated to improving human health through research, education and the defence of patients’ rights to choose natural health therapies&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.irishtimes.com/newspaper/ireland/2009/0922/1224254989371.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rechtsfälle==&lt;br /&gt;
Rath war in einige Rechtsfälle verwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2000: Der Gerichtshof von Almelo in den Niederlanden ordnete an, dass Rath unbegründete, falsche und beleidigende Aussagen über die Pharmafirma Numico zu unterlassen habe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quackery&amp;quot;&amp;gt;[http://www.thetimes.co.za/News/Article.aspx?id=785054 &amp;quot;Quackery quashed, but Rath&amp;#039;s legacy lives&amp;quot; Donaldson A and Huisman B, The Times, SA, 14 June 2008] Accessed 16 June 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.numico.com/NR/rdonlyres/9AE781C8-31EB-4D5D-AF55-20476B5B340C/273/CaseDrRath151100.pdf Press release describing Dutch court decision against Dr. Rath] for defamation, accessed 19 Sept 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2002: Der Britische Werberat stellte fest, dass die Anzeigen von Rath irreführende und falsche Behauptungen enthielten und ordnete deren Entfernung an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quackery&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tac.org.za/Documents/Court_Cases/Rath/BritishASARulingAgainstRath.pdf Ruling by the British Advertising Standards Association] against Matthias Rath for false and misleading advertising, accessed 19 Sept 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2002: Die FDA (United States Food and Drug Administration) verständigte Rath, dass die Werbung für seine Nahrungszusätze gegen das Gesetz verstossen, da sie Behauptungen der Wirksamkeit ohne wissenschaftliche oder regulatorische Prüfung machten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quackery&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fda.gov/cder/warn/cyber/2002/CFSANvitacor.htm Letter from the U.S. Food and Drug Administration] warning Dr. Rath that his marketing campaign is in violation of the Federal Food, Drug, and Cosmetic Act. Accessed 19 Sept 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2005: Der Werberat Südafrikas (ASASA) entschied in drei Fällen gegen Rath und stellte fest, dass er falsche und irreführende Behauptungen zur Wirksamkeit seiner Produkte gemacht hatte. Seine Werbeschaltungen wurden als &amp;quot;extrem rücksichtslos&amp;quot; bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;reckless&amp;quot;&amp;gt;[http://www.aegis.org/news/dmg/2005/mg050807.html Matthias Rath&amp;#039;s ads &amp;#039;reckless in the extreme&amp;#039;], by Elvira van Noort. Published in the &amp;#039;&amp;#039;Mail &amp;amp; Guardian&amp;#039;&amp;#039; on August 30, 2005; accessed May 9, 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quackery&amp;quot;/&amp;gt; Rath setzte seine Werbeeinschaltungen fort, was zur Folge hatte, dass die ASASA aufgrund der Schwere von Raths Vergehen entschied, dass alle zukünftigen Werbeeinschaltungen von Rath der ASASA in Zukunft zur Prüfung vorgelegt werden müssen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.quackwatch.org/11Ind/rath3.html Rulings against Matthias Rath for false and misleading advertising] by the Advertising Standards Association of South Africa, accessed 19 Sept 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2006: Das Hohe Gericht Südafrikas entschied, dass Rath die Treatment Action Campain (TAC), eine gemeinnützige Gesellschaft gegen AIDS diffamiert hatte, indem er falsche und irreführende Äusserungen über sie gemacht hatte. Rath wurde verboten, seine diffamierenden Äusserungen fortzusetzen: &amp;quot;to ensure that the TAC&amp;#039;s continued participation in the debate is not hamstrung by defamatory and unfounded allegations.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quackery&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tac.org.za/Documents/Court_Cases/Rath/JudgmentTACvRath-20060303.pdf Urteil des Südafrikanischen Höchstgerichts] verbietet Rath falsche und irreführende Äusserungen gegen die Treatment Action Campaign. Accessed 19 Sept 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2006: Die Ausgabe des &amp;#039;&amp;#039;British Medical Journal&amp;#039;&amp;#039; (BMJ) vom 22. Juli veröffentlichte einen Bericht, dass Rath wegen Betruges in Zusammenhang mit dem Tod von Dominik Feld in Hamburg vor Gericht gestellt wurde. Der BMJ zog die Meldung aufgrund von Rechtsberatung zurück und entschuldigte sich bei Rath. Das BMJ akzeptierte, dass die Beschuldigungen ohne Grundlage publiziert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bmj.com/cgi/content/extract/333/7569/621-b Dr Matthias Rath: an apology.] &amp;#039;&amp;#039;British Medical Journal&amp;#039;&amp;#039;, 23 September 2006. Accessed January 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein folgendes Verfahren wegen Beleidigung kam zu einer aussergerichtlichen Einigung und &amp;#039;&amp;#039;BMJ&amp;#039;&amp;#039; zahlte Rath ₤100,000.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bmj.com/cgi/content/full/334/7595/656 News in Brief], from the &amp;#039;&amp;#039;British Medical Journal&amp;#039;&amp;#039;, 2007;334:656 (31 March).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.pressgazette.co.uk/story.asp?sectioncode=1&amp;amp;storycode=37846&amp;amp;c=1 &amp;#039;BMJ pays out to doctor over &amp;#039;child death&amp;#039; story.’] Press Gazette magazine. Published June 5, 2007. Accessed April 10, 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2006: Rath wurde in Deutschland wegen des Verkaufs von Vitaminen über das Internet ohne Apothekerlizenz angeklagt. Weiters für die Behauptungen auf seiner Website, dass Vitamine Krebs heilen können. Rath einigte sich außergerichtlich und zahlte 33.000 Euro Strafe, die an eine Organisation für behinderte Kinder gingen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Hamburger Morgenpost&amp;#039;&amp;#039;, 10 October 2006, [http://archiv.mopo.de/archiv/2006/20061010/hamburg/panorama/vitamin_arzt_rath_muss_33000_euro_zahlen.html Vitamin-Arzt Rath muss 33000 Euro zahlen]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2007: Das Bundesverfassungsgericht entschied, dass die Broschüren &amp;quot;Kein Vitaminverbot! Stoppt das Pharmakartell!&amp;quot; und &amp;quot;Stoppt die Codex-Pläne des Pharmakartells!&amp;quot; nicht verboten werden dürfen, da ein solches Verbot gegen das Recht der Meinungsfreiheit verstoße.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.judicialis.de/Bundesverfassungsgericht_1-BvR-2041-02_Beschluss_12.07.2007.html Bundesverfassungsgericht  am 12. Juli 2007, no. 1 BvR 2041/02.] Veröffentlicht 2007. Abgerufen am 27. Februar 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2008: Das Gericht von Kapstadt verbot Rath, seine Produkte weiterhin zur Behandlung von AIDS anzupreisen und erklärte, dass die &amp;quot;Menschenversuche&amp;quot;, die er in den Vorstädten gemacht hatte, illegal seien. Das Gericht fand, dass Gesundheitsministerin Manto Tshabalala-Msimang und ihre Behörde die Pflicht gehabt hätten, Raths Aktivitäten zu untersuchen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.iol.co.za/index.php?set_id=1&amp;amp;click_id=15&amp;amp;art_id=nw20080613124210476C691501 IOL News for South Africa and the World]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2008: Ben Goldacre und &amp;#039;&amp;#039;The Guardian&amp;#039;&amp;#039; wurden von Rath wegen des Inhalts von drei Artikeln verklagt, die Raths Aktivitäten in Südafrika beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.guardian.co.uk/world/2007/jan/20/southafrica.aids No way to treat an Aids hero]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.guardian.co.uk/world/2007/jan/27/aids.badscience &amp;#039;Gambia&amp;#039;s president may be weird, but Aids superstitions strike closer to home’] The Guardian. Published January 27, 2007. Accessed July 30, 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.guardian.co.uk/science/2007/feb/17/badscience.uknews &amp;#039;How money is not the only barrier to Aids patients getting hold of drugs’] The Guardian. Published February 17, 2007. Accessed July 30, 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im September 2008 zog Rath seine Klage zurück und wurde verurteilt die zwischenzeitlichen Kosten von £220,000 zu tragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FallofRath&amp;quot;&amp;gt;[http://www.guardian.co.uk/world/2008/sep/12/matthiasrath.aids2 Fall of the vitamin doctor: Matthias Rath drops libel action], by Sarah Boseley. The Guardian, UK, 12 September 2008&amp;lt;/ref&amp;gt; Goldacre drückte seinen Wunsch aus eine akribisch genaue Arbeit über Rath und [[HIV/AIDS-Leugnung]] in Südafrika zu schreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.badscience.net/2008/09/matthias-rath-pulls-out-forced-to-pay-the-guardians-costs-i-think-this-means-i-win/ &amp;#039;Matthias Rath drops his million pound legal case against me and the Guardian&amp;#039;] badscience.net. Published September 12, 2008.  Accessed September 20, 2008&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Kapitel aus Goldacres Buch &amp;#039;&amp;#039;Bad Science&amp;#039;&amp;#039; musste aus der ersten Edition wegen des laufenden Verfahrens entfernt werden, wurde aber in späteren Auflagen ergänzt und ist über Goldacres Website frei verfügbar.[http://badscience.net/files/The-Doctor-Will-Sue-You-Now.pdf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zitate==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;ARV-Medikamente sind hochgiftige Chemo-Keulen, die die Körperzellen schädigen, vor allem die Zellen des Immunsystems. Deshalb verschlimmert die Einnahme von ARV-Präparaten die bestehende Immunschwäche von AIDS-Patienten noch weiter.&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;ref&amp;gt;http://www.agfg.de/aktuell/2006mar/index.html&amp;lt;/ref&amp;gt; (ARV: antiretrovirale Mittel) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{OtherLang|ge=Matthias Rath|en=Matthias Rath}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,589561,00.html WIRKUNGSLOSE PILLEN - Vitamine schützen nicht vor Herzkrankheiten], Der Spiegel 11.11.2008&lt;br /&gt;
*[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-29212899.html Cocktails mit Stuss], Nils Klawitter, Der Spiegel 47/2003 &lt;br /&gt;
*[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-36625928.html Scharlatane - Vermarktung bis in den Tod], Jörg Blech, Der Spiegel 15.11.2004&lt;br /&gt;
*[http://www.gwup.org/infos/nachrichten/489-rath-patient-starb-an-krebs Gutachten: Rath-Patient starb an Krebs], Kirsch, S., GWUP-Webnews vom 09.01.2005&lt;br /&gt;
* http://www.agpf.de/Rath.htm&lt;br /&gt;
* http://www.zeit.de/2005/21/Glosse_21&lt;br /&gt;
*[http://www.bukopharma.de/Pharma-Brief/PB-Archiv/2004/Phbf2004_09_10.pdf Kritik an Rath Buko-Pharmakampagne]&lt;br /&gt;
* https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,425647,00.html&lt;br /&gt;
* http://www.dvg-online.de/NewsletterAG/DVG_informiert-1.pdf&lt;br /&gt;
* http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-36625928.html&lt;br /&gt;
* http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-29212899.html&lt;br /&gt;
* http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42983363.html&lt;br /&gt;
* http://www.netdoktor.de/Magazin/Verschwoerungstheorien-um-Vita-2360.html&lt;br /&gt;
* http://www.der-arzneimittelbrief.net/Jahrgang2000/Ausgabe10Seite80.htm&lt;br /&gt;
-------------------------------------------------------&lt;br /&gt;
* http://skepdic.com/rath.html&lt;br /&gt;
* http://www.badscience.net/2009/04/matthias-rath-steal-this-chapter/#more-1088 und [http://badscience.net/files/The-Doctor-Will-Sue-You-Now.pdf]&lt;br /&gt;
* http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2008/sep/12/matthiasrath.aids&lt;br /&gt;
* http://www.guardian.co.uk/world/2008/sep/12/matthiasrath.aids1&lt;br /&gt;
* http://www.guardian.co.uk/world/2008/sep/12/matthiasrath.aids2&lt;br /&gt;
* http://www.tac.org.za/newsletter/2005/ns19_04_2005.htm&lt;br /&gt;
* http://www.tac.org.za/community/node/2348&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellennachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe auch: [[AGFG]], [[Orthomolekulare Psychiatrie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Rath, Matthias}}&lt;br /&gt;
[[category:Arzt]]&lt;br /&gt;
[[category:Pseudowissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[category:Wunderheiler gegen Krebs]]&lt;br /&gt;
[[category:orthomolekulare Medizin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Iskandar</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Benutzer:Iskandar&amp;diff=76665</id>
		<title>Benutzer:Iskandar</title>
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		<updated>2011-07-20T06:59:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Iskandar: Die Seite wurde neu angelegt: „void“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;void&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Iskandar</name></author>
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		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Krebsdi%C3%A4t_nach_Coy&amp;diff=76664</id>
		<title>Krebsdiät nach Coy</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.psiram.com/de/index.php?title=Krebsdi%C3%A4t_nach_Coy&amp;diff=76664"/>
		<updated>2011-07-20T06:16:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Iskandar: /* Methode &amp;quot;Krebsdiät nach Coy&amp;quot; */ typo&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[image:CoyBild.jpg|Erste Seite Bild vom 1.9.09|300px|thumb]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Krebsdiät nach Coy&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Ernährung nach Coy&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;TKTL1-Ernährungstherapie&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Tavarlin-Kost&amp;#039;&amp;#039;) ist ein diätetisches Behandlungskonzept im Sinne einer [[Krebsdiät|Anti-Krebs-Ernährung]] des promovierten Biologen, Bestsellerautors und Medizingeschäftsmannes (Vorstand Tavarlin AG) Johannes Coy aus Darmstadt. Aufmerksamkeit erfuhr die umstrittene Methode insbesondere durch eine groß aufgemachte Berichterstattung in einer Artikelserie der Bild-Zeitung im September 2009&amp;lt;ref&amp;gt;Bildzeitung: &amp;#039;&amp;#039;Dr. Johannes Coy erklärt, wie Sie wirksam Krebs vorbeugen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Der Tagesplan für die Anti-Krebs-Ernährung&amp;#039;&amp;#039;. 3.9.2009&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie unkritischen Jubelartikeln mit Nennung von Prominenten in Bunte&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Sensationell: Die Anti-Krebsernährung. Entziehen Sie Krebszellen den Treibstoff !&amp;#039;&amp;#039;, Bunte, Heft 38 vom 10.9.2009&amp;lt;/ref&amp;gt;, Gong&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die besten Lebensmittel gegen Krebs&amp;#039;&amp;#039; - &amp;#039;&amp;#039;Richtig essen stoppt Krebs&amp;#039;&amp;#039;, Gong, 4.9.2009&amp;lt;/ref&amp;gt; und Bella. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wissenschaftlicher Nachweis einer Wirksamkeit bei Krebserkrankungen liegt für diese Methode bis heute nicht vor. Ebenso liegt keine Empfehlung einer Fachgesellschaft zu dieser Methode vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Methode &amp;quot;Krebsdiät nach Coy&amp;quot;==&lt;br /&gt;
[[image:Coy2.jpg|Titelseite von Coy-Buch|thumb]]&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Ernährungsweise nach Coy&amp;quot; entspricht einer Öl- und proteinreichen Diät mit möglichst geringem Anteil an Kohlenhydraten. Die Ernährungsempfehlung ähnelt der [[Ketogene Ernährung|ketogenen Ernährung]], der &amp;quot;Glyx-Diät&amp;quot;, LOGI-Methode nach Worm, [[Öl-Eiweißkost|Öl-Eiweißkost nach Budwig]] und &amp;quot;low carb&amp;quot;-Diäten wie die Atkins-Diät oder die [[Montignac-Methode]], die meist zur Gewichtsreduktion bei Übergewicht angewandt werden. Eine Ähnlichkeit zeigt sich auch zur so genannten [[Steinzeitdiät]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 60 bis 70 Gramm Kohlenhydrate pro Tag werden als Obergrenze angesehen. Verboten sind insbesondere Nudeln, Kartoffeln, Bananen, oder Käse. Empfohlen wird dagegen Fleisch und Fisch, was wiederum im Gegensatz zu vielen anderen Ernährungsempfehlungen bei Krebs steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Coy behauptet sowohl einen Schutzeffekt vor Krebs als auch eine Wirksamkeit bei bereits eingetretener Krebskrankheit. Um herauszufinden, ob eine bestimmte Tumorart für seine Ernährungsempfehlung empfindlich sei, muss ein Test durchgeführt werden, der anzeigen soll, ob das TKTL1-Gen im Tumorgewebe aktiv ist oder nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1995 entdeckte Coy ein Gen, das TKTL1-Gen (Transketolase-like 1), dessen Aktivität er sowohl für die Entwicklung einer Krebszelle hin zu einer besonderen agressiven Form als auch für die Metatstasierung verantwortlich machte. TKTL-1 aktive Tumorzellen sollen demnach ihren Energiebedarf durch die Zuckervergärung ohne Sauerstoffverbrauch (unter Bildung von Milchsäure) decken. Bei der Vergärung werden aus einem Molekül Glukose nur 2 Moleküle ATP gebildet, bei der vollständigen Oxidation mit Sauerstoff entstehen aus einem Molekül Glukose jedoch 36 Moleküle ATP. Die Vergärung ist demnach weniger effektiv. &lt;br /&gt;
Eine entsprechende Hypothese war bereits vorher von [[Warburg Hypothese|Otto Warburg]] (1883 -1970) geäussert worden, aber eine praktische Anwendung konnte daraus nicht abgeleitet werden. &lt;br /&gt;
Nach Coy soll der erhöhte Zuckerverbrauch von Krebszellen diese für eine Therapie angreifbar machen. Und zwar durch den Entzug von Lebensmitteln, die durch die Verdauung viel Traubenzucker zur Verfügung stellen. Laut Coy solle seine Methode zu einer Art &amp;quot;Aushungerung&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Coy J: Anti-Krebs Ernährung, Seite 9&amp;lt;/ref&amp;gt; von Krebszellen beitragen. Durch die Anwendung seiner Methode liessen sich nach Coy eine Metastasierung und eine körperliche Auszehrung (Kachexie) der Patienten verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausserdem empfiehlt Coy die Einnahme ungehärteter Pflanzenöle wie Lein-, Hanf- oder Rapsöl sowie die Ernährung mit Kaltwasserfischen wie Hering, Makrele oder Lachs. Auf diese Weise sollen vermehrt ungesättigte Omega-3-Fettsäuren aufgenommen werden. Auch vergorene Lebensmittel mit viel Milchsäure und wenig Kohlenhydraten seien hilfreich, da sie den Gärungsstoffwechsel von Tumorzellen hemmen sollen. Diese Überlegung scheint auch die Basis über angebliche krebshemmende Eigenschaften des [[Diätetisches Lebensmittel|diätetischen Lebensmittels]] [[Avemar]] zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Coy spreche für seine Methode die angebliche Beobachtung, dass Inuit, die über Fleisch und Fisch viele Omega-3-Fettsäuren aber kaum Kohlenhydrate verzehrten, nicht an Krebs, Alzheimer, Diabetes oder Herzinfarkt sterben würden.&lt;br /&gt;
Coy geht bei der Darstellung seiner Methode selten darauf ein, dass tumorwachstumsfördernde Omega-6-Fettsäuren mit einer ölreichen Diät ebenfalls vermehrt aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Coy seien Diabetiker mit hohen Blutzuckerwerten für Krebs anfälliger. Ein Beleg dafür ist jedoch nicht bekannt.&lt;br /&gt;
Zwar ergaben epidemiologische Untersuchungen tatsächlich ein erhöhtes Krebsrisiko bei Diabetikern, dies stand aber im Zusammenhang mit bestimmten Insulinpräparaten, während andere Insuline oder Diabetesmedikamente das Krebsrisiko nicht erhöhten&amp;lt;ref&amp;gt;Chang CH et al., PloS one 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wilson C, Nature reviews 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Buchs AE et al, Metabolism: clinical and experimental 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;. Andere Autoren führen die höhere Entdeckungsrate bei Diabetikern auf die engmaschigere medizinische Betreuung zurück - so werden die meisten Krebserkrankungen von Diabetikern innerhalb der ersten Monate nach Erstdiagnose des Diabetes entdeckt&amp;lt;ref&amp;gt;Johnson JA et al., Diabetologica 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die alternativmedizinische [[Insulinpotenzierte Therapie]] (IPT, Insulin Potentation Therapy) will durch den Einsatz von überdosiertem Insulin eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) des gesamten Körpers bewirken, die sich nach Angaben der Befürworter dieser Methode auch auf Tumorzellen auswirke. Diese würden durch die therapeutische Hypoglykämie quasi ausgehungert. Allerdings wird dabei auch der gesamte Organismus geschwächt, inklusive der Zellpopulationen des Immunsystems. Einen Beleg für die Wirksamkeit der IPT existiert ebenfalls nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Coy könnten Krebszellen nicht auf die Energiereserven von Körperfett zurückgreifen, weil [[Mitochondrienmedizin|&amp;#039;&amp;#039;die Mitochondrien abgeschaltet&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;funktionsuntüchtig&amp;#039;&amp;#039;]] geworden seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krebs in seiner aggressiven Form, als metastasierender Krebs, komme laut Coy hauptsächlich &amp;#039;&amp;#039;nur beim Menschen mit westlicher Lebensweise&amp;#039;&amp;#039; und einigen von ihm gefütterten Haustieren vor. Bei allen anderen Lebewesen stelle Krebs kein entscheidendes Problem dar und der Tod durch Krebs beschränke sich im Wesentlichen auf wenige Lebewesen: den Menschen mit &amp;quot;westlicher Lebensweise&amp;quot;, den Hund, die Hauskatze und im Labor gehaltene Tiere, die der Mensch füttert (Labormaus, Laborratte). Coy unterstellt somit Traubenzucker als krebsauslösende Substanz und als Auslöser anderer Krankheiten wie die der multiplen Sklerose. Belege für diese Aussenseitermeinung nennt Coy jedoch nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Enzyme Transketolase und Transketolase-like-1==&lt;br /&gt;
[[image:TKTL1.jpg|Quelle:&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.dermatologie-frankfurt.de/docs/coy_et_al_clin_lab_2005.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;|thumb]]&lt;br /&gt;
Das Enzym Transketolase (TKT) ist ein Enzym, das eine Rolle im Zuckerstoffwechsel, in der DNA- und in der RNASynthese spielt. Es katalysiert einen Reaktionschritt, bei dem eine Ketolgruppe von Xylulose-5-phosphat auf ein Aldol überträgt (beispielsweise Ribose-5-phosphat). Diese Reaktion verbindet die Glykolyse mit dem biochemischen Pentosephosphatweg. Mutationen am TKT-Gen führen zum Mangel an Transketolase-Aktivität, was zusammen mit Mangel an ihrem Coenzym Thiamin (Vitamin B1) zum Wernicke-Korsakow-Syndrom bei Alkoholikern führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Enzym TKTL-1 kommt in mindestens drei verschiedenen Isoenzymformen im menschlichen Körper vor und ist mit dem Enzym Transketolase (siehe Citratzyklus) verwandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Berichterstattung in der Boulevardpresse==&lt;br /&gt;
[[image:CoyGong2.jpg|Thema bei Gong|thumb]][[image:CoyBunte.jpg|Thema bei Bunte|left|thumb]]&lt;br /&gt;
Die Coy-Methode wurde in der Boulevardpresse mehrfach völlig unkritisch thematisiert, mit einem Höhepunkt der Berichterstattungen im Jahre 2009. Den staunenden Lesen wurde dabei vermittelt, dass man mit der Methode &amp;#039;&amp;#039;Krebszellen vorsorglich aushungern&amp;#039;&amp;#039;, im Blut schwimmende &amp;#039;&amp;#039;Zuckerjunkies&amp;#039;&amp;#039; beseitigen und mit Hilfe der Coy-Methode eine &amp;#039;&amp;#039;Krebszellen-Reinigungs-Kur&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;ohne Risiko und Nebenwirkungen&amp;#039;&amp;#039; machen könne. Belege wurden dazu nicht genannt. Stattdessen finden sich Hinweise zum Anbieter entsprechender Bluttests.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rezeption==&lt;br /&gt;
Der SWR äusserte sich im September 2009 kritisch zur Krebsdiät nach Coy. Im Internet konnte in der (inzwischen gelöschten) Zusammenfassung gelesen werden: &amp;#039;&amp;#039;In seinem Buch &amp;quot;Die neue Anti-Krebs-Ernährung&amp;quot; stellt der Krebsforscher Johannes Coy ein Ernährungskonzept vor, das angeblich vor Krebs schützen soll. Die Grundannahme: Möglichst wenig Kohlenhydrate in der Ernährung senken das Risiko an Krebs zu erkranken. Auf der &amp;quot;roten&amp;quot; Liste stehen unter anderem Nudeln, Kartoffeln, Bananen, Käse und Nüsse. Um seine Seriosität zu belegen, beruft sich Coy auf das renommierte Krebsforschungszentrum in Heidelberg, für das er selbst einige Jahre gearbeitet hat. Aber dort will man nichts von Coy und seiner neuen Anti-Krebs-Diät wissen: Was die größte deutsche Boulevardzeitung da – wieder mal – schreibt, hat mit dem Krebsforschungszentrum und seriöser Forschung nichts zu tun. Eine schlichte Internet-Recherche zeigt: Hinter der neuen, vermeintlichen Anti-Krebs-Diät stecken ganz simple finanzielle Interessen.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Radio-Interview Werner Eckert - Johannes Coy, &amp;quot;Das Geschäft mit der gesunden Ernährung&amp;quot;, &amp;quot;Treff nach drei&amp;quot;, SWR4 1.1.2009 (inzwischen von den SWR-Webseiten gelöscht)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Johannes Coy==&lt;br /&gt;
[[image:Coy.jpg|Johannes Coy|thumb]]&lt;br /&gt;
Johannes Coy (geb. 15. Dezember 1963) studierte Biologie in Tübingen und arbeitete von 1990 bis 2001 am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. 1995 entdeckte er das Enzym TKTL1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2001 wurde Coy für die Biotech-Firma &amp;quot;mtm laboratories AG&amp;quot; im Bereich der Entwicklung neuer Krebsfrüherkennungstests tätig. 2004 wechselte er als Leiter der Onkologie zur R-Biopharm AG nach Darmstadt. 2003 gründete Coy die Firma Tavartis GmbH zur Entwicklung von Krebsdiagnostika. 2006 gründet Coy das pharmazeutische Unternehmen Tavargenix GmbH, das ein Anti-TKTL1-Medikament zur Therapie von Krebserkrankungen entwickelte. 2008 gründete er mit Investoren die Tavarlin AG, die Tests zum TKTL-Nachweis und weitere Produkte wie Lebensmittel anbietet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Coy ist auch ehrenamtlich für die &amp;quot;Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V.&amp;quot; in Aachen tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tavarlin AG==&lt;br /&gt;
Die Firma Tavarlin AG in Darmstadt ist Anbieter von Produkten zur Krebsdiät nach Coy. Angeboten werden KH-armes Brot, Fette, Büffel-Salami, Kakao-Kekse, Kakao-Creme, Erdbeermarmelade, Bierwurst, Nusskuchen und weitere Produkte.&lt;br /&gt;
Die Tavarlin AG wurde im November 2007 durch Johannes Coy zusammen mit privaten Investoren gegründet, um bestimmte passende Produkte und eine proprietäre Diagnostik zu vermarkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==EDIM TKTL1 Bluttest==&lt;br /&gt;
Der EDIM-TKTL1-Bluttest soll Aufschluß darüber geben, ob beim Patienten das Enzym TKTL1 nachweisbar ist. Befürworter glauben, mit diesem Test &amp;quot;besonders aggressive Krebszellen&amp;quot; erkennen und &lt;br /&gt;
frühzeitig Hinweise auf Rezidive erhalten zu können. In Frankfurt a. M. bietet (offenbar als einziges Labor in Deutschland) eine &amp;quot;Gemeinschaftspraxis Pathologie Franfurt a. M.&amp;quot; einen TKTL1 - Nachweis an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Patente==&lt;br /&gt;
Von Coy wurden im Zusammenhang mit dem TKTL-1 Enzym und Gen verschiedene Patente angemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*EP1972209, zu einem KH-armen &amp;quot;Drink&amp;quot; mit Milchsäurezusatz, ggf Alkohol und ggf ketogenen Aminosäuren. Inventor: Coy, Johannes F. 09/24/2008&lt;br /&gt;
*US 2008/0095703 A1 vom 3.3.2006. &amp;quot;Method For Checking And Controlling The Mammalian Lactic Acid Fermentation&amp;quot;, Inventor: Coy J&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*J. Hübner J, Münstedt K:  Alternative Therapien in der Onkologie. Können sie die konventionelle Medizin ersetzen? Der Onkologe, Verlag Springer Berlin / Heidelberg. ISSN 0947-8965&lt;br /&gt;
*Johannes F. Coy, Maren Franz: &amp;#039;&amp;#039;Die neue Anti-Krebs-Ernährung&amp;#039;&amp;#039;, Gräfe und Unzer Verlag&lt;br /&gt;
*Johannes Coy, Maren Franz: &amp;#039;&amp;#039;Die neue Anti-Krebs-Ernährung: Wie Sie das Krebs-Gen stoppen&amp;#039;&amp;#039;,Verlag Gräfe &amp;amp; Unzer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellennachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[category:Pseudomedizin]]&lt;br /&gt;
[[category:Wundertherapie gegen Krebs]]&lt;br /&gt;
[[category:Krebsdiät]]&lt;br /&gt;
[[category:Wundertherapie der Multiplen Sklerose]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Iskandar</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Krebsdi%C3%A4t_nach_Coy&amp;diff=76663</id>
		<title>Krebsdiät nach Coy</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.psiram.com/de/index.php?title=Krebsdi%C3%A4t_nach_Coy&amp;diff=76663"/>
		<updated>2011-07-20T06:15:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Iskandar: /* Methode &amp;quot;Krebsdiät nach Coy&amp;quot; */ Spezifiziert + Quellen ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[image:CoyBild.jpg|Erste Seite Bild vom 1.9.09|300px|thumb]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Krebsdiät nach Coy&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Ernährung nach Coy&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;TKTL1-Ernährungstherapie&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Tavarlin-Kost&amp;#039;&amp;#039;) ist ein diätetisches Behandlungskonzept im Sinne einer [[Krebsdiät|Anti-Krebs-Ernährung]] des promovierten Biologen, Bestsellerautors und Medizingeschäftsmannes (Vorstand Tavarlin AG) Johannes Coy aus Darmstadt. Aufmerksamkeit erfuhr die umstrittene Methode insbesondere durch eine groß aufgemachte Berichterstattung in einer Artikelserie der Bild-Zeitung im September 2009&amp;lt;ref&amp;gt;Bildzeitung: &amp;#039;&amp;#039;Dr. Johannes Coy erklärt, wie Sie wirksam Krebs vorbeugen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Der Tagesplan für die Anti-Krebs-Ernährung&amp;#039;&amp;#039;. 3.9.2009&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie unkritischen Jubelartikeln mit Nennung von Prominenten in Bunte&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Sensationell: Die Anti-Krebsernährung. Entziehen Sie Krebszellen den Treibstoff !&amp;#039;&amp;#039;, Bunte, Heft 38 vom 10.9.2009&amp;lt;/ref&amp;gt;, Gong&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die besten Lebensmittel gegen Krebs&amp;#039;&amp;#039; - &amp;#039;&amp;#039;Richtig essen stoppt Krebs&amp;#039;&amp;#039;, Gong, 4.9.2009&amp;lt;/ref&amp;gt; und Bella. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wissenschaftlicher Nachweis einer Wirksamkeit bei Krebserkrankungen liegt für diese Methode bis heute nicht vor. Ebenso liegt keine Empfehlung einer Fachgesellschaft zu dieser Methode vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Methode &amp;quot;Krebsdiät nach Coy&amp;quot;==&lt;br /&gt;
[[image:Coy2.jpg|Titelseite von Coy-Buch|thumb]]&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Ernährungsweise nach Coy&amp;quot; entspricht einer Öl- und proteinreichen Diät mit möglichst geringem Anteil an Kohlenhydraten. Die Ernährungsempfehlung ähnelt der [[Ketogene Ernährung|ketogenen Ernährung]], der &amp;quot;Glyx-Diät&amp;quot;, LOGI-Methode nach Worm, [[Öl-Eiweißkost|Öl-Eiweißkost nach Budwig]] und &amp;quot;low carb&amp;quot;-Diäten wie die Atkins-Diät oder die [[Montignac-Methode]], die meist zur Gewichtsreduktion bei Übergewicht angewandt werden. Eine Ähnlichkeit zeigt sich auch zur so genannten [[Steinzeitdiät]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 60 bis 70 Gramm Kohlenhydrate pro Tag werden als Obergrenze angesehen. Verboten sind insbesondere Nudeln, Kartoffeln, Bananen, oder Käse. Empfohlen wird dagegen Fleisch und Fisch, was wiederum im Gegensatz zu vielen anderen Ernährungsempfehlungen bei Krebs steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Coy behauptet sowohl einen Schutzeffekt vor Krebs als auch eine Wirksamkeit bei bereits eingetretener Krebskrankheit. Um herauszufinden, ob eine bestimmte Tumorart für seine Ernährungsempfehlung empfindlich sei, muss ein Test durchgeführt werden, der anzeigen soll, ob das TKTL1-Gen im Tumorgewebe aktiv ist oder nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1995 entdeckte Coy ein Gen, das TKTL1-Gen (Transketolase-like 1), dessen Aktivität er sowohl für die Entwicklung einer Krebszelle hin zu einer besonderen agressiven Form als auch für die Metatstasierung verantwortlich machte. TKTL-1 aktive Tumorzellen sollen demnach ihren Energiebedarf durch die Zuckervergärung ohne Sauerstoffverbrauch (unter Bildung von Milchsäure) decken. Bei der Vergärung werden aus einem Molekül Glukose nur 2 Moleküle ATP gebildet, bei der vollständigen Oxidation mit Sauerstoff entstehen aus einem Molekül Glukose jedoch 36 Moleküle ATP. Die Vergärung ist demnach weniger effektiv. &lt;br /&gt;
Eine entsprechende Hypothese war bereits vorher von [[Warburg Hypothese|Otto Warburg]] (1883 -1970) geäussert worden, aber eine praktische Anwendung konnte daraus nicht abgeleitet werden. &lt;br /&gt;
Nach Coy soll der erhöhte Zuckerverbrauch von Krebszellen diese für eine Therapie angreifbar machen. Und zwar durch den Entzug von Lebensmitteln, die durch die Verdauung viel Traubenzucker zur Verfügung stellen. Laut Coy solle seine Methode zu einer Art &amp;quot;Aushungerung&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Coy J: Anti-Krebs Ernährung, Seite 9&amp;lt;/ref&amp;gt; von Krebszellen beitragen. Durch die Anwendung seiner Methode liessen sich nach Coy eine Metastasierung und eine körperliche Auszehrung (Kachexie) der Patienten verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausserdem empfiehlt Coy die Einnahme ungehärteter Pflanzenöle wie Lein-, Hanf- oder Rapsöl sowie die Ernährung mit Kaltwasserfischen wie Hering, Makrele oder Lachs. Auf diese Weise sollen vermehrt ungesättigte Omega-3-Fettsäuren aufgenommen werden. Auch vergorene Lebensmittel mit viel Milchsäure und wenig Kohlenhydraten seien hilfreich, da sie den Gärungsstoffwechsel von Tumorzellen hemmen sollen. Diese Überlegung scheint auch die Basis über angebliche krebshemmende Eigenschaften des [[Diätetisches Lebensmittel|diätetischen Lebensmittels]] [[Avemar]] zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Coy spreche für seine Methode die angebliche Beobachtung, dass Inuit, die über Fleisch und Fisch viele Omega-3-Fettsäuren aber kaum Kohlenhydrate verzehrten, nicht an Krebs, Alzheimer, Diabetes oder Herzinfarkt sterben würden.&lt;br /&gt;
Coy geht bei der Darstellung seiner Methode selten darauf ein, dass tumorwachstumsfördernde Omega-6-Fettsäuren mit einer ölreichen Diät ebenfalls vermehrt aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Coy seien Diabetiker mit hohen Blutzuckerwerten für Krebs anfälliger. Ein Beleg dafür ist jedoch nicht bekannt.&lt;br /&gt;
Zwar ergaben epidemiologische Untersuchungen tatsächlich ein erhöhtes Krebsrisiko bei Diabetikern, dies stand aber im Zusammenhang mit bestimmten Insulinpräparaten, während andere Insuline oder Diabetesmedikamente das Krebsrisiko nicht erhöhten&amp;lt;ref&amp;gt;Chang CH et al., PloS one 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wilson C, Nature reviews 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Buchs AE et al, Metabolism: clinical and experimental 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;. Andere Autoren führen die höhere Entdeckungsrate bei Diabetikern auf die engmaschigere medizinische Betreuung zurück - so werden die meisten Krebserkrankungen von Diabetikern innerhalb der ersten Monate nach Erstdiagnose des Diabetes&amp;lt;ref&amp;gt;Johnson JA et al., Diabetologica 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die alternativmedizinische [[Insulinpotenzierte Therapie]] (IPT, Insulin Potentation Therapy) will durch den Einsatz von überdosiertem Insulin eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) des gesamten Körpers bewirken, die sich nach Angaben der Befürworter dieser Methode auch auf Tumorzellen auswirke. Diese würden durch die therapeutische Hypoglykämie quasi ausgehungert. Allerdings wird dabei auch der gesamte Organismus geschwächt, inklusive der Zellpopulationen des Immunsystems. Einen Beleg für die Wirksamkeit der IPT existiert ebenfalls nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Coy könnten Krebszellen nicht auf die Energiereserven von Körperfett zurückgreifen, weil [[Mitochondrienmedizin|&amp;#039;&amp;#039;die Mitochondrien abgeschaltet&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;funktionsuntüchtig&amp;#039;&amp;#039;]] geworden seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krebs in seiner aggressiven Form, als metastasierender Krebs, komme laut Coy hauptsächlich &amp;#039;&amp;#039;nur beim Menschen mit westlicher Lebensweise&amp;#039;&amp;#039; und einigen von ihm gefütterten Haustieren vor. Bei allen anderen Lebewesen stelle Krebs kein entscheidendes Problem dar und der Tod durch Krebs beschränke sich im Wesentlichen auf wenige Lebewesen: den Menschen mit &amp;quot;westlicher Lebensweise&amp;quot;, den Hund, die Hauskatze und im Labor gehaltene Tiere, die der Mensch füttert (Labormaus, Laborratte). Coy unterstellt somit Traubenzucker als krebsauslösende Substanz und als Auslöser anderer Krankheiten wie die der multiplen Sklerose. Belege für diese Aussenseitermeinung nennt Coy jedoch nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Enzyme Transketolase und Transketolase-like-1==&lt;br /&gt;
[[image:TKTL1.jpg|Quelle:&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.dermatologie-frankfurt.de/docs/coy_et_al_clin_lab_2005.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;|thumb]]&lt;br /&gt;
Das Enzym Transketolase (TKT) ist ein Enzym, das eine Rolle im Zuckerstoffwechsel, in der DNA- und in der RNASynthese spielt. Es katalysiert einen Reaktionschritt, bei dem eine Ketolgruppe von Xylulose-5-phosphat auf ein Aldol überträgt (beispielsweise Ribose-5-phosphat). Diese Reaktion verbindet die Glykolyse mit dem biochemischen Pentosephosphatweg. Mutationen am TKT-Gen führen zum Mangel an Transketolase-Aktivität, was zusammen mit Mangel an ihrem Coenzym Thiamin (Vitamin B1) zum Wernicke-Korsakow-Syndrom bei Alkoholikern führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Enzym TKTL-1 kommt in mindestens drei verschiedenen Isoenzymformen im menschlichen Körper vor und ist mit dem Enzym Transketolase (siehe Citratzyklus) verwandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Berichterstattung in der Boulevardpresse==&lt;br /&gt;
[[image:CoyGong2.jpg|Thema bei Gong|thumb]][[image:CoyBunte.jpg|Thema bei Bunte|left|thumb]]&lt;br /&gt;
Die Coy-Methode wurde in der Boulevardpresse mehrfach völlig unkritisch thematisiert, mit einem Höhepunkt der Berichterstattungen im Jahre 2009. Den staunenden Lesen wurde dabei vermittelt, dass man mit der Methode &amp;#039;&amp;#039;Krebszellen vorsorglich aushungern&amp;#039;&amp;#039;, im Blut schwimmende &amp;#039;&amp;#039;Zuckerjunkies&amp;#039;&amp;#039; beseitigen und mit Hilfe der Coy-Methode eine &amp;#039;&amp;#039;Krebszellen-Reinigungs-Kur&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;ohne Risiko und Nebenwirkungen&amp;#039;&amp;#039; machen könne. Belege wurden dazu nicht genannt. Stattdessen finden sich Hinweise zum Anbieter entsprechender Bluttests.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rezeption==&lt;br /&gt;
Der SWR äusserte sich im September 2009 kritisch zur Krebsdiät nach Coy. Im Internet konnte in der (inzwischen gelöschten) Zusammenfassung gelesen werden: &amp;#039;&amp;#039;In seinem Buch &amp;quot;Die neue Anti-Krebs-Ernährung&amp;quot; stellt der Krebsforscher Johannes Coy ein Ernährungskonzept vor, das angeblich vor Krebs schützen soll. Die Grundannahme: Möglichst wenig Kohlenhydrate in der Ernährung senken das Risiko an Krebs zu erkranken. Auf der &amp;quot;roten&amp;quot; Liste stehen unter anderem Nudeln, Kartoffeln, Bananen, Käse und Nüsse. Um seine Seriosität zu belegen, beruft sich Coy auf das renommierte Krebsforschungszentrum in Heidelberg, für das er selbst einige Jahre gearbeitet hat. Aber dort will man nichts von Coy und seiner neuen Anti-Krebs-Diät wissen: Was die größte deutsche Boulevardzeitung da – wieder mal – schreibt, hat mit dem Krebsforschungszentrum und seriöser Forschung nichts zu tun. Eine schlichte Internet-Recherche zeigt: Hinter der neuen, vermeintlichen Anti-Krebs-Diät stecken ganz simple finanzielle Interessen.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Radio-Interview Werner Eckert - Johannes Coy, &amp;quot;Das Geschäft mit der gesunden Ernährung&amp;quot;, &amp;quot;Treff nach drei&amp;quot;, SWR4 1.1.2009 (inzwischen von den SWR-Webseiten gelöscht)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Johannes Coy==&lt;br /&gt;
[[image:Coy.jpg|Johannes Coy|thumb]]&lt;br /&gt;
Johannes Coy (geb. 15. Dezember 1963) studierte Biologie in Tübingen und arbeitete von 1990 bis 2001 am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. 1995 entdeckte er das Enzym TKTL1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2001 wurde Coy für die Biotech-Firma &amp;quot;mtm laboratories AG&amp;quot; im Bereich der Entwicklung neuer Krebsfrüherkennungstests tätig. 2004 wechselte er als Leiter der Onkologie zur R-Biopharm AG nach Darmstadt. 2003 gründete Coy die Firma Tavartis GmbH zur Entwicklung von Krebsdiagnostika. 2006 gründet Coy das pharmazeutische Unternehmen Tavargenix GmbH, das ein Anti-TKTL1-Medikament zur Therapie von Krebserkrankungen entwickelte. 2008 gründete er mit Investoren die Tavarlin AG, die Tests zum TKTL-Nachweis und weitere Produkte wie Lebensmittel anbietet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Coy ist auch ehrenamtlich für die &amp;quot;Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V.&amp;quot; in Aachen tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tavarlin AG==&lt;br /&gt;
Die Firma Tavarlin AG in Darmstadt ist Anbieter von Produkten zur Krebsdiät nach Coy. Angeboten werden KH-armes Brot, Fette, Büffel-Salami, Kakao-Kekse, Kakao-Creme, Erdbeermarmelade, Bierwurst, Nusskuchen und weitere Produkte.&lt;br /&gt;
Die Tavarlin AG wurde im November 2007 durch Johannes Coy zusammen mit privaten Investoren gegründet, um bestimmte passende Produkte und eine proprietäre Diagnostik zu vermarkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==EDIM TKTL1 Bluttest==&lt;br /&gt;
Der EDIM-TKTL1-Bluttest soll Aufschluß darüber geben, ob beim Patienten das Enzym TKTL1 nachweisbar ist. Befürworter glauben, mit diesem Test &amp;quot;besonders aggressive Krebszellen&amp;quot; erkennen und &lt;br /&gt;
frühzeitig Hinweise auf Rezidive erhalten zu können. In Frankfurt a. M. bietet (offenbar als einziges Labor in Deutschland) eine &amp;quot;Gemeinschaftspraxis Pathologie Franfurt a. M.&amp;quot; einen TKTL1 - Nachweis an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Patente==&lt;br /&gt;
Von Coy wurden im Zusammenhang mit dem TKTL-1 Enzym und Gen verschiedene Patente angemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*EP1972209, zu einem KH-armen &amp;quot;Drink&amp;quot; mit Milchsäurezusatz, ggf Alkohol und ggf ketogenen Aminosäuren. Inventor: Coy, Johannes F. 09/24/2008&lt;br /&gt;
*US 2008/0095703 A1 vom 3.3.2006. &amp;quot;Method For Checking And Controlling The Mammalian Lactic Acid Fermentation&amp;quot;, Inventor: Coy J&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*J. Hübner J, Münstedt K:  Alternative Therapien in der Onkologie. Können sie die konventionelle Medizin ersetzen? Der Onkologe, Verlag Springer Berlin / Heidelberg. ISSN 0947-8965&lt;br /&gt;
*Johannes F. Coy, Maren Franz: &amp;#039;&amp;#039;Die neue Anti-Krebs-Ernährung&amp;#039;&amp;#039;, Gräfe und Unzer Verlag&lt;br /&gt;
*Johannes Coy, Maren Franz: &amp;#039;&amp;#039;Die neue Anti-Krebs-Ernährung: Wie Sie das Krebs-Gen stoppen&amp;#039;&amp;#039;,Verlag Gräfe &amp;amp; Unzer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellennachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[category:Pseudomedizin]]&lt;br /&gt;
[[category:Wundertherapie gegen Krebs]]&lt;br /&gt;
[[category:Krebsdiät]]&lt;br /&gt;
[[category:Wundertherapie der Multiplen Sklerose]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Iskandar</name></author>
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