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	<title>Psiram - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-05-31T11:57:16Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Lichtwasser&amp;diff=68791</id>
		<title>Lichtwasser</title>
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		<updated>2011-01-19T08:07:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: Die Seite wurde neu angelegt: „Ich glaube, das hier haben wir noch nicht: [http://www.lebenswasser.ws/shop/index.html]. Ich setz das mal so rein.“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ich glaube, das hier haben wir noch nicht: [http://www.lebenswasser.ws/shop/index.html]. Ich setz das mal so rein.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
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		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Diskussion:Vibrationstherapie&amp;diff=65547</id>
		<title>Diskussion:Vibrationstherapie</title>
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		<updated>2010-12-20T09:49:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: Die Seite wurde neu angelegt: „Stell dieses Link hier mal rein: http://www.docvadis.at/kurt-pinter/page/leistungen/nbs_therapie_katzenschnurren_1.html“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Stell dieses Link hier mal rein: http://www.docvadis.at/kurt-pinter/page/leistungen/nbs_therapie_katzenschnurren_1.html&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
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		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Kreationismus&amp;diff=65150</id>
		<title>Kreationismus</title>
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		<updated>2010-12-17T09:51:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[image:kreationismus.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
[[image:Evolutionsglaube.jpg|300px|thumb]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kreationismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (v. lat. creare erschaffen) ist die Lehre von der Auffassung, dass das Universum bzw. das Leben auf der Erde von einem übernatürlichen Wesen erschaffen wurde. Grundlage kreationistischer Vorstellungen sind meist religiöse Schöpfungsmythen, wie z.B. die Schöpfungsgeschichte im biblischen Buch Genesis.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://de.wikipedia.org/wiki/Kreationismus Wikipedia: Kreationismus]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die weitere Entwicklung des Universums verlangt nach der Auffassung vieler Ausrichtungen des Kreationismus den fortgesetzten Eingriff dieser höheren Instanz. Besonders in den USA sind die verschiedenen Strömungen des Kreationismus weit verbreitet, insbesonders und Anhängern des [[Evangelikalismus]].&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kreationisten akzeptieren keine schlussfolgernde Argumentation gegen ihre Auffassung. Diskussionen werden meist mit dem &amp;quot;Totschlagargument&amp;quot; beendet, Gott hätte es so angelegt, dass es aussähe, als gäbe es z.B. Evolution, Plattentektonik oder ähnliche Vorgänge in der Natur, die dem Weltbild der Kreationisten eigentlich widersprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Formen des Kreationismus==&lt;br /&gt;
Man kann verschiedene Strömungen des Kreationismus unterscheiden. Dies sind vor allem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kurzzeit-Kreationismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: [[Junge Erde|Junge-Erde]]-Kreationismus): Anhänger vertreten bei wörtlicher Auslegung des biblischen Buchs Genesis die Ansicht, dass die Erde vor höchstens 10.000&amp;amp;nbsp;Jahren von Gott erschaffen wurde. Wissenschaftliche Datierungsmethoden werden von Kurzzeit-Kreationisten als fehlerhaft verworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Langzeit-Kreationismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: Alte-Erde-Kreationismus): Man akzeptiert ein hohes Alter der Erde. Es werden unterschiedliche Schöpfungsmodelle vertreten, z.B. dass zwischen den Schöpfungstagen lange Zeiträume gelegen haben oder dass es sich bei jedem der sieben Schöpfungstage um ein Äon der Erdgeschichte handelt. Wenn man diese Äonen hinreichend lang macht, lässt sich der naturwissenschaftliche und der kreationistische Zeitrahmen harmonisieren. Die Ergebnisse der Astrophysik und der Geologie, auch die Fossilfunde, lassen sich mit Zusatzannahmen einigermaßen erklären. Der Streit mit der Naturwissenschaft konzentriert sich dadurch auf die Darwinsche Selektionstheorie, also das Zufallsprinzip der natürlichen Auslese. Dafür setzt der Langzeit-Kreationismus eine Folge von göttlichen Schöpfungsakten ein. Er ähnelt damit den [[Katastrophismus|Katastrophen-Theorien]]&amp;lt;ref&amp;gt;http://ag-evolutionsbiologie.de/app/download/3169520602/ezw16.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Wissenschaftlicher Kreationismus&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Seine Vertreter behaupten, dass Kreationismus eine Wissenschaft sei und eine Alternative zur Evolution darstelle. Sie gehen in der Regel davon aus, dass Gott die Erde in jüngerer Zeit erschaffen hat und sehen diese Auffassung durch empirische Belege gestützt. In diesem Rahmen deuten sie beispielsweise Fossilien als Zeugnisse einer globalen Sintflut, wie sie im Buch Genesis geschildert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Evolutionistischer Kreationismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Nach dieser Lehre hat Gott die Lebensformen erschaffen und mit Hilfe der Evolution verändert. Evolutive Veränderungen werden als Resultate direkter göttlicher Einwirkung und nicht von Selektionsprozessen betrachtet. Vielfach wird von einer gezielten evolutiven Höherentwicklung mit dem Endziel „Mensch“ ausgegangen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schöpfung auf Raten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Progressiver Kreationismus oder fortdauernde Schöpfung): Diese Ansicht besagt, dass die Arten sich in unterschiedlichen Erdzeitaltern durch ein ständiges Eingreifen von Gott gebildet haben und sich verändern. Das Eingreifen des Schöpfers geschieht meist zu bestimmten Schlüsselzeitpunkten in der Erdgeschichte. Diese Sicht akzeptiert die meisten Erkenntnisse der modernen Naturwissenschaften, lehnt aber die moderne Evolutionsbiologie ab oder versucht darzulegen, dass eine natürliches Evolution unplausibel sei. Dieser Standpunkt kann in Kombination mit anderen Alte-Erde-Standpunkten vertreten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Theistischer Evolutionismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Vertreter glauben, dass Gott die Naturgesetze geschaffen hat und in ihrem Rahmen agiert. Sie akzeptieren eine Evolution auf der Basis natürlicher Selektion. Es wird davon ausgegangen, dass Gott gelegentlich steuernd in den Evolutionsprozess eingreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Intelligent Design]]-Kreationismus (ID)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: In dieser Lehre wird die Auffassung vertreten, dass Leben zu komplex sei, um durch natürliche Prozesse entstanden zu sein. Als Urheber nehmen ID-Verfechter einen „intelligenten Designer“ an, dessen Eigenschaften jedoch so vage beschrieben werden, dass sich die Auffassung einer wissenschaftlichen Prüfung entzieht. ID wird auch häufig als eine eigene, neben dem eigentlichen Kreationismus stehende Strömung gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Islamischer Kreationismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Das hohe Alter der Erde wird anerkannt, nicht aber die Evolution. Die Sintflut fand statt, war aber nach dieser Auffassung nur ein regionales Ereignis. Es wird davon ausgegangen, dass Gott permanent in die Welt eingreift. Die Intelligent-Design-Auffassung spielt keine Rolle, da Gott ohne Design schafft.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.gwup.org/infos/themen-nach-gebiet/84-Kreationismus/57-kreationismus&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als besonders eifrige und aggressive Vertreter des Kreationismus haben sich die Verfechter des so genannten [[Intelligent Design]]&amp;lt;ref&amp;gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Intelligent_Design Wikipedia: Intelligent Design&amp;lt;/ref&amp;gt; erwiesen, welche die Aussagen der kreationistischen Weltanschauung als wissenschaftliche Theorie betrachten. Sie versuchten, dies als Lehre anstelle der Naturwissenschaften an Schulen in den USA lehren zu lassen, was allerdings seit 2005 nach einem Prozess vor dem US-Bundesgericht untersagt wurde (Kitzmiller v. Dover Area School District (2005)). Als wohl berühmtesten Befürworter konnten die Kreationisten sogar George&amp;amp;nbsp;W. Bush davon überzeugen, Intelligent Design an öffentlichen Schulen gleichberechtigt zum Biologieunterricht lehren zu lassen. Nach dem Urteil des US-Bundesgerichts ist dieser Versuch aber gescheitert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sei darauf hingewiesen, dass nicht nur christliche Fundamentalisten kreationistische Ansichten vertreten, sondern auch islamistische Fanatiker wie [[Adnan Oktar]] oder Personen wie [[Hans-Joachim Zillmer‎]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle sei auf die umfassenden, sachlichen und gut recherchierten Artikel zu Kreationismus und Intelligent Design in der Wikipedia verwiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kreationismus in Deutschland==&lt;br /&gt;
Auch in Deutschland gibt es immer wieder Versuche, kreationistische Inhalte in den Biologieunterricht der Schulen zu verankern. &lt;br /&gt;
Im Jahr 2005 sollte Prof.&amp;amp;nbsp;[[Siegfried Scherer]], Autor des umstrittenen Schulbuchs &amp;quot;Evolution – Ein kritisches Lehrbuch&amp;quot; auf Veranlassung des Thüringer Ministerpräsidenten Dieter Althaus am &amp;quot;Erfurter Dialog&amp;quot; in der Thüringer Staatskanzlei teilnehmen, bei der Kreationisten und Evolutionsforscher über die verschiedenen Ansätze diskutieren sollen. Dazu erklärte Althaus im Magazin &amp;quot;Stern&amp;quot;, dass es schließlich &amp;quot;kein abgeschlossenes wissenschaftliches Konzept&amp;quot; zur Entstehung des Lebens auf der Erde gäbe.&lt;br /&gt;
Erst nach kritischen Berichten in regionalen und überregionalen Medien und Protesten der Opposition im Thüringischen Landtag wurde Scherers Besuch wieder abgesagt. Auch der Kasseler Biologieprofessor Ulrich Kutschera bezeichnete es als &amp;quot;Katastrophe&amp;quot;, dass sich der CDU-Politiker Althaus derart engagiere.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,375856,00.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Argumente des Kreationismus gegen die Evolutionstheorie==&lt;br /&gt;
[[image:Jesus-dinosaur.jpg|300px|thumb]]&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Nichtreduzierbare Komplexität&amp;#039;&amp;#039; (Irreduzible Komplexität): Unter irreduzibel komplex kann ein System verstanden werden, das aus verschiedenen, fein aufeinander abgestimmten Teilen besteht, die zu der grundlegenden Funktion beitragen, wobei die Entfernung irgendeines dieser Teile dazu führt, dass das System nicht mehr funktioniert.&amp;lt;ref&amp;gt;Behe, M.J. (1996): Darwin&amp;#039;s Black Box: The Biochemical Challenge to Evolution. Free Press, New York&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff Irreduzible Komplexität geht auf den US-Amerikaner [[Michael Behe]] zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Hinter dieser Argumentation steckt die Behauptung, dass bei Lebewesen komplexe Strukturen auftreten, die nicht schrittweise entstanden sein können. Das klassische Beispiel ist die Bakteriengeißel. Solche Strukturen sind aus Einzelkomponenten zusammengesetzt, die aber nur als Gesamtheit funktionieren können. Schon der Wegfall einer Komponente zerstört die Funktion der Struktur. Daher sei auch nicht vorstellbar, wie sich eine derartige Struktur im Laufe der Evolution schrittweise entwickeln könne: Für die isolierten Komponenten gebe es keinen Selektionsvorteil, die fertige Struktur müsse daher angeblich in einem Sprung entstanden sein. Nach Auffassung von ID-Anhängern widerlegen diese Strukturen den „direkten Darwin&amp;#039;schen Weg&amp;quot;, wonach diese Strukturen sukzessive in kleinen, aber jeweils von der Selektion begünstigten Schritten entstehen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Allerdings wird damit nicht beachtet, ob komplexe Strukturen nicht auch auf indirektem Wege entstanden sein könnten. Auch wenn die derzeitige Struktur nichtreduzierbar komplex ist, bedeutet das noch lange nicht, dass nicht ein weniger weit entwickelter Vorläufer vorhanden war. Diese Vorläuferstruktur wurde dann durch Mutation und Selektion „fein-getunet&amp;quot; und erst das Ergebnis dieser Optimierung ist dann nichtreduzierbar komplex. Darüber hinaus können die Einzelkomponenten auch auf eine ganz andere Funktion hin selektiert worden sein. Ein klassisches Beispiel sind die Federn der Vögel. Diese Strukturen entstanden vermutlich nicht als Anpassung an das Fliegen, sondern als Wärmeisolierung. Diese Argumentation war schon seit Darwins Zeiten als Funktionswechsel bekannt. Man kann sich daher leicht vorstellen, wie Systeme, die im Nachhinein irreduzibel komplex sind, durchaus aus Einzelkomponenten zusammengesetzt wurden, die jeweils zu einem anderen Zweck in kleinen, jeweils selektionsbegünstigten Schritten entstanden sind. Bisher ist sogar die Frage offen, ob es überhaupt solche nichtreduzierbar komplexe Systeme gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.gwup.org/zeitschrift/skeptiker-archiv/785-intelligent-design-eine-alternative-zur-naturalistischen-wissenschaft&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Das &amp;#039;&amp;#039;Unwahrscheinlichkeitsargument&amp;#039;&amp;#039;: Die Entstehung komplexer Strukturen aus purem Zufall wäre ebenso unwahrscheinlich wie ein Wirbelsturm, der auf einem Schrottplatz ein Auto zusammensetzt. Dem ist entgegen zu halten, dass komplexe Strukturen nicht durch puren Zufall aus dem Nichts entstehen, sondern Selektion und Vermehrung aus einfacheren Vorläufern (graduelle Entwicklung). Alle auf diese Weise neu entstandenen Strukturen müssen sich in der Folgezeit bewähren (Selektion), wobei sich die erfolgreichen stärker vermehren als die fehlerhaften und sich innerhalb der Population anreichern. Dann kommt &amp;quot;der nächste Sturm&amp;quot; und damit weitere Änderungen, die auf den vorhergehenden Änderungen aufbauen. Andererseits ist durch die Präadaptation (Ausbildung von neuartigen Merkmalen, bevor der Selektionsdruck einsetzt) der Zufall bereits stark eingeschränkt, weil sie die Entwicklungsrichtung bereits vorgibt. Deshalb ist die Annahme reinen Zufalls verkehrt, beispielsweise entsteht aus einem Flügel nicht einfach wieder eine Pfote.&amp;lt;ref&amp;gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4adaptation&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die &amp;#039;&amp;#039;Entstehung des Lebens&amp;#039;&amp;#039; aus unbelebter Materie könne von der Evolutionstheorie nicht erklärt werden. Dies ist ein reines Propaganda-Argument, denn der Ursprung des Lebens ist überhaupt nicht Gegenstand der Evolutionstheorie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Von Vertretern des Kreationismus werden [[Pseudowissenschaft|pseudowissenschaftliche Argumente]] zur Stützung ihrer Hypothesen hervorgebracht, z.B. die der [[Junge Erde|Jungen Erde]] und des [[Grundtypmodell]]s. Beide sind aber mit den Erkenntnissen der modernen Geo- bzw. Biowissenschaften nicht kompatibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vertreter==&lt;br /&gt;
Vertreter kreationistischer Anschauungen im deutschsprachigen Raum sind beispielsweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Werner Gitt]]&lt;br /&gt;
*[[Reinhard Junker]]&lt;br /&gt;
*[[Wolf-Ekkehard Lönnig]]&lt;br /&gt;
*[[Adnan Oktar]]&lt;br /&gt;
*[[Siegfried Scherer]]&lt;br /&gt;
*[[Hans-Joachim Zillmer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Charles Darwin: On the Origin of Species by Means of Natural Selection, or the Preservation of Favoured Races in the Struggle for Life. John Murray, London 1859. [http://caliban.mpiz-koeln.mpg.de/~stueber/darwin/origin/origin.html Online-Version]&lt;br /&gt;
* Ulrich Kutschera (Hrsg.): Kreationismus in Deutschland. Fakten und Analysen. LIT Verlag Berlin-Hamburg-Münster 2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*http://www.gwup.org/zeitschrift/skeptiker-archiv/785-intelligent-design-eine-alternative-zur-naturalistischen-wissenschaft&lt;br /&gt;
*http://www.martin-neukamm.de&lt;br /&gt;
*http://www.ag-evolutionsbiologie.de&lt;br /&gt;
*http://www.waschke.de/twaschke/index_m.htm&lt;br /&gt;
*http://darwin-online.org.uk&lt;br /&gt;
*http://www.kreationismus.de&lt;br /&gt;
*http://www.science-at-home.de/referate/kreationismus2.php&lt;br /&gt;
*http://www.science-at-home.de/referate/kreationismus.php&lt;br /&gt;
*http://de.wikipedia.org/wiki/Atavismus&lt;br /&gt;
*http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,607704,00.html&lt;br /&gt;
*http://www.geo.de/GEO/natur/oekologie/54556.html&lt;br /&gt;
*[http://www.venganza.org/ Ein satirischer Protest gegen die Darstellung des Kreationismus als gleichberechtigte Theorie]&lt;br /&gt;
*[http://www.palaeontologische-gesellschaft.de/palges/schule/gudo-2007.pdf Zum Buch von Ulrich Kutschera: Strategien zum Umgang mit Kreationismus und ID]&lt;br /&gt;
*[http://www.palaeo.de/edu/kreationismus Linksammlung zu Evolution und Kreationismus ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://bcseweb.blogspot.com/p/creation-watch.html Kreation-Watch] (engl.)&lt;br /&gt;
*http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/staatshilfe-fuer-noahs-arche/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[category:Kreationismus]]&lt;br /&gt;
[[category:Pseudowissenschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Diskussion:Selbstheilungskraft&amp;diff=65026</id>
		<title>Diskussion:Selbstheilungskraft</title>
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		<updated>2010-12-16T07:01:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Kraft ist eine physikalische Größe, der Körper repariert aber nicht mit Hebeln und Schrauben - analog zu Johann Wolfgang von - , sondern durch Chemie, meistens. Hat er mir selbst gesagt, der Körper. Und der muss es wissen. Und ich weiß es auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, wir sagen ja auch Schulmedizin. Sind eben nur Wörter.&lt;br /&gt;
:na ja, die eigentlichen Schulen sind ja die unverückbaren Lehren und Dogmen wie die Homöopathie... Ist die Einleitung nun im Sinne Deiner berechtigten Kritik besser? [[Benutzer:Dominik|Dominik]] 21:26, 15. Dez. 2010 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltlich war daran nichts auszusetzen; mit einer &amp;quot;Kraft&amp;quot; verbinden manche sich dem esoterischen Gedankengut zugehörigen Zeitgenossen tendenziell etwas Metaphysisches. Wir sollten dem interessierten Leser darlegen, dass die Zellen unseres Körpers sich ständig im Ab- und Aufbau befinden müssen, was ein ganz normaler Vorgang ist, woran nichts geheimnisvoll oder mystisch ist. Ich denke, dies ist hiermit geschehen. Bekommst einen Orden.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
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		<title>Diskussion:Selbstheilungskraft</title>
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		<updated>2010-12-15T19:55:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: Die Seite wurde neu angelegt: „Die Kraft ist eine physikalische Größe, der Körper repariert aber nicht mit Hebeln und Schrauben - analog zu Johann Wolfgang von - , sondern durch Chemie, meis…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Kraft ist eine physikalische Größe, der Körper repariert aber nicht mit Hebeln und Schrauben - analog zu Johann Wolfgang von - , sondern durch Chemie, meistens. Hat er mir selbst gesagt, der Körper. Und der muss es wissen. Und ich weiß es auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, wir sagen ja auch Schulmedizin. Sind eben nur Wörter.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Nat%C3%BCrlichkeit&amp;diff=64509</id>
		<title>Natürlichkeit</title>
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		<updated>2010-12-09T10:42:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: /* Ist die Natur sanft? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Natürlichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet in pseudomedizinischen und esoterischen Kreisen die Unverfälschtheit und Ursprünglichkeit einer Methode oder eines Produktes. Dabei dient der Begriff &amp;quot;Natürlichkeit&amp;quot; der Bezeichnung von etwas Positivem und der Abgrenzung von etwas Künstlichem und Verfälschtem als etwas Negativem. Natürlichkeit wird meist mit &amp;quot;Sanftheit&amp;quot; und &amp;quot;[[Ganzheitlichkeit]]&amp;quot; in Verbindung gebracht und dient als Begründung dafür, weshalb angeblich oder tatsächlich alte, und/oder exotische bzw. veraltete Ansichten und Methoden angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was ist natürlich?==&lt;br /&gt;
Natur (lat.: natura, von nasci „entstehen, geboren werden“) bezeichnet in der Alltagssprache alles, was nicht vom Menschen geschaffen wurde. Somit bildet Natur den Gegenbegriff von Kultur und Technik. Dennoch ist die Abgrenzung sehr schwierig, denn Natur ist auch überall da anzutreffen, wo sich der Mensch befindet, denn jeder verfügbare Lebensraum wird besiedelt, unabhängig davon, ob dieser vom Menschen geschaffen bzw. beeinflusst wurde/wird oder nicht. Beispielsweise ist Erdöl ganz natürlich, weil es ohne Zutun des Menschen entstanden ist, während es im Allgemeinverständnis eher als etwas Unnatürliches gesehen wird. Kulturlandschaften weisen eine hohe Artendiversität auf, obwohl sie nach diesem Verständnis nicht natürlich sind. Selbst die &amp;quot;unnatürlichsten&amp;quot; Habitate, wie z.B. Weltraumstationen, werden von Lebewesen spontan, d.h. ohne Willen des Menschen, besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der &amp;quot;natürliche&amp;quot; Wald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der europäische Wald war vor der letzten großen Eiszeit, die vor ca. 2,5 Millionen Jahren begann, sehr artenreich. Es wuchsen neben jenen Bäumen, die heute bei uns vorkommen, u.a. Magnolie, Tulpenbaum, Mammutbaum, Amberbaum, Rhododendron. Während der Eiszeit sind die Wälder in unserem Raum weitgehend verschwunden. &lt;br /&gt;
Mit deren Ende vor ca. 10.000 Jahren breitete sich der Wald über weite Gebiete wieder aus, allerdings waren diese Forste wesentlich artenärmer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor 8000 Jahren besiedelten die ersten Ackerbauern nach und nach Europa und verdrängten mit der Zeit die Jäger und Sammler. Die ersten Bauern rodeten ein Stück Wald, blieben dort vermutlich eine Generation sesshaft, um danach weiterzuziehen. Diese Stellen wurden in der Folge vom Wald rasch überwuchert, aber nie mehr so, wie er vor der Besiedlung zusammengesetzt war.&lt;br /&gt;
Besonders in Lößgebieten wurde im Laufe der Zeit spätestens bis zum Mittelalter jede Waldparzelle, die dafür geeignet war, mindestens einmal vom Menschen gerodet. Dort, wo einmal Ackerbau betrieben wurde, konnte nie mehr ein natürlich zu nennender Wald entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Holz wurde in der Folge extensiv als Baustoff, zum Heizen, als Werkstoff, zum Schmelzen von Erzen, im Schiffsbau, zum Gerben, in der Salzgewinnung, zur Glasproduktion und als Viehweide (Wiesen gab es noch nicht) verwendet. Die Aufforstung war noch unbekannt, so dass sich keine Wälder mehr bilden konnten.&lt;br /&gt;
Das Holz wurde spätestens mit Beginn der Neuzeit knapp, man ergriff Sparmaßnahmen, in dem man etwa Stein- und Fachwerkhäuser errichtete und den offenen Herd durch den Kachelofen ersetzte. In den Bauernkriegen, aber auch im Dreißigjährigen Krieg war Holzmangel ein wesentlicher Motivator, zudem stand sogar die Existenz der Städte auf dem Spiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich forderte man im 18. Jh. erstmals zum Pflanzen von Jungbäumen auf, weiters errichtete man die ersten Viehweiden, was den Wald schonte. Gepflanzt wurden in erster Linie Fichten und Kiefern, selbst dort, wo sie natürlicherweise gar nicht vorkamen, etwa im Schwarzwald. Man erkannte bald, dass die Pflanzungen viel zu dicht erfolgten, dem deshalb erforderlichen Ausforsten hat unser Weihnachtsbaum seine Existenz zu verdanken. In den Fichtenwäldern legte man Lichtungen für das Vieh an. Das, was uns heute oft als Lichtung (mit kleinen Dörfern) in Form von Rodungsinseln erscheint, ist nicht geschlagen, sondern wurde nur nicht wiederbewaldet.  Erstmals kamen Hasen und Rehe in größerem Ausmaß vor, was im ursprünglich geschlossenen Wald nicht der Fall war. Sehr bald wurden diesen neuen Wälder als immer schon bestehend und natürlich angesehen und generell das Land außerhalb der Städte mit &amp;quot;Natur&amp;quot; inklusive deren Bewohner romantisierend gleichgesetzt. Auch Landstriche, die aufgrund des menschlichen Eingriffes völlig umgestaltet wurden, wie etwa die Lüneburger Heide, wurden später unter Naturschutz gestellt, obwohl sie gar nicht natürlich sind. Dies war die Zeit, in der sich der Mythos vom deutschen Wald, gestützt auch auf die Erzählungen des Tacitus über die schaurigen Wälder Germaniens, bilden konnte. Die wilden Tiere fanden sich aber nie so sehr in den europäischen Wäldern, denn in Grimms Märchenbüchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassung: Europas Wald der Voreiszeit (Tertiär) war ähnlich vielfältig wie die heutigen Wälder in Nordamerika und Ostasien. Es war „die Natur“ selbst, die in Europa diesen Wald und die darin lebenden Tiere während der Eiszeit nicht nur fast völlig ausgerottet hat, sondern „sie“ hat auch dafür „gesorgt“, dass der Wald nach der Eiszeit, viel artenärmer wieder entstanden ist.&lt;br /&gt;
Erst jetzt hat der Mensch, um sein Überleben zu sichern, eingegriffen und weite Gebiete entwaldet, um erst später einen neuen, wiederum veränderten Wald, den wir als „natürlich“ erleben, geschaffen. Unser west- und mitteleuropäischer Wald ist, vereinfacht formuliert, ein Park.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ist die Natur sanft?==&lt;br /&gt;
In [[Esoterik]]kreisen kommt der Begriff &amp;quot;natürlich&amp;quot; häufig in Kombination mit &amp;quot;sanft&amp;quot; vor. Dennoch ist die Natur keineswegs sanft. Bedingt durch zahlreiche Wechselwirkungen zwischen den Organismen verschiedener Arten, innerhalb der gleichen Art oder zwischen Populationen kommt es zu Situationen, in denen das Wohlergehen oder Überleben des Individuums gefährdet ist. Daraus resultiert Leiden, Tod, aber auch das Überleben derjenigen, die mit den Bedingungen am besten zurechtkommen, also letztendlich das Funktionieren von Ökosystemen und der Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich gegen Angriffe und Gefahren zu wehren, sind im Laufe der Evolution zahlreiche Abwehrmechanismen entstanden. Pflanzen z.B., die nicht flüchten können, müssen sich entweder sehr schnell vermehren, sehr regenerationsfähig oder möglichst unbekömmlich sein, um nicht durch Fraßfeinde vernichtet zu werden. Erstere sind als &amp;quot;Unkräuter&amp;quot; bekannt, letztere als Giftpflanzen, aber auch als [[Phytotherapie|Arzneipflanzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Natur sind Krankheiten eine ernste Gefahr für ein Tier; wenn es nicht zur [[Selbstheilungskraft|spontanen Heilung]] kommt, wird das Tier sterben. Auch bei leichteren Erkrankungen leidet die Fitness des Tieres, das dadurch leichter zur Beute von Feinden wird oder selbst nicht in der Lage ist zu jagen. Dieser Mechanismus ist für die Population durchaus sinnvoll, denn damit scheidet ein potentieller Krankheitsüberträger aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zumal zu bedenken ist, dass Bezeichnungen wie „gerecht“, „sanft“   von und für Menschen geschaffen wurden. Die Natur, verstanden als Summe aller biotischen und abiotischen Vorgänge, ist selbst kein denkendes und handelndes Subjekt, sie kann  nicht gerecht, zornig, sanft und was auch immer sein. &lt;br /&gt;
Genausowenig schlägt „die Natur“ zurück, wenn man eine Hand auf die heiße Herdplatte legt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Beispiel stellt der in der Tierwelt weit verbreitete Infantizid dar, also die Tötung eines Jungtieres durch den jeweiligen Rudelführer. Dieses Verhalten mit unseren kulturell entwickelten Werten als “inhuman” etc. zu bezeichnet, ist nicht sachgerecht und führt in die Irre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kritikern der Tierhaltung werden immer wieder tierquälerische Haltungs- und Schlachtbedingungen thematisiert und auf natürliche Haltungsformen verwiesen. Abgesehen von den tatsächlichen Misständen in der Tierhaltung hat ein Tier in der Natur keineswegs bessere Bedingungen. Dies lässt sich zum einen indirekt an der geringeren Lebenserwartung in der Wildnis erkennen, zum anderen ist es direkt beobachtbar: Hyänen fressen Gnus bei lebendigem Leib, von Parasiten befallene Tiere verenden elend, Nahrungsmangel, extreme Wettererscheinungen töten usw. Hier existieren zahlreiche Leiden, die denen in der Massentierhaltung in nichts nachstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=eM6kvnFbkZ4&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=sqrThbOG5rs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=TeuN7YAvdwc&amp;amp;feature=related&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist der in Esoterikkreisen gebräuchliche Begriff der Natürlichkeit ein Auswuchs eines von der realen Natur entfremdeten, romantischen Verständnisses der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürliche Ernährung==&lt;br /&gt;
In Kreisen &amp;quot;ökologisch&amp;quot; orientierter Menschen werden derzeitige Nahrungsmittel als &amp;quot;degeneriert&amp;quot; und vitaminarm dargestellt. Zum einen dient dieses Argument der Vermarktung von [[Nahrungsergänzungsmittel]]n, andererseits der von Lebensmitteln aus ökologischem Anbau unter Verwendung alter Kultursorten und -rassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren zahlreiche Ernährungsideologien, von denen jede von sich selbst behauptet, sie sei die ursprünglich natürliche Ernährung des Menschen. Beispiele sind: [[Urkost]], [[Rohkost]] und [[Steinzeitdiät]] sowie teilweise [[Veganismus]]. &lt;br /&gt;
Schon unsere nächsten Verwandten, die Schimpansen, verzehren nicht nur Fleisch, sondern gehen sogar auf die Jagd. Anthropologen gehen davon aus, dass zur evolutionären Entstehung des Menschen ein möglichst hoher Fleischanteil erforderlich gewesen sein muss. Das Gehirn sei so auf Kosten des Verdauungstraktes gewachsen. Schon in dieser Zeit ernährten sich unsere Vorfahren als Jäger und Sammler, somit von Mischkost. Aufgrund des jahreszeitlich schwankenden Nahrungsangebotes gab es regelmäßig auch Hungerperioden, wie das auch noch bei den heute lebenden Jägern und Sammlern der Fall ist. Schon sehr früh müssen unsere Vorfahren ihre Nahrung auch gekocht haben, weshalb manche Forscher vom &amp;quot;kochenden Affen&amp;quot; sprechen.&lt;br /&gt;
Mit der Sesshaftwerdung, also der Entwicklung von Ackerbau und Viehzucht, kam es zu einem spürbaren qualitativen Nahrungsmangel, der offensichtlich in Kauf genommen wurde, um die stark angewachsene Zahl von Menschen ernähren zu können. Wir haben Grund zur Annahme, dass sich die ersten Bauern sehr einseitig ernährt haben, was sich auf den Gesundheitszustand und damit auf die Lebenserwartung massiv negativ ausgewirkt hat. Die heute als Jäger und Sammler lebenden Buschmänner  ernähren sich von 75 und mehr verschiedenen Arten von Wildpflanzen. Erst unsere moderne Ernährung war in der Lage, die jahrtausendelange Fehlernährung zu kompensieren, wir werden größer, gesünder und leben länger. Aber selbst die modernen Griechen haben heute noch nicht die Körpergröße erreicht, die sie vor Einführung der Landwirtschaft erlangt hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;natürliche Ernährung&amp;quot; steht oft in Zusammenhang mit frei sein von Konservierungsstoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Artikel in Arbeit&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürlichkeit in der Medizin==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Beitrag ist in Arbeit&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Bambi-Syndrom]]&lt;br /&gt;
*[[Tiefenökologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Simon Schama: Der Traum von der Wildnis. Natur als Imagination, Kindler 1996, ISBN 978-3463401782&lt;br /&gt;
* Richard Pott: Farbatlas Waldlandschaften, Ulmer 1993, ISBN 978-3800134694&lt;br /&gt;
* Hasel: Forstgeschichte, Kessel 2002, ISBN 978-3935638265&lt;br /&gt;
* Hansjörg Küster: Geschichte der Landschaft in Mitteleuropa, Beck 2010, ISBN 978-3406608490&lt;br /&gt;
* Hansjörg Küster: Geschichte des Waldes, Beck 2008, ISBN 978-3406502798&lt;br /&gt;
* Gerhard Lang: Quartäre Vegetationsgeschichte Europas, Spektrum Akademischer Verlag (1994), ISBN 978-3827406255&lt;br /&gt;
* Jens Lüning: Siedlungen der Steinzeit. Haus, Festung und Kult, Spektrum Akademischer Verlag (1999), ISBN 978-3922508489&lt;br /&gt;
* Felix v. Hornstein: Wald und Mensch - Waldgeschichte des Alpenvorlandes Deutschlands, Österreichs und der Schweiz, Otto Maier Verlag, 1984&lt;br /&gt;
* Weyergraf: Waldungen. Die Deutschen und ihr Wald, Akademie der Künste, 1987; ISBN 978-3883319520&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
	</entry>
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		<title>Entschlackung</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;General: /* Geschichtliches */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[image:entschlacken2.jpg|Entschlackung einer Lokomotive|thumb]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Entschlackung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Entgiftung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (englisch: detox) und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ausleitung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind im Bereich der [[Alternativmedizin]] geläufige Begriffe und bezeichnen Verfahren, denen unterstellt wird, sie könnten für den Körper schädliche Substanzen &amp;quot;ausleiten&amp;quot; oder auf andere Weise entfernen, ohne dass der Körper dabei auch nützliche Substanzen verliere. Die Verfahren sind mehrheitlich wissenschaftlich nicht anerkannt (bis auf wenige Ausnahmen in bestimmten Situationen von tatsächlich toxischen Substanzen, die dabei auch jeweils benannt werden und identifizierbar sind). Befürworter sind überzeugt, dass die damit gemeinten Methoden gesundheitliche Vorteile für den Konsumenten oder Patienten bringen würden. Produkte zur Entschlackung und Entgiftung werden kommerziell vermarktet, sind aber auch häufig Bestandteil von Wellnessveranstaltungen oder alternativmedizinischen Praktiken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichtliches==&lt;br /&gt;
[[image:schlacke.jpg|Schlacke aus einem Hochofen|thumb]]&lt;br /&gt;
Der Begriff Schlacke bezeichnet eigentlich poröse, feste Substanzen, die als Verbrennungsrückstände oder als Rückstände bei der Metallherstellung entstehen. Entschlacken ist auch der Vorgang der Reinigung der Feuerbüchse einer Dampflokomotive (wobei allerdings eindeutig geklärt ist, wovon die Lokomotive gereinigt wird; dies ist aber in der Alternativmedizin ein ungelöstes Rätsel). Der erste Erwähnung der Entschlackung als physiologisch-medizinische Vokabel geht auf den deutschen Arzt und Anhänger des [[Heilfasten]]s, [[Otto Buchinger]] (1878 - 1966) zurück, der das Wort 1935 im Zusammenhang mit der Fastentherapie verwendete. Mitunter wird Entschlacken daher auch mit Bemühungen zur Reduktion des Körpergewichts (&amp;#039;&amp;#039;Abnehmen&amp;#039;&amp;#039;) gleichgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was ist &amp;#039;&amp;#039;menschliche Schlacke&amp;#039;&amp;#039;?==&lt;br /&gt;
Eine Durchsicht alternativmedizinischer Werke zum Thema &amp;#039;&amp;#039;Schlacken&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Entschlacken&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Entgiften&amp;#039;&amp;#039; ergibt eine Fülle von sich gegenseitig widersprechenden Aussagen zum Thema. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es keine exakte Definition des Begriffs &amp;#039;&amp;#039;Schlacke&amp;#039;&amp;#039; in der Alternativmedizin gibt. Als minimaler Konsens kann davon ausgegangen werden, dass es sich um Substanzen (im Sinne chemischer Individuen) handeln soll, die also jeweils benannt werden könnten. Diese werden gemeinhin als Giftstoffe oder &amp;quot;schädliche Stoffwechselprodukte&amp;quot; bezeichnet, die der Körper angeblich nicht in erforderlicher Weise aus dem Blut oder dem Körper selbst entfernen könne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Ausnahmen abgesehen, wie dem Klassiker Quecksilber als Folge von Amalgam-Zahnfüllungen, werden von Befürwortern des Konzeptes aber oft gar keine spezifischen Substanzen benannt, sondern bestimmte Nahrungsmittel oder Medikamente aller Art, aber auch Elektrosmog, werden insgesamt als Schadstoffe bezeichnet, die eine Entgiftung erfordern. Anhänger spezieller Ernährungsideologien wie der [[Urkost]] oder der [[Instinctotherapie|Instincto-Ernährung]] bezeichnen oft alle möglichen körperlichen Beschwerden als &amp;quot;Entgiftungserscheinungen&amp;quot;, wobei die verursachenden Gifte vor allem durch die vorherige angebliche Fehlernährung in den Körper gelangt seien bzw. einfach mit dieser &amp;quot;Schlechtkost&amp;quot; gleichgesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der wissenschaftlichen Medizin sind eine Reihe von Stoffwechselprodukten bekannt, die bei zunehmender Konzentration eine Giftwirkung entfalten können (Beispiel: Ammoniak). Diese sind alle bekannt, man kann ihre Konzentration messen und eine Aussage darüber treffen, ob ein medizinisches Eingreifen notwendig ist. Anerkannte Methoden zur Blutreinigung wie die Dialyse sind etablierte Verfahren, ohne die nierenkranke Patienten versterben würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ZDF-Sendung WISO widmete sich am 21.&amp;amp;nbsp;Juli 2008 dem Thema der Entschlackung, und befasste sich mit einem bestimmten Produkt namens &amp;#039;&amp;#039;Froximun&amp;#039;&amp;#039; (Wirksubstanz: [[Klinoptilolith]]). Die vom ZDF (WISO) befragten Experten verneinten die angeblichen Vorzüge des Klinoptilolith zur Entschlackung. Der Ernährungsexperte Georg Wechsler aus München sprach allen Entschlackungsmethoden generell eine wissenschaftliche Wirksamkeit ab, die Methoden hätten keinen gesundheitlichen Nutzen. Laut Wechsler würden die &amp;quot;gefürchteten Schlacken&amp;quot; erst beim Entschlacken durch Heilfasten entstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/cstuecke/89912/index.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Angeblich entschlackende und entgiftende Methoden==&lt;br /&gt;
[[image:entschlackung.jpg|300px|thumb]]&lt;br /&gt;
* [[Schröpfen]]&lt;br /&gt;
* [[Darmreinigung|Einläufe]] ohne erkennbare medizinische Indikation, [[Kaffee-Einlauf|Kaffee-Einläufe]]&lt;br /&gt;
* [[Ölziehen]]&lt;br /&gt;
* Schwitzkuren&lt;br /&gt;
* Quecksilber- und Schwermetall-&amp;quot;Ausleitung&amp;quot; durch DMPS (Dimercaptopropansulfonsäure, Dimaval) oder DMSA (Dimercaptobernsteinsäure); vor allem propagiert durch [[Max Daunderer]]&lt;br /&gt;
* Enfernung von [[Amalgam|Zahnamalgam]] durch Zahnärzte und Kieferorthopäden&lt;br /&gt;
* Algenpräparate wie [[Chlorella]]. Siehe auch: [[Dietrich Klinghardt]], [[Uwe Karstädt]]&lt;br /&gt;
* Einsatz von Abführmitteln ohne medizinische Indikation&lt;br /&gt;
* [[ELDI-Öl]]&lt;br /&gt;
* Anwendungen von Chelatbildnern ohne medizinische Indikation&lt;br /&gt;
* Dauerduschen&lt;br /&gt;
* Ernährung ausschließlich durch [[Rohkost]], z.B. [[Urkost]] nach [[Franz Konz]]&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Detox-Fußbäder&amp;quot;, z.B. [[Hydroresonanz]]&lt;br /&gt;
* [[Heilfasten]]&lt;br /&gt;
* [[Heilpilze]]&lt;br /&gt;
* Spezielle Geräte (z.B. &amp;#039;&amp;#039;Med Matrix&amp;#039;&amp;#039; der Firma Wegamed), die eine Entgiftung durch pulsierenden Gleichstrom bewirken sollen sowie durch eine &amp;quot;Saugelektrode&amp;quot;, die angeblich die &amp;quot;biologischen Informationen der Gifte und Schlacken&amp;quot; aufnimmt&lt;br /&gt;
* mineralstoffarme [[Mineralwasser]], wie beispielsweise das Produkt [[Lauretana]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/gesundheit/fruehjahrsputz-von-innen/689148.html Frühjahrsputz von innen] – Der Tagesspiegel 1.&amp;amp;nbsp;März 2006&lt;br /&gt;
*[http://gutepillen-schlechtepillen.de/pages/topics/fruehjahrsputz-von-innen.php &amp;#039;&amp;#039;Fängt der Tod im Dickdarm an?&amp;#039;&amp;#039; Artikel bei GPSP]&lt;br /&gt;
*[http://www.zeit.de/2004/19/Stimmts_Entschlackung &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit&amp;#039;&amp;#039;, Rubrik &amp;quot;Stimmt’s?&amp;quot;, über das Entschlacken] – Die Zeit 29.&amp;amp;nbsp;April 2004&lt;br /&gt;
*[http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/545290?inPopup=true WISO ermittelt 21.&amp;amp;nbsp;Juli 2008: Entschlackungsmittel]&lt;br /&gt;
* http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/cstuecke/89912/index.html&lt;br /&gt;
* http://www.daserste.de/wwiewissen/beitrag_dyn~uid,n9zpo95zql03fobp~cm.asp&lt;br /&gt;
* http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,599469,00.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellennachweis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[category:Therapie in der Pseudomedizin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Hunza&amp;diff=64414</id>
		<title>Hunza</title>
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		<updated>2010-12-08T18:12:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: /* Ursprung der Legenden */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[image:hunzatal.jpg|Hunzatal|275px|thumb]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hunza&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der Name eines Flusses in Nordwestpakistan (ein Zufluss des Gilgit) und bezeichnet eine Gegend (Hunzatal) durch die eine Schnellstrasse von Pakistan nach China verläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hunza ist eine häufige Bezeichnung für das Volk der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hunzukuc&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Húnzukuc, Hunzukuts oder Hunzakuts) das im Hunzatal lebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hunzukuc sind die im Karakorum-Gebiet ansässigen Bewohner des Hunzatals, bestehend aus etwa 15.000 bis 80.000 Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==phantastische Behauptungen, Hunza-Mythen und Kommerz um das &amp;#039;&amp;#039;Hunzavolk&amp;#039;&amp;#039;==&lt;br /&gt;
[[image:Hunzukuc.jpg|alte Hunzukuc-Männer|thumb]] &lt;br /&gt;
Das kleine Volk der Hunzukuc war lange Zeit schlecht erreichbar und es rankten sich mehrere Sagen und phantastische Behauptungen um sie. Insbesondere sollten sie eine unglaublich klingende Lebenserwartung von weit mehr als 100 Jahren haben und wurden als &amp;#039;&amp;#039;friedliebendes&amp;#039;&amp;#039; Volk bezeichnet, bei dem Gewalt unbekannt sei und das sich vegetarisch ernähre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge wurden etwa ab 1960 Produkte der Nahrungsergänzungsmittelindustrie und [[Esoterik|esoterische]] Produkte damit beworben, dass sie ursprünglich bei den &amp;#039;&amp;#039;Hunzas&amp;#039;&amp;#039; populär seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders Mineralien, mit &amp;#039;&amp;#039;Edelmetallen angereichertes Wasser&amp;#039;&amp;#039;, ein legendäres und bislang nicht nachweisbares Vollkornbrot (oft Hunza-Pie genannt) und die „Himalayasalze“ sollen dem Volk eine außerordentliche Langlebigkeit und Gesundheit verdanken. Häufig werden die Hunzukuc auch als Veganer dargestellt, die sich ausschließlich von [[Rohkost]] (nicht erhitzer Nahrung) ernähren. Diverse Quellen sprechen den Hunzukuc eine Lebenserwartung von bis zu 130, manchmal sogar bis 145 Jahren zu. Obendrein haben sie angeblich nur wenige oder keine Krankheiten und sind bis ins hohe Alter überaus agil, was dazu führt, dass Männer jenseits der 100 Jahre noch Kinder zeugen, die Felder bestellen und man in der Regel ohne vorherige Beschwerden stirbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da bis vor wenigen Jahrzehnten kaum wissenschaftliche Untersuchungen oder genaue bevölkerungsstatistische Daten aus dem Hunzatal vorlagen, waren die entsprechenden Behauptungen nicht zu widerlegen und wurden sogar teilweise in Reisebeschreibungen und weiterer Literatur kritiklos übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hunzaprodukte==&lt;br /&gt;
*sogenanntes [[Himalayasalz]]&lt;br /&gt;
*Aprikosenkerne, die Blausäure freisetzen können ([[Amygdalin]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprung der Legenden==&lt;br /&gt;
Diese Legenden basieren vor allem auf einem Buch des Amerikaners Jerome Irving Cohen, der 1947 ein Buch mit dem Titel The Healthy Hunza veröffentlichte, der sich auf britische Militärangehörige als Quelle berief. Das Buch hatte bis in die 1960er Jahre keine nennenswerte öffentliche Resonanz, bis in den USA ein verstärktes Interesse an gesunder Ernährung einsetzte. Eine weitere Quelle ist das Buch &amp;#039;&amp;#039;Hunza:lost kingdom of the Himalayas&amp;#039;&amp;#039; eines John Clark &amp;lt;ref&amp;gt;http://biblelife.org/Hunza%20-%20Lost%20Kingdom%20of%20the%20Himalayas.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;http://biblelife.org/Hunza%20-%20Lost%20Kingdom%20of%20the%20Himalayas%20Pictures.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;, der behauptete die dortige Bevölkerung kenne weder Geldmittel noch eine Polizei. Wissenschaftliche Studien und Berichte, die das Gegenteil belegen, haben die Popularität des „Hunza-Mythos“ nicht erschüttern können.&lt;br /&gt;
Ein weiterer Exponent und Anbieter von Hunzaprodukten ist der amerikanische Erfinder [[Gillis Patrick Flanagan]]. Auch im deutschsprachigen Raum findet sich schon seit den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts einschlägige Literatur, wie etwa das Buch &amp;quot;Hunza&amp;quot; von Willi und Hilde Senft aus dem Verlag Weishaupt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Realität==&lt;br /&gt;
Die reale Situation der Hunzukuc im Hunzatal hat wenig mit den Behauptungen der NEM-Verkäufer zu tun. So sind die Hunzukuc keineswegs Vegetarier. Die geographische Lage und die Art des Geländes im Hunzatal macht Weidewirtschaft mit Rindern weitgehend unmöglich, weshalb sich die Hunzukuc auf Geflügel und Ziegen beschränken. Fleisch, aber vor allem Milch und Milchprodukte gehören zur dortigen traditionellen Ernährung. Butter, insbesondere spezielle aus Ziegenmilch bereitete Butter, genannt Ghee, wird zu beinahe allen Speisen gereicht, in Tee aufgelöst, heiß getrunken, oder als Butterkugeln verzehrt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Demographische Daten aus dem Hunzatal wurden bislang nicht veröffentlicht. Die durchschnittliche Lebenserwartung für Pakistan liegt laut pakistanischen Angaben bei etwas über 60 Jahren. Daher kann für das ländliche Gebiet des Hunzatals eine durchschnittliche Lebenserwartung von circa 50 bis 60 angenommen werden, bis genauere Daten zur Verfügung stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hunzatal ist wie die gesamte Region Gilgit und Hunza ein Jodmangelgebiet, weshalb Hunzukuc mit Kropf früher sehr häufig waren &amp;lt;ref&amp;gt;Chapman JA, Grant IS, Taylor G, Mahmud K, Mulk SU, Shahid MA. Endemic goitre in the Gilgit Agency, West Pakistan with an appendix on dermatoglyphics and taste-testing. In: Philos Trans R Soc Lond B Biol Sci. 1972 März 23;263(856):459-90&amp;lt;/ref&amp;gt;. Nach Einführung der Speisesalz-Iodierung ab 1980 sank die Zahl der Hunzukuc mit Kropf von 61% auf weniger als 5% &amp;lt;ref&amp;gt;Ali A, Khan MM, Malik ZU, Charania BA, Bhojani FA, Baig SM. Impact of the long term supply of iodized salt to the endemic goitre area. J Pak Med Assoc. Juni 1992;42(6):138-40&amp;lt;/ref&amp;gt;. In dem Gebiet ist auch die Shigellose endemisch &amp;lt;ref&amp;gt;Ahmed K, Shakoori FR, Shakoori AR. Aetiology of shigellosis in northern Pakistan. J Health Popul Nutr. 2003 März;21(1):32-9&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ebenfalls vermehrt treten Augenschädigungen wie grauer Star sowie Hautschädigungen wie vorzeitige Hautalterung und Hautkrebs auf, die auf die UV-Belastung in großer Höhe zurückzuführen sind &amp;lt;ref&amp;gt;Burton M, Fergusson E, Hart A, Knight K, Lary D, Liu C. Eye. The prevalence of cataract in two villages of northern Pakistan with different levels of ultraviolet radiation. 1997;11 ( Pt 1):95-101&amp;lt;/ref&amp;gt;. Japanische Mediziner haben bei Untersuchungen etliche Fälle von Krebs, Herzkrankheiten und Tuberkulose festgestellt und wenig Hinweise für eine besondere Langlebigkeit der Menschen gefunden &amp;lt;ref&amp;gt;Harada N, Miyoshi A:Is the healthy Hunza true?, The Committee of the Kyoto University. Scientific expedition to the Karakoram and Hindukush: Personality and Health in Hunza Valley&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Kindersterblichkeit ist mit einer Sterblichkeit von 30 % vor dem 10. Lebensjahr extrem hoch, zehn Prozent der Erwachsenen sterben vor dem 40. Lebensjahr. Die Depression bei Frauen ist laut einer pakistanischen Untersuchung im Gilgit-Gebiet ungewöhnlich hoch &amp;lt;ref&amp;gt;Dodani S, Zuberi RW. - Family Medicine Division, Depatment of Community Health Sciences, Aga Khan University, Karachi. Center-based prevalence of anxiety and depression in women of the northern areas of Pakistan. J Pak Med Assoc. 2000 Mai;50(5):138-40. Berichtet wird über eine Prävalenz der Depression bei Frauen von 50%...it was found that 50% of the women had anxiety and/or depression; 25% suffered only from anxiety, 8% from depression and 17% had features of both. CONCLUSION: This study supports the previous studies of stress in remote areas and also contradicts the belief that people who live in the remote rural areas lead stress-free lives or have low rates of psychiatric morbidity (JPMA 50:138, 2000)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fehlende Geburtsregister in der Vergangenheit sowie der hohe soziale Status der alten Menschen haben unter anderem dazu geführt, dass der anekdotenhafte Mythos der Langlebigkeit der Hunzukuc entstehen konnte. Eine vorschnelle Hautalterung, wie sie bei Bewohnern im Hochgebirge oder Seeleuten bekannt ist, lässt diese Menschen älter erscheinen als sie sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellennachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[category:Moderne Sage]]&lt;br /&gt;
[[category:Hoax/Aktion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Nat%C3%BCrlichkeit&amp;diff=64372</id>
		<title>Natürlichkeit</title>
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		<updated>2010-12-08T12:47:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Natürlichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet in pseudomedizinischen und esoterischen Kreisen die Unverfälschtheit und Ursprünglichkeit einer Methode oder eines Produktes. Dabei dient der Begriff &amp;quot;Natürlichkeit&amp;quot; der Bezeichnung von etwas Positivem und der Abgrenzung von etwas Künstlichem und Verfälschtem als etwas Negativem. Natürlichkeit wird meist mit &amp;quot;Sanftheit&amp;quot; und &amp;quot;[[Ganzheitlichkeit]]&amp;quot; in Verbindung gebracht und dient als Begründung dafür, weshalb angeblich oder tatsächlich alte, und/oder exotische bzw. veraltete Ansichten und Methoden angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was ist natürlich?==&lt;br /&gt;
Natur (lat.: natura, von nasci „entstehen, geboren werden“) bezeichnet in der Alltagssprache alles, was nicht vom Menschen geschaffen wurde. Somit bildet Natur den Gegenbegriff von Kultur und Technik. Dennoch ist die Abgrenzung sehr schwierig, denn Natur ist auch überall da anzutreffen, wo sich der Mensch befindet, denn jeder verfügbare Lebensraum wird besiedelt, unabhängig davon, ob dieser vom Menschen geschaffen bzw. beeinflusst wurde/wird oder nicht. Beispielsweise ist Erdöl ganz natürlich, weil es ohne Zutun des Menschen entstanden ist, während es im Allgemeinverständnis eher als etwas Unnatürliches gesehen wird. Kulturlandschaften weisen eine hohe Artendiversität auf, obwohl sie nach diesem Verständnis nicht natürlich sind. Selbst die &amp;quot;unnatürlichsten&amp;quot; Habitate, wie z.B. Weltraumstationen, werden von Lebewesen spontan, d.h. ohne Willen des Menschen, besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der &amp;quot;natürliche&amp;quot; Wald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der europäische Wald war vor der letzten großen Eiszeit, die vor ca. 2,5 Millionen Jahren begann, sehr artenreich. Es wuchsen neben jenen Bäumen, die heute bei uns vorkommen, u.a. Magnolie, Tulpenbaum, Mammutbaum, Amberbaum, Rhododendron. Während der Eiszeit sind die Wälder in unserem Raum weitgehend verschwunden. &lt;br /&gt;
Mit deren Ende vor ca. 10.000 Jahren breitete sich der Wald über weite Gebiete wieder aus, allerdings waren diese Forste wesentlich artenärmer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor 8000 Jahren besiedelten die ersten Ackerbauern nach und nach Europa und verdrängten mit der Zeit die Jäger und Sammler. Die ersten Bauern rodeten ein Stück Wald, blieben dort vermutlich eine Generation sesshaft, um danach weiterzuziehen. Diese Stellen wurden in der Folge vom Wald rasch überwuchert, aber nie mehr so, wie er vor der Besiedlung zusammengesetzt war.&lt;br /&gt;
Besonders in Lößgebieten wurde im Laufe der Zeit spätestens bis zum Mittelalter jede Waldparzelle, die dafür geeignet war, mindestens einmal vom Menschen gerodet. Dort, wo einmal Ackerbau betrieben wurde, konnte nie mehr ein natürlich zu nennender Wald entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Holz wurde in der Folge extensiv als Baustoff, zum Heizen, als Werkstoff, zum Schmelzen von Erzen, im Schiffsbau, zum Gerben, in der Salzgewinnung, zur Glasproduktion und als Viehweide (Wiesen gab es noch nicht) verwendet. Die Aufforstung war noch unbekannt, so dass sich keine Wälder mehr bilden konnten.&lt;br /&gt;
Das Holz wurde spätestens mit Beginn der Neuzeit knapp, man ergriff Sparmaßnahmen, in dem man etwa Stein- und Fachwerkhäuser errichtete und den offenen Herd durch den Kachelofen ersetzte. In den Bauernkriegen, aber auch im Dreißigjährigen Krieg war Holzmangel ein wesentlicher Motivator, zudem stand sogar die Existenz der Städte auf dem Spiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich forderte man im 18. Jh. erstmals zum Pflanzen von Jungbäumen auf, weiters errichtete man die ersten Viehweiden, was den Wald schonte. Gepflanzt wurden in erster Linie Fichten und Kiefern, selbst dort, wo sie natürlicherweise gar nicht vorkamen, etwa im Schwarzwald. Man erkannte bald, dass die Pflanzungen viel zu dicht erfolgten, dem deshalb erforderlichen Ausforsten hat unser Weihnachtsbaum seine Existenz zu verdanken. In den Fichtenwäldern legte man Lichtungen für das Vieh an. Das, was uns heute oft als Lichtung (mit kleinen Dörfern) in Form von Rodungsinseln erscheint, ist nicht geschlagen, sondern wurde nur nicht wiederbewaldet.  Erstmals kamen Hasen und Rehe in größerem Ausmaß vor, was im ursprünglich geschlossenen Wald nicht der Fall war. Sehr bald wurden diesen neuen Wälder als immer schon bestehend und natürlich angesehen und generell das Land außerhalb der Städte mit &amp;quot;Natur&amp;quot; inklusive deren Bewohner romantisierend gleichgesetzt. Auch Landstriche, die aufgrund des menschlichen Eingriffes völlig umgestaltet wurden, wie etwa die Lüneburger Heide, wurden später unter Naturschutz gestellt, obwohl sie gar nicht natürlich sind. Dies war die Zeit, in der sich der Mythos vom deutschen Wald, gestützt auch auf die Erzählungen des Tacitus über die schaurigen Wälder Germaniens, bilden konnte. Die wilden Tiere fanden sich aber nie so sehr in den europäischen Wäldern, denn in Grimms Märchenbüchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassung: Europas Wald der Voreiszeit (Tertiär) war ähnlich vielfältig wie die heutigen Wälder in Nordamerika und Ostasien. Es war „die Natur“ selbst, die in Europa diesen Wald und die darin lebenden Tiere während der Eiszeit nicht nur fast völlig ausgerottet hat, sondern „sie“ hat auch dafür „gesorgt“, dass der Wald nach der Eiszeit, viel artenärmer wieder entstanden ist.&lt;br /&gt;
Erst jetzt hat der Mensch, um sein Überleben zu sichern, eingegriffen und weite Gebiete entwaldet, um erst später einen neuen, wiederum veränderten Wald, den wir als „natürlich“ erleben, geschaffen. Unser west- und mitteleuropäischer Wald ist, vereinfacht formuliert, ein Park.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ist die Natur sanft?==&lt;br /&gt;
In [[Esoterik]]kreisen kommt der Begriff &amp;quot;natürlich&amp;quot; häufig in Kombination mit &amp;quot;sanft&amp;quot; vor. Dennoch ist die Natur keineswegs sanft. Bedingt durch zahlreiche Wechselwirkungen zwischen den Organismen verschiedener Arten, innerhalb der gleichen Art oder zwischen Populationen kommt es zu Situationen, in denen das Wohlergehen oder Überleben des Individuums gefährdet ist. Daraus resultiert Leiden, Tod, aber auch das Überleben derjenigen, die mit den Bedingungen am besten zurechtkommen, also letztendlich das Funktionieren von Ökosystemen und der Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich gegen Angriffe und Gefahren zu wehren, sind im Laufe der Evolution zahlreiche Abwehrmechanismen entstanden. Pflanzen z.B., die nicht flüchten können, müssen sich entweder sehr schnell vermehren, sehr regenerationsfähig oder möglichst unbekömmlich sein, um nicht durch Fraßfeinde vernichtet zu werden. Erstere sind als &amp;quot;Unkräuter&amp;quot; bekannt, letztere als Giftpflanzen, aber auch als [[Phytotherapie|Arzneipflanzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Natur sind Krankheiten eine ernste Gefahr für ein Tier; wenn es nicht zur [[Selbstheilungskraft|spontanen Heilung]] kommt, wird das Tier sterben. Auch bei leichteren Erkrankungen leidet die Fitness des Tieres, das dadurch leichter zur Beute von Feinden wird oder selbst nicht in der Lage ist zu jagen. Dieser Mechanismus ist für die Population durchaus sinnvoll, denn damit scheidet ein potentieller Krankheitsüberträger aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zumal zu bedenken ist, dass Bezeichnungen wie „gerecht“, „sanft“   von und für Menschen geschaffen wurden. Die Natur, verstanden als Summe aller biotischen und abiotischen Vorgänge, ist selbst kein denkendes und handelndes Subjekt, sie kann  nicht gerecht, zornig, sanft und was auch immer sein. &lt;br /&gt;
Genausowenig schlägt „die Natur“ zurück, wenn man eine Hand auf die heiße Herdplatte legt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kritikern der Tierhaltung werden immer wieder tierquälerische Haltungs- und Schlachtbedingungen thematisiert und auf natürliche Haltungsformen verwiesen. Abgesehen von den tatsächlichen Misständen in der Tierhaltung hat ein Tier in der Natur keineswegs bessere Bedingungen. Dies lässt sich zum einen indirekt an der geringeren Lebenserwartung in der Wildnis erkennen, zum anderen ist es direkt beobachtbar: Hyänen fressen Gnus bei lebendigem Leib, von Parasiten befallene Tiere verenden elend, Nahrungsmangel, extreme Wettererscheinungen töten usw. Hier existieren zahlreiche Leiden, die denen in der Massentierhaltung in nichts nachstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=eM6kvnFbkZ4&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=sqrThbOG5rs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=TeuN7YAvdwc&amp;amp;feature=related&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist der in Esoterikkreisen gebräuchliche Begriff der Natürlichkeit ein Auswuchs eines von der realen Natur entfremdeten, romantischen Verständnisses der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürliche Ernährung==&lt;br /&gt;
In Kreisen &amp;quot;ökologisch&amp;quot; orientierter Menschen werden derzeitige Nahrungsmittel als &amp;quot;degeneriert&amp;quot; und vitaminarm dargestellt. Zum einen dient dieses Argument der Vermarktung von [[Nahrungsergänzungsmittel]]n, andererseits der von Lebensmitteln aus ökologischem Anbau unter Verwendung alter Kultursorten und -rassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren zahlreiche Ernährungsideologien, von denen jede von sich selbst behauptet, sie sei die ursprünglich natürliche Ernährung des Menschen. Beispiele sind: [[Urkost]], [[Rohkost]] und [[Steinzeitdiät]] sowie teilweise [[Veganismus]]. &lt;br /&gt;
Schon unsere nächsten Verwandten, die Schimpansen, verzehren nicht nur Fleisch, sondern gehen sogar auf die Jagd. Anthropologen gehen davon aus, dass zur evolutionären Entstehung des Menschen ein möglichst hoher Fleischanteil erforderlich gewesen sein muss. Das Gehirn sei so auf Kosten des Verdauungstraktes gewachsen. Schon in dieser Zeit ernährten sich unsere Vorfahren als Jäger und Sammler, somit von Mischkost. Aufgrund des jahreszeitlich schwankenden Nahrungsangebotes gab es regelmäßig auch Hungerperioden, wie das auch noch bei den heute lebenden Jägern und Sammlern der Fall ist. Schon sehr früh müssen unsere Vorfahren ihre Nahrung auch gekocht haben, weshalb manche Forscher vom &amp;quot;kochenden Affen&amp;quot; sprechen.&lt;br /&gt;
Mit der Sesshaftwerdung, also der Entwicklung von Ackerbau und Viehzucht, kam es zu einem spürbaren qualitativen Nahrungsmangel, der offensichtlich in Kauf genommen wurde, um die stark angewachsene Zahl von Menschen ernähren zu können. Wir haben Grund zur Annahme, dass sich die ersten Bauern sehr einseitig ernährt haben, was sich auf den Gesundheitszustand und damit auf die Lebenserwartung massiv negativ ausgewirkt hat. Die heute als Jäger und Sammler lebenden Buschmänner  ernähren sich von 75 und mehr verschiedenen Arten von Wildpflanzen. Erst unsere moderne Ernährung war in der Lage, die jahrtausendelange Fehlernährung zu kompensieren, wir werden größer, gesünder und leben länger. Aber selbst die modernen Griechen haben heute noch nicht die Körpergröße erreicht, die sie vor Einführung der Landwirtschaft erlangt hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;natürliche Ernährung&amp;quot; steht oft in Zusammenhang mit frei sein von Konservierungsstoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Artikel in Arbeit&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürlichkeit in der Medizin==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Beitrag ist in Arbeit&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Bambi-Syndrom]]&lt;br /&gt;
*[[Tiefenökologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Simon Schama: Der Traum von der Wildnis. Natur als Imagination, Kindler 1996, ISBN 978-3463401782&lt;br /&gt;
* Richard Pott: Farbatlas Waldlandschaften, Ulmer 1993, ISBN 978-3800134694&lt;br /&gt;
* Hasel: Forstgeschichte, Kessel 2002, ISBN 978-3935638265&lt;br /&gt;
* Hansjörg Küster: Geschichte der Landschaft in Mitteleuropa, Beck 2010, ISBN 978-3406608490&lt;br /&gt;
* Hansjörg Küster: Geschichte des Waldes, Beck 2008, ISBN 978-3406502798&lt;br /&gt;
* Gerhard Lang: Quartäre Vegetationsgeschichte Europas, Spektrum Akademischer Verlag (1994), ISBN 978-3827406255&lt;br /&gt;
* Jens Lüning: Siedlungen der Steinzeit. Haus, Festung und Kult, Spektrum Akademischer Verlag (1999), ISBN 978-3922508489&lt;br /&gt;
* Felix v. Hornstein: Wald und Mensch - Waldgeschichte des Alpenvorlandes Deutschlands, Österreichs und der Schweiz, Otto Maier Verlag, 1984&lt;br /&gt;
* Weyergraf: Waldungen. Die Deutschen und ihr Wald, Akademie der Künste, 1987; ISBN 978-3883319520&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
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		<title>Natürlichkeit</title>
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		<updated>2010-12-08T12:44:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: /* Natürliche Ernährung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Natürlichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet in pseudomedizinischen und esoterischen Kreisen die Unverfälschtheit und Ursprünglichkeit einer Methode oder eines Produktes. Dabei dient der Begriff &amp;quot;Natürlichkeit&amp;quot; der Bezeichnung von etwas Positivem und der Abgrenzung von etwas Künstlichem und Verfälschtem als etwas Negativem. Natürlichkeit wird meist mit &amp;quot;Sanftheit&amp;quot; und &amp;quot;[[Ganzheitlichkeit]]&amp;quot; in Verbindung gebracht und dient als Begründung dafür, weshalb angeblich oder tatsächlich alte, und/oder exotische bzw. veraltete Ansichten und Methoden angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was ist natürlich?==&lt;br /&gt;
Natur (lat.: natura, von nasci „entstehen, geboren werden“) bezeichnet in der Alltagssprache alles, was nicht vom Menschen geschaffen wurde. Somit bildet Natur den Gegenbegriff von Kultur und Technik. Dennoch ist die Abgrenzung sehr schwierig, denn Natur ist auch überall da anzutreffen, wo sich der Mensch befindet, denn jeder verfügbare Lebensraum wird besiedelt, unabhängig davon, ob dieser vom Menschen geschaffen bzw. beeinflusst wurde/wird oder nicht. Beispielsweise ist Erdöl ganz natürlich, weil es ohne Zutun des Menschen entstanden ist, während es im Allgemeinverständnis eher als etwas Unnatürliches gesehen wird. Kulturlandschaften weisen eine hohe Artendiversität auf, obwohl sie nach diesem Verständnis nicht natürlich sind. Selbst die &amp;quot;unnatürlichsten&amp;quot; Habitate, wie z.B. Weltraumstationen, werden von Lebewesen spontan, d.h. ohne Willen des Menschen, besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der &amp;quot;natürliche&amp;quot; Wald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der europäische Wald war vor der letzten großen Eiszeit, die vor ca. 2,5 Millionen Jahren begann, sehr artenreich. Es wuchsen neben jenen Bäumen, die heute bei uns vorkommen, u.a. Magnolie, Tulpenbaum, Mammutbaum, Amberbaum, Rhododendron. Während der Eiszeit sind die Wälder in unserem Raum weitgehend verschwunden. &lt;br /&gt;
Mit deren Ende vor ca. 10.000 Jahren breitete sich der Wald über weite Gebiete wieder aus, allerdings waren diese Forste wesentlich artenärmer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor 8000 Jahren besiedelten die ersten Ackerbauern nach und nach Europa und verdrängten mit der Zeit die Jäger und Sammler. Die ersten Bauern rodeten ein Stück Wald, blieben dort vermutlich eine Generation sesshaft, um danach weiterzuziehen. Diese Stellen wurden in der Folge vom Wald rasch überwuchert, aber nie mehr so, wie er vor der Besiedlung zusammengesetzt war.&lt;br /&gt;
Besonders in Lößgebieten wurde im Laufe der Zeit spätestens bis zum Mittelalter jede Waldparzelle, die dafür geeignet war, mindestens einmal vom Menschen gerodet. Dort, wo einmal Ackerbau betrieben wurde, konnte nie mehr ein natürlich zu nennender Wald entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Holz wurde in der Folge extensiv als Baustoff, zum Heizen, als Werkstoff, zum Schmelzen von Erzen, im Schiffsbau, zum Gerben, in der Salzgewinnung, zur Glasproduktion und als Viehweide (Wiesen gab es noch nicht) verwendet. Die Aufforstung war noch unbekannt, so dass sich keine Wälder mehr bilden konnten.&lt;br /&gt;
Das Holz wurde spätestens mit Beginn der Neuzeit knapp, man ergriff Sparmaßnahmen, in dem man etwa Stein- und Fachwerkhäuser errichtete und den offenen Herd durch den Kachelofen ersetzte. In den Bauernkriegen, aber auch im Dreißigjährigen Krieg war Holzmangel ein wesentlicher Motivator, zudem stand sogar die Existenz der Städte auf dem Spiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich forderte man im 18. Jh. erstmals zum Pflanzen von Jungbäumen auf, weiters errichtete man die ersten Viehweiden, was den Wald schonte. Gepflanzt wurden in erster Linie Fichten und Kiefern, selbst dort, wo sie natürlicherweise gar nicht vorkamen, etwa im Schwarzwald. Man erkannte bald, dass die Pflanzungen viel zu dicht erfolgten, dem deshalb erforderlichen Ausforsten hat unser Weihnachtsbaum seine Existenz zu verdanken. In den Fichtenwäldern legte man Lichtungen für das Vieh an. Das, was uns heute oft als Lichtung (mit kleinen Dörfern) in Form von Rodungsinseln erscheint, ist nicht geschlagen, sondern wurde nur nicht wiederbewaldet.  Erstmals kamen Hasen und Rehe in größerem Ausmaß vor, was im ursprünglich geschlossenen Wald nicht der Fall war. Sehr bald wurden diesen neuen Wälder als immer schon bestehend und natürlich angesehen und generell das Land außerhalb der Städte mit &amp;quot;Natur&amp;quot; inklusive deren Bewohner romantisierend gleichgesetzt. Auch Landstriche, die aufgrund des menschlichen Eingriffes völlig umgestaltet wurden, wie etwa die Lüneburger Heide, wurden später unter Naturschutz gestellt, obwohl sie gar nicht natürlich sind. Dies war die Zeit, in der sich der Mythos vom deutschen Wald, gestützt auch auf die Erzählungen des Tacitus über die schaurigen Wälder Germaniens, bilden konnte. Die wilden Tiere fanden sich aber nie so sehr in den europäischen Wäldern, denn in Grimms Märchenbüchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassung: Europas Wald der Voreiszeit (Tertiär) war ähnlich vielfältig wie die heutigen Wälder in Nordamerika und Ostasien. Es war „die Natur“ selbst, die in Europa diesen Wald und die darin lebenden Tiere während der Eiszeit nicht nur fast völlig ausgerottet hat, sondern „sie“ hat auch dafür „gesorgt“, dass der Wald nach der Eiszeit, viel artenärmer wieder entstanden ist.&lt;br /&gt;
Erst jetzt hat der Mensch, um sein Überleben zu sichern, eingegriffen und weite Gebiete entwaldet, um erst später einen neuen, wiederum veränderten Wald, den wir als „natürlich“ erleben, geschaffen. Unser west- und mitteleuropäischer Wald ist, vereinfacht formuliert, ein Park.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ist die Natur sanft?==&lt;br /&gt;
In [[Esoterik]]kreisen kommt der Begriff &amp;quot;natürlich&amp;quot; häufig in Kombination mit &amp;quot;sanft&amp;quot; vor. Dennoch ist die Natur keineswegs sanft. Bedingt durch zahlreiche Wechselwirkungen zwischen den Organismen verschiedener Arten, innerhalb der gleichen Art oder zwischen Populationen kommt es zu Situationen, in denen das Wohlergehen oder Überleben des Individuums gefährdet ist. Daraus resultiert Leiden, Tod, aber auch das Überleben derjenigen, die mit den Bedingungen am besten zurechtkommen, also letztendlich das Funktionieren von Ökosystemen und der Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich gegen Angriffe und Gefahren zu wehren, sind im Laufe der Evolution zahlreiche Abwehrmechanismen entstanden. Pflanzen z.B., die nicht flüchten können, müssen sich entweder sehr schnell vermehren, sehr regenerationsfähig oder möglichst unbekömmlich sein, um nicht durch Fraßfeinde vernichtet zu werden. Erstere sind als &amp;quot;Unkräuter&amp;quot; bekannt, letztere als Giftpflanzen, aber auch als [[Phytotherapie|Arzneipflanzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Natur sind Krankheiten eine ernste Gefahr für ein Tier; wenn es nicht zur [[Selbstheilungskraft|spontanen Heilung]] kommt, wird das Tier sterben. Auch bei leichteren Erkrankungen leidet die Fitness des Tieres, das dadurch leichter zur Beute von Feinden wird oder selbst nicht in der Lage ist zu jagen. Dieser Mechanismus ist für die Population durchaus sinnvoll, denn damit scheidet ein potentieller Krankheitsüberträger aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zumal zu bedenken ist, dass Bezeichnungen wie „gerecht“, „sanft“   von und für Menschen geschaffen wurden. Die Natur, verstanden als Summe aller biotischen und abiotischen Vorgänge, ist selbst kein denkendes und handelndes Subjekt, sie kann  nicht gerecht, zornig, sanft und was auch immer sein. &lt;br /&gt;
Genausowenig schlägt „die Natur“ zurück, wenn man eine Hand auf die heiße Herdplatte legt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kritikern der Tierhaltung werden immer wieder tierquälerische Haltungs- und Schlachtbedingungen thematisiert und auf natürliche Haltungsformen verwiesen. Abgesehen von den tatsächlichen Misständen in der Tierhaltung hat ein Tier in der Natur keineswegs bessere Bedingungen. Dies lässt sich zum einen indirekt an der geringeren Lebenserwartung in der Wildnis erkennen, zum anderen ist es direkt beobachtbar: Hyänen fressen Gnus bei lebendigem Leib, von Parasiten befallene Tiere verenden elend, Nahrungsmangel, extreme Wettererscheinungen töten usw. Hier existieren zahlreiche Leiden, die denen in der Massentierhaltung in nichts nachstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=eM6kvnFbkZ4&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=sqrThbOG5rs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=TeuN7YAvdwc&amp;amp;feature=related&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist der in Esoterikkreisen gebräuchliche Begriff der Natürlichkeit ein Auswuchs eines von der realen Natur entfremdeten, romantischen Verständnisses der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürliche Ernährung==&lt;br /&gt;
In Kreisen &amp;quot;ökologisch&amp;quot; orientierter Menschen werden derzeitige Nahrungsmittel als &amp;quot;degeneriert&amp;quot; und vitaminarm dargestellt. Zum einen dient dieses Argument der Vermarktung von [[Nahrungsergänzungsmittel]]n, andererseits der von Lebensmitteln aus ökologischem Anbau unter Verwendung alter Kultursorten und -rassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren zahlreiche Ernährungsideologien, von denen jede von sich selbst behauptet, sie sei die ursprünglich natürliche Ernährung des Menschen. Beispiele sind: [[Urkost]], [[Rohkost]] und [[Steinzeitdiät]] sowie teilweise [[Veganismus]]. &lt;br /&gt;
Schon unsere nächsten Verwandten, die Schimpansen, verzehren nicht nur Fleisch, sondern gehen sogar auf die Jagd. Anthropologen gehen davon aus, dass zur evolutionären Entstehung des Menschen ein möglichst hoher Fleischanteil erforderlich gewesen sein muss. Das Gehirn sei so auf Kosten des Verdauungstraktes gewachsen. Schon in dieser Zeit ernährte sich unsere Vorfahren als Jäger und Sammler, somit von Mischkost. Aufgrund des jahreszeitlich schwankenden Nahrungsangebotes gab es regelmäßig auch Hungerperioden, wie das auch noch bei den heute lebenden Jägern und Sammlern der Fall ist. Schon sehr früh müssen unsere Vorfahren ihre Nahrung auch gekocht haben, weshalb manche Forscher vom &amp;quot;kochenden Affen&amp;quot; sprechen.&lt;br /&gt;
Mit der Sesshaftwerdung, also der Entwicklung von Ackerbau und Viehzucht, kam es zu einem spürbaren qualitativen Nahrungsmangel, er offensichtlich in Kauf genommen wurde, um die stark angewachsene Zahl von Menschen ernähren zu können. Wir haben Grund zur Annahme, dass sich die ersten Bauern sehr einseitig ernährt haben, was sich auf den Gesundheitszustand und damit auf die Lebenserwartung massiv negativ ausgewirkt hat. Die heute als Jäger und Sammler lebenden Buschmänner  ernähren sich von 75 und mehr verschiedenen Arten von Wildpflanzen. Erst die unsere moderne Ernährung war in der Lage, die jahrtausendelange Fehlernährung zu kompensieren, wir werden größer, gesünder und leben länger. Aber selbst die modernen Griechen haben heute noch nicht die Körpergröße erreicht, die sie vor Einführung der Landwirtschaft erlangt hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;natürliche Ernährung&amp;quot; steht oft in Zusammenhang mit frei sein von Konservierungsstoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Artikel in Arbeit&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürlichkeit in der Medizin==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Beitrag ist in Arbeit&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Bambi-Syndrom]]&lt;br /&gt;
*[[Tiefenökologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Simon Schama: Der Traum von der Wildnis. Natur als Imagination, Kindler 1996, ISBN 978-3463401782&lt;br /&gt;
* Richard Pott: Farbatlas Waldlandschaften, Ulmer 1993, ISBN 978-3800134694&lt;br /&gt;
* Hasel: Forstgeschichte, Kessel 2002, ISBN 978-3935638265&lt;br /&gt;
* Hansjörg Küster: Geschichte der Landschaft in Mitteleuropa, Beck 2010, ISBN 978-3406608490&lt;br /&gt;
* Hansjörg Küster: Geschichte des Waldes, Beck 2008, ISBN 978-3406502798&lt;br /&gt;
* Gerhard Lang: Quartäre Vegetationsgeschichte Europas, Spektrum Akademischer Verlag (1994), ISBN 978-3827406255&lt;br /&gt;
* Jens Lüning: Siedlungen der Steinzeit. Haus, Festung und Kult, Spektrum Akademischer Verlag (1999), ISBN 978-3922508489&lt;br /&gt;
* Felix v. Hornstein: Wald und Mensch - Waldgeschichte des Alpenvorlandes Deutschlands, Österreichs und der Schweiz, Otto Maier Verlag, 1984&lt;br /&gt;
* Weyergraf: Waldungen. Die Deutschen und ihr Wald, Akademie der Künste, 1987; ISBN 978-3883319520&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
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		<title>Natürlichkeit</title>
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		<updated>2010-12-07T19:12:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: /* Natürliche Ernährung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Natürlichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet in pseudomedizinischen und esoterischen Kreisen die Unverfälschtheit und Ursprünglichkeit einer Methode oder eines Produktes. Dabei dient der Begriff &amp;quot;Natürlichkeit&amp;quot; der Bezeichnung von etwas Positivem und der Abgrenzung von etwas Künstlichem und Verfälschtem als etwas Negativem. Natürlichkeit wird meist mit &amp;quot;Sanftheit&amp;quot; und &amp;quot;[[Ganzheitlichkeit]]&amp;quot; in Verbindung gebracht und dient als Begründung dafür, weshalb angeblich oder tatsächlich alte, und/oder exotische bzw. veraltete Ansichten und Methoden angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was ist natürlich?==&lt;br /&gt;
Natur (lat.: natura, von nasci „entstehen, geboren werden“) bezeichnet in der Alltagssprache alles, was nicht vom Menschen geschaffen wurde. Somit bildet Natur den Gegenbegriff von Kultur und Technik. Dennoch ist die Abgrenzung sehr schwierig, denn Natur ist auch überall da anzutreffen, wo sich der Mensch befindet, denn jeder verfügbare Lebensraum wird besiedelt, unabhängig davon, ob dieser vom Menschen geschaffen bzw. beeinflusst wurde/wird oder nicht. Beispielsweise ist Erdöl ganz natürlich, weil es ohne Zutun des Menschen entstanden ist, während es im Allgemeinverständnis eher als etwas Unnatürliches gesehen wird. Kulturlandschaften weisen eine hohe Artendiversität auf, obwohl sie nach diesem Verständnis nicht natürlich sind. Selbst die &amp;quot;unnatürlichsten&amp;quot; Habitate, wie z.B. Weltraumstationen, werden von Lebewesen spontan, d.h. ohne Willen des Menschen, besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der &amp;quot;natürliche&amp;quot; Wald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der europäische Wald war vor der letzten großen Eiszeit, die vor ca. 2,5 Millionen Jahren begann, sehr artenreich. Es wuchsen neben jenen Bäumen, die heute bei uns vorkommen, u.a. Magnolie, Tulpenbaum, Mammutbaum, Amberbaum, Rhododendron. Während der Eiszeit sind die Wälder in unserem Raum weitgehend verschwunden. &lt;br /&gt;
Mit deren Ende vor ca. 10.000 Jahren breitete sich der Wald über weite Gebiete wieder aus, allerdings waren diese Forste wesentlich artenärmer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor 8000 Jahren besiedelten die ersten Ackerbauern nach und nach Europa und verdrängten mit der Zeit die Jäger und Sammler. Die ersten Bauern rodeten ein Stück Wald, blieben dort vermutlich eine Generation sesshaft, um danach weiterzuziehen. Diese Stellen wurden in der Folge vom Wald rasch überwuchert, aber nie mehr so, wie er vor der Besiedlung zusammengesetzt war.&lt;br /&gt;
Besonders in Lößgebieten wurde im Laufe der Zeit spätestens bis zum Mittelalter jede Waldparzelle, die dafür geeignet war, mindestens einmal vom Menschen gerodet. Dort, wo einmal Ackerbau betrieben wurde, konnte nie mehr ein natürlich zu nennender Wald entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Holz wurde in der Folge extensiv als Baustoff, zum Heizen, als Werkstoff, zum Schmelzen von Erzen, im Schiffsbau, zum Gerben, in der Salzgewinnung, zur Glasproduktion und als Viehweide (Wiesen gab es noch nicht) verwendet. Die Aufforstung war noch unbekannt, so dass sich keine Wälder mehr bilden konnten.&lt;br /&gt;
Das Holz wurde spätestens mit Beginn der Neuzeit knapp, man ergriff Sparmaßnahmen, in dem man etwa Stein- und Fachwerkhäuser errichtete und den offenen Herd durch den Kachelofen ersetzte. In den Bauernkriegen, aber auch im Dreißigjährigen Krieg war Holzmangel ein wesentlicher Motivator, zudem stand sogar die Existenz der Städte auf dem Spiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich forderte man im 18. Jh. erstmals zum Pflanzen von Jungbäumen auf, weiters errichtete man die ersten Viehweiden, was den Wald schonte. Gepflanzt wurden in erster Linie Fichten und Kiefern, selbst dort, wo sie natürlicherweise gar nicht vorkamen, etwa im Schwarzwald. Man erkannte bald, dass die Pflanzungen viel zu dicht erfolgten, dem deshalb erforderlichen Ausforsten hat unser Weihnachtsbaum seine Existenz zu verdanken. In den Fichtenwäldern legte man Lichtungen für das Vieh an. Das, was uns heute oft als Lichtung (mit kleinen Dörfern) in Form von Rodungsinseln erscheint, ist nicht geschlagen, sondern wurde nur nicht wiederbewaldet.  Erstmals kamen Hasen und Rehe in größerem Ausmaß vor, was im ursprünglich geschlossenen Wald nicht der Fall war. Sehr bald wurden diesen neuen Wälder als immer schon bestehend und natürlich angesehen und generell das Land außerhalb der Städte mit &amp;quot;Natur&amp;quot; inklusive deren Bewohner romantisierend gleichgesetzt. Auch Landstriche, die aufgrund des menschlichen Eingriffes völlig umgestaltet wurden, wie etwa die Lüneburger Heide, wurden später unter Naturschutz gestellt, obwohl sie gar nicht natürlich sind. Dies war die Zeit, in der sich der Mythos vom deutschen Wald, gestützt auch auf die Erzählungen des Tacitus über die schaurigen Wälder Germaniens, bilden konnte. Die wilden Tiere fanden sich aber nie so sehr in den europäischen Wäldern, denn in Grimms Märchenbüchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassung: Europas Wald der Voreiszeit (Tertiär) war ähnlich vielfältig wie die heutigen Wälder in Nordamerika und Ostasien. Es war „die Natur“ selbst, die in Europa diesen Wald und die darin lebenden Tiere während der Eiszeit nicht nur fast völlig ausgerottet hat, sondern „sie“ hat auch dafür „gesorgt“, dass der Wald nach der Eiszeit, viel artenärmer wieder entstanden ist.&lt;br /&gt;
Erst jetzt hat der Mensch, um sein Überleben zu sichern, eingegriffen und weite Gebiete entwaldet, um erst später einen neuen, wiederum veränderten Wald, den wir als „natürlich“ erleben, geschaffen. Unser west- und mitteleuropäischer Wald ist, vereinfacht formuliert, ein Park.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ist die Natur sanft?==&lt;br /&gt;
In [[Esoterik]]kreisen kommt der Begriff &amp;quot;natürlich&amp;quot; häufig in Kombination mit &amp;quot;sanft&amp;quot; vor. Dennoch ist die Natur keineswegs sanft. Bedingt durch zahlreiche Wechselwirkungen zwischen den Organismen verschiedener Arten, innerhalb der gleichen Art oder zwischen Populationen kommt es zu Situationen, in denen das Wohlergehen oder Überleben des Individuums gefährdet ist. Daraus resultiert Leiden, Tod, aber auch das Überleben derjenigen, die mit den Bedingungen am besten zurechtkommen, also letztendlich das Funktionieren von Ökosystemen und der Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich gegen Angriffe und Gefahren zu wehren, sind im Laufe der Evolution zahlreiche Abwehrmechanismen entstanden. Pflanzen z.B., die nicht flüchten können, müssen sich entweder sehr schnell vermehren, sehr regenerationsfähig oder möglichst unbekömmlich sein, um nicht durch Fraßfeinde vernichtet zu werden. Erstere sind als &amp;quot;Unkräuter&amp;quot; bekannt, letztere als Giftpflanzen, aber auch als [[Phytotherapie|Arzneipflanzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Natur sind Krankheiten eine ernste Gefahr für ein Tier; wenn es nicht zur [[Selbstheilungskraft|spontanen Heilung]] kommt, wird das Tier sterben. Auch bei leichteren Erkrankungen leidet die Fitness des Tieres, das dadurch leichter zur Beute von Feinden wird oder selbst nicht in der Lage ist zu jagen. Dieser Mechanismus ist für die Population durchaus sinnvoll, denn damit scheidet ein potentieller Krankheitsüberträger aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zumal zu bedenken ist, dass Bezeichnungen wie „gerecht“, „sanft“   von und für Menschen geschaffen wurden. Die Natur, verstanden als Summe aller biotischen und abiotischen Vorgänge, ist selbst kein denkendes und handelndes Subjekt, sie kann  nicht gerecht, zornig, sanft und was auch immer sein. &lt;br /&gt;
Genausowenig schlägt „die Natur“ zurück, wenn man eine Hand auf die heiße Herdplatte legt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kritikern der Tierhaltung werden immer wieder tierquälerische Haltungs- und Schlachtbedingungen thematisiert und auf natürliche Haltungsformen verwiesen. Abgesehen von den tatsächlichen Misständen in der Tierhaltung hat ein Tier in der Natur keineswegs bessere Bedingungen. Dies lässt sich zum einen indirekt an der geringeren Lebenserwartung in der Wildnis erkennen, zum anderen ist es direkt beobachtbar: Hyänen fressen Gnus bei lebendigem Leib, von Parasiten befallene Tiere verenden elend, Nahrungsmangel, extreme Wettererscheinungen töten usw. Hier existieren zahlreiche Leiden, die denen in der Massentierhaltung in nichts nachstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=eM6kvnFbkZ4&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=sqrThbOG5rs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=TeuN7YAvdwc&amp;amp;feature=related&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist der in Esoterikkreisen gebräuchliche Begriff der Natürlichkeit ein Auswuchs eines von der realen Natur entfremdeten, romantischen Verständnisses der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürliche Ernährung==&lt;br /&gt;
In Kreisen &amp;quot;ökologisch&amp;quot; orientierter Menschen werden derzeitige Nahrungsmittel als &amp;quot;degeneriert&amp;quot; und vitaminarm dargestellt. Zum einen dient dieses Argument der Vermarktung von [[Nahrungsergänzungsmittel]]n, andererseits der von Lebensmitteln aus ökologischem Anbau unter Verwendung alter Kultursorten und -rassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren zahlreiche Ernährungsideologien, von denen jede von sich selbst behauptet, sie sei die ursprünglich natürliche Ernährung des Menschen. Beispiele sind: [[Urkost]], [[Rohkost]] und [[Steinzeitdiät]] sowie teilweise [[Veganismus]]. &lt;br /&gt;
Schon unsere nächsten Verwandten, die Schimpansen, verzehren nicht nur Fleisch, sondern gehen sogar auf die Jagd. Anthropologen gehen davon aus, dass zur evolutionären Entstehung des Menschen ein möglichst hoher Fleischanteil erforderlich gewesen sein muss. Das Gehirn sei so auf Kosten des Verdauungstraktes gewachsen. Schon in dieser Zeit ernährte sich unsere Vorfahren als Jäger und Sammler, somit von Mischkost. Aufgrund des jahreszeitlich schwankenden Nahrungsangebotes gab es regelmäßig auch Hungerperioden, wie das auch noch bei den heute lebenden Jägern und Sammlern der Fall ist. &lt;br /&gt;
Erst mit der Sesshaftwerdung, also der Entwicklung der Landwirtschaft, hat sich das Bild geändert. Wir haben Grund zur Annahme, dass sich die ersten Bauern sehr einseitig ernährt haben, was sich auf den Gesundheitszustand und damit auf die Lebenserwartung massiv negativ ausgewirkt hat. Erst in der industriellen Epoche sollten wir Menschen dieses Defizit wieder aufholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;natürliche Ernährung&amp;quot; steht oft in Zusammenhang mit frei sein von Konservierungsstoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Artikel in Arbeit&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürlichkeit in der Medizin==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Beitrag ist in Arbeit&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Bambi-Syndrom]]&lt;br /&gt;
*[[Tiefenökologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Simon Schama: Der Traum von der Wildnis. Natur als Imagination, Kindler 1996, ISBN 978-3463401782&lt;br /&gt;
* Richard Pott: Farbatlas Waldlandschaften, Ulmer 1993, ISBN 978-3800134694&lt;br /&gt;
* Hasel: Forstgeschichte, Kessel 2002, ISBN 978-3935638265&lt;br /&gt;
* Hansjörg Küster: Geschichte der Landschaft in Mitteleuropa, Beck 2010, ISBN 978-3406608490&lt;br /&gt;
* Hansjörg Küster: Geschichte des Waldes, Beck 2008, ISBN 978-3406502798&lt;br /&gt;
* Gerhard Lang: Quartäre Vegetationsgeschichte Europas, Spektrum Akademischer Verlag (1994), ISBN 978-3827406255&lt;br /&gt;
* Jens Lüning: Siedlungen der Steinzeit. Haus, Festung und Kult, Spektrum Akademischer Verlag (1999), ISBN 978-3922508489&lt;br /&gt;
* Felix v. Hornstein: Wald und Mensch - Waldgeschichte des Alpenvorlandes Deutschlands, Österreichs und der Schweiz, Otto Maier Verlag, 1984&lt;br /&gt;
* Weyergraf: Waldungen. Die Deutschen und ihr Wald, Akademie der Künste, 1987; ISBN 978-3883319520&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
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		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Weltuntergang&amp;diff=64344</id>
		<title>Weltuntergang</title>
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		<updated>2010-12-07T18:52:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: Literatur&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dass die Welt irgendwann, spätestens, wenn die Sonne kollabiert, untergehen wird, gilt als gesichertes Wissen.&lt;br /&gt;
Der zu Lebzeiten drohende &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weltuntergang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; als angstmachendes Druckmittel aber ist aus vielen [[Esoterik|esoterischen]] Lehren als Hauptzutat der Proselytengewinnung nicht wegzudenken. Hier ist eine Liste, was wir schon alles verpasst haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.unmoralische.de/weltuntergang.htm Liste verpasster Weltuntergänge]&lt;br /&gt;
Weltuntergangsszenarien werden z.B. von Vertretern des [[Katastrophismus]] propagiert oder im [[Maya-Kalender]] und von den [[Zeugen Jehovas]] vorausgesagt. &lt;br /&gt;
Nach deren Gründer Russell sollte die Welt erstmals 1874 untergehen, am Ende dieses Jahres verlegte er den Weltuntergang auf das Jahr 1914. Dies deshalb, weil im Buch Daniel des Alten Testaments von sieben Zeitaltern die Rede ist. Wenn man ein Zeitalter zu je 360 Tagen rechnen würde, ergäbe diese eine Zahl von 2520 Tagen, die er aber als Jahre sah. Nach diesem Rechenfehler wurde der Weltuntergang auf das Jahr 1925 verschoben. Wenig überraschend verlegte man danach das Ende der Geschichte auf 1975, das sich aber auch nicht recht einstellen sollte. Einige Zeugen nannten nun das Jahr 2000, die offizielle Größen dieser Sekte lehnen aber lernfähig weitere detaillierte Nennungen eines bevorstehenden Endes ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Antike gibt es in vielen Religionen Überlieferungen diverser Weltuntergangsszenarien, z.B. das Jüngste Gericht, das gleichermaßen bei Judentum, Christentum und Islam Teil der Überlieferung ist. Auch zahlreiche [[Sekte]]n propagieren diverse Weltuntergangsvorstellungen (&amp;quot;Weltuntergangssekte&amp;quot;), die in einigen Fällen zu Massensuiziden unter Sektenmitgliedern geführt haben. Beispiele sind im Jahr 2000 die Sekte &amp;quot;Wiederherstellung der zehn Gebote Gottes&amp;quot; in Uganda (etwa 1000 Todesopfer) &amp;lt;ref&amp;gt;http://religion.orf.at/tv/news2/ne00406_uganda.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1993 die Davidianer-Sekte in Texas (82 Todesopfer) &amp;lt;ref&amp;gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Branch_Davidians&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1978 die Volkstemplersekte in der Siedlung Jonestown im Dschungel Guyanas, Südamerika (923 Todesopfer)&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,69598,00.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch ist die allen gemeinsame Vorstellung, dass Anhänger des eigenen Glaubens, die sich während ihres irdischen Lebens gemäß den jeweils geltenden Regeln entsprechend fromm benommen haben oder anderweitig als &amp;quot;erleuchtet&amp;quot; oder &amp;quot;auserwählt&amp;quot; gelten, eine Art Paradies, Erlösung o.ä. zuteil wird, während alle anderen der Verdammnis anheim fallen. Die Vorstellung einiger Sektenideologien ist auch die Rettung der jeweiligen Mitglieder durch Außerirdische, während der Rest der Menschheit auf der untergehenden Erde verbleiben muss. Die Propagierung dieser Ideen dient allerdings eher der Disziplinierung der Gläubigen als der Sorgen um deren Seelenheil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Jüdisch/christliche Hintergründe==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Übersicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Es soll dargestellt werden, dass das westliche, christlich bestimmte Geschichtsverständnis zielgerichtet ist: Gott wird im Jüngsten Gericht über Gut und Böse richten. Nicht nur dieses Gericht ist bereits festgelegt, sondern auch der Sieg des Guten über das Böse, womit das Reich Gottes verwirklicht wird.&lt;br /&gt;
Diese Vorstellungen entstammen im Kern dem jüdischen Alten Testament, das diese Ideen vor allem aus altpersischen, indischen, mesopotamischen Mythen übernommen hat.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im babylonischen Exil (598 - 539 v.) der Juden entstand unter anderem das Buch „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deutero-Jesaja&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;“ des Alten Testaments, dessen Botschaft insofern neu war, als die babylonischen Götter als Götzen dargestellt und als einziger Gott Jahwe installiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wird ein theologisches Konzept vorgestellt, das die historischen Ereignisse, die Israel trafen (Eroberung Jerusalems, Zerstörung des Königreiches Juda, Exilierung der Oberschicht nach Babylon), als Strafe Gottes für das sündhafte Verhalten sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Strafe wurde im Rahmen eines Gottesgerichtes verhängt. Durch die Leiden des Exils wurde das Volk mit Jahwe aber wieder versöhnt, worauf ein neue, ewige, paradiesische Ära anbrechen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingestreut im Buch Jesaja wird in den &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gottesknechtsliedern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; die deportierte jüdische Elite im „Knecht Jahwes“ personifiziert. Die Leiden der Eliten werden als Buße der Sünden des gesamten Volkes betrachtet. Der Knecht Jahwes hatte alle Drangsal auf sich genommen. &lt;br /&gt;
Hier erkennen wir erstmals die gleiche Struktur wie später bei Jesus im Neuen Testament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrer Rückkehr nach Jerusalem erwarteten die Gläubigen das ersehnte eschatologische Zeitalter, doch das Eschaton ließ auf sich warten, bis man schließlich die Hoffnung aufgegeben hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich diese erste Eschatologie nicht bewahrheitet hatte, tauchten die nächsten Weltuntergangsszenarien (apokalyptischen Schriften) bei Daniel (164 v.) und im Buch Henoch bei den Frommen (chasidim) auf. Auch hier finden wir ähnliche Strukturen wie in der ersten Eschatologie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Endgericht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird von Daniel in der Gegenwart eines „Hochbetagten“ beschrieben, der in einem Kleid, weiß wie Schnee auf einem Flammenthron sitzt. Die Abtrünnigen stürzen in den Abgrund voller Feuer. Die Tugendhaften gelangen hingegen in das Paradies der Seligkeit. &lt;br /&gt;
Gleichzeitig mit dem Hochbetagten erscheint ein Wesen vom Himmel (&amp;quot;Menschensohn&amp;quot;, ein Titel, den sich später auch Jesus geben wird), das zum Hochbetagten geführt wird. Diesem &amp;quot;Menschensohn&amp;quot; wird Macht, Herrlichkeit und Königsherrschaft gegeben.&lt;br /&gt;
Die neue Welt werde von Jahwe (Gott) selbst regiert werden oder zumindest von einer durch Gott eingesetzten Person aus dem Hause David, der Gesalbte (meschiach = Messias), der in diesem Paradies gerecht herrschen werde. Meist aber ist dieser Messias ein normal sterblicher Mensch (etwa in den Psalmen Salomons, die im 1. Jh. v. entstanden sind), wiewohl auch andere Varianten vorkommen.&lt;br /&gt;
Manchmal wird schon im Alten Testament gemeint, der Messias werde auf einem Esel reitend in Jersualem einziehen. &lt;br /&gt;
Auch die Vorstellung, mit dem großen Gericht &amp;quot;am Ende der Welt&amp;quot; würden die Toten auferstehen, wird hier - aus dem persischen Kulturkreis - eingebaut. Besonders die Pharisäer haben sie zur Zeit Jesus vehement verkündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die für das Christentum fundamentale &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Satanskonzeption&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wie wir sie kennen, gibt es in diesen Mythen noch nicht. Das Üble ist allein auf das fehlerhafte Verhalten der Menschen zurückzuführen. Doch schon in der apokalyptischen Literatur bahnt sich - ausgehend vom iranischen dualistischen Denken - eine Wende an. Die Kräfte des Bösen werden in der Gestalt eines Satans personifiziert, der zum Gegenspieler Gottes aufgebaut wird.&lt;br /&gt;
Parallel mit der Entstehung des Satans erfindet man in der Theologie zwei Reiche (zwei Welten): das diesseitige und das jenseitige Reich. Im diesseitigen Reich werde Satan triumphieren. So bezeichnete Paulus den Satan als &amp;quot;Gott dieser Welt&amp;quot; (2 Kor 4,4). Im eschatologischen Kampf (Weltuntergang) werde aber Gott den Teufel besiegen und damit das Übel ausrotten und damit sei Leben, Freude und Frieden für immer gesichert. Diese Vorstellungen meinen nicht ein gedankliches Himmelreich, sondern die physische, irdische Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gemeinsamkeiten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir finden in beiden Formen der biblischen Weltuntergangsszenarien die folgenden Motive:&lt;br /&gt;
* Befreiung Israels vom Joch&lt;br /&gt;
* der Weltuntergang als einzig noch verbleibende Hoffnung&lt;br /&gt;
* Schaffung paradiesischer Zustände mit Wohlstand und Frieden, womit das Ende der Geschichte erreicht sei&lt;br /&gt;
* Errichtung der Gottesherrschaft oder eines messianischen Reiches&lt;br /&gt;
* Bekehrung aller Völker&lt;br /&gt;
* der Anbruch des neuen Zeitalters steht unmittelbar bevor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begleitet werden diese Weltuntergänge von uralten mythischen Voraussagen, wie Himmel und Erde werden erschüttert, kosmische Katastrophen, die Sonne wird nachts scheinen, der Mond am Tage, die Sterne werden ihre Bahnen verlassen, von den Bäumen wird Blut tropfen, die Steine werden zu schreien beginnen usw. Schließlich aber werde Gott ein neue, paradiesische Welt schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Gutteil der hier dargelegten alttestamentlichen Gedanken sind nichtjüdischen Ursprungs, besonders iranische und indische Vorstellungen finden wir etwa in der Vorstellung des Endgerichts bei Daniel. Aber auch Elemente der steinzeitlichen Pflanzer sind zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Purusha&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fortgesetzt werden diese Ideen im Neuen Testament und damit im Christentum in Form des &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jüngsten Gerichtes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Auch Jesus steht nahtlos in diesem Kontext, er selbst prophezeite fälschlich, dass dieser Weltuntergang unmittelbar bevorstünde. Eine Abkehr von Judentum nimmt Kirchengründer Paulus vor, in dem er postulierte, Jesu Wirken habe mit der eschatologischen Hoffnung des Volkes Israel nichts zu tun, sondern beziehe sich auf den Einzelnen, jeder Mensch könne somit das ewige Leben erreichen.&lt;br /&gt;
In etwa 60 Jahre nach der Hinrichtung des Jesu erschien das sog. Evangelium des Johannes, der Verfasser selbst ist unbekannt. Der Autor dieser Schriften bezieht sich auf die Eschatologie des Daniel. Nach dieser Version würde der Messias 1000 Jahre lang herrschen und am Ende dieser Epoche würde dann das Jüngste Gericht abgehalten. In diesem Gericht kommt es zum letzten Kampf zwischen Gut und Böse. Nun folgt die &amp;quot;Neue Erde&amp;quot;, das &amp;quot;Neue Jerusalem&amp;quot;, also das Reich Gottes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell ist nach Eliade zu Weltuntergangsszenarien auch außerhalb des jüdisch/christlichen Kulturkreises zu sagen, dass sie die Abwehrkraft einer Gemeinschaft gegen die Schrecken des Alltags unterstützen, weil die Eingeweihten in den jeweiligen Katastrophen ein ermutigendes Vorzeichen erkennen. Es handelt sich nicht um einen Zweckoptimismus oder eine Flucht vor der Geschichte, sondern wird von Träumen, Visionen und ekstatischen Visionen gespeist.&lt;br /&gt;
Diese apokalyptischen Geschichtskonzeptionen des Alten Testaments bestimmten nicht nur wesentlich das neue Testament und damit das Christentum, sondern auch das Denken der Europäer bis in die frühe Neuzeit. Erst mit dem Aufkommen der Naturwissenschaften konnte eine offene Idee der Zukunft gedacht werden und der Fortschrittsgedanke in der Geistesgeschichte Europas Eingang finden.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.epoc.de/artikel/1053059&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;lt;ref&amp;gt;http://books.google.com/books?id=ZddPiE3Nuo8C&amp;amp;pg=PA15&amp;amp;lpg=PA15&amp;amp;dq=gayomart&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=nVX5DVsjwh&amp;amp;sig=ZmIZxtKjsSvinKEr7wLJJ8AWCMs&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=gW_6TNTAJdSy8QOW05jPCw&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=14&amp;amp;ved=0CGsQ6AEwDQ#v=onepage&amp;amp;q=gayomart&amp;amp;f=false&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Mircea Eliade: Geschichte der religiösen Ideen, 4 Bände, Herder 2002; ISBN 978-3451052743 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[http://datei.sektenausstieg.net/literatur/WTGPro2.pdf Die Wachturm-Gesellschaft und ihre Prophezeiungen]&lt;br /&gt;
*http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Israels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[category:Esoterik]]&lt;br /&gt;
[[category:Religion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
	</entry>
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		<title>Weltuntergang</title>
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		<updated>2010-12-07T18:49:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: /* Jüdisch/christliche Hintergründe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dass die Welt irgendwann, spätestens, wenn die Sonne kollabiert, untergehen wird, gilt als gesichertes Wissen.&lt;br /&gt;
Der zu Lebzeiten drohende &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weltuntergang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; als angstmachendes Druckmittel aber ist aus vielen [[Esoterik|esoterischen]] Lehren als Hauptzutat der Proselytengewinnung nicht wegzudenken. Hier ist eine Liste, was wir schon alles verpasst haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.unmoralische.de/weltuntergang.htm Liste verpasster Weltuntergänge]&lt;br /&gt;
Weltuntergangsszenarien werden z.B. von Vertretern des [[Katastrophismus]] propagiert oder im [[Maya-Kalender]] und von den [[Zeugen Jehovas]] vorausgesagt. &lt;br /&gt;
Nach deren Gründer Russell sollte die Welt erstmals 1874 untergehen, am Ende dieses Jahres verlegte er den Weltuntergang auf das Jahr 1914. Dies deshalb, weil im Buch Daniel des Alten Testaments von sieben Zeitaltern die Rede ist. Wenn man ein Zeitalter zu je 360 Tagen rechnen würde, ergäbe diese eine Zahl von 2520 Tagen, die er aber als Jahre sah. Nach diesem Rechenfehler wurde der Weltuntergang auf das Jahr 1925 verschoben. Wenig überraschend verlegte man danach das Ende der Geschichte auf 1975, das sich aber auch nicht recht einstellen sollte. Einige Zeugen nannten nun das Jahr 2000, die offizielle Größen dieser Sekte lehnen aber lernfähig weitere detaillierte Nennungen eines bevorstehenden Endes ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Antike gibt es in vielen Religionen Überlieferungen diverser Weltuntergangsszenarien, z.B. das Jüngste Gericht, das gleichermaßen bei Judentum, Christentum und Islam Teil der Überlieferung ist. Auch zahlreiche [[Sekte]]n propagieren diverse Weltuntergangsvorstellungen (&amp;quot;Weltuntergangssekte&amp;quot;), die in einigen Fällen zu Massensuiziden unter Sektenmitgliedern geführt haben. Beispiele sind im Jahr 2000 die Sekte &amp;quot;Wiederherstellung der zehn Gebote Gottes&amp;quot; in Uganda (etwa 1000 Todesopfer) &amp;lt;ref&amp;gt;http://religion.orf.at/tv/news2/ne00406_uganda.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1993 die Davidianer-Sekte in Texas (82 Todesopfer) &amp;lt;ref&amp;gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Branch_Davidians&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1978 die Volkstemplersekte in der Siedlung Jonestown im Dschungel Guyanas, Südamerika (923 Todesopfer)&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,69598,00.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch ist die allen gemeinsame Vorstellung, dass Anhänger des eigenen Glaubens, die sich während ihres irdischen Lebens gemäß den jeweils geltenden Regeln entsprechend fromm benommen haben oder anderweitig als &amp;quot;erleuchtet&amp;quot; oder &amp;quot;auserwählt&amp;quot; gelten, eine Art Paradies, Erlösung o.ä. zuteil wird, während alle anderen der Verdammnis anheim fallen. Die Vorstellung einiger Sektenideologien ist auch die Rettung der jeweiligen Mitglieder durch Außerirdische, während der Rest der Menschheit auf der untergehenden Erde verbleiben muss. Die Propagierung dieser Ideen dient allerdings eher der Disziplinierung der Gläubigen als der Sorgen um deren Seelenheil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Jüdisch/christliche Hintergründe==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Übersicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Es soll dargestellt werden, dass das westliche, christlich bestimmte Geschichtsverständnis zielgerichtet ist: Gott wird im Jüngsten Gericht über Gut und Böse richten. Nicht nur dieses Gericht ist bereits festgelegt, sondern auch der Sieg des Guten über das Böse, womit das Reich Gottes verwirklicht wird.&lt;br /&gt;
Diese Vorstellungen entstammen im Kern dem jüdischen Alten Testament, das diese Ideen vor allem aus altpersischen, indischen, mesopotamischen Mythen übernommen hat.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im babylonischen Exil (598 - 539 v.) der Juden entstand unter anderem das Buch „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deutero-Jesaja&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;“ des Alten Testaments, dessen Botschaft insofern neu war, als die babylonischen Götter als Götzen dargestellt und als einziger Gott Jahwe installiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wird ein theologisches Konzept vorgestellt, das die historischen Ereignisse, die Israel trafen (Eroberung Jerusalems, Zerstörung des Königreiches Juda, Exilierung der Oberschicht nach Babylon), als Strafe Gottes für das sündhafte Verhalten sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Strafe wurde im Rahmen eines Gottesgerichtes verhängt. Durch die Leiden des Exils wurde das Volk mit Jahwe aber wieder versöhnt, worauf ein neue, ewige, paradiesische Ära anbrechen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingestreut im Buch Jesaja wird in den &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gottesknechtsliedern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; die deportierte jüdische Elite im „Knecht Jahwes“ personifiziert. Die Leiden der Eliten werden als Buße der Sünden des gesamten Volkes betrachtet. Der Knecht Jahwes hatte alle Drangsal auf sich genommen. &lt;br /&gt;
Hier erkennen wir erstmals die gleiche Struktur wie später bei Jesus im Neuen Testament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrer Rückkehr nach Jerusalem erwarteten die Gläubigen das ersehnte eschatologische Zeitalter, doch das Eschaton ließ auf sich warten, bis man schließlich die Hoffnung aufgegeben hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich diese erste Eschatologie nicht bewahrheitet hatte, tauchten die nächsten Weltuntergangsszenarien (apokalyptischen Schriften) bei Daniel (164 v.) und im Buch Henoch bei den Frommen (chasidim) auf. Auch hier finden wir ähnliche Strukturen wie in der ersten Eschatologie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Endgericht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird von Daniel in der Gegenwart eines „Hochbetagten“ beschrieben, der in einem Kleid, weiß wie Schnee auf einem Flammenthron sitzt. Die Abtrünnigen stürzen in den Abgrund voller Feuer. Die Tugendhaften gelangen hingegen in das Paradies der Seligkeit. &lt;br /&gt;
Gleichzeitig mit dem Hochbetagten erscheint ein Wesen vom Himmel (&amp;quot;Menschensohn&amp;quot;, ein Titel, den sich später auch Jesus geben wird), das zum Hochbetagten geführt wird. Diesem &amp;quot;Menschensohn&amp;quot; wird Macht, Herrlichkeit und Königsherrschaft gegeben.&lt;br /&gt;
Die neue Welt werde von Jahwe (Gott) selbst regiert werden oder zumindest von einer durch Gott eingesetzten Person aus dem Hause David, der Gesalbte (meschiach = Messias), der in diesem Paradies gerecht herrschen werde. Meist aber ist dieser Messias ein normal sterblicher Mensch (etwa in den Psalmen Salomons, die im 1. Jh. v. entstanden sind), wiewohl auch andere Varianten vorkommen.&lt;br /&gt;
Manchmal wird schon im Alten Testament gemeint, der Messias werde auf einem Esel reitend in Jersualem einziehen. &lt;br /&gt;
Auch die Vorstellung, mit dem großen Gericht &amp;quot;am Ende der Welt&amp;quot; würden die Toten auferstehen, wird hier - aus dem persischen Kulturkreis - eingebaut. Besonders die Pharisäer haben sie zur Zeit Jesus vehement verkündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die für das Christentum fundamentale &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Satanskonzeption&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wie wir sie kennen, gibt es in diesen Mythen noch nicht. Das Üble ist allein auf das fehlerhafte Verhalten der Menschen zurückzuführen. Doch schon in der apokalyptischen Literatur bahnt sich - ausgehend vom iranischen dualistischen Denken - eine Wende an. Die Kräfte des Bösen werden in der Gestalt eines Satans personifiziert, der zum Gegenspieler Gottes aufgebaut wird.&lt;br /&gt;
Parallel mit der Entstehung des Satans erfindet man in der Theologie zwei Reiche (zwei Welten): das diesseitige und das jenseitige Reich. Im diesseitigen Reich werde Satan triumphieren. So bezeichnete Paulus den Satan als &amp;quot;Gott dieser Welt&amp;quot; (2 Kor 4,4). Im eschatologischen Kampf (Weltuntergang) werde aber Gott den Teufel besiegen und damit das Übel ausrotten und damit sei Leben, Freude und Frieden für immer gesichert. Diese Vorstellungen meinen nicht ein gedankliches Himmelreich, sondern die physische, irdische Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gemeinsamkeiten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir finden in beiden Formen der biblischen Weltuntergangsszenarien die folgenden Motive:&lt;br /&gt;
* Befreiung Israels vom Joch&lt;br /&gt;
* der Weltuntergang als einzig noch verbleibende Hoffnung&lt;br /&gt;
* Schaffung paradiesischer Zustände mit Wohlstand und Frieden, womit das Ende der Geschichte erreicht sei&lt;br /&gt;
* Errichtung der Gottesherrschaft oder eines messianischen Reiches&lt;br /&gt;
* Bekehrung aller Völker&lt;br /&gt;
* der Anbruch des neuen Zeitalters steht unmittelbar bevor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begleitet werden diese Weltuntergänge von uralten mythischen Voraussagen, wie Himmel und Erde werden erschüttert, kosmische Katastrophen, die Sonne wird nachts scheinen, der Mond am Tage, die Sterne werden ihre Bahnen verlassen, von den Bäumen wird Blut tropfen, die Steine werden zu schreien beginnen usw. Schließlich aber werde Gott ein neue, paradiesische Welt schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Gutteil der hier dargelegten alttestamentlichen Gedanken sind nichtjüdischen Ursprungs, besonders iranische und indische Vorstellungen finden wir etwa in der Vorstellung des Endgerichts bei Daniel. Aber auch Elemente der steinzeitlichen Pflanzer sind zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Purusha&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fortgesetzt werden diese Ideen im Neuen Testament und damit im Christentum in Form des &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jüngsten Gerichtes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Auch Jesus steht nahtlos in diesem Kontext, er selbst prophezeite fälschlich, dass dieser Weltuntergang unmittelbar bevorstünde. Eine Abkehr von Judentum nimmt Kirchengründer Paulus vor, in dem er postulierte, Jesu Wirken habe mit der eschatologischen Hoffnung des Volkes Israel nichts zu tun, sondern beziehe sich auf den Einzelnen, jeder Mensch könne somit das ewige Leben erreichen.&lt;br /&gt;
In etwa 60 Jahre nach der Hinrichtung des Jesu erschien das sog. Evangelium des Johannes, der Verfasser selbst ist unbekannt. Der Autor dieser Schriften bezieht sich auf die Eschatologie des Daniel. Nach dieser Version würde der Messias 1000 Jahre lang herrschen und am Ende dieser Epoche würde dann das Jüngste Gericht abgehalten. In diesem Gericht kommt es zum letzten Kampf zwischen Gut und Böse. Nun folgt die &amp;quot;Neue Erde&amp;quot;, das &amp;quot;Neue Jerusalem&amp;quot;, also das Reich Gottes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell ist nach Eliade zu Weltuntergangsszenarien auch außerhalb des jüdisch/christlichen Kulturkreises zu sagen, dass sie die Abwehrkraft einer Gemeinschaft gegen die Schrecken des Alltags unterstützen, weil die Eingeweihten in den jeweiligen Katastrophen ein ermutigendes Vorzeichen erkennen. Es handelt sich nicht um einen Zweckoptimismus oder eine Flucht vor der Geschichte, sondern wird von Träumen, Visionen und ekstatischen Visionen gespeist.&lt;br /&gt;
Diese apokalyptischen Geschichtskonzeptionen des Alten Testaments bestimmten nicht nur wesentlich das neue Testament und damit das Christentum, sondern auch das Denken der Europäer bis in die frühe Neuzeit. Erst mit dem Aufkommen der Naturwissenschaften konnte eine offene Idee der Zukunft gedacht werden und der Fortschrittsgedanke in der Geistesgeschichte Europas Eingang finden.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.epoc.de/artikel/1053059&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;lt;ref&amp;gt;http://books.google.com/books?id=ZddPiE3Nuo8C&amp;amp;pg=PA15&amp;amp;lpg=PA15&amp;amp;dq=gayomart&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=nVX5DVsjwh&amp;amp;sig=ZmIZxtKjsSvinKEr7wLJJ8AWCMs&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=gW_6TNTAJdSy8QOW05jPCw&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=14&amp;amp;ved=0CGsQ6AEwDQ#v=onepage&amp;amp;q=gayomart&amp;amp;f=false&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[http://datei.sektenausstieg.net/literatur/WTGPro2.pdf Die Wachturm-Gesellschaft und ihre Prophezeiungen]&lt;br /&gt;
*http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Israels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[category:Esoterik]]&lt;br /&gt;
[[category:Religion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Nat%C3%BCrlichkeit&amp;diff=64262</id>
		<title>Natürlichkeit</title>
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		<updated>2010-12-06T13:57:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: /* Ist die Natur sanft? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Natürlichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet in pseudomedizinischen und esoterischne Kreisen die Unverfälschtheit und Ursprünglichkeit einer Methode oder eines Produktes. Dabei dient der Begriff &amp;quot;Natürlichkeit&amp;quot; der Bezeichnung von etwas Positivem und der Abgrenzung von etwas Künstlichem und Verfälschtem als etwas Negativem. Natürlichkeit wird meist mit &amp;quot;Sanftheit&amp;quot; und &amp;quot;[[Ganzheitlichkeit]]&amp;quot; in Verbindung gebracht und dient als Begründung dafür, weshalb angeblich oder tatsächlich alte, und/oder exotische bzw. veraltete Ansichten und Methoden angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was ist natürlich?==&lt;br /&gt;
Natur (lat.: natura, von nasci „entstehen, geboren werden“) bezeichnet in der Alltagssprache alles, was nicht vom Menschen geschaffen wurde. Somit bildet Natur den Gegenbegriff von Kultur und Technik. Dennoch ist die Abgrenzung sehr schwierig, denn Natur ist auch überall da anzutreffen, wo sich der Mensch befindet, denn jeder verfügbare Lebensraum wird besiedelt, unabhängig davon, ob dieser vom Menschen geschaffen bzw. beeinflusst wurde/wird oder nicht. Beispielsweise ist Erdöl ganz natürlich, weil es ohne Zutun des Menschen entstanden ist, während es im Allgemeinverständnis eher als etwas Unnatürliches gesehen wird. Kulturlandschften weisen eine hohe Artendiversität auf, obwohl sie nach diesem Verständnis nicht natürlich sind. Selbst die &amp;quot;unnatürlichsten&amp;quot; Habitate, wie z.B. Weltraumstationen, werden von Lebewesen spontan, d.h. ohne Willen des Menschen, besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der &amp;quot;natürliche&amp;quot; Wald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der europäische Wald war vor der letzten großen Eiszeit, die vor ca. 2,5 Millionen Jahren begann, sehr artenreich. Es wuchsen neben jenen Bäumen, die heute bei uns vorkommen, u.a. Magnolie, Tulpenbaum, Mammutbaum, Amberbaum, Rhododendron. Während der Eiszeit sind die Wälder in unserem Raum weitgehend verschwunden. &lt;br /&gt;
Mit deren Ende vor ca. 10.000 Jahren breitete sich der Wald über weite Gebiete wieder aus, allerdings waren diese Forste wesentlich artenärmer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor 8000 Jahren besiedelten die ersten Ackerbauern nach und nach Europa und verdrängten mit der Zeit die Jäger und Sammler. Die ersten Bauern rodeten ein Stück Wald, blieben dort vermutlich eine Generation sesshaft, um danach weiterzuziehen. Diese Stellen wurden in der Folge vom Wald rasch überwuchert, aber nie mehr so, wie er vor der Besiedlung zusammengesetzt war.&lt;br /&gt;
Besonders in Lößgebieten wurde im Laufe der Zeit spätestens bis zum Mittelalter jede Waldparzelle, die dafür geeignet war, mindestens einmal vom Menschen gerodet. Dort, wo einmal Ackerbau betrieben wurde, konnte nie mehr ein natürlich zu nennender Wald entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Holz wurde in der Folge extensiv als Baustoff, zum Heizen, als Werkstoff, zum Schmelzen von Erzen, im Schiffsbau, zum Gerben, in der Salzgewinnung, zur Glasproduktion und als Viehweide (Wiesen gab es noch nicht) verwendet. Die Aufforstung war noch unbekannt, so dass sich keine Wälder mehr bilden konnten.&lt;br /&gt;
Das Holz wurde spätestens mit Beginn der Neuzeit knapp, man ergriff Sparmaßnahmen, in dem man etwa Stein- und Fachwerkhäuser errichtete und den offenen Herd durch den Kachelofen ersetzte. In den Bauernkriegen, aber auch im Dreißigjährigen Krieg war Holzmangel ein wesentlicher Motivator, zudem stand sogar die Existenz der Städte auf dem Spiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich forderte man im 18. Jh. erstmals zum Pflanzen von Jungbäumen auf, weiters errichtete man die ersten Viehweiden, was den Wald schonte. Gepflanzt wurden in erster Linie Fichten und Kiefern, selbst dort, wo sie natürlicherweise gar nicht vorkamen, etwa im Schwarzwald. Man erkannte bald, dass die Pflanzungen viel zu dicht erfolgten, dem deshalb erforderlichen Ausforsten hat unser Weihnachtsbaum seine Existenz zu verdanken. In den Fichtenwäldern legte man Lichtungen für das Vieh an. Das, was uns heute oft als Lichtung (mit kleinen Dörfern) in Form von Rodungsinseln erscheint, ist nicht geschlagen, sondern wurde nur nicht wiederbewaldet.  Erstmals kamen Hasen und Rehe in größerem Ausmaß vor, was im ursprünglich geschlossenen Wald nicht der Fall war. Sehr bald wurde diesen neuen Wälder als immer schon bestehend und natürlich angesehen und generell das Land außerhalb der Städte mit &amp;quot;Natur&amp;quot; inclusive deren Bewohner romantisierend gleichgesetzt. Auch Landstriche, die aufgrund des menschlichen Eingriffes völlig umgestaltet wurden, wie etwa die Lüneburger Heide, wurden später unter Naturschutz gestellt, obwohl sie gar nicht natürlich sind. Dies war die Zeit, in der sich der Mythos vom deutschen Wald, gestützt auch auf die Erzählungen des Tacitus über die schaurigen Wälder Germaniens, bilden konnte. Die wilden Tiere fanden sich aber nie so sehr in den europäischen Wäldern, denn in Grimms Märchenbüchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassung: Europas Wald der Voreiszeit (Tertiär) war ähnlich vielfältig wie die heutigen Wälder in Nordamerika und Ostasien. Es war „die Natur“ selbst, die in Europa diesen Wald und die darin lebenden Tiere während der Eiszeit nicht nur fast völlig ausgerottet hat, sondern „sie“ hat auch dafür „gesorgt“, dass der Wald nach der Eiszeit, viel artenärmer wieder entstanden ist.&lt;br /&gt;
Erst jetzt hat der Mensch, um sein Überleben zu sichern, eingegriffen und weite Gebiete entwaldet, um erst später einen neuen, wiederum veränderten Wald, den wir als „natürlich“ erleben, geschaffen. Unser west- und mitteleuropäische Wald ist, vereinfacht formuliert, ein Park.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ist die Natur sanft?==&lt;br /&gt;
In [[Esoterik]]kreisen kommt der Begriff &amp;quot;natürlich&amp;quot; häufig in Kombination mit &amp;quot;sanft&amp;quot; vor. Dennoch ist die Natur keineswegs sanft. Bedingt durch zahlreiche Wechselwirkungen zwischen den Organismen verschiedener Arten, innerhalb der gleichen Art oder zwischen Populationen kommt es zu Situationen, in denen das Wohlergehen oder Überleben des Individuums gefährdet ist. Daraus resultiert Leiden, Tod, aber auch das Überleben derjenigen, die mit den Bedingungen am besten zurechtkommen, also letztendlich das Funktionieren von Ökosystemen und der Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich gegen Angriffe und Gefahren zu wehren, sind im Laufe der Evolution zahlreiche Abwehrmechanismen entstanden. Pflanzen z.B., die nicht flüchten können, müssen sich entweder sehr schnell vermehren, sehr regenerationsfähig oder möglichst unbekömmlich sein, um nicht durch Fraßfeinde vernichtet zu werden. Erstere sind als &amp;quot;Unkräuter&amp;quot; bekannt, letztere als Giftpflanzen, aber auch als [[Phytotherapie|Arzneipflanzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Natur sind Krankheiten eine ernste Gefahr für ein Tier; wenn es nicht zur [[Selbstheilungskraft|spontanen Heilung]] kommt, wird das Tier sterben. Auch bei leichteren Erkrankungen leidet die Fitness des Tieres, das dadurch leichter zur Beute von Feinden wird oder selbst nicht in der Lage ist zu jagen. Dieser Mechanismus ist für die Population durchaus sinnvoll, denn damit scheidet ein potentieller Krankheitsüberträger aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zumal zu bedenken ist, dass  Bezeichnungen wie „gerecht“, „sanft“,   von und für Menschen geschaffen wurden. Die Natur, verstanden als Summe aller biotischen und abiotischen Vorgänge, ist selbst keine denkendes und handelndes Subjekt, sie kann  nicht gerecht, zornig, sanft und was auch immer sein. &lt;br /&gt;
Genausowenig schlägt „die Natur“ zurück, wenn man eine Hand auf die heiße Herdplatte legt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kritikern der Tierhaltung werden immer wieder tierquälerische Haltungs- und Schlachtbedingungen thematisiert und auf natürliche Haltungsformen verwiesen. Abgesehen von den tatsächlichen Misständen in der Tierhaltung hat ein Tier in der Natur keineswegs bessere Bedingungen. Dies lässt sich zum einen indirekt an der geringeren Lebenserwartung in der Wildnis erkennen, zum anderen ist es direkt beobachtbar: Hyänen fressen Gnus bei lebendigem Leib, von Parasiten befallene Tiere verenden elend, Nahrungsmangel, extreme Wettererscheinungen töten usw. Hier existieren zahlreiche Leiden, die denen in der Massentierhaltung in nichts nachstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=eM6kvnFbkZ4&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=sqrThbOG5rs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=TeuN7YAvdwc&amp;amp;feature=related&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist der in Esoterikkreisen gebräuchliche Begriff der Natürlichkeit ein Auswuchs eines von der realen Natur entfremdeten, romantischen Verständnisses der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürliche Ernährung==&lt;br /&gt;
In Kreisen &amp;quot;ökologisch&amp;quot; orientierter Menschen werden derzeitige Nahrungsmittel als &amp;quot;degeneriert&amp;quot; und vitaminarm dargestellt. Zum einen dient dieses Argument der Vermarktung von [[Nahrungsergänzungsmittel]]n, andererseits der von Lebensmitteln aus ökologischem Anbau unter Verwendung alter Kultursorten und -rassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren zahlreiche Ernährungsideologien, von denen jede von sich selbst behauptet, sie sei die ursprünglich natürliche Ernährung des Menschen. Beispiele sind: [[Urkost]], [[Rohkost]] und [[Steinzeitdiät]] sowie teilweise [[Veganismus]]. Aufgrund archäologischer Befunde geht man davon aus, dass der Mensch sich in der Vergangenheit von einer Mischkost ernährte. Das gilt vor allem für die Jäger und Sammlerkulturen. &amp;quot;Natürlich&amp;quot; waren und sind für die heutigen Jägerkulturen allerdings auch Hungerperioden. Erst mit der Sesshaftwerdung, also der Entwicklung der Landwirtschaft, hat sich das Bild geändert. Wir haben Grund zur Annahme, dass sich die ersten Bauern sehr einseitig ernährt haben, was sich auf den Gesundheitszustand und damit auf die Lebenserwartung massiv negativ ausgewirkt hat. Erst in der industriellen Epoche sollten wir Menschen dieses Defizit wieder aufholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;natürliche Ernährung&amp;quot; steht oft in Zusammenhang mit frei sein von Konservierungsstoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Artikel in Arbeit&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürlichkeit in der Medizin==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Beitrag ist in Arbeit&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Bambi-Syndrom]]&lt;br /&gt;
*[[Tiefenökologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Simon Schama: Der Traum von der Wildnis. Natur als Imagination, Kindler 1996, ISBN 978-3463401782&lt;br /&gt;
* Richard Pott: Farbatlas Waldlandschaften, Ulmer 1993, ISBN 978-3800134694&lt;br /&gt;
* Hasel: Forstgeschichte, Kessel 2002, ISBN 978-3935638265&lt;br /&gt;
* Hansjörg Küster: Geschichte der Landschaft in Mitteleuropa, Beck 2010, ISBN 978-3406608490&lt;br /&gt;
* Hansjörg Küster: Geschichte des Waldes, Beck 2008, ISBN 978-3406502798&lt;br /&gt;
* Gerhard Lang: Quartäre Vegetationsgeschichte Europas, Spektrum Akademischer Verlag (1994), ISBN 978-3827406255&lt;br /&gt;
* Jens Lüning: Siedlungen der Steinzeit. Haus, Festung und Kult, Spektrum Akademischer Verlag (1999), ISBN 978-3922508489&lt;br /&gt;
* Felix v. Hornstein: Wald und Mensch - Waldgeschichte des Alpenvorlandes Deutschlands, Österreichs und der Schweiz, Otto Maier Verlag, 1984&lt;br /&gt;
* Weyergraf: Waldungen. Die Deutschen und ihr Wald, Akademie der Künste, 1987; ISBN 978-3883319520&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Nat%C3%BCrlichkeit&amp;diff=64230</id>
		<title>Natürlichkeit</title>
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		<updated>2010-12-06T12:13:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: /* Natürliche Ernährung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Natürlichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet in pseudomedizinischen und esoterischne Kreisen die Unverfälschtheit und Ursprünglichkeit einer Methode oder eines Produktes. Dabei dient der Begriff &amp;quot;Natürlichkeit&amp;quot; der Bezeichnung von etwas Positivem und der Abgrenzung von etwas Künstlichem und Verfälschtem als etwas Negativem. Natürlichkeit wird meist mit &amp;quot;Sanftheit&amp;quot; und &amp;quot;[[Ganzheitlichkeit]]&amp;quot; in Verbindung gebracht und dient als Begründung dafür, weshalb angeblich oder tatsächlich alte, und/oder exotische bzw. veraltete Ansichten und Methoden angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was ist natürlich?==&lt;br /&gt;
Natur (lat.: natura, von nasci „entstehen, geboren werden“) bezeichnet in der Alltagssprache alles, was nicht vom Menschen geschaffen wurde. Somit bildet Natur den Gegenbegriff von Kultur und Technik. Dennoch ist die Abgrenzung sehr schwierig, denn Natur ist auch überall da anzutreffen, wo sich der Mensch befindet, denn jeder verfügbare Lebensraum wird besiedelt, unabhängig davon, ob dieser vom Menschen geschaffen bzw. beeinflusst wurde/wird oder nicht. Beispielsweise ist Erdöl ganz natürlich, weil es ohne Zutun des Menschen entstanden ist, während es im Allgemeinverständnis eher als etwas Unnatürliches gesehen wird. Kulturlandschften weisen eine hohe Artendiversität auf, obwohl sie nach diesem Verständnis nicht natürlich sind. Selbst die &amp;quot;unnatürlichsten&amp;quot; Habitate, wie z.B. Weltraumstationen, werden von Lebewesen spontan, d.h. ohne Willen des Menschen, besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der &amp;quot;natürliche&amp;quot; Wald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der europäische Wald war vor der letzten großen Eiszeit, die vor ca. 2,5 Millionen Jahren begann, sehr artenreich. Es wuchsen neben jenen Bäumen, die heute bei uns vorkommen, u.a. Magnolie, Tulpenbaum, Mammutbaum, Amberbaum, Rhododendron. Während der Eiszeit sind die Wälder in unserem Raum weitgehend verschwunden. &lt;br /&gt;
Mit deren Ende vor ca. 10.000 Jahren breitete sich der Wald über weite Gebiete wieder aus, allerdings waren diese Forste wesentlich artenärmer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor 8000 Jahren besiedelten die ersten Ackerbauern nach und nach Europa und verdrängten mit der Zeit die Jäger und Sammler. Die ersten Bauern rodeten ein Stück Wald, blieben dort vermutlich eine Generation sesshaft, um danach weiterzuziehen. Diese Stellen wurden in der Folge vom Wald rasch überwuchert, aber nie mehr so, wie er vor der Besiedlung zusammengesetzt war.&lt;br /&gt;
Besonders in Lößgebieten wurde im Laufe der Zeit spätestens bis zum Mittelalter jede Waldparzelle, die dafür geeignet war, mindestens einmal vom Menschen gerodet. Dort, wo einmal Ackerbau betrieben wurde, konnte nie mehr ein natürlich zu nennender Wald entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Holz wurde in der Folge extensiv als Baustoff, zum Heizen, als Werkstoff, zum Schmelzen von Erzen, im Schiffsbau, zum Gerben, in der Salzgewinnung, zur Glasproduktion und als Viehweide (Wiesen gab es noch nicht) verwendet. Die Aufforstung war noch unbekannt, so dass sich keine Wälder mehr bilden konnten.&lt;br /&gt;
Das Holz wurde spätestens mit Beginn der Neuzeit knapp, man ergriff Sparmaßnahmen, in dem man etwa Stein- und Fachwerkhäuser errichtete und den offenen Herd durch den Kachelofen ersetzte. In den Bauernkriegen, aber auch im Dreißigjährigen Krieg war Holzmangel ein wesentlicher Motivator, zudem stand sogar die Existenz der Städte auf dem Spiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich forderte man im 18. Jh. erstmals zum Pflanzen von Jungbäumen auf, weiters errichtete man die ersten Viehweiden, was den Wald schonte. Gepflanzt wurden in erster Linie Fichten und Kiefern, selbst dort, wo sie natürlicherweise gar nicht vorkamen, etwa im Schwarzwald. Man erkannte bald, dass die Pflanzungen viel zu dicht erfolgten, dem deshalb erforderlichen Ausforsten hat unser Weihnachtsbaum seine Existenz zu verdanken. In den Fichtenwäldern legte man Lichtungen für das Vieh an. Das, was uns heute oft als Lichtung (mit kleinen Dörfern) in Form von Rodungsinseln erscheint, ist nicht geschlagen, sondern wurde nur nicht wiederbewaldet.  Erstmals kamen Hasen und Rehe in größerem Ausmaß vor, was im ursprünglich geschlossenen Wald nicht der Fall war. Sehr bald wurde diesen neuen Wälder als immer schon bestehend und natürlich angesehen und generell das Land außerhalb der Städte mit &amp;quot;Natur&amp;quot; inclusive deren Bewohner romantisierend gleichgesetzt. Auch Landstriche, die aufgrund des menschlichen Eingriffes völlig umgestaltet wurden, wie etwa die Lüneburger Heide, wurden später unter Naturschutz gestellt, obwohl sie gar nicht natürlich sind. Dies war die Zeit, in der sich der Mythos vom deutschen Wald, gestützt auch auf die Erzählungen des Tacitus über die schaurigen Wälder Germaniens, bilden konnte. Die wilden Tiere fanden sich aber nie so sehr in den europäischen Wäldern, denn in Grimms Märchenbüchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassung: Europas Wald der Voreiszeit (Tertiär) war ähnlich vielfältig wie die heutigen Wälder in Nordamerika und Ostasien. Es war „die Natur“ selbst, die in Europa diesen Wald und die darin lebenden Tiere während der Eiszeit nicht nur fast völlig ausgerottet hat, sondern „sie“ hat auch dafür „gesorgt“, dass der Wald nach der Eiszeit, viel artenärmer wieder entstanden ist.&lt;br /&gt;
Erst jetzt hat der Mensch, um sein Überleben zu sichern, eingegriffen und weite Gebiete entwaldet, um erst später einen neuen, wiederum veränderten Wald, den wir als „natürlich“ erleben, geschaffen. Unser west- und mitteleuropäische Wald ist, vereinfacht formuliert, ein Park.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ist die Natur sanft?==&lt;br /&gt;
In [[Esoterik]]kreisen kommt der Begriff &amp;quot;natürlich&amp;quot; häufig in Kombination mit &amp;quot;sanft&amp;quot; vor. Dennoch ist die Natur keineswegs sanft. Bedingt durch zahlreiche Wechselwirkungen zwischen den Organismen verschiedener Arten, innerhalb der gleichen Art oder zwischen Populationen kommt es zu Situationen, in denen das Wohlergehen oder Überleben des Individuums gefährdet ist. Daraus resultiert Leiden, Tod, aber auch das Überleben derjenigen, die mit den Bedingungen am besten zurechtkommen, also letztendlich das Funktionieren von Ökosystemen und der Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich gegen Angriffe und Gefahren zu wehren, sind im Laufe der Evolution zahlreiche Abwehrmechanismen entstanden. Pflanzen z.B., die nicht flüchten können, müssen sich entweder sehr schnell vermehren, sehr regenerationsfähig oder möglichst unbekömmlich sein, um nicht durch Fraßfeinde vernichtet zu werden. Erstere sind als &amp;quot;Unkräuter&amp;quot; bekannt, letztere als Giftpflanzen, aber auch als [[Phytotherapie|Arzneipflanzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Natur sind Krankheiten eine ernste Gefahr für ein Tier; wenn es nicht zur [[Selbstheilungskraft|spontanen Heilung]] kommt, wird das Tier sterben. Auch bei leichteren Erkrankungen leidet die Fitness des Tieres, das dadurch leichter zur Beute von Feinden wird oder selbst nicht in der Lage ist zu jagen. Dieser Mechanismus ist für die Population durchaus sinnvoll, denn damit scheidet ein potentieller Krankheitsüberträger aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kritikern der Tierhaltung werden immer wieder tierquälerische Haltungs- und Schlachtbedingungen thematisiert und auf natürliche Haltungsformen verwiesen. Abgesehen von den tatsächlichen Misständen in der Tierhaltung hat ein Tier in der Natur keineswegs bessere Bedingungen. Dies lässt sich zum einen indirekt an der geringeren Lebenserwartung in der Wildnis erkennen, zum anderen ist es direkt beobachtbar: Hyänen fressen Gnus bei lebendigem Leib, von Parasiten befallene Tiere verenden elend, Nahrungsmangel, extreme Wettererscheinungen töten usw. Hier existieren zahlreiche Leiden, die denen in der Massentierhaltung in nichts nachstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=eM6kvnFbkZ4&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=sqrThbOG5rs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=TeuN7YAvdwc&amp;amp;feature=related&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist der in Esoterikkreisen gebräuchliche Begriff der Natürlichkeit ein Auswuchs eines von der realen Natur entfremdeten, romantischen Verständnisses der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürliche Ernährung==&lt;br /&gt;
In Kreisen &amp;quot;ökologisch&amp;quot; orientierter Menschen werden derzeitige Nahrungsmittel als &amp;quot;degeneriert&amp;quot; und vitaminarm dargestellt. Zum einen dient dieses Argument der Vermarktung von [[Nahrungsergänzungsmittel]]n, andererseits der von Lebensmitteln aus ökologischem Anbau unter Verwendung alter Kultursorten und -rassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren zahlreiche Ernährungsideologien, von denen jede von sich selbst behauptet, sie sei die ursprünglich natürliche Ernährung des Menschen. Beispiele sind: [[Urkost]], [[Rohkost]] und [[Steinzeitdiät]] sowie teilweise [[Veganismus]]. Aufgrund archäologischer Befunde geht man davon aus, dass der Mensch sich in der Vergangenheit von einer Mischkost ernährte. Das gilt vor allem für die Jäger und Sammlerkulturen. &amp;quot;Natürlich&amp;quot; waren und sind für die heutigen Jägerkulturen allerdings auch Hungerperioden. Erst mit der Sesshaftwerdung, also der Entwicklung der Landwirtschaft, hat sich das Bild geändert. Wir haben Grund zur Annahme, dass sich die ersten Bauern sehr einseitig ernährt haben, was sich auf den Gesundheitszustand und damit auf die Lebenserwartung massiv negativ ausgewirkt hat. Erst in der industriellen Epoche sollten wir Menschen dieses Defizit wieder aufholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;natürliche Ernährung&amp;quot; steht oft in Zusammenhang mit frei sein von Konservierungsstoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Artikel in Arbeit&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürlichkeit in der Medizin==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Beitrag ist in Arbeit&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Bambi-Syndrom]]&lt;br /&gt;
*[[Tiefenökologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Simon Schama: Der Traum von der Wildnis. Natur als Imagination, Kindler 1996, ISBN 978-3463401782&lt;br /&gt;
* Richard Pott: Farbatlas Waldlandschaften, Ulmer 1993, ISBN 978-3800134694&lt;br /&gt;
* Hasel: Forstgeschichte, Kessel 2002, ISBN 978-3935638265&lt;br /&gt;
* Hansjörg Küster: Geschichte der Landschaft in Mitteleuropa, Beck 2010, ISBN 978-3406608490&lt;br /&gt;
* Hansjörg Küster: Geschichte des Waldes, Beck 2008, ISBN 978-3406502798&lt;br /&gt;
* Gerhard Lang: Quartäre Vegetationsgeschichte Europas, Spektrum Akademischer Verlag (1994), ISBN 978-3827406255&lt;br /&gt;
* Jens Lüning: Siedlungen der Steinzeit. Haus, Festung und Kult, Spektrum Akademischer Verlag (1999), ISBN 978-3922508489&lt;br /&gt;
* Felix v. Hornstein: Wald und Mensch - Waldgeschichte des Alpenvorlandes Deutschlands, Österreichs und der Schweiz, Otto Maier Verlag, 1984&lt;br /&gt;
* Weyergraf: Waldungen. Die Deutschen und ihr Wald, Akademie der Künste, 1987; ISBN 978-3883319520&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
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		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Nat%C3%BCrlichkeit&amp;diff=64229</id>
		<title>Natürlichkeit</title>
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		<updated>2010-12-06T12:08:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: /* Was ist natürlich? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Natürlichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet in pseudomedizinischen und esoterischne Kreisen die Unverfälschtheit und Ursprünglichkeit einer Methode oder eines Produktes. Dabei dient der Begriff &amp;quot;Natürlichkeit&amp;quot; der Bezeichnung von etwas Positivem und der Abgrenzung von etwas Künstlichem und Verfälschtem als etwas Negativem. Natürlichkeit wird meist mit &amp;quot;Sanftheit&amp;quot; und &amp;quot;[[Ganzheitlichkeit]]&amp;quot; in Verbindung gebracht und dient als Begründung dafür, weshalb angeblich oder tatsächlich alte, und/oder exotische bzw. veraltete Ansichten und Methoden angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was ist natürlich?==&lt;br /&gt;
Natur (lat.: natura, von nasci „entstehen, geboren werden“) bezeichnet in der Alltagssprache alles, was nicht vom Menschen geschaffen wurde. Somit bildet Natur den Gegenbegriff von Kultur und Technik. Dennoch ist die Abgrenzung sehr schwierig, denn Natur ist auch überall da anzutreffen, wo sich der Mensch befindet, denn jeder verfügbare Lebensraum wird besiedelt, unabhängig davon, ob dieser vom Menschen geschaffen bzw. beeinflusst wurde/wird oder nicht. Beispielsweise ist Erdöl ganz natürlich, weil es ohne Zutun des Menschen entstanden ist, während es im Allgemeinverständnis eher als etwas Unnatürliches gesehen wird. Kulturlandschften weisen eine hohe Artendiversität auf, obwohl sie nach diesem Verständnis nicht natürlich sind. Selbst die &amp;quot;unnatürlichsten&amp;quot; Habitate, wie z.B. Weltraumstationen, werden von Lebewesen spontan, d.h. ohne Willen des Menschen, besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der &amp;quot;natürliche&amp;quot; Wald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der europäische Wald war vor der letzten großen Eiszeit, die vor ca. 2,5 Millionen Jahren begann, sehr artenreich. Es wuchsen neben jenen Bäumen, die heute bei uns vorkommen, u.a. Magnolie, Tulpenbaum, Mammutbaum, Amberbaum, Rhododendron. Während der Eiszeit sind die Wälder in unserem Raum weitgehend verschwunden. &lt;br /&gt;
Mit deren Ende vor ca. 10.000 Jahren breitete sich der Wald über weite Gebiete wieder aus, allerdings waren diese Forste wesentlich artenärmer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor 8000 Jahren besiedelten die ersten Ackerbauern nach und nach Europa und verdrängten mit der Zeit die Jäger und Sammler. Die ersten Bauern rodeten ein Stück Wald, blieben dort vermutlich eine Generation sesshaft, um danach weiterzuziehen. Diese Stellen wurden in der Folge vom Wald rasch überwuchert, aber nie mehr so, wie er vor der Besiedlung zusammengesetzt war.&lt;br /&gt;
Besonders in Lößgebieten wurde im Laufe der Zeit spätestens bis zum Mittelalter jede Waldparzelle, die dafür geeignet war, mindestens einmal vom Menschen gerodet. Dort, wo einmal Ackerbau betrieben wurde, konnte nie mehr ein natürlich zu nennender Wald entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Holz wurde in der Folge extensiv als Baustoff, zum Heizen, als Werkstoff, zum Schmelzen von Erzen, im Schiffsbau, zum Gerben, in der Salzgewinnung, zur Glasproduktion und als Viehweide (Wiesen gab es noch nicht) verwendet. Die Aufforstung war noch unbekannt, so dass sich keine Wälder mehr bilden konnten.&lt;br /&gt;
Das Holz wurde spätestens mit Beginn der Neuzeit knapp, man ergriff Sparmaßnahmen, in dem man etwa Stein- und Fachwerkhäuser errichtete und den offenen Herd durch den Kachelofen ersetzte. In den Bauernkriegen, aber auch im Dreißigjährigen Krieg war Holzmangel ein wesentlicher Motivator, zudem stand sogar die Existenz der Städte auf dem Spiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich forderte man im 18. Jh. erstmals zum Pflanzen von Jungbäumen auf, weiters errichtete man die ersten Viehweiden, was den Wald schonte. Gepflanzt wurden in erster Linie Fichten und Kiefern, selbst dort, wo sie natürlicherweise gar nicht vorkamen, etwa im Schwarzwald. Man erkannte bald, dass die Pflanzungen viel zu dicht erfolgten, dem deshalb erforderlichen Ausforsten hat unser Weihnachtsbaum seine Existenz zu verdanken. In den Fichtenwäldern legte man Lichtungen für das Vieh an. Das, was uns heute oft als Lichtung (mit kleinen Dörfern) in Form von Rodungsinseln erscheint, ist nicht geschlagen, sondern wurde nur nicht wiederbewaldet.  Erstmals kamen Hasen und Rehe in größerem Ausmaß vor, was im ursprünglich geschlossenen Wald nicht der Fall war. Sehr bald wurde diesen neuen Wälder als immer schon bestehend und natürlich angesehen und generell das Land außerhalb der Städte mit &amp;quot;Natur&amp;quot; inclusive deren Bewohner romantisierend gleichgesetzt. Auch Landstriche, die aufgrund des menschlichen Eingriffes völlig umgestaltet wurden, wie etwa die Lüneburger Heide, wurden später unter Naturschutz gestellt, obwohl sie gar nicht natürlich sind. Dies war die Zeit, in der sich der Mythos vom deutschen Wald, gestützt auch auf die Erzählungen des Tacitus über die schaurigen Wälder Germaniens, bilden konnte. Die wilden Tiere fanden sich aber nie so sehr in den europäischen Wäldern, denn in Grimms Märchenbüchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassung: Europas Wald der Voreiszeit (Tertiär) war ähnlich vielfältig wie die heutigen Wälder in Nordamerika und Ostasien. Es war „die Natur“ selbst, die in Europa diesen Wald und die darin lebenden Tiere während der Eiszeit nicht nur fast völlig ausgerottet hat, sondern „sie“ hat auch dafür „gesorgt“, dass der Wald nach der Eiszeit, viel artenärmer wieder entstanden ist.&lt;br /&gt;
Erst jetzt hat der Mensch, um sein Überleben zu sichern, eingegriffen und weite Gebiete entwaldet, um erst später einen neuen, wiederum veränderten Wald, den wir als „natürlich“ erleben, geschaffen. Unser west- und mitteleuropäische Wald ist, vereinfacht formuliert, ein Park.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ist die Natur sanft?==&lt;br /&gt;
In [[Esoterik]]kreisen kommt der Begriff &amp;quot;natürlich&amp;quot; häufig in Kombination mit &amp;quot;sanft&amp;quot; vor. Dennoch ist die Natur keineswegs sanft. Bedingt durch zahlreiche Wechselwirkungen zwischen den Organismen verschiedener Arten, innerhalb der gleichen Art oder zwischen Populationen kommt es zu Situationen, in denen das Wohlergehen oder Überleben des Individuums gefährdet ist. Daraus resultiert Leiden, Tod, aber auch das Überleben derjenigen, die mit den Bedingungen am besten zurechtkommen, also letztendlich das Funktionieren von Ökosystemen und der Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich gegen Angriffe und Gefahren zu wehren, sind im Laufe der Evolution zahlreiche Abwehrmechanismen entstanden. Pflanzen z.B., die nicht flüchten können, müssen sich entweder sehr schnell vermehren, sehr regenerationsfähig oder möglichst unbekömmlich sein, um nicht durch Fraßfeinde vernichtet zu werden. Erstere sind als &amp;quot;Unkräuter&amp;quot; bekannt, letztere als Giftpflanzen, aber auch als [[Phytotherapie|Arzneipflanzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Natur sind Krankheiten eine ernste Gefahr für ein Tier; wenn es nicht zur [[Selbstheilungskraft|spontanen Heilung]] kommt, wird das Tier sterben. Auch bei leichteren Erkrankungen leidet die Fitness des Tieres, das dadurch leichter zur Beute von Feinden wird oder selbst nicht in der Lage ist zu jagen. Dieser Mechanismus ist für die Population durchaus sinnvoll, denn damit scheidet ein potentieller Krankheitsüberträger aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kritikern der Tierhaltung werden immer wieder tierquälerische Haltungs- und Schlachtbedingungen thematisiert und auf natürliche Haltungsformen verwiesen. Abgesehen von den tatsächlichen Misständen in der Tierhaltung hat ein Tier in der Natur keineswegs bessere Bedingungen. Dies lässt sich zum einen indirekt an der geringeren Lebenserwartung in der Wildnis erkennen, zum anderen ist es direkt beobachtbar: Hyänen fressen Gnus bei lebendigem Leib, von Parasiten befallene Tiere verenden elend, Nahrungsmangel, extreme Wettererscheinungen töten usw. Hier existieren zahlreiche Leiden, die denen in der Massentierhaltung in nichts nachstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=eM6kvnFbkZ4&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=sqrThbOG5rs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=TeuN7YAvdwc&amp;amp;feature=related&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist der in Esoterikkreisen gebräuchliche Begriff der Natürlichkeit ein Auswuchs eines von der realen Natur entfremdeten, romantischen Verständnisses der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürliche Ernährung==&lt;br /&gt;
In Kreisen &amp;quot;ökologisch&amp;quot; orientierter Menschen werden derzeitige Nahrungsmittel als &amp;quot;degeneriert&amp;quot; und vitaminarm dargestellt. Zum einen dient dieses Argument der Vermarktung von [[Nahrungsergänzungsmittel]]n, andererseits der von Lebensmitteln aus ökologischem Anbau unter Verwendung alter Kultursorten und -rassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren zahlreiche Ernährungsideologien, von denen jede von sich selbst behauptet, sie sei die ursprünglich natürliche Ernährung des Menschen. Beispiele sind: [[Urkost]], [[Rohkost]] und [[Steinzeitdiät]] sowie teilweise [[Veganismus]]. Aufgrund archäologischer Befunde geht man davon aus, dass der Mensch sich in der Vergangenheit von einer Mischkost ernährte. &amp;quot;Natürlich&amp;quot; waren allerdings auch Hungerperioden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;natürliche Ernährung&amp;quot; steht oft in Zusammenhang mit frei sein von Konservierungsstoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürlichkeit in der Medizin==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Beitrag ist in Arbeit&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Bambi-Syndrom]]&lt;br /&gt;
*[[Tiefenökologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Simon Schama: Der Traum von der Wildnis. Natur als Imagination, Kindler 1996, ISBN 978-3463401782&lt;br /&gt;
* Richard Pott: Farbatlas Waldlandschaften, Ulmer 1993, ISBN 978-3800134694&lt;br /&gt;
* Hasel: Forstgeschichte, Kessel 2002, ISBN 978-3935638265&lt;br /&gt;
* Hansjörg Küster: Geschichte der Landschaft in Mitteleuropa, Beck 2010, ISBN 978-3406608490&lt;br /&gt;
* Hansjörg Küster: Geschichte des Waldes, Beck 2008, ISBN 978-3406502798&lt;br /&gt;
* Gerhard Lang: Quartäre Vegetationsgeschichte Europas, Spektrum Akademischer Verlag (1994), ISBN 978-3827406255&lt;br /&gt;
* Jens Lüning: Siedlungen der Steinzeit. Haus, Festung und Kult, Spektrum Akademischer Verlag (1999), ISBN 978-3922508489&lt;br /&gt;
* Felix v. Hornstein: Wald und Mensch - Waldgeschichte des Alpenvorlandes Deutschlands, Österreichs und der Schweiz, Otto Maier Verlag, 1984&lt;br /&gt;
* Weyergraf: Waldungen. Die Deutschen und ihr Wald, Akademie der Künste, 1987; ISBN 978-3883319520&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
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		<title>Natürlichkeit</title>
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		<updated>2010-12-06T11:28:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Natürlichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet in pseudomedizinischen und esoterischne Kreisen die Unverfälschtheit und Ursprünglichkeit einer Methode oder eines Produktes. Dabei dient der Begriff &amp;quot;Natürlichkeit&amp;quot; der Bezeichnung von etwas Positivem und der Abgrenzung von etwas Künstlichem und Verfälschtem als etwas Negativem. Natürlichkeit wird meist mit &amp;quot;Sanftheit&amp;quot; und &amp;quot;[[Ganzheitlichkeit]]&amp;quot; in Verbindung gebracht und dient als Begründung dafür, weshalb angeblich oder tatsächlich alte, und/oder exotische bzw. veraltete Ansichten und Methoden angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was ist natürlich?==&lt;br /&gt;
Natur (lat.: natura, von nasci „entstehen, geboren werden“) bezeichnet in der Alltagssprache alles, was nicht vom Menschen geschaffen wurde. Somit bildet Natur den Gegenbegriff von Kultur und Technik. Dennoch ist die Abgrenzung sehr schwierig, denn Natur ist auch überall da anzutreffen, wo sich der Mensch befindet, denn jeder verfügbare Lebensraum wird besiedelt, unabhängig davon, ob dieser vom Menschen geschaffen bzw. beeinflusst wurde/wird oder nicht. Beispielsweise ist Erdöl ganz natürlich, weil es ohne Zutun des Menschen entstanden ist, während es im Allgemeinverständnis eher als etwas Unnatürliches gesehen wird. Kulturlandschften weisen eine hohe Artendiversität auf, obwohl sie nach diesem Verständnis nicht natürlich sind. Selbst die &amp;quot;unnatürlichsten&amp;quot; Habitate, wie z.B. Weltraumstationen, werden von Lebewesen spontan, d.h. ohne Willen des Menschen, besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der &amp;quot;natürliche&amp;quot; Wald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der europäische Wald war vor der letzten großen Eiszeit, die vor ca. 2,5 Millionen Jahren begann, sehr artenreich. Es wuchsen neben jenen Bäumen, die heute bei uns vorkommen, u.a. Magnolie, Tulpenbaum, Mammutbaum, Amberbaum, Rhododendron. Während der Eiszeit sind die Wälder in unserem Raum weitgehend verschwunden. &lt;br /&gt;
Mit deren Ende vor ca. 10.000 Jahren breitete sich der Wald über weite Gebiete wieder aus, allerdings waren diese Forste wesentlich artenärmer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor 8000 Jahren besiedelten die ersten Ackerbauern nach und nach Europa und verdrängten mit der Zeit die Jäger und Sammler. Die ersten Bauern rodeten ein Stück Wald, blieben dort vermutlich eine Generation sesshaft, um danach weiterzuziehen. Diese Stellen wurden in der Folge vom Wald rasch überwuchert, aber nie mehr so, wie er vor der Besiedlung zusammengesetzt war.&lt;br /&gt;
Besonders in Lößgebieten wurde im Laufe der Zeit spätestens bis zum Mittelalter jede Waldparzelle, die dafür geeignet war, mindestens einmal vom Menschen gerodet. Dort, wo einmal Ackerbau betrieben wurde, konnte nie mehr ein natürlich zu nennender Wald entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Holz wurde in der Folge extensiv als Baustoff, zum Heizen, als Werkstoff, zum Schmelzen von Erzen, im Schiffsbau, zum Gerben, in der Salzgewinnung, zur Glasproduktion und als Viehweide (Wiesen gab es noch nicht) verwendet. Die Aufforstung war noch unbekannt, so dass sich keine Wälder mehr bilden konnten.&lt;br /&gt;
Das Holz wurde spätestens mit Beginn der Neuzeit knapp, man ergriff Sparmaßnahmen, in dem man etwa Stein- und Fachwerkhäuser errichtete und den offenen Herd durch den Kachelofen ersetzte. In den Bauernkriegen, aber auch im Dreißigjährigen Krieg war Holzmangel ein wesentlicher Motivator, zudem stand sogar die Existenz der Städte auf dem Spiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich forderte man im 18. Jh. erstmals zum Pflanzen von Jungbäumen auf, weiters errichtete man die ersten Viehweiden, was den Wald schonte. Gepflanzt wurden in erster Linie Fichten und Kiefern, selbst dort, wo sie natürlicherweise gar nicht vorkamen, etwa im Schwarzwald. Man erkannte bald, dass die Pflanzungen viel zu dicht erfolgten, dem deshalb erforderlichen Ausforsten hat unser Weihnachtsbaum seine Existenz zu verdanken. In den Fichtenwäldern legte man Lichtungen für das Vieh an. Das, was uns heute oft als Lichtung (mit kleinen Dörfern) in Form von Rodungsinseln erscheint, ist nicht geschlagen, sondern wurde nur nicht wiederbewaldet.  Erstmals kamen Hasen und Rehe in größerem Ausmaß vor, was im ursprünglich geschlossenen Wald nicht der Fall war. Sehr bald wurde diesen neuen Wälder als immer schon bestehend und natürlich angesehen und generell das Land außerhalb der Städte mit &amp;quot;Natur&amp;quot; inclusive deren Bewohner romantisierend gleichgesetzt. Auch Landstriche, die aufgrund des menschlichen Eingriffes völlig umgestaltet wurden, wie etwa die Lüneburger Heide, wurden später unter Naturschutz gestellt, obwohl sie gar nicht natürlich sind. Dies war die Zeit, in der sich der Mythos vom deutschen Wald, gestützt auch auf die Erzählungen des Tacitus über die schaurigen Wälder Germaniens, bilden konnte. Die wilden Tiere fanden sich aber nie so sehr in den europäischen Wäldern, denn in Grimms Märchenbüchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ist die Natur sanft?==&lt;br /&gt;
In [[Esoterik]]kreisen kommt der Begriff &amp;quot;natürlich&amp;quot; häufig in Kombination mit &amp;quot;sanft&amp;quot; vor. Dennoch ist die Natur keineswegs sanft. Bedingt durch zahlreiche Wechselwirkungen zwischen den Organismen verschiedener Arten, innerhalb der gleichen Art oder zwischen Populationen kommt es zu Situationen, in denen das Wohlergehen oder Überleben des Individuums gefährdet ist. Daraus resultiert Leiden, Tod, aber auch das Überleben derjenigen, die mit den Bedingungen am besten zurechtkommen, also letztendlich das Funktionieren von Ökosystemen und der Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich gegen Angriffe und Gefahren zu wehren, sind im Laufe der Evolution zahlreiche Abwehrmechanismen entstanden. Pflanzen z.B., die nicht flüchten können, müssen sich entweder sehr schnell vermehren, sehr regenerationsfähig oder möglichst unbekömmlich sein, um nicht durch Fraßfeinde vernichtet zu werden. Erstere sind als &amp;quot;Unkräuter&amp;quot; bekannt, letztere als Giftpflanzen, aber auch als [[Phytotherapie|Arzneipflanzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Natur sind Krankheiten eine ernste Gefahr für ein Tier; wenn es nicht zur [[Selbstheilungskraft|spontanen Heilung]] kommt, wird das Tier sterben. Auch bei leichteren Erkrankungen leidet die Fitness des Tieres, das dadurch leichter zur Beute von Feinden wird oder selbst nicht in der Lage ist zu jagen. Dieser Mechanismus ist für die Population durchaus sinnvoll, denn damit scheidet ein potentieller Krankheitsüberträger aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kritikern der Tierhaltung werden immer wieder tierquälerische Haltungs- und Schlachtbedingungen thematisiert und auf natürliche Haltungsformen verwiesen. Abgesehen von den tatsächlichen Misständen in der Tierhaltung hat ein Tier in der Natur keineswegs bessere Bedingungen. Dies lässt sich zum einen indirekt an der geringeren Lebenserwartung in der Wildnis erkennen, zum anderen ist es direkt beobachtbar: Hyänen fressen Gnus bei lebendigem Leib, von Parasiten befallene Tiere verenden elend, Nahrungsmangel, extreme Wettererscheinungen töten usw. Hier existieren zahlreiche Leiden, die denen in der Massentierhaltung in nichts nachstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=eM6kvnFbkZ4&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=sqrThbOG5rs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=TeuN7YAvdwc&amp;amp;feature=related&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist der in Esoterikkreisen gebräuchliche Begriff der Natürlichkeit ein Auswuchs eines von der realen Natur entfremdeten, romantischen Verständnisses der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürliche Ernährung==&lt;br /&gt;
In Kreisen &amp;quot;ökologisch&amp;quot; orientierter Menschen werden derzeitige Nahrungsmittel als &amp;quot;degeneriert&amp;quot; und vitaminarm dargestellt. Zum einen dient dieses Argument der Vermarktung von [[Nahrungsergänzungsmittel]]n, andererseits der von Lebensmitteln aus ökologischem Anbau unter Verwendung alter Kultursorten und -rassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren zahlreiche Ernährungsideologien, von denen jede von sich selbst behauptet, sie sei die ursprünglich natürliche Ernährung des Menschen. Beispiele sind: [[Urkost]], [[Rohkost]] und [[Steinzeitdiät]] sowie teilweise [[Veganismus]]. Aufgrund archäologischer Befunde geht man davon aus, dass der Mensch sich in der Vergangenheit von einer Mischkost ernährte. &amp;quot;Natürlich&amp;quot; waren allerdings auch Hungerperioden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;natürliche Ernährung&amp;quot; steht oft in Zusammenhang mit frei sein von Konservierungsstoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürlichkeit in der Medizin==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Beitrag ist in Arbeit&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Bambi-Syndrom]]&lt;br /&gt;
*[[Tiefenökologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Simon Schama: Der Traum von der Wildnis. Natur als Imagination, Kindler 1996, ISBN 978-3463401782&lt;br /&gt;
* Richard Pott: Farbatlas Waldlandschaften, Ulmer 1993, ISBN 978-3800134694&lt;br /&gt;
* Hasel: Forstgeschichte, Kessel 2002, ISBN 978-3935638265&lt;br /&gt;
* Hansjörg Küster: Geschichte der Landschaft in Mitteleuropa, Beck 2010, ISBN 978-3406608490&lt;br /&gt;
* Hansjörg Küster: Geschichte des Waldes, Beck 2008, ISBN 978-3406502798&lt;br /&gt;
* Gerhard Lang: Quartäre Vegetationsgeschichte Europas, Spektrum Akademischer Verlag (1994), ISBN 978-3827406255&lt;br /&gt;
* Jens Lüning: Siedlungen der Steinzeit. Haus, Festung und Kult, Spektrum Akademischer Verlag (1999), ISBN 978-3922508489&lt;br /&gt;
* Felix v. Hornstein: Wald und Mensch - Waldgeschichte des Alpenvorlandes Deutschlands, Österreichs und der Schweiz, Otto Maier Verlag, 1984&lt;br /&gt;
* Weyergraf: Waldungen. Die Deutschen und ihr Wald, Akademie der Künste, 1987; ISBN 978-3883319520&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Nat%C3%BCrlichkeit&amp;diff=64207</id>
		<title>Natürlichkeit</title>
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		<updated>2010-12-06T11:14:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Natürlichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet in pseudomedizinischen und esoterischne Kreisen die Unverfälschtheit und Ursprünglichkeit einer Methode oder eines Produktes. Dabei dient der Begriff &amp;quot;Natürlichkeit&amp;quot; der Bezeichnung von etwas Positivem und der Abgrenzung von etwas Künstlichem und Verfälschtem als etwas Negativem. Natürlichkeit wird meist mit &amp;quot;Sanftheit&amp;quot; und &amp;quot;[[Ganzheitlichkeit]]&amp;quot; in Verbindung gebracht und dient als Begründung dafür, weshalb angeblich oder tatsächlich alte, und/oder exotische bzw. veraltete Ansichten und Methoden angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was ist natürlich?==&lt;br /&gt;
Natur (lat.: natura, von nasci „entstehen, geboren werden“) bezeichnet in der Alltagssprache alles, was nicht vom Menschen geschaffen wurde. Somit bildet Natur den Gegenbegriff von Kultur und Technik. Dennoch ist die Abgrenzung sehr schwierig, denn Natur ist auch überall da anzutreffen, wo sich der Mensch befindet, denn jeder verfügbare Lebensraum wird besiedelt, unabhängig davon, ob dieser vom Menschen geschaffen bzw. beeinflusst wurde/wird oder nicht. Beispielsweise ist Erdöl ganz natürlich, weil es ohne Zutun des Menschen entstanden ist, während es im Allgemeinverständnis eher als etwas Unnatürliches gesehen wird. Kulturlandschften weisen eine hohe Artendiversität auf, obwohl sie nach diesem Verständnis nicht natürlich sind. Selbst die &amp;quot;unnatürlichsten&amp;quot; Habitate, wie z.B. Weltraumstationen, werden von Lebewesen spontan, d.h. ohne Willen des Menschen, besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der &amp;quot;natürliche&amp;quot; Wald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der europäische Wald war vor der letzten großen Eiszeit, die vor ca. 2,5 Millionen Jahren begann, sehr artenreich. Es wuchsen neben jenen Bäumen, die heute bei uns vorkommen, u.a. Magnolie, Tulpenbaum, Mammutbaum, Amberbaum, Rhododendron. Während der Eiszeit sind die Wälder in unserem Raum weitgehend verschwunden. &lt;br /&gt;
Mit deren Ende vor ca. 10.000 Jahren breitete sich der Wald über weite Gebiete wieder aus, allerdings waren diese Forste wesentlich artenärmer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor 8000 Jahren besiedelten die ersten Ackerbauern nach und nach Europa und verdrängten mit der Zeit die Jäger und Sammler. Die ersten Bauern rodeten ein Stück Wald, blieben dort vermutlich eine Generation sesshaft, um danach weiterzuziehen. Diese Stellen wurden in der Folge vom Wald rasch überwuchert, aber nie mehr so, wie er vor der Besiedlung zusammengesetzt war.&lt;br /&gt;
Besonders in Lößgebieten wurde im Laufe der Zeit spätestens bis zum Mittelalter jede Waldparzelle, die dafür geeignet war, mindestens einmal vom Menschen gerodet. Dort, wo einmal Ackerbau betrieben wurde, konnte nie mehr ein natürlich zu nennender Wald entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Holz wurde in der Folge extensiv als Baustoff, zum Heizen, als Werkstoff, zum Schmelzen von Erzen, im Schiffsbau, zum Gerben, in der Salzgewinnung, zur Glasproduktion und als Viehweide (Wiesen gab es noch nicht) verwendet. Die Aufforstung war noch unbekannt, so dass sich keine Wälder mehr bilden konnten.&lt;br /&gt;
Das Holz wurde spätestens mit Beginn der Neuzeit knapp, man ergriff Sparmaßnahmen, in dem man etwa Stein- und Fachwerkhäuser errichtete und den offenen Herd durch den Kachelofen ersetzte. In den Bauernkriegen, aber auch im Dreißigjährigen Krieg war Holzmangel ein wesentlicher Motivator, zudem stand sogar die Existenz der Städte auf dem Spiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich forderte man im 18. Jh. erstmals zum Pflanzen von Jungbäumen auf, weiters errichtete man die ersten Viehweiden, was den Wald schonte. Gepflanzt wurden in erster Linie Fichten und Kiefern, selbst dort, wo sie natürlicherweise gar nicht vorkamen, etwa im Schwarzwald. Man erkannte bald, dass die Pflanzungen viel zu dicht erfolgten, dem deshalb erforderlichen Ausforsten hat unser Weihnachtsbaum seine Existenz zu verdanken. In den Fichtenwäldern legte man Lichtungen für das Vieh an. Das, was uns heute oft als Lichtung (mit kleinen Dörfern) in Form von Rodungsinseln erscheint, ist nicht geschlagen, sondern wurde nur nicht wiederbewaldet.  Erstmals kamen Hasen und Rehe in größerem Ausmaß vor, was im ursprünglich geschlossenen Wald nicht der Fall war. Sehr bald wurde diesen neuen Wälder als immer schon bestehend und natürlich angesehen und generell das Land außerhalb der Städte mit &amp;quot;Natur&amp;quot; inclusive deren Bewohner romantisierend gleichgesetzt. Auch Landstriche, die aufgrund des menschlichen Eingriffes völlig umgestaltet wurden, wie etwa die Lüneburger Heide, wurden später unter Naturschutz gestellt, obwohl sie gar nicht natürlich sind. Dies war die Zeit, in der sich der Mythos vom deutschen Wald, gestützt auch auf die Erzählungen des Tacitus über die schaurigen Wälder Germaniens, bilden konnte. Die wilden Tiere fanden sich aber nie so sehr in den europäischen Wäldern, denn in Grimms Märchenbüchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ist die Natur sanft?==&lt;br /&gt;
In [[Esoterik]]kreisen kommt der Begriff &amp;quot;natürlich&amp;quot; häufig in Kombination mit &amp;quot;sanft&amp;quot; vor. Dennoch ist die Natur keineswegs sanft. Bedingt durch zahlreiche Wechselwirkungen zwischen den Organismen verschiedener Arten, innerhalb der gleichen Art oder zwischen Populationen kommt es zu Situationen, in denen das Wohlergehen oder Überleben des Individuums gefährdet ist. Daraus resultiert Leiden, Tod, aber auch das Überleben derjenigen, die mit den Bedingungen am besten zurechtkommen, also letztendlich das Funktionieren von Ökosystemen und der Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich gegen Angriffe und Gefahren zu wehren, sind im Laufe der Evolution zahlreiche Abwehrmechanismen entstanden. Pflanzen z.B., die nicht flüchten können, müssen sich entweder sehr schnell vermehren, sehr regenerationsfähig oder möglichst unbekömmlich sein, um nicht durch Fraßfeinde vernichtet zu werden. Erstere sind als &amp;quot;Unkräuter&amp;quot; bekannt, letztere als Giftpflanzen, aber auch als [[Phytotherapie|Arzneipflanzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Natur sind Krankheiten eine ernste Gefahr für ein Tier; wenn es nicht zur [[Selbstheilungskraft|spontanen Heilung]] kommt, wird das Tier sterben. Auch bei leichteren Erkrankungen leidet die Fitness des Tieres, das dadurch leichter zur Beute von Feinden wird oder selbst nicht in der Lage ist zu jagen. Dieser Mechanismus ist für die Population durchaus sinnvoll, denn damit scheidet ein potentieller Krankheitsüberträger aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kritikern der Tierhaltung werden immer wieder tierquälerische Haltungs- und Schlachtbedingungen thematisiert und auf natürliche Haltungsformen verwiesen. Abgesehen von den tatsächlichen Misständen in der Tierhaltung hat ein Tier in der Natur keineswegs bessere Bedingungen. Dies lässt sich zum einen indirekt an der geringeren Lebenserwartung in der Wildnis erkennen, zum anderen ist es direkt beobachtbar: Hyänen fressen Gnus bei lebendigem Leib, von Parasiten befallene Tiere verenden elend, Nahrungsmangel, extreme Wettererscheinungen töten usw. Hier existieren zahlreiche Leiden, die denen in der Massentierhaltung in nichts nachstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=eM6kvnFbkZ4&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=sqrThbOG5rs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=TeuN7YAvdwc&amp;amp;feature=related&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist der in Esoterikkreisen gebräuchliche Begriff der Natürlichkeit ein Auswuchs eines von der realen Natur entfremdeten, romantischen Verständnisses der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürliche Ernährung==&lt;br /&gt;
In Kreisen &amp;quot;ökologisch&amp;quot; orientierter Menschen werden derzeitige Nahrungsmittel als &amp;quot;degeneriert&amp;quot; und vitaminarm dargestellt. Zum einen dient dieses Argument der Vermarktung von [[Nahrungsergänzungsmittel]]n, andererseits der von Lebensmitteln aus ökologischem Anbau unter Verwendung alter Kultursorten und -rassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren zahlreiche Ernährungsideologien, von denen jede von sich selbst behauptet, sie sei die ursprünglich natürliche Ernährung des Menschen. Beispiele sind: [[Urkost]], [[Rohkost]] und [[Steinzeitdiät]] sowie teilweise [[Veganismus]]. Aufgrund archäologischer Befunde geht man davon aus, dass der Mensch sich in der Vergangenheit von einer Mischkost ernährte. &amp;quot;Natürlich&amp;quot; waren allerdings auch Hungerperioden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;natürliche Ernährung&amp;quot; steht oft in Zusammenhang mit frei sein von Konservierungsstoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürlichkeit in der Medizin==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Beitrag ist in Arbeit&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Bambi-Syndrom]]&lt;br /&gt;
*[[Tiefenökologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Simon Schama: Der Traum von der Wildnis. Natur als Imagination, Kindler 1996, ISBN 978-3463401782&lt;br /&gt;
* Richard Pott: Farbatlas Waldlandschaften, Ulmer 1993, ISBN 978-3800134694&lt;br /&gt;
* Hasel: Forstgeschichte, Kessel 2002, ISBN 978-3935638265&lt;br /&gt;
* Hansjörg Küster: Geschichte der Landschaft in Mitteleuropa, Beck 2010, ISBN 978-3406608490&lt;br /&gt;
* Hansjörg Küster: Geschichte des Waldes, Beck 2008, ISBN 978-3406502798&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
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		<title>Natürlichkeit</title>
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		<updated>2010-12-06T09:49:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: /* Natürliche Ernährung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Natürlichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet in pseudomedizinischen und esoterischne Kreisen die Unverfälschtheit und Ursprünglichkeit einer Methode oder eines Produktes. Dabei dient der Begriff &amp;quot;Natürlichkeit&amp;quot; der Bezeichnung von etwas Positivem und der Abgrenzung von etwas Künstlichem und Verfälschtem als etwas Negativem. Natürlichkeit wird meist mit &amp;quot;Sanftheit&amp;quot; und &amp;quot;[[Ganzheitlichkeit]]&amp;quot; in Verbindung gebracht und dient als Begründung dafür, weshalb angeblich oder tatsächlich alte, und/oder exotische bzw. veraltete Ansichten und Methoden angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was ist natürlich?==&lt;br /&gt;
Natur (lat.: natura, von nasci „entstehen, geboren werden“) bezeichnet in der Alltagssprache alles, was nicht vom Menschen geschaffen wurde. Somit bildet Natur den Gegenbegriff von Kultur und Technik. Dennoch ist die Abgrenzung sehr schwierig, denn Natur ist auch überall da anzutreffen, wo sich der Mensch befindet, denn jeder verfügbare Lebensraum wird besiedelt, unabhängig davon, ob dieser vom Menschen geschaffen bzw. beeinflusst wurde/wird oder nicht. Beispielsweise ist Erdöl ganz natürlich, weil es ohne Zutun des Menschen entstanden ist, während es im Allgemeinverständnis eher als etwas Unnatürliches gesehen wird. Kulturlandschften weisen eine hohe Artendiversität auf, obwohl sie nach diesem Verständnis nicht natürlich sind. Selbst die &amp;quot;unnatürlichsten&amp;quot; Habitate, wie z.B. Weltraumstationen, werden von Lebewesen spontan, d.h. ohne Willen des Menschen, besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der &amp;quot;natürliche&amp;quot; Wald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der europäische Wald war vor der letzten großen Eiszeit, die vor ca. 2,5 Millionen Jahren begann, sehr artenreich. Es wuchsen neben jenen Bäumen, die heute bei uns vorkommen, u.a. Magnolie, Tulpenbaum, Mammutbaum, Amberbaum, Rhododendron. Während der Eiszeit sind die Wälder in unserem Raum weitgehend verschwunden. &lt;br /&gt;
Mit deren Ende vor ca. 10.000 Jahren breitete sich der Wald über weite Gebiete wieder aus, allerdings waren diese Forste wesentlich artenärmer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor 8000 Jahren besiedelten die ersten Ackerbauern nach und nach Europa und verdrängten mit der Zeit die Jäger und Sammler. Die ersten Bauern rodeten ein Stück Wald, blieben dort vermutlich eine Generation sesshaft, um danach weiterzuziehen. Diese Stellen wurden in der Folge vom Wald rasch überwuchert, aber nie mehr so, wie er vor der Besiedlung zusammengesetzt war.&lt;br /&gt;
Besonders in Lößgebieten wurde im Laufe der Zeit spätestens bis zum Mittelalter jede Waldparzelle, die dafür geeignet war, mindestens einmal vom Menschen gerodet. Dort, wo einmal Ackerbau betrieben wurde, konnte nie mehr ein natürlich zu nennender Wald entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Holz wurde in der Folge extensiv als Baustoff, zum Heizen, als Werkstoff, zum Schmelzen von Erzen, im Schiffsbau, zum Gerben, in der Salzgewinnung, zur Glasproduktion und als Viehweide (Wiesen gab es noch nicht) verwendet. Die Aufforstung war noch unbekannt, so dass sich keine Wälder mehr bilden konnten.&lt;br /&gt;
Das Holz wurde spätestens mit Beginn der Neuzeit knapp, man ergriff Sparmaßnahmen, in dem man etwa Stein- und Fachwerkhäuser errichtete und den offenen Herd durch den Kachelofen ersetzte. In den Bauernkriegen, aber auch im Dreißigjährigen Krieg war Holzmangel ein wesentlicher Motivator, zudem stand sogar die Existenz der Städte auf dem Spiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich forderte man im 18. Jh. erstmals zum Pflanzen von Jungbäumen auf, weiters errichtete man die ersten Viehweiden, was den Wald schonte. Gepflanzt wurden in erster Linie Fichten und Kiefern, selbst dort, wo sie natürlicherweise gar nicht vorkamen, etwa im Schwarzwald. Man erkannte bald, dass die Pflanzungen viel zu dicht erfolgten, dem deshalb erforderlichen Ausforsten hat unser Weihnachtsbaum seine Existenz zu verdanken. In den Fichtenwäldern legte man Lichtungen für das Vieh an. Das, was uns heute oft als Lichtung (mit kleinen Dörfern) in Form von Rodungsinseln erscheint, ist nicht geschlagen, sondern wurde nur nicht wiederbewaldet.  Erstmals kamen Hasen und Rehe in größerem Ausmaß vor, was im ursprünglich geschlossenen Wald nicht der Fall war. Sehr bald wurde diesen neuen Wälder als immer schon bestehend und natürlich angesehen und generell das Land außerhalb der Städte mit &amp;quot;Natur&amp;quot; inclusive deren Bewohner romantisierend gleichgesetzt. Auch Landstriche, die aufgrund des menschlichen Eingriffes völlig umgestaltet wurden, wie etwa die Lüneburger Heide, wurden später unter Naturschutz gestellt, obwohl sie gar nicht natürlich sind. Dies war die Zeit, in der sich der Mythos vom deutschen Wald, gestützt auch auf die Erzählungen des Tacitus über die schaurigen Wälder Germaniens, bilden konnte. Die wilden Tiere fanden sich aber nie so sehr in den europäischen Wäldern, denn in Grimms Märchenbüchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ist die Natur sanft?==&lt;br /&gt;
In [[Esoterik]]kreisen kommt der Begriff &amp;quot;natürlich&amp;quot; häufig in Kombination mit &amp;quot;sanft&amp;quot; vor. Dennoch ist die Natur keineswegs sanft. Bedingt durch zahlreiche Wechselwirkungen zwischen den Organismen verschiedener Arten, innerhalb der gleichen Art oder zwischen Populationen kommt es zu Situationen, in denen das Wohlergehen oder Überleben des Individuums gefährdet ist. Daraus resultiert Leiden, Tod, aber auch das Überleben derjenigen, die mit den Bedingungen am besten zurechtkommen, also letztendlich das Funktionieren von Ökosystemen und der Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich gegen Angriffe und Gefahren zu wehren, sind im Laufe der Evolution zahlreiche Abwehrmechanismen entstanden. Pflanzen z.B., die nicht flüchten können, müssen sich entweder sehr schnell vermehren, sehr regenerationsfähig oder möglichst unbekömmlich sein, um nicht durch Fraßfeinde vernichtet zu werden. Erstere sind als &amp;quot;Unkräuter&amp;quot; bekannt, letztere als Giftpflanzen, aber auch als [[Phytotherapie|Arzneipflanzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Natur sind Krankheiten eine ernste Gefahr für ein Tier; wenn es nicht zur [[Selbstheilungskraft|spontanen Heilung]] kommt, wird das Tier sterben. Auch bei leichteren Erkrankungen leidet die Fitness des Tieres, das dadurch leichter zur Beute von Feinden wird oder selbst nicht in der Lage ist zu jagen. Dieser Mechanismus ist für die Population durchaus sinnvoll, denn damit scheidet ein potentieller Krankheitsüberträger aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kritikern der Tierhaltung werden immer wieder tierquälerische Haltungs- und Schlachtbedingungen thematisiert und auf natürliche Haltungsformen verwiesen. Abgesehen von den tatsächlichen Misständen in der Tierhaltung hat ein Tier in der Natur keineswegs bessere Bedingungen. Dies lässt sich zum einen indirekt an der geringeren Lebenserwartung in der Wildnis erkennen, zum anderen ist es direkt beobachtbar: Hyänen fressen Gnus bei lebendigem Leib, von Parasiten befallene Tiere verenden elend, Nahrungsmangel, extreme Wettererscheinungen töten usw. Hier existieren zahlreiche Leiden, die denen in der Massentierhaltung in nichts nachstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=eM6kvnFbkZ4&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=sqrThbOG5rs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=TeuN7YAvdwc&amp;amp;feature=related&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist der in Esoterikkreisen gebräuchliche Begriff der Natürlichkeit ein Auswuchs eines von der realen Natur entfremdeten, romantischen Verständnisses der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürliche Ernährung==&lt;br /&gt;
In Kreisen &amp;quot;ökologisch&amp;quot; orientierter Menschen werden derzeitige Nahrungsmittel als &amp;quot;degeneriert&amp;quot; und vitaminarm dargestellt. Zum einen dient dieses Argument der Vermarktung von [[Nahrungsergänzungsmittel]]n, andererseits der von Lebensmitteln aus ökologischem Anbau unter Verwendung alter Kultursorten und -rassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren zahlreiche Ernährungsideologien, von denen jede von sich selbst behauptet, sie sei die ursprünglich natürliche Ernährung des Menschen. Beispiele sind: [[Urkost]], [[Rohkost]] und [[Steinzeitdiät]] sowie teilweise [[Veganismus]]. Aufgrund archäologischer Befunde geht man davon aus, dass der Mensch sich in der Vergangenheit von einer Mischkost ernährte. &amp;quot;Natürlich&amp;quot; waren allerdings auch Hungerperioden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;natürliche Ernährung&amp;quot; steht oft in Zusammenhang mit frei sein von Konservierungsstoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürlichkeit in der Medizin==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Beitrag ist in Arbeit&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Bambi-Syndrom]]&lt;br /&gt;
*[[Tiefenökologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Nat%C3%BCrlichkeit&amp;diff=64195</id>
		<title>Natürlichkeit</title>
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		<updated>2010-12-06T09:46:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: /* Was ist natürlich? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Natürlichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet in pseudomedizinischen und esoterischne Kreisen die Unverfälschtheit und Ursprünglichkeit einer Methode oder eines Produktes. Dabei dient der Begriff &amp;quot;Natürlichkeit&amp;quot; der Bezeichnung von etwas Positivem und der Abgrenzung von etwas Künstlichem und Verfälschtem als etwas Negativem. Natürlichkeit wird meist mit &amp;quot;Sanftheit&amp;quot; und &amp;quot;[[Ganzheitlichkeit]]&amp;quot; in Verbindung gebracht und dient als Begründung dafür, weshalb angeblich oder tatsächlich alte, und/oder exotische bzw. veraltete Ansichten und Methoden angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was ist natürlich?==&lt;br /&gt;
Natur (lat.: natura, von nasci „entstehen, geboren werden“) bezeichnet in der Alltagssprache alles, was nicht vom Menschen geschaffen wurde. Somit bildet Natur den Gegenbegriff von Kultur und Technik. Dennoch ist die Abgrenzung sehr schwierig, denn Natur ist auch überall da anzutreffen, wo sich der Mensch befindet, denn jeder verfügbare Lebensraum wird besiedelt, unabhängig davon, ob dieser vom Menschen geschaffen bzw. beeinflusst wurde/wird oder nicht. Beispielsweise ist Erdöl ganz natürlich, weil es ohne Zutun des Menschen entstanden ist, während es im Allgemeinverständnis eher als etwas Unnatürliches gesehen wird. Kulturlandschften weisen eine hohe Artendiversität auf, obwohl sie nach diesem Verständnis nicht natürlich sind. Selbst die &amp;quot;unnatürlichsten&amp;quot; Habitate, wie z.B. Weltraumstationen, werden von Lebewesen spontan, d.h. ohne Willen des Menschen, besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der &amp;quot;natürliche&amp;quot; Wald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der europäische Wald war vor der letzten großen Eiszeit, die vor ca. 2,5 Millionen Jahren begann, sehr artenreich. Es wuchsen neben jenen Bäumen, die heute bei uns vorkommen, u.a. Magnolie, Tulpenbaum, Mammutbaum, Amberbaum, Rhododendron. Während der Eiszeit sind die Wälder in unserem Raum weitgehend verschwunden. &lt;br /&gt;
Mit deren Ende vor ca. 10.000 Jahren breitete sich der Wald über weite Gebiete wieder aus, allerdings waren diese Forste wesentlich artenärmer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor 8000 Jahren besiedelten die ersten Ackerbauern nach und nach Europa und verdrängten mit der Zeit die Jäger und Sammler. Die ersten Bauern rodeten ein Stück Wald, blieben dort vermutlich eine Generation sesshaft, um danach weiterzuziehen. Diese Stellen wurden in der Folge vom Wald rasch überwuchert, aber nie mehr so, wie er vor der Besiedlung zusammengesetzt war.&lt;br /&gt;
Besonders in Lößgebieten wurde im Laufe der Zeit spätestens bis zum Mittelalter jede Waldparzelle, die dafür geeignet war, mindestens einmal vom Menschen gerodet. Dort, wo einmal Ackerbau betrieben wurde, konnte nie mehr ein natürlich zu nennender Wald entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Holz wurde in der Folge extensiv als Baustoff, zum Heizen, als Werkstoff, zum Schmelzen von Erzen, im Schiffsbau, zum Gerben, in der Salzgewinnung, zur Glasproduktion und als Viehweide (Wiesen gab es noch nicht) verwendet. Die Aufforstung war noch unbekannt, so dass sich keine Wälder mehr bilden konnten.&lt;br /&gt;
Das Holz wurde spätestens mit Beginn der Neuzeit knapp, man ergriff Sparmaßnahmen, in dem man etwa Stein- und Fachwerkhäuser errichtete und den offenen Herd durch den Kachelofen ersetzte. In den Bauernkriegen, aber auch im Dreißigjährigen Krieg war Holzmangel ein wesentlicher Motivator, zudem stand sogar die Existenz der Städte auf dem Spiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich forderte man im 18. Jh. erstmals zum Pflanzen von Jungbäumen auf, weiters errichtete man die ersten Viehweiden, was den Wald schonte. Gepflanzt wurden in erster Linie Fichten und Kiefern, selbst dort, wo sie natürlicherweise gar nicht vorkamen, etwa im Schwarzwald. Man erkannte bald, dass die Pflanzungen viel zu dicht erfolgten, dem deshalb erforderlichen Ausforsten hat unser Weihnachtsbaum seine Existenz zu verdanken. In den Fichtenwäldern legte man Lichtungen für das Vieh an. Das, was uns heute oft als Lichtung (mit kleinen Dörfern) in Form von Rodungsinseln erscheint, ist nicht geschlagen, sondern wurde nur nicht wiederbewaldet.  Erstmals kamen Hasen und Rehe in größerem Ausmaß vor, was im ursprünglich geschlossenen Wald nicht der Fall war. Sehr bald wurde diesen neuen Wälder als immer schon bestehend und natürlich angesehen und generell das Land außerhalb der Städte mit &amp;quot;Natur&amp;quot; inclusive deren Bewohner romantisierend gleichgesetzt. Auch Landstriche, die aufgrund des menschlichen Eingriffes völlig umgestaltet wurden, wie etwa die Lüneburger Heide, wurden später unter Naturschutz gestellt, obwohl sie gar nicht natürlich sind. Dies war die Zeit, in der sich der Mythos vom deutschen Wald, gestützt auch auf die Erzählungen des Tacitus über die schaurigen Wälder Germaniens, bilden konnte. Die wilden Tiere fanden sich aber nie so sehr in den europäischen Wäldern, denn in Grimms Märchenbüchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ist die Natur sanft?==&lt;br /&gt;
In [[Esoterik]]kreisen kommt der Begriff &amp;quot;natürlich&amp;quot; häufig in Kombination mit &amp;quot;sanft&amp;quot; vor. Dennoch ist die Natur keineswegs sanft. Bedingt durch zahlreiche Wechselwirkungen zwischen den Organismen verschiedener Arten, innerhalb der gleichen Art oder zwischen Populationen kommt es zu Situationen, in denen das Wohlergehen oder Überleben des Individuums gefährdet ist. Daraus resultiert Leiden, Tod, aber auch das Überleben derjenigen, die mit den Bedingungen am besten zurechtkommen, also letztendlich das Funktionieren von Ökosystemen und der Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich gegen Angriffe und Gefahren zu wehren, sind im Laufe der Evolution zahlreiche Abwehrmechanismen entstanden. Pflanzen z.B., die nicht flüchten können, müssen sich entweder sehr schnell vermehren, sehr regenerationsfähig oder möglichst unbekömmlich sein, um nicht durch Fraßfeinde vernichtet zu werden. Erstere sind als &amp;quot;Unkräuter&amp;quot; bekannt, letztere als Giftpflanzen, aber auch als [[Phytotherapie|Arzneipflanzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Natur sind Krankheiten eine ernste Gefahr für ein Tier; wenn es nicht zur [[Selbstheilungskraft|spontanen Heilung]] kommt, wird das Tier sterben. Auch bei leichteren Erkrankungen leidet die Fitness des Tieres, das dadurch leichter zur Beute von Feinden wird oder selbst nicht in der Lage ist zu jagen. Dieser Mechanismus ist für die Population durchaus sinnvoll, denn damit scheidet ein potentieller Krankheitsüberträger aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kritikern der Tierhaltung werden immer wieder tierquälerische Haltungs- und Schlachtbedingungen thematisiert und auf natürliche Haltungsformen verwiesen. Abgesehen von den tatsächlichen Misständen in der Tierhaltung hat ein Tier in der Natur keineswegs bessere Bedingungen. Dies lässt sich zum einen indirekt an der geringeren Lebenserwartung in der Wildnis erkennen, zum anderen ist es direkt beobachtbar: Hyänen fressen Gnus bei lebendigem Leib, von Parasiten befallene Tiere verenden elend, Nahrungsmangel, extreme Wettererscheinungen töten usw. Hier existieren zahlreiche Leiden, die denen in der Massentierhaltung in nichts nachstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=eM6kvnFbkZ4&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=sqrThbOG5rs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=TeuN7YAvdwc&amp;amp;feature=related&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist der in Esoterikkreisen gebräuchliche Begriff der Natürlichkeit ein Auswuchs eines von der realen Natur entfremdeten, romantischen Verständnisses der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürliche Ernährung==&lt;br /&gt;
In Kreisen &amp;quot;ökologisch&amp;quot; orientierter Menschen werden derzeitige Nahrungsmittel als &amp;quot;degeneriert&amp;quot; und vitaminarm dargestellt. Zum einen dient dieses Argument der Vermarktung von [[Nahrungsergänzungsmittel]]n, andererseits der von Lebensmitteln aus ökologischem Anbau unter Verwendung alter Kultursorten und -rassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren zahlreiche Ernährungsideologien, von denen jede von sich selbst behauptet, sie sei die ursprünglich natürliche Ernährung des Menschen. Beispiele sind: [[Urkost]], [[Rohkost]] und [[Steinzeitdiät]] sowie teilweise [[Veganismus]]. Aufgrund archäologischer Befunde geht man davon aus, dass der Mensch sich in der Vergangenheit von einer Mischkost ernährte. &amp;quot;Natürlich&amp;quot; waren allerdings auch Hungerperioden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;ntürliche Ernährung&amp;quot; steht oft in Zusammenhang mit frei sein von Konservierungsstoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürlichkeit in der Medizin==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Beitrag ist in Arbeit&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Bambi-Syndrom]]&lt;br /&gt;
*[[Tiefenökologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Nat%C3%BCrlichkeit&amp;diff=64190</id>
		<title>Natürlichkeit</title>
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		<updated>2010-12-06T09:37:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: /* Was ist natürlich? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Natürlichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet in pseudomedizinischen und esoterischne Kreisen die Unverfälschtheit und Ursprünglichkeit einer Methode oder eines Produktes. Dabei dient der Begriff &amp;quot;Natürlichkeit&amp;quot; der Bezeichnung von etwas Positivem und der Abgrenzung von etwas Künstlichem und Verfälschtem als etwas Negativem. Natürlichkeit wird meist mit &amp;quot;Sanftheit&amp;quot; und &amp;quot;[[Ganzheitlichkeit]]&amp;quot; in Verbindung gebracht und dient als Begründung dafür, weshalb angeblich oder tatsächlich alte, und/oder exotische bzw. veraltete Ansichten und Methoden angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was ist natürlich?==&lt;br /&gt;
Natur (lat.: natura, von nasci „entstehen, geboren werden“) bezeichnet in der Alltagssprache alles, was nicht vom Menschen geschaffen wurde. Somit bildet Natur den Gegenbegriff von Kultur und Technik. Dennoch ist die Abgrenzung sehr schwierig, denn Natur ist auch überall da anzutreffen, wo sich der Mensch befindet, denn jeder verfügbare Lebensraum wird besiedelt, unabhängig davon, ob dieser vom Menschen geschaffen bzw. beeinflusst wurde/wird oder nicht. Beispielsweise ist Erdöl ganz natürlich, weil es ohne Zutun des Menschen entstanden ist, während es im Allgemeinverständnis eher als etwas Unnatürliches gesehen wird. Kulturlandschften weisen eine hohe Artendiversität auf, obwohl sie nach diesem Verständnis nicht natürlich sind. Selbst die &amp;quot;unnatürlichsten&amp;quot; Habitate, wie z.B. Weltraumstationen, werden von Lebewesen spontan, d.h. ohne Willen des Menschen, besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der &amp;quot;natürliche&amp;quot; Wald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der europäische Wald war vor der letzten großen Eiszeit, die vor ca. 2,5 Millionen Jahren begann, sehr artenreich. Es wuchsen neben jenen Bäumen, die heute bei uns vorkommen, u.a. Magnolie, Tulpenbaum, Mammutbaum, Amberbaum, Rhododendron. Während der Eiszeit sind die Wälder in unserem Raum weitgehend verschwunden. &lt;br /&gt;
Mit deren Ende vor ca. 10.000 Jahren breitete sich der Wald über weite Gebiete wieder aus, allerdings waren diese Forste wesentlich artenärmer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor 8000 Jahren besiedelten die ersten Ackerbauern nach und nach Europa und verdrängten mit der Zeit die Jäger und Sammler. Die ersten Bauern rodeten ein Stück Wald, blieben dort vermutlich eine Generation sesshaft, um danach weiterzuziehen. Diese Stellen wurden in der Folge vom Wald rasch überwuchert, aber nie mehr so, wie er vor der Besiedlung zusammengesetzt war.&lt;br /&gt;
Besonders in Lößgebieten wurde im Laufe der Zeit spätestens bis zum Mittelalter jede Waldparzelle, die dafür geeignet war, mindestens einmal vom Menschen gerodet. Dort, wo einmal Ackerbau betrieben wurde, konnte nie mehr ein natürlich zu nennender Wald entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Holz wurde in der Folge extensiv als Baustoff, zum Heizen, als Werkstoff, zum Schmelzen von Erzen, im Schiffsbau, zum Gerben, in der Salzgewinnung, zur Glasproduktion und als Viehweide (Wiesen gab es noch nicht) verwendet. Die Aufforstung war noch unbekannt, so dass sich keine Wälder mehr bilden konnten.&lt;br /&gt;
Das Holz wurde spätestens mit Beginn der Neuzeit knapp, man ergriff Sparmaßnahmen, in dem man etwa Stein- und Fachwerkhäuser errichtete und den offenen Herd durch den Kachelofen ersetzte. In den Bauernkriegen, aber auch im Dreißigjährigen Krieg war Holzmangel ein wesentlicher Motivator, zudem stand sogar die Existenz der Städte auf dem Spiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich forderte man im 18. Jh. erstmals zum Pflanzen von Jungbäumen auf, weiters errichtete man die ersten Viehweiden, was den Wald schonte. Gepflanzt wurden in erster Linie Fichten und Kiefern, selbst dort, wo sie natürlicherweise gar nicht vorkamen, etwa im Schwarzwald. Man erkannte bald, dass die Pflanzungen viel zu dicht erfolgten, dem deshalb erforderlichen Ausforsten hat unser Weihnachtsbaum seine Existenz zu verdanken. In den Fichtenwäldern legte man Lichtungen für das Vieh an. Das, was uns heute oft als Lichtung (mit kleinen Dörfern) in Form von Rodungsinseln erscheint, ist nicht geschlagen, sondern wurde nur nicht wiederbewaldet.  Erstmals kamen Hasen und Rehe in größerem Ausmaß vor, was im ursprünglich geschlossenen Wald nicht der Fall war. Sehr bald wurde diesen neuen Wälder als immer schon bestehend und natürlich angesehen und generell das Land außerhalb der Städte mit &amp;quot;Natur&amp;quot; inclusive deren Bewohner romantisierend gleichgesetzt. Dies war die Zeit, in der sich der Mythos vom deutschen Wald, gestützt auch auf die Erzählungen des Tacitus über die schaurigen Wälder Germaniens, bilden konnte. Die wilden Tiere fanden sich aber nie so sehr in den europäischen Wäldern, denn in Grimms Märchenbüchern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Beitrag wird fortgesetzt.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ist die Natur sanft?==&lt;br /&gt;
In [[Esoterik]]kreisen kommt der Begriff &amp;quot;natürlich&amp;quot; häufig in Kombination mit &amp;quot;sanft&amp;quot; vor. Dennoch ist die Natur keineswegs sanft. Bedingt durch zahlreiche Wechselwirkungen zwischen den Organismen verschiedener Arten, innerhalb der gleichen Art oder zwischen Populationen kommt es zu Situationen, in denen das Wohlergehen oder Überleben des Individuums gefährdet ist. Daraus resultiert Leiden, Tod, aber auch das Überleben derjenigen, die mit den Bedingungen am besten zurechtkommen, also letztendlich das Funktionieren von Ökosystemen und der Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich gegen Angriffe und Gefahren zu wehren, sind im Laufe der Evolution zahlreiche Abwehrmechanismen entstanden. Pflanzen z.B., die nicht flüchten können, müssen sich entweder sehr schnell vermehren, sehr regenerationsfähig oder möglichst unbekömmlich sein, um nicht durch Fraßfeinde vernichtet zu werden. Erstere sind als &amp;quot;Unkräuter&amp;quot; bekannt, letztere als Giftpflanzen, aber auch als [[Phytotherapie|Arzneipflanzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Natur sind Krankheiten eine ernste Gefahr für ein Tier; wenn es nicht zur [[Selbstheilungskraft|spontanen Heilung]] kommt, wird das Tier sterben. Auch bei leichteren Erkrankungen leidet die Fitness des Tieres, das dadurch leichter zur Beute von Feinden wird oder selbst nicht in der Lage ist zu jagen. Dieser Mechanismus ist für die Population durchaus sinnvoll, denn damit scheidet ein potentieller Krankheitsüberträger aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kritikern der Tierhaltung werden immer wieder tierquälerische Haltungs- und Schlachtbedingungen thematisiert und auf natürliche Haltungsformen verwiesen. Abgesehen von den tatsächlichen Misständen in der Tierhaltung hat ein Tier in der Natur keineswegs bessere Bedingungen. Dies lässt sich zum einen indirekt an der geringeren Lebenserwartung in der Wildnis erkennen, zum anderen ist es direkt beobachtbar: Hyänen fressen Gnus bei lebendigem Leib, von Parasiten befallene Tiere verenden elend, Nahrungsmangel, extreme Wettererscheinungen töten usw. Hier existieren zahlreiche Leiden, die denen in der Massentierhaltung in nichts nachstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=eM6kvnFbkZ4&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=sqrThbOG5rs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=TeuN7YAvdwc&amp;amp;feature=related&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist der in Esoterikkreisen gebräuchliche Begriff der Natürlichkeit ein Auswuchs eines von der realen Natur entfremdeten, romantischen Verständnisses der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürliche Ernährung==&lt;br /&gt;
In Kreisen &amp;quot;ökologisch&amp;quot; orientierter Menschen werden derzeitige Nahrungsmittel als &amp;quot;degeneriert&amp;quot; und vitaminarm dargestellt. Zum einen dient dieses Argument der Vermarktung von [[Nahrungsergänzungsmittel]]n, andererseits der von Lebensmitteln aus ökologischem Anbau unter Verwendung alter Kultursorten und -rassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren zahlreiche Ernährungsideologien, von denen jede von sich selbst behauptet, sie sei die ursprünglich natürliche Ernährung des Menschen. Beispiele sind: [[Urkost]], [[Rohkost]] und [[Steinzeitdiät]] sowie teilweise [[Veganismus]]. Aufgrund archäologischer Befunde geht man davon aus, dass der Mensch sich in der Vergangenheit von einer Mischkost ernährte. &amp;quot;Natürlich&amp;quot; waren allerdings auch Hungerperioden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;ntürliche Ernährung&amp;quot; steht oft in Zusammenhang mit frei sein von Konservierungsstoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürlichkeit in der Medizin==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Beitrag ist in Arbeit&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Bambi-Syndrom]]&lt;br /&gt;
*[[Tiefenökologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Nat%C3%BCrlichkeit&amp;diff=64188</id>
		<title>Natürlichkeit</title>
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		<updated>2010-12-06T09:30:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: /* Was ist natürlich? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Natürlichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet in pseudomedizinischen und esoterischne Kreisen die Unverfälschtheit und Ursprünglichkeit einer Methode oder eines Produktes. Dabei dient der Begriff &amp;quot;Natürlichkeit&amp;quot; der Bezeichnung von etwas Positivem und der Abgrenzung von etwas Künstlichem und Verfälschtem als etwas Negativem. Natürlichkeit wird meist mit &amp;quot;Sanftheit&amp;quot; und &amp;quot;[[Ganzheitlichkeit]]&amp;quot; in Verbindung gebracht und dient als Begründung dafür, weshalb angeblich oder tatsächlich alte, und/oder exotische bzw. veraltete Ansichten und Methoden angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was ist natürlich?==&lt;br /&gt;
Natur (lat.: natura, von nasci „entstehen, geboren werden“) bezeichnet in der Alltagssprache alles, was nicht vom Menschen geschaffen wurde. Somit bildet Natur den Gegenbegriff von Kultur und Technik. Dennoch ist die Abgrenzung sehr schwierig, denn Natur ist auch überall da anzutreffen, wo sich der Mensch befindet, denn jeder verfügbare Lebensraum wird besiedelt, unabhängig davon, ob dieser vom Menschen geschaffen bzw. beeinflusst wurde/wird oder nicht. Beispielsweise ist Erdöl ganz natürlich, weil es ohne Zutun des Menschen entstanden ist, während es im Allgemeinverständnis eher als etwas Unnatürliches gesehen wird. Kulturlandschften weisen eine hohe Artendiversität auf, obwohl sie nach diesem Verständnis nicht natürlich sind. Selbst die &amp;quot;unnatürlichsten&amp;quot; Habitate, wie z.B. Weltraumstationen, werden von Lebewesen spontan, d.h. ohne Willen des Menschen, besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der &amp;quot;natürliche&amp;quot; Wald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der europäische Wald war vor der letzten großen Eiszeit, die vor ca. 2,5 Millionen Jahren begann, sehr artenreich. Es wuchsen neben jenen Bäumen, die heute bei uns vorkommen, u.a. Magnolie, Tulpenbaum, Mammutbaum, Amberbaum, Rhododendron. Während der Eiszeit sind die Wälder in unserem Raum weitgehend verschwunden. &lt;br /&gt;
Mit deren Ende vor ca. 10.000 Jahren breitete sich der Wald über weite Gebiete wieder aus, allerdings waren diese Forste wesentlich artenärmer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor 8000 Jahren besiedelten die ersten Ackerbauern nach und nach Europa und verdrängten mit der Zeit die Jäger und Sammler. Die ersten Bauern rodeten ein Stück Wald, blieben dort vermutlich eine Generation sesshaft, um danach weiterzuziehen. Diese Stellen wurden in der Folge vom Wald rasch überwuchert, aber nie mehr so, wie er vor der Besiedlung zusammengesetzt war.&lt;br /&gt;
Besonders in Lößgebieten wurde im Laufe der Zeit spätestens bis zum Mittelalter jede Waldparzelle, die dafür geeignet war, mindestens einmal vom Menschen gerodet. Dort, wo einmal Ackerbau betrieben wurde, konnte nie mehr ein natürlich zu nennender Wald entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Holz wurde in der Folge extensiv als Baustoff, zum Heizen, als Werkstoff, zum Schmelzen von Erzen, im Schiffsbau, zum Gerben, in der Salzgewinnung, zur Glasproduktion und als Viehweide (Wiesen gab es noch nicht) verwendet. Die Aufforstung war noch unbekannt, so dass sich keine Wälder mehr bilden konnten.&lt;br /&gt;
Das Holz wurde spätestens mit Beginn der Neuzeit knapp, man ergriff Sparmaßnahmen, in dem man etwa Stein- und Fachwerkhäuser errichtete und den offenen Herd durch den Kachelofen ersetzte. In den Bauernkriegen, aber auch im Dreißigjährigen Krieg war Holzmangel ein wesentlicher Motivator, zudem stand sogar die Existenz der Städte auf dem Spiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich forderte man im 18. Jh. erstmals zum Pflanzen von Jungbäumen auf, weiters errichtete man die ersten Viehweiden, was den Wald schonte. Gepflanzt wurden in erster Linie Fichten und Kiefern, selbst dort, wo sie natürlicherweise gar nicht vorkamen, etwa im Schwarzwald. Man erkannte bald, dass die Pflanzungen viel zu dicht erfolgten, dem deshalb erforderlichen Ausforsten hat unser Weihnachtsbaum seine Existenz zu verdanken. In den Fichtenwäldern legte man Lichtungen für das Vieh an, erstmals kamen Hasen und Rehe in größerem Ausmaß vor, was im ursprünglich geschlossenen Wald nicht der Fall war. Sehr bald wurde diesen neuen Wälder als immer schon bestehend und natürlich angesehen. Dies war die Zeit, in der sich der Mythos vom deutschen Wald, gestützt auch auf die Erzählungen des Tacitus über die schaurigen Wälder Germaniens, bilden konnte. Die wilden Tiere fanden sich aber nie so sehr in den europäischen Wäldern, denn in Grimms Märchenbüchern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Beitrag wird fortgesetzt.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ist die Natur sanft?==&lt;br /&gt;
In [[Esoterik]]kreisen kommt der Begriff &amp;quot;natürlich&amp;quot; häufig in Kombination mit &amp;quot;sanft&amp;quot; vor. Dennoch ist die Natur keineswegs sanft. Bedingt durch zahlreiche Wechselwirkungen zwischen den Organismen verschiedener Arten, innerhalb der gleichen Art oder zwischen Populationen kommt es zu Situationen, in denen das Wohlergehen oder Überleben des Individuums gefährdet ist. Daraus resultiert Leiden, Tod, aber auch das Überleben derjenigen, die mit den Bedingungen am besten zurechtkommen, also letztendlich das Funktionieren von Ökosystemen und der Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich gegen Angriffe und Gefahren zu wehren, sind im Laufe der Evolution zahlreiche Abwehrmechanismen entstanden. Pflanzen z.B., die nicht flüchten können, müssen sich entweder sehr schnell vermehren, sehr regenerationsfähig oder möglichst unbekömmlich sein, um nicht durch Fraßfeinde vernichtet zu werden. Erstere sind als &amp;quot;Unkräuter&amp;quot; bekannt, letztere als Giftpflanzen, aber auch als [[Phytotherapie|Arzneipflanzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Natur sind Krankheiten eine ernste Gefahr für ein Tier; wenn es nicht zur [[Selbstheilungskraft|spontanen Heilung]] kommt, wird das Tier sterben. Auch bei leichteren Erkrankungen leidet die Fitness des Tieres, das dadurch leichter zur Beute von Feinden wird oder selbst nicht in der Lage ist zu jagen. Dieser Mechanismus ist für die Population durchaus sinnvoll, denn damit scheidet ein potentieller Krankheitsüberträger aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kritikern der Tierhaltung werden immer wieder tierquälerische Haltungs- und Schlachtbedingungen thematisiert und auf natürliche Haltungsformen verwiesen. Abgesehen von den tatsächlichen Misständen in der Tierhaltung hat ein Tier in der Natur keineswegs bessere Bedingungen. Dies lässt sich zum einen indirekt an der geringeren Lebenserwartung in der Wildnis erkennen, zum anderen ist es direkt beobachtbar: Hyänen fressen Gnus bei lebendigem Leib, von Parasiten befallene Tiere verenden elend, Nahrungsmangel, extreme Wettererscheinungen töten usw. Hier existieren zahlreiche Leiden, die denen in der Massentierhaltung in nichts nachstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=eM6kvnFbkZ4&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=sqrThbOG5rs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=TeuN7YAvdwc&amp;amp;feature=related&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist der in Esoterikkreisen gebräuchliche Begriff der Natürlichkeit ein Auswuchs eines von der realen Natur entfremdeten, romantischen Verständnisses der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürliche Ernährung==&lt;br /&gt;
In Kreisen &amp;quot;ökologisch&amp;quot; orientierter Menschen werden derzeitige Nahrungsmittel als &amp;quot;degeneriert&amp;quot; und vitaminarm dargestellt. Zum einen dient dieses Argument der Vermarktung von [[Nahrungsergänzungsmittel]]n, andererseits der von Lebensmitteln aus ökologischem Anbau unter Verwendung alter Kultursorten und -rassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren zahlreiche Ernährungsideologien, von denen jede von sich selbst behauptet, sie sei die ursprünglich natürliche Ernährung des Menschen. Beispiele sind: [[Urkost]], [[Rohkost]] und [[Steinzeitdiät]] sowie teilweise [[Veganismus]]. Aufgrund archäologischer Befunde geht man davon aus, dass der Mensch sich in der Vergangenheit von einer Mischkost ernährte. &amp;quot;Natürlich&amp;quot; waren allerdings auch Hungerperioden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;ntürliche Ernährung&amp;quot; steht oft in Zusammenhang mit frei sein von Konservierungsstoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürlichkeit in der Medizin==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Beitrag ist in Arbeit&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Bambi-Syndrom]]&lt;br /&gt;
*[[Tiefenökologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Nat%C3%BCrlichkeit&amp;diff=64161</id>
		<title>Natürlichkeit</title>
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		<updated>2010-12-06T07:01:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: /* Natürlichkeit in der Medizin */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Natürlichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet in pseudomedizinischen und esoterischne Kreisen die Unverfälschtheit und Ursprünglichkeit einer Methode oder eines Produktes. Dabei dient der Begriff &amp;quot;Natürlichkeit&amp;quot; der Bezeichnung von etwas Positivem und der Abgrenzung von etwas Künstlichem und Verfälschtem als etwas Negativem. Natürlichkeit wird meist mit &amp;quot;Sanftheit&amp;quot; und &amp;quot;[[Ganzheitlichkeit]]&amp;quot; in Verbindung gebracht und dient als Begründung dafür, weshalb angeblich oder tatsächlich alte, und/oder exotische bzw. veraltete Ansichten und Methoden angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was ist natürlich?==&lt;br /&gt;
Natur (lat.: natura, von nasci „entstehen, geboren werden“) bezeichnet in der Alltagssprache alles, was nicht vom Menschen geschaffen wurde. Somit bildet Natur den Gegenbegriff von Kultur und Technik. Dennoch ist die Abgrenzung sehr schwierig, denn Natur ist auch überall da anzutreffen, wo sich der Mensch befindet, denn jeder verfügbare Lebensraum wird besiedelt, unabhängig davon, ob dieser vom Menschen geschaffen bzw. beeinflusst wurde/wird oder nicht. Beispielsweise ist Erdöl ganz natürlich, weil es ohne Zutun des Menschen entstanden ist, während es im Allgemeinverständnis eher als etwas Unnatürliches gesehen wird. Kulturlandschften weisen eine hohe Artendiversität auf, obwohl sie nach diesem Verständnis nicht natürlich sind. Selbst die &amp;quot;unnatürlichsten&amp;quot; Habitate, wie z.B. Weltraumstationen, werden von Lebewesen spontan, d.h. ohne Willen des Menschen, besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der natürliche Wald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der europäische Wald war vor der letzten großen Eiszeit, die vor ca. 2,5 Millionen Jahren begann, sehr artenreich. Damals wuchsen neben jenen Bäumen, die heute bei uns vorkommen, Magnolie, Tulpenbaum, Mammutbaum, Amberbaum, Rhododendron und einige andere. Während der Eiszeit sind die Wälder in unserem Raum weitgehend verschwunden. &lt;br /&gt;
Mit dem Ende der Eiszeit vor 10.000 Jahren breitete sich der Wald über weite Gebiete wieder aus, allerdings waren diese Wälder wesentlich artenarmer.&lt;br /&gt;
Vor 8000 Jahren besiedelten die ersten Ackerbauern nach und nach Europa und verdrängten mit der Zeit die Jäger und Sammler. Die ersten Bauern rodeten ein Stück Wald, blieben dort vermutlich eine Generation sesshaft, um danach weiterzuziehen. Diese Stellen wurden in der Folge vom Wald rasch überwuchert, aber nie mehr so, wie er vor der Besiedlung war.&lt;br /&gt;
Besonders in Lößgebieten wurde im Laufe der Zeit spätestens bis zum Mittelalter jede Waldparzelle, die dafür geeignet war, mindestens einmal vom Menschen gerodet. Dort, wo einmal Ackerbau betrieben wurde, konnte nie mehr ein natürlich zu nennender Wald entstehen.&lt;br /&gt;
Das Holz wurde in der Folge extensiv als Baustoff, zum Heizen, als Werkstoff, zum Schmelzen von Erzen, im Schiffsbau, zum Gerben, in der Salzgewinnung, zur Glasproduktion und als Viehweide (Wiesen gab es noch nicht) verwendet. Die Aufforstung war noch unbekannt, so dass eine Neuentstehung von Wäldern nicht möglich war. &lt;br /&gt;
Holz wurde spätestens mit Beginn der Neuzeit knapp, man ergriff Sparmaßnahmen, in dem man etwa Stein- und Fachwerkhäuser errichtet und den offenen Herd durch den Kachelofen ersetzte. In den Bauernkriege, aber auch im Dreißigjährigen Krieg war Holzmangel ein wesentlicher Motivator, zudem stand die Existenz der Städte auf dem Spiel.&lt;br /&gt;
Im 18. Jh. forderte man erstmals zum Pflanzen von Jungbäumen auf, man errichtete die ersten Viehweiden, was den Wald schonte. Dies war die Zeit, in der sich der Mythos vom deutschen Wald, gestützt auch auf die Erzählungen des Tacitus über die schaurigen Wälder Germaniens, bilden konnte. &lt;br /&gt;
Gepflanzt wurden in erster Linie Fichten, selbst dort, wo sie natürlicherweise gar nicht vorkam, etwa im Schwarzwald. Man erkannte bald, dass die Pflanzungen viel zu dicht erfolgten, dem deshalb erforderlichen Ausforsten hat unser Weihnachtsbaum seine Existenz zu verdanken. In den Fichtenwäldern legte man Lichtungen für das Vieh an, erstmals kamen Hasen und Rehe in größerem Ausmaß vor, was im ursprünglich geschlossenen Wald nicht der Fall war. Sehr bald wurde diesen neuen Wälder als immer schon bestehend und natürlich angesehen.&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Beitrag wird fortgesetzt.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ist die Natur sanft?==&lt;br /&gt;
In [[Esoterik]]kreisen kommt der Begriff &amp;quot;natürlich&amp;quot; häufig in Kombination mit &amp;quot;sanft&amp;quot; vor. Dennoch ist die Natur keineswegs sanft. Bedingt durch zahlreiche Wechselwirkungen zwischen den Organismen verschiedener Arten, innerhalb der gleichen Art oder zwischen Populationen kommt es zu Situationen, in denen das Wohlergehen oder Überleben des Individuums gefährdet ist. Daraus resultiert Leiden, Tod, aber auch das Überleben derjenigen, die mit den Bedingungen am besten zurechtkommen, also letztendlich das Funktionieren von Ökosystemen und der Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich gegen Angriffe und Gefahren zu wehren, sind im Laufe der Evolution zahlreiche Abwehrmechanismen entstanden. Pflanzen z.B., die nicht flüchten können, müssen sich entweder sehr schnell vermehren, sehr regenerationsfähig oder möglichst unbekömmlich sein, um nicht durch Fraßfeinde vernichtet zu werden. Erstere sind als &amp;quot;Unkräuter&amp;quot; bekannt, letztere als Giftpflanzen, aber auch als [[Phytotherapie|Arzneipflanzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Natur sind Krankheiten eine ernste Gefahr für ein Tier; wenn es nicht zur [[Selbstheilungskraft|spontanen Heilung]] kommt, wird das Tier sterben. Auch bei leichteren Erkrankungen leidet die Fitness des Tieres, das dadurch leichter zur Beute von Feinden wird oder selbst nicht in der Lage ist zu jagen. Dieser Mechanismus ist für die Population durchaus sinnvoll, denn damit scheidet ein potentieller Krankheitsüberträger aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kritikern der Tierhaltung werden immer wieder tierquälerische Haltungs- und Schlachtbedingungen thematisiert und auf natürliche Haltungsformen verwiesen. Abgesehen von den tatsächlichen Misständen in der Tierhaltung hat ein Tier in der Natur keineswegs bessere Bedingungen. Dies lässt sich zum einen indirekt an der geringeren Lebenserwartung in der Wildnis erkennen, zum anderen ist es direkt beobachtbar: Hyänen fressen Gnus bei lebendigem Leib, von Parasiten befallene Tiere verenden elend, Nahrungsmangel, extreme Wettererscheinungen töten usw. Hier existieren zahlreiche Leiden, die denen in der Massentierhaltung in nichts nachstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=eM6kvnFbkZ4&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=sqrThbOG5rs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=TeuN7YAvdwc&amp;amp;feature=related&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist der in Esoterikkreisen gebräuchliche Begriff der Natürlichkeit ein Auswuchs eines von der realen Natur entfremdeten, romantischen Verständnisses der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürliche Ernährung==&lt;br /&gt;
In Kreisen &amp;quot;ökologisch&amp;quot; orientierter Menschen werden derzeitige Nahrungsmittel als &amp;quot;degeneriert&amp;quot; und vitaminarm dargestellt. Zum einen dient dieses Argument der Vermarktung von [[Nahrungsergänzungsmittel]]n, andererseits der von Lebensmitteln aus ökologischem Anbau unter Verwendung alter Kultursorten und -rassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren zahlreiche Ernährungsideologien, von denen jede von sich selbst behauptet, sie sei die ursprünglich natürliche Ernährung des Menschen. Beispiele sind: [[Urkost]], [[Rohkost]] und [[Steinzeitdiät]] sowie teilweise [[Veganismus]]. Aufgrund archäologischer Befunde geht man davon aus, dass der Mensch sich in der Vergangenheit von einer Mischkost ernährte. &amp;quot;Natürlich&amp;quot; waren allerdings auch Hungerperioden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;ntürliche Ernährung&amp;quot; steht oft in Zusammenhang mit frei sein von Konservierungsstoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürlichkeit in der Medizin==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Beitrag ist in Arbeit&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Bambi-Syndrom]]&lt;br /&gt;
*[[Tiefenökologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Nat%C3%BCrlichkeit&amp;diff=64160</id>
		<title>Natürlichkeit</title>
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		<updated>2010-12-06T07:01:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: /* Was ist natürlich? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Natürlichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet in pseudomedizinischen und esoterischne Kreisen die Unverfälschtheit und Ursprünglichkeit einer Methode oder eines Produktes. Dabei dient der Begriff &amp;quot;Natürlichkeit&amp;quot; der Bezeichnung von etwas Positivem und der Abgrenzung von etwas Künstlichem und Verfälschtem als etwas Negativem. Natürlichkeit wird meist mit &amp;quot;Sanftheit&amp;quot; und &amp;quot;[[Ganzheitlichkeit]]&amp;quot; in Verbindung gebracht und dient als Begründung dafür, weshalb angeblich oder tatsächlich alte, und/oder exotische bzw. veraltete Ansichten und Methoden angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was ist natürlich?==&lt;br /&gt;
Natur (lat.: natura, von nasci „entstehen, geboren werden“) bezeichnet in der Alltagssprache alles, was nicht vom Menschen geschaffen wurde. Somit bildet Natur den Gegenbegriff von Kultur und Technik. Dennoch ist die Abgrenzung sehr schwierig, denn Natur ist auch überall da anzutreffen, wo sich der Mensch befindet, denn jeder verfügbare Lebensraum wird besiedelt, unabhängig davon, ob dieser vom Menschen geschaffen bzw. beeinflusst wurde/wird oder nicht. Beispielsweise ist Erdöl ganz natürlich, weil es ohne Zutun des Menschen entstanden ist, während es im Allgemeinverständnis eher als etwas Unnatürliches gesehen wird. Kulturlandschften weisen eine hohe Artendiversität auf, obwohl sie nach diesem Verständnis nicht natürlich sind. Selbst die &amp;quot;unnatürlichsten&amp;quot; Habitate, wie z.B. Weltraumstationen, werden von Lebewesen spontan, d.h. ohne Willen des Menschen, besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der natürliche Wald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der europäische Wald war vor der letzten großen Eiszeit, die vor ca. 2,5 Millionen Jahren begann, sehr artenreich. Damals wuchsen neben jenen Bäumen, die heute bei uns vorkommen, Magnolie, Tulpenbaum, Mammutbaum, Amberbaum, Rhododendron und einige andere. Während der Eiszeit sind die Wälder in unserem Raum weitgehend verschwunden. &lt;br /&gt;
Mit dem Ende der Eiszeit vor 10.000 Jahren breitete sich der Wald über weite Gebiete wieder aus, allerdings waren diese Wälder wesentlich artenarmer.&lt;br /&gt;
Vor 8000 Jahren besiedelten die ersten Ackerbauern nach und nach Europa und verdrängten mit der Zeit die Jäger und Sammler. Die ersten Bauern rodeten ein Stück Wald, blieben dort vermutlich eine Generation sesshaft, um danach weiterzuziehen. Diese Stellen wurden in der Folge vom Wald rasch überwuchert, aber nie mehr so, wie er vor der Besiedlung war.&lt;br /&gt;
Besonders in Lößgebieten wurde im Laufe der Zeit spätestens bis zum Mittelalter jede Waldparzelle, die dafür geeignet war, mindestens einmal vom Menschen gerodet. Dort, wo einmal Ackerbau betrieben wurde, konnte nie mehr ein natürlich zu nennender Wald entstehen.&lt;br /&gt;
Das Holz wurde in der Folge extensiv als Baustoff, zum Heizen, als Werkstoff, zum Schmelzen von Erzen, im Schiffsbau, zum Gerben, in der Salzgewinnung, zur Glasproduktion und als Viehweide (Wiesen gab es noch nicht) verwendet. Die Aufforstung war noch unbekannt, so dass eine Neuentstehung von Wäldern nicht möglich war. &lt;br /&gt;
Holz wurde spätestens mit Beginn der Neuzeit knapp, man ergriff Sparmaßnahmen, in dem man etwa Stein- und Fachwerkhäuser errichtet und den offenen Herd durch den Kachelofen ersetzte. In den Bauernkriege, aber auch im Dreißigjährigen Krieg war Holzmangel ein wesentlicher Motivator, zudem stand die Existenz der Städte auf dem Spiel.&lt;br /&gt;
Im 18. Jh. forderte man erstmals zum Pflanzen von Jungbäumen auf, man errichtete die ersten Viehweiden, was den Wald schonte. Dies war die Zeit, in der sich der Mythos vom deutschen Wald, gestützt auch auf die Erzählungen des Tacitus über die schaurigen Wälder Germaniens, bilden konnte. &lt;br /&gt;
Gepflanzt wurden in erster Linie Fichten, selbst dort, wo sie natürlicherweise gar nicht vorkam, etwa im Schwarzwald. Man erkannte bald, dass die Pflanzungen viel zu dicht erfolgten, dem deshalb erforderlichen Ausforsten hat unser Weihnachtsbaum seine Existenz zu verdanken. In den Fichtenwäldern legte man Lichtungen für das Vieh an, erstmals kamen Hasen und Rehe in größerem Ausmaß vor, was im ursprünglich geschlossenen Wald nicht der Fall war. Sehr bald wurde diesen neuen Wälder als immer schon bestehend und natürlich angesehen.&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Beitrag wird fortgesetzt.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ist die Natur sanft?==&lt;br /&gt;
In [[Esoterik]]kreisen kommt der Begriff &amp;quot;natürlich&amp;quot; häufig in Kombination mit &amp;quot;sanft&amp;quot; vor. Dennoch ist die Natur keineswegs sanft. Bedingt durch zahlreiche Wechselwirkungen zwischen den Organismen verschiedener Arten, innerhalb der gleichen Art oder zwischen Populationen kommt es zu Situationen, in denen das Wohlergehen oder Überleben des Individuums gefährdet ist. Daraus resultiert Leiden, Tod, aber auch das Überleben derjenigen, die mit den Bedingungen am besten zurechtkommen, also letztendlich das Funktionieren von Ökosystemen und der Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich gegen Angriffe und Gefahren zu wehren, sind im Laufe der Evolution zahlreiche Abwehrmechanismen entstanden. Pflanzen z.B., die nicht flüchten können, müssen sich entweder sehr schnell vermehren, sehr regenerationsfähig oder möglichst unbekömmlich sein, um nicht durch Fraßfeinde vernichtet zu werden. Erstere sind als &amp;quot;Unkräuter&amp;quot; bekannt, letztere als Giftpflanzen, aber auch als [[Phytotherapie|Arzneipflanzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Natur sind Krankheiten eine ernste Gefahr für ein Tier; wenn es nicht zur [[Selbstheilungskraft|spontanen Heilung]] kommt, wird das Tier sterben. Auch bei leichteren Erkrankungen leidet die Fitness des Tieres, das dadurch leichter zur Beute von Feinden wird oder selbst nicht in der Lage ist zu jagen. Dieser Mechanismus ist für die Population durchaus sinnvoll, denn damit scheidet ein potentieller Krankheitsüberträger aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kritikern der Tierhaltung werden immer wieder tierquälerische Haltungs- und Schlachtbedingungen thematisiert und auf natürliche Haltungsformen verwiesen. Abgesehen von den tatsächlichen Misständen in der Tierhaltung hat ein Tier in der Natur keineswegs bessere Bedingungen. Dies lässt sich zum einen indirekt an der geringeren Lebenserwartung in der Wildnis erkennen, zum anderen ist es direkt beobachtbar: Hyänen fressen Gnus bei lebendigem Leib, von Parasiten befallene Tiere verenden elend, Nahrungsmangel, extreme Wettererscheinungen töten usw. Hier existieren zahlreiche Leiden, die denen in der Massentierhaltung in nichts nachstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=eM6kvnFbkZ4&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=sqrThbOG5rs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=TeuN7YAvdwc&amp;amp;feature=related&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist der in Esoterikkreisen gebräuchliche Begriff der Natürlichkeit ein Auswuchs eines von der realen Natur entfremdeten, romantischen Verständnisses der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürliche Ernährung==&lt;br /&gt;
In Kreisen &amp;quot;ökologisch&amp;quot; orientierter Menschen werden derzeitige Nahrungsmittel als &amp;quot;degeneriert&amp;quot; und vitaminarm dargestellt. Zum einen dient dieses Argument der Vermarktung von [[Nahrungsergänzungsmittel]]n, andererseits der von Lebensmitteln aus ökologischem Anbau unter Verwendung alter Kultursorten und -rassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren zahlreiche Ernährungsideologien, von denen jede von sich selbst behauptet, sie sei die ursprünglich natürliche Ernährung des Menschen. Beispiele sind: [[Urkost]], [[Rohkost]] und [[Steinzeitdiät]] sowie teilweise [[Veganismus]]. Aufgrund archäologischer Befunde geht man davon aus, dass der Mensch sich in der Vergangenheit von einer Mischkost ernährte. &amp;quot;Natürlich&amp;quot; waren allerdings auch Hungerperioden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;ntürliche Ernährung&amp;quot; steht oft in Zusammenhang mit frei sein von Konservierungsstoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürlichkeit in der Medizin==&lt;br /&gt;
Beitrag ist in Arbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Bambi-Syndrom]]&lt;br /&gt;
*[[Tiefenökologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Nat%C3%BCrlichkeit&amp;diff=64159</id>
		<title>Natürlichkeit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.psiram.com/de/index.php?title=Nat%C3%BCrlichkeit&amp;diff=64159"/>
		<updated>2010-12-06T07:00:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: /* Was ist natürlich? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Natürlichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet in pseudomedizinischen und esoterischne Kreisen die Unverfälschtheit und Ursprünglichkeit einer Methode oder eines Produktes. Dabei dient der Begriff &amp;quot;Natürlichkeit&amp;quot; der Bezeichnung von etwas Positivem und der Abgrenzung von etwas Künstlichem und Verfälschtem als etwas Negativem. Natürlichkeit wird meist mit &amp;quot;Sanftheit&amp;quot; und &amp;quot;[[Ganzheitlichkeit]]&amp;quot; in Verbindung gebracht und dient als Begründung dafür, weshalb angeblich oder tatsächlich alte, und/oder exotische bzw. veraltete Ansichten und Methoden angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was ist natürlich?==&lt;br /&gt;
Natur (lat.: natura, von nasci „entstehen, geboren werden“) bezeichnet in der Alltagssprache alles, was nicht vom Menschen geschaffen wurde. Somit bildet Natur den Gegenbegriff von Kultur und Technik. Dennoch ist die Abgrenzung sehr schwierig, denn Natur ist auch überall da anzutreffen, wo sich der Mensch befindet, denn jeder verfügbare Lebensraum wird besiedelt, unabhängig davon, ob dieser vom Menschen geschaffen bzw. beeinflusst wurde/wird oder nicht. Beispielsweise ist Erdöl ganz natürlich, weil es ohne Zutun des Menschen entstanden ist, während es im Allgemeinverständnis eher als etwas Unnatürliches gesehen wird. Kulturlandschften weisen eine hohe Artendiversität auf, obwohl sie nach diesem Verständnis nicht natürlich sind. Selbst die &amp;quot;unnatürlichsten&amp;quot; Habitate, wie z.B. Weltraumstationen, werden von Lebewesen spontan, d.h. ohne Willen des Menschen, besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der natürliche Wald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der europäische Wald war vor der letzten großen Eiszeit, die vor ca. 2,5 Millionen Jahren begann, sehr artenreich. Damals wuchsen neben jenen Bäumen, die heute bei uns vorkommen, Magnolie, Tulpenbaum, Mammutbaum, Amberbaum, Rhododendron und einige andere. Während der Eiszeit sind die Wälder in unserem Raum weitgehend verschwunden. &lt;br /&gt;
Mit dem Ende der Eiszeit vor 10.000 Jahren breitete sich der Wald über weite Gebiete wieder aus, allerdings waren diese Wälder wesentlich artenarmer.&lt;br /&gt;
Vor 8000 Jahren besiedelten die ersten Ackerbauern nach und nach Europa und verdrängten mit der Zeit die Jäger und Sammler. Die ersten Bauern rodeten ein Stück Wald, blieben dort vermutlich eine Generation sesshaft, um danach weiterzuziehen. Diese Stellen wurden in der Folge vom Wald rasch überwuchert, aber nie mehr so, wie er vor der Besiedlung war.&lt;br /&gt;
Besonders in Lößgebieten wurde im Laufe der Zeit spätestens bis zum Mittelalter jede Waldparzelle, die dafür geeignet war, mindestens einmal vom Menschen gerodet. Dort, wo einmal Ackerbau betrieben wurde, konnte nie mehr ein natürlich zu nennender Wald entstehen.&lt;br /&gt;
Das Holz wurde in der Folge extensiv als Baustoff, zum Heizen, als Werkstoff, zum Schmelzen von Erzen, im Schiffsbau, zum Gerben, in der Salzgewinnung, zur Glasproduktion und als Viehweide (Wiesen gab es noch nicht) verwendet. Die Aufforstung war noch unbekannt, so dass eine Neuentstehung von Wäldern nicht möglich war. &lt;br /&gt;
Holz wurde spätestens mit Beginn der Neuzeit knapp, man ergriff Sparmaßnahmen, in dem man etwa Stein- und Fachwerkhäuser errichtet und den offenen Herd durch den Kachelofen ersetzte. In den Bauernkriege, aber auch im Dreißigjährigen Krieg war Holzmangel ein wesentlicher Motivator, zudem stand die Existenz der Städte auf dem Spiel.&lt;br /&gt;
Im 18. Jh. forderte man erstmals zum Pflanzen von Jungbäumen auf, man errichtete die ersten Viehweiden, was den Wald schonte. Dies war die Zeit, in der sich der Mythos vom deutschen Wald, gestützt auch auf die Erzählungen des Tacitus über die schaurigen Wälder Germaniens, bilden konnte. &lt;br /&gt;
Gepflanzt wurden in erster Linie Fichten, selbst dort, wo sie natürlicherweise gar nicht vorkam, etwa im Schwarzwald. Man erkannte bald, dass die Pflanzungen viel zu dicht erfolgten, dem deshalb erforderlichen Ausforsten hat unser Weihnachtsbaum seine Existenz zu verdanken. In den Fichtenwäldern legte man Lichtungen für das Vieh an, erstmals kamen Hasen und Rehe in größerem Ausmaß vor, was im ursprünglich geschlossenen Wald nicht der Fall war. Sehr bald wurde diesen neuen Wälder als immer schon bestehend und natürlich angesehen.&lt;br /&gt;
Beitrag wird fortgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ist die Natur sanft?==&lt;br /&gt;
In [[Esoterik]]kreisen kommt der Begriff &amp;quot;natürlich&amp;quot; häufig in Kombination mit &amp;quot;sanft&amp;quot; vor. Dennoch ist die Natur keineswegs sanft. Bedingt durch zahlreiche Wechselwirkungen zwischen den Organismen verschiedener Arten, innerhalb der gleichen Art oder zwischen Populationen kommt es zu Situationen, in denen das Wohlergehen oder Überleben des Individuums gefährdet ist. Daraus resultiert Leiden, Tod, aber auch das Überleben derjenigen, die mit den Bedingungen am besten zurechtkommen, also letztendlich das Funktionieren von Ökosystemen und der Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich gegen Angriffe und Gefahren zu wehren, sind im Laufe der Evolution zahlreiche Abwehrmechanismen entstanden. Pflanzen z.B., die nicht flüchten können, müssen sich entweder sehr schnell vermehren, sehr regenerationsfähig oder möglichst unbekömmlich sein, um nicht durch Fraßfeinde vernichtet zu werden. Erstere sind als &amp;quot;Unkräuter&amp;quot; bekannt, letztere als Giftpflanzen, aber auch als [[Phytotherapie|Arzneipflanzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Natur sind Krankheiten eine ernste Gefahr für ein Tier; wenn es nicht zur [[Selbstheilungskraft|spontanen Heilung]] kommt, wird das Tier sterben. Auch bei leichteren Erkrankungen leidet die Fitness des Tieres, das dadurch leichter zur Beute von Feinden wird oder selbst nicht in der Lage ist zu jagen. Dieser Mechanismus ist für die Population durchaus sinnvoll, denn damit scheidet ein potentieller Krankheitsüberträger aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kritikern der Tierhaltung werden immer wieder tierquälerische Haltungs- und Schlachtbedingungen thematisiert und auf natürliche Haltungsformen verwiesen. Abgesehen von den tatsächlichen Misständen in der Tierhaltung hat ein Tier in der Natur keineswegs bessere Bedingungen. Dies lässt sich zum einen indirekt an der geringeren Lebenserwartung in der Wildnis erkennen, zum anderen ist es direkt beobachtbar: Hyänen fressen Gnus bei lebendigem Leib, von Parasiten befallene Tiere verenden elend, Nahrungsmangel, extreme Wettererscheinungen töten usw. Hier existieren zahlreiche Leiden, die denen in der Massentierhaltung in nichts nachstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=eM6kvnFbkZ4&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=sqrThbOG5rs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=TeuN7YAvdwc&amp;amp;feature=related&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist der in Esoterikkreisen gebräuchliche Begriff der Natürlichkeit ein Auswuchs eines von der realen Natur entfremdeten, romantischen Verständnisses der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürliche Ernährung==&lt;br /&gt;
In Kreisen &amp;quot;ökologisch&amp;quot; orientierter Menschen werden derzeitige Nahrungsmittel als &amp;quot;degeneriert&amp;quot; und vitaminarm dargestellt. Zum einen dient dieses Argument der Vermarktung von [[Nahrungsergänzungsmittel]]n, andererseits der von Lebensmitteln aus ökologischem Anbau unter Verwendung alter Kultursorten und -rassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren zahlreiche Ernährungsideologien, von denen jede von sich selbst behauptet, sie sei die ursprünglich natürliche Ernährung des Menschen. Beispiele sind: [[Urkost]], [[Rohkost]] und [[Steinzeitdiät]] sowie teilweise [[Veganismus]]. Aufgrund archäologischer Befunde geht man davon aus, dass der Mensch sich in der Vergangenheit von einer Mischkost ernährte. &amp;quot;Natürlich&amp;quot; waren allerdings auch Hungerperioden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;ntürliche Ernährung&amp;quot; steht oft in Zusammenhang mit frei sein von Konservierungsstoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürlichkeit in der Medizin==&lt;br /&gt;
Beitrag ist in Arbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Bambi-Syndrom]]&lt;br /&gt;
*[[Tiefenökologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Nat%C3%BCrlichkeit&amp;diff=64158</id>
		<title>Natürlichkeit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.psiram.com/de/index.php?title=Nat%C3%BCrlichkeit&amp;diff=64158"/>
		<updated>2010-12-06T06:55:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: /* Natürlichkeit in der Medizin */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Natürlichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet in pseudomedizinischen und esoterischne Kreisen die Unverfälschtheit und Ursprünglichkeit einer Methode oder eines Produktes. Dabei dient der Begriff &amp;quot;Natürlichkeit&amp;quot; der Bezeichnung von etwas Positivem und der Abgrenzung von etwas Künstlichem und Verfälschtem als etwas Negativem. Natürlichkeit wird meist mit &amp;quot;Sanftheit&amp;quot; und &amp;quot;[[Ganzheitlichkeit]]&amp;quot; in Verbindung gebracht und dient als Begründung dafür, weshalb angeblich oder tatsächlich alte, und/oder exotische bzw. veraltete Ansichten und Methoden angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was ist natürlich?==&lt;br /&gt;
Natur (lat.: natura, von nasci „entstehen, geboren werden“) bezeichnet in der Alltagssprache alles, was nicht vom Menschen geschaffen wurde. Somit bildet Natur den Gegenbegriff von Kultur und Technik. Dennoch ist die Abgrenzung sehr schwierig, denn Natur ist auch überall da anzutreffen, wo sich der Mensch befindet, denn jeder verfügbare Lebensraum wird besiedelt, unabhängig davon, ob dieser vom Menschen geschaffen bzw. beeinflusst wurde/wird oder nicht. Beispielsweise ist Erdöl ganz natürlich, weil es ohne Zutun des Menschen entstanden ist, während es im Allgemeinverständnis eher als etwas Unnatürliches gesehen wird. Kulturlandschften weisen eine hohe Artendiversität auf, obwohl sie nach diesem Verständnis nicht natürlich sind. Selbst die &amp;quot;unnatürlichsten&amp;quot; Habitate, wie z.B. Weltraumstationen, werden von Lebewesen spontan, d.h. ohne Willen des Menschen, besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der natürliche Wald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der europäische Wald war vor der letzten großen Eiszeit, die vor ca. 2,5 Millionen Jahren begann, sehr artenreich. Damals wuchsen neben jenen Bäumen, die heute bei uns vorkommen, Magnolie, Tulpenbaum, Mammutbaum, Amberbaum, Rhododendron und einige andere. Während der Eiszeit sind die Wälder in unserem Raum weitgehend verschwunden. &lt;br /&gt;
Mit dem Ende der Eiszeit vor 10.000 Jahren breitete sich der Wald über weite Gebiete wieder aus, allerdings waren diese Wälder wesentlich artenarmer.&lt;br /&gt;
Vor 8000 Jahren besiedelten die ersten Ackerbauern nach und nach Europa und verdrängten mit der Zeit die Jäger und Sammler. Die ersten Bauern rodeten ein Stück Wald, blieben dort vermutlich eine Generation sesshaft, um danach weiterzuziehen. Diese Stellen wurden in der Folge vom Wald rasch überwuchert, aber nie mehr so, wie er vor der Besiedlung war.&lt;br /&gt;
Besonders in Lößgebieten wurde im Laufe der Zeit spätestens bis zum Mittelalter jede Waldparzelle, die dafür geeignet war, mindestens einmal vom Menschen gerodet. Dort, wo einmal Ackerbau betrieben wurde, konnte nie mehr ein natürlich zu nennender Wald entstehen.&lt;br /&gt;
Das Holz wurde in der Folge extensiv als Baustoff, zum Heizen, als Werkstoff, zum Schmelzen von Erzen, im Schiffsbau, zum Gerben, in der Salzgewinnung, zur Glasproduktion und als Viehweide (Wiesen gab es noch nicht) verwendet. Die Aufforstung war noch unbekannt, so dass eine Neuentstehung von Wäldern nicht möglich war. &lt;br /&gt;
Holz wurde spätestens mit Beginn der Neuzeit knapp, man ergriff Sparmaßnahmen, in dem man etwa Stein- und Fachwerkhäuser errichtet und den offenen Herd durch den Kachelofen ersetzte. In den Bauernkriege, aber auch im Dreißigjährigen Krieg war Holzmangel ein wesentlicher Motivator, zudem stand die Existenz der Städte auf dem Spiel.&lt;br /&gt;
Im 18. Jh. forderte man erstmals zum Pflanzen von Jungbäumen auf, man errichtete die ersten Viehweiden, was den Wald schonte. Dies war die Zeit, in der sich der Mythos vom deutschen Wald bilden konnte. &lt;br /&gt;
Der Bericht des Tacitus um 100 n.u.Z. über die schaurigen Wälder Germaniens führte seit dem 18. Jh. zur Aufforstung, mit dem Ziel, einen alten Zustand der „Natur“ wiederherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ist die Natur sanft?==&lt;br /&gt;
In [[Esoterik]]kreisen kommt der Begriff &amp;quot;natürlich&amp;quot; häufig in Kombination mit &amp;quot;sanft&amp;quot; vor. Dennoch ist die Natur keineswegs sanft. Bedingt durch zahlreiche Wechselwirkungen zwischen den Organismen verschiedener Arten, innerhalb der gleichen Art oder zwischen Populationen kommt es zu Situationen, in denen das Wohlergehen oder Überleben des Individuums gefährdet ist. Daraus resultiert Leiden, Tod, aber auch das Überleben derjenigen, die mit den Bedingungen am besten zurechtkommen, also letztendlich das Funktionieren von Ökosystemen und der Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich gegen Angriffe und Gefahren zu wehren, sind im Laufe der Evolution zahlreiche Abwehrmechanismen entstanden. Pflanzen z.B., die nicht flüchten können, müssen sich entweder sehr schnell vermehren, sehr regenerationsfähig oder möglichst unbekömmlich sein, um nicht durch Fraßfeinde vernichtet zu werden. Erstere sind als &amp;quot;Unkräuter&amp;quot; bekannt, letztere als Giftpflanzen, aber auch als [[Phytotherapie|Arzneipflanzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Natur sind Krankheiten eine ernste Gefahr für ein Tier; wenn es nicht zur [[Selbstheilungskraft|spontanen Heilung]] kommt, wird das Tier sterben. Auch bei leichteren Erkrankungen leidet die Fitness des Tieres, das dadurch leichter zur Beute von Feinden wird oder selbst nicht in der Lage ist zu jagen. Dieser Mechanismus ist für die Population durchaus sinnvoll, denn damit scheidet ein potentieller Krankheitsüberträger aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kritikern der Tierhaltung werden immer wieder tierquälerische Haltungs- und Schlachtbedingungen thematisiert und auf natürliche Haltungsformen verwiesen. Abgesehen von den tatsächlichen Misständen in der Tierhaltung hat ein Tier in der Natur keineswegs bessere Bedingungen. Dies lässt sich zum einen indirekt an der geringeren Lebenserwartung in der Wildnis erkennen, zum anderen ist es direkt beobachtbar: Hyänen fressen Gnus bei lebendigem Leib, von Parasiten befallene Tiere verenden elend, Nahrungsmangel, extreme Wettererscheinungen töten usw. Hier existieren zahlreiche Leiden, die denen in der Massentierhaltung in nichts nachstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=eM6kvnFbkZ4&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=sqrThbOG5rs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=TeuN7YAvdwc&amp;amp;feature=related&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist der in Esoterikkreisen gebräuchliche Begriff der Natürlichkeit ein Auswuchs eines von der realen Natur entfremdeten, romantischen Verständnisses der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürliche Ernährung==&lt;br /&gt;
In Kreisen &amp;quot;ökologisch&amp;quot; orientierter Menschen werden derzeitige Nahrungsmittel als &amp;quot;degeneriert&amp;quot; und vitaminarm dargestellt. Zum einen dient dieses Argument der Vermarktung von [[Nahrungsergänzungsmittel]]n, andererseits der von Lebensmitteln aus ökologischem Anbau unter Verwendung alter Kultursorten und -rassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren zahlreiche Ernährungsideologien, von denen jede von sich selbst behauptet, sie sei die ursprünglich natürliche Ernährung des Menschen. Beispiele sind: [[Urkost]], [[Rohkost]] und [[Steinzeitdiät]] sowie teilweise [[Veganismus]]. Aufgrund archäologischer Befunde geht man davon aus, dass der Mensch sich in der Vergangenheit von einer Mischkost ernährte. &amp;quot;Natürlich&amp;quot; waren allerdings auch Hungerperioden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;ntürliche Ernährung&amp;quot; steht oft in Zusammenhang mit frei sein von Konservierungsstoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürlichkeit in der Medizin==&lt;br /&gt;
Beitrag ist in Arbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Bambi-Syndrom]]&lt;br /&gt;
*[[Tiefenökologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Nat%C3%BCrlichkeit&amp;diff=64157</id>
		<title>Natürlichkeit</title>
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		<updated>2010-12-06T06:54:29Z</updated>

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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Natürlichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet in pseudomedizinischen und esoterischne Kreisen die Unverfälschtheit und Ursprünglichkeit einer Methode oder eines Produktes. Dabei dient der Begriff &amp;quot;Natürlichkeit&amp;quot; der Bezeichnung von etwas Positivem und der Abgrenzung von etwas Künstlichem und Verfälschtem als etwas Negativem. Natürlichkeit wird meist mit &amp;quot;Sanftheit&amp;quot; und &amp;quot;[[Ganzheitlichkeit]]&amp;quot; in Verbindung gebracht und dient als Begründung dafür, weshalb angeblich oder tatsächlich alte, und/oder exotische bzw. veraltete Ansichten und Methoden angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was ist natürlich?==&lt;br /&gt;
Natur (lat.: natura, von nasci „entstehen, geboren werden“) bezeichnet in der Alltagssprache alles, was nicht vom Menschen geschaffen wurde. Somit bildet Natur den Gegenbegriff von Kultur und Technik. Dennoch ist die Abgrenzung sehr schwierig, denn Natur ist auch überall da anzutreffen, wo sich der Mensch befindet, denn jeder verfügbare Lebensraum wird besiedelt, unabhängig davon, ob dieser vom Menschen geschaffen bzw. beeinflusst wurde/wird oder nicht. Beispielsweise ist Erdöl ganz natürlich, weil es ohne Zutun des Menschen entstanden ist, während es im Allgemeinverständnis eher als etwas Unnatürliches gesehen wird. Kulturlandschften weisen eine hohe Artendiversität auf, obwohl sie nach diesem Verständnis nicht natürlich sind. Selbst die &amp;quot;unnatürlichsten&amp;quot; Habitate, wie z.B. Weltraumstationen, werden von Lebewesen spontan, d.h. ohne Willen des Menschen, besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der natürliche Wald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der europäische Wald war vor der letzten großen Eiszeit, die vor ca. 2,5 Millionen Jahren begann, sehr artenreich. Damals wuchsen neben jenen Bäumen, die heute bei uns vorkommen, Magnolie, Tulpenbaum, Mammutbaum, Amberbaum, Rhododendron und einige andere. Während der Eiszeit sind die Wälder in unserem Raum weitgehend verschwunden. &lt;br /&gt;
Mit dem Ende der Eiszeit vor 10.000 Jahren breitete sich der Wald über weite Gebiete wieder aus, allerdings waren diese Wälder wesentlich artenarmer.&lt;br /&gt;
Vor 8000 Jahren besiedelten die ersten Ackerbauern nach und nach Europa und verdrängten mit der Zeit die Jäger und Sammler. Die ersten Bauern rodeten ein Stück Wald, blieben dort vermutlich eine Generation sesshaft, um danach weiterzuziehen. Diese Stellen wurden in der Folge vom Wald rasch überwuchert, aber nie mehr so, wie er vor der Besiedlung war.&lt;br /&gt;
Besonders in Lößgebieten wurde im Laufe der Zeit spätestens bis zum Mittelalter jede Waldparzelle, die dafür geeignet war, mindestens einmal vom Menschen gerodet. Dort, wo einmal Ackerbau betrieben wurde, konnte nie mehr ein natürlich zu nennender Wald entstehen.&lt;br /&gt;
Das Holz wurde in der Folge extensiv als Baustoff, zum Heizen, als Werkstoff, zum Schmelzen von Erzen, im Schiffsbau, zum Gerben, in der Salzgewinnung, zur Glasproduktion und als Viehweide (Wiesen gab es noch nicht) verwendet. Die Aufforstung war noch unbekannt, so dass eine Neuentstehung von Wäldern nicht möglich war. &lt;br /&gt;
Holz wurde spätestens mit Beginn der Neuzeit knapp, man ergriff Sparmaßnahmen, in dem man etwa Stein- und Fachwerkhäuser errichtet und den offenen Herd durch den Kachelofen ersetzte. In den Bauernkriege, aber auch im Dreißigjährigen Krieg war Holzmangel ein wesentlicher Motivator, zudem stand die Existenz der Städte auf dem Spiel.&lt;br /&gt;
Im 18. Jh. forderte man erstmals zum Pflanzen von Jungbäumen auf, man errichtete die ersten Viehweiden, was den Wald schonte. Dies war die Zeit, in der sich der Mythos vom deutschen Wald bilden konnte. &lt;br /&gt;
Der Bericht des Tacitus um 100 n.u.Z. über die schaurigen Wälder Germaniens führte seit dem 18. Jh. zur Aufforstung, mit dem Ziel, einen alten Zustand der „Natur“ wiederherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ist die Natur sanft?==&lt;br /&gt;
In [[Esoterik]]kreisen kommt der Begriff &amp;quot;natürlich&amp;quot; häufig in Kombination mit &amp;quot;sanft&amp;quot; vor. Dennoch ist die Natur keineswegs sanft. Bedingt durch zahlreiche Wechselwirkungen zwischen den Organismen verschiedener Arten, innerhalb der gleichen Art oder zwischen Populationen kommt es zu Situationen, in denen das Wohlergehen oder Überleben des Individuums gefährdet ist. Daraus resultiert Leiden, Tod, aber auch das Überleben derjenigen, die mit den Bedingungen am besten zurechtkommen, also letztendlich das Funktionieren von Ökosystemen und der Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich gegen Angriffe und Gefahren zu wehren, sind im Laufe der Evolution zahlreiche Abwehrmechanismen entstanden. Pflanzen z.B., die nicht flüchten können, müssen sich entweder sehr schnell vermehren, sehr regenerationsfähig oder möglichst unbekömmlich sein, um nicht durch Fraßfeinde vernichtet zu werden. Erstere sind als &amp;quot;Unkräuter&amp;quot; bekannt, letztere als Giftpflanzen, aber auch als [[Phytotherapie|Arzneipflanzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Natur sind Krankheiten eine ernste Gefahr für ein Tier; wenn es nicht zur [[Selbstheilungskraft|spontanen Heilung]] kommt, wird das Tier sterben. Auch bei leichteren Erkrankungen leidet die Fitness des Tieres, das dadurch leichter zur Beute von Feinden wird oder selbst nicht in der Lage ist zu jagen. Dieser Mechanismus ist für die Population durchaus sinnvoll, denn damit scheidet ein potentieller Krankheitsüberträger aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kritikern der Tierhaltung werden immer wieder tierquälerische Haltungs- und Schlachtbedingungen thematisiert und auf natürliche Haltungsformen verwiesen. Abgesehen von den tatsächlichen Misständen in der Tierhaltung hat ein Tier in der Natur keineswegs bessere Bedingungen. Dies lässt sich zum einen indirekt an der geringeren Lebenserwartung in der Wildnis erkennen, zum anderen ist es direkt beobachtbar: Hyänen fressen Gnus bei lebendigem Leib, von Parasiten befallene Tiere verenden elend, Nahrungsmangel, extreme Wettererscheinungen töten usw. Hier existieren zahlreiche Leiden, die denen in der Massentierhaltung in nichts nachstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=eM6kvnFbkZ4&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=sqrThbOG5rs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=TeuN7YAvdwc&amp;amp;feature=related&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist der in Esoterikkreisen gebräuchliche Begriff der Natürlichkeit ein Auswuchs eines von der realen Natur entfremdeten, romantischen Verständnisses der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürliche Ernährung==&lt;br /&gt;
In Kreisen &amp;quot;ökologisch&amp;quot; orientierter Menschen werden derzeitige Nahrungsmittel als &amp;quot;degeneriert&amp;quot; und vitaminarm dargestellt. Zum einen dient dieses Argument der Vermarktung von [[Nahrungsergänzungsmittel]]n, andererseits der von Lebensmitteln aus ökologischem Anbau unter Verwendung alter Kultursorten und -rassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren zahlreiche Ernährungsideologien, von denen jede von sich selbst behauptet, sie sei die ursprünglich natürliche Ernährung des Menschen. Beispiele sind: [[Urkost]], [[Rohkost]] und [[Steinzeitdiät]] sowie teilweise [[Veganismus]]. Aufgrund archäologischer Befunde geht man davon aus, dass der Mensch sich in der Vergangenheit von einer Mischkost ernährte. &amp;quot;Natürlich&amp;quot; waren allerdings auch Hungerperioden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;ntürliche Ernährung&amp;quot; steht oft in Zusammenhang mit frei sein von Konservierungsstoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürlichkeit in der Medizin==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Bambi-Syndrom]]&lt;br /&gt;
*[[Tiefenökologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Nat%C3%BCrlichkeit&amp;diff=64156</id>
		<title>Natürlichkeit</title>
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		<updated>2010-12-06T06:49:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: /* Was ist natürlich? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Natürlichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet in pseudomedizinischen und esoterischne Kreisen die Unverfälschtheit und Ursprünglichkeit einer Methode oder eines Produktes. Dabei dient der Begriff &amp;quot;Natürlichkeit&amp;quot; der Bezeichnung von etwas Positivem und der Abgrenzung von etwas Künstlichem und Verfälschtem als etwas Negativem. Natürlichkeit wird meist mit &amp;quot;Sanftheit&amp;quot; und &amp;quot;[[Ganzheitlichkeit]]&amp;quot; in Verbindung gebracht und dient als Begründung dafür, weshalb angeblich oder tatsächlich alte, und/oder exotische bzw. veraltete Ansichten und Methoden angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was ist natürlich?==&lt;br /&gt;
Natur (lat.: natura, von nasci „entstehen, geboren werden“) bezeichnet in der Alltagssprache alles, was nicht vom Menschen geschaffen wurde. Somit bildet Natur den Gegenbegriff von Kultur und Technik. Dennoch ist die Abgrenzung sehr schwierig, denn Natur ist auch überall da anzutreffen, wo sich der Mensch befindet, denn jeder verfügbare Lebensraum wird besiedelt, unabhängig davon, ob dieser vom Menschen geschaffen bzw. beeinflusst wurde/wird oder nicht. Beispielsweise ist Erdöl ganz natürlich, weil es ohne Zutun des Menschen entstanden ist, während es im Allgemeinverständnis eher als etwas Unnatürliches gesehen wird. Kulturlandschften weisen eine hohe Artendiversität auf, obwohl sie nach diesem Verständnis nicht natürlich sind. Selbst die &amp;quot;unnatürlichsten&amp;quot; Habitate, wie z.B. Weltraumstationen, werden von Lebewesen spontan, d.h. ohne Willen des Menschen, besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der natürliche Wald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der europäische Wald war vor der letzten großen Eiszeit, die vor ca. 2,5 Millionen Jahren begann, sehr artenreich. Damals wuchsen neben jenen Bäumen, die heute bei uns vorkommen, Magnolie, Tulpenbaum, Mammutbaum, Amberbaum, Rhododendron und einige andere. Während der Eiszeit sind die Wälder in unserem Raum weitgehend verschwunden. &lt;br /&gt;
Mit dem Ende der Eiszeit vor 10.000 Jahren breitete sich der Wald über weite Gebiete wieder aus, allerdings waren diese Wälder wesentlich artenarmer.&lt;br /&gt;
Vor 8000 Jahren besiedelten die ersten Ackerbauern nach und nach Europa und verdrängten mit der Zeit die Jäger und Sammler. Die ersten Bauern rodeten ein Stück Wald, blieben dort vermutlich eine Generation sesshaft, um danach weiterzuziehen. Diese Stellen wurden in der Folge vom Wald rasch überwuchert, aber nie mehr so, wie er vor der Besiedlung war.&lt;br /&gt;
Besonders in Lößgebieten wurde im Laufe der Zeit spätestens bis zum Mittelalter jede Waldparzelle, die dafür geeignet war, mindestens einmal vom Menschen gerodet. Dort, wo einmal Ackerbau betrieben wurde, konnte nie mehr ein natürlich zu nennender Wald entstehen.&lt;br /&gt;
Das Holz in der Folge extensiv als Baustoff, zum Heizen, als Werkstoff, zum Schmelzen von Erzen, im Schiffsbau, zum Gerben, in der Salzgewinnung, zur Glasproduktion und als Viehweide (Wiesen gab es noch nicht) verwendet. Die Aufforstung war noch unbekannt, so dass eine Neuentstehung von Wäldern nicht möglich war. &lt;br /&gt;
Holz wurde spätestens mit Beginn der Neuzeit knapp, man ergriff Sparmaßnahmen, in dem man etwa Stein- und Fachwerkhäuser errichtet und den offenen Herd durch den Kachelofen ersetzte. &lt;br /&gt;
Der Bericht des Tacitus um 100 n.u.Z. über die schaurigen Wälder Germaniens führte seit dem 18. Jh. zur Aufforstung, mit dem Ziel, einen alten Zustand der „Natur“ wiederherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ist die Natur sanft?==&lt;br /&gt;
In [[Esoterik]]kreisen kommt der Begriff &amp;quot;natürlich&amp;quot; häufig in Kombination mit &amp;quot;sanft&amp;quot; vor. Dennoch ist die Natur keineswegs sanft. Bedingt durch zahlreiche Wechselwirkungen zwischen den Organismen verschiedener Arten, innerhalb der gleichen Art oder zwischen Populationen kommt es zu Situationen, in denen das Wohlergehen oder Überleben des Individuums gefährdet ist. Daraus resultiert Leiden, Tod, aber auch das Überleben derjenigen, die mit den Bedingungen am besten zurechtkommen, also letztendlich das Funktionieren von Ökosystemen und der Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich gegen Angriffe und Gefahren zu wehren, sind im Laufe der Evolution zahlreiche Abwehrmechanismen entstanden. Pflanzen z.B., die nicht flüchten können, müssen sich entweder sehr schnell vermehren, sehr regenerationsfähig oder möglichst unbekömmlich sein, um nicht durch Fraßfeinde vernichtet zu werden. Erstere sind als &amp;quot;Unkräuter&amp;quot; bekannt, letztere als Giftpflanzen, aber auch als [[Phytotherapie|Arzneipflanzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Natur sind Krankheiten eine ernste Gefahr für ein Tier; wenn es nicht zur [[Selbstheilungskraft|spontanen Heilung]] kommt, wird das Tier sterben. Auch bei leichteren Erkrankungen leidet die Fitness des Tieres, das dadurch leichter zur Beute von Feinden wird oder selbst nicht in der Lage ist zu jagen. Dieser Mechanismus ist für die Population durchaus sinnvoll, denn damit scheidet ein potentieller Krankheitsüberträger aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kritikern der Tierhaltung werden immer wieder tierquälerische Haltungs- und Schlachtbedingungen thematisiert und auf natürliche Haltungsformen verwiesen. Abgesehen von den tatsächlichen Misständen in der Tierhaltung hat ein Tier in der Natur keineswegs bessere Bedingungen. Dies lässt sich zum einen indirekt an der geringeren Lebenserwartung in der Wildnis erkennen, zum anderen ist es direkt beobachtbar: Hyänen fressen Gnus bei lebendigem Leib, von Parasiten befallene Tiere verenden elend, Nahrungsmangel, extreme Wettererscheinungen töten usw. Hier existieren zahlreiche Leiden, die denen in der Massentierhaltung in nichts nachstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=eM6kvnFbkZ4&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=sqrThbOG5rs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=TeuN7YAvdwc&amp;amp;feature=related&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist der in Esoterikkreisen gebräuchliche Begriff der Natürlichkeit ein Auswuchs eines von der realen Natur entfremdeten, romantischen Verständnisses der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürliche Ernährung==&lt;br /&gt;
In Kreisen &amp;quot;ökologisch&amp;quot; orientierter Menschen werden derzeitige Nahrungsmittel als &amp;quot;degeneriert&amp;quot; und vitaminarm dargestellt. Zum einen dient dieses Argument der Vermarktung von [[Nahrungsergänzungsmittel]]n, andererseits der von Lebensmitteln aus ökologischem Anbau unter Verwendung alter Kultursorten und -rassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren zahlreiche Ernährungsideologien, von denen jede von sich selbst behauptet, sie sei die ursprünglich natürliche Ernährung des Menschen. Beispiele sind: [[Urkost]], [[Rohkost]] und [[Steinzeitdiät]] sowie teilweise [[Veganismus]]. Aufgrund archäologischer Befunde geht man davon aus, dass der Mensch sich in der Vergangenheit von einer Mischkost ernährte. &amp;quot;Natürlich&amp;quot; waren allerdings auch Hungerperioden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;ntürliche Ernährung&amp;quot; steht oft in Zusammenhang mit frei sein von Konservierungsstoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürlichkeit in der Medizin==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Bambi-Syndrom]]&lt;br /&gt;
*[[Tiefenökologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
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		<updated>2010-12-05T18:59:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: /* Was ist natürlich? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Natürlichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet in pseudomedizinischen und esoterischne Kreisen die Unverfälschtheit und Ursprünglichkeit einer Methode oder eines Produktes. Dabei dient der Begriff &amp;quot;Natürlichkeit&amp;quot; der Bezeichnung von etwas Positivem und der Abgrenzung von etwas Künstlichem und Verfälschtem als etwas Negativem. Natürlichkeit wird meist mit &amp;quot;Sanftheit&amp;quot; und &amp;quot;[[Ganzheitlichkeit]]&amp;quot; in Verbindung gebracht und dient als Begründung dafür, weshalb angeblich oder tatsächlich alte, und/oder exotische bzw. veraltete Ansichten und Methoden angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was ist natürlich?==&lt;br /&gt;
Natur (lat.: natura, von nasci „entstehen, geboren werden“) bezeichnet in der Alltagssprache alles, was nicht vom Menschen geschaffen wurde. Somit bildet Natur den Gegenbegriff von Kultur und Technik. Dennoch ist die Abgrenzung sehr schwierig, denn Natur ist auch überall da anzutreffen, wo sich der Mensch befindet, denn jeder verfügbare Lebensraum wird besiedlet, unabhängig davon, ob dieser vom Menschen geschaffen bzw. beeinflusst wurde/wird oder nicht. Beispielsweise ist Erdöl ganz natürlich, weil es ohne Zutun des Menschen entstanden ist, während es im Allgemeinverständnis eher als etwas unnatürliches gesehen wird. Kulturlandschften weisen eine hohe Artendiversität auf, obwohl sie nach diesem Verständnis nicht natürlich sind. Selbst die &amp;quot;unnatürlichsten&amp;quot; Habitate, wie z.B. Weltraumstationen, werden von Lebewesen spontan, d.h. ohne Willen des Menschen, besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der natürliche Wald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der europäische Wald war vor der letzten großen Eiszeit, die vor ca. 2,5 Millionen Jahren begann, sehr artenreich. Damals wuchsen neben jenen Bäumen, die heute bei uns vorkommen, Magnolie, Tulpenbaum, Mammutbaum, Amberbaum, Rhododendron und einige andere. Während der Eiszeit sind die Wälder in unserem Raum weitgehend verschwunden. &lt;br /&gt;
Mit dem Ende der Eiszeit vor 10.000 Jahren kam es zur einer Wiederbewaldung in unserem Raum, allerdings waren diese Wälder wesentlich artenarmer.&lt;br /&gt;
Vor 8000 Jahren besiedelten die ersten Ackerbauern nach und nach Europa. Sie rodeten ein Stück Wald, blieben dort vermutlich eine Generation, um dann weiterzuziehen. Diese Stellen wurden vom Wald rasch überwuchert, aber nie mehr so, wie er vor der Besiedlung war.&lt;br /&gt;
Besonders in Lößgebieten wurde im Laufe der Zeit spätestens bis zum Mittelalter jede Waldparzelle, die dafür geeignet war, mindestens einmal vom Menschen gerodet. Dort wo einmal Ackerbau betrieben wurde, konnte nie mehr ein natürlich zu nennender Wald entstehen.&lt;br /&gt;
In der Folge kam es zu einer extensiven Holznutzung zum Bauen, Heizen und zur Gewinnung von Erz. &lt;br /&gt;
Der Bericht des Tacitus um 100 n. über die schaurigen Wälder Germaniens führte seit dem 18. Jh. zur Aufforstung, mit dem Ziel, einen alten Zustand der „Natur“ wiederherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ist die Natur sanft?==&lt;br /&gt;
In [[Esoterik]]kreisen kommt der Begriff &amp;quot;natürlich&amp;quot; häufig in Kombination mit &amp;quot;sanft&amp;quot; vor. Dennoch ist die Natur keineswegs sanft. Bedingt durch zahlreiche Wechselwirkungen zwischen den Orgnismen verschiedener Arten, innerhalb der gleichen Art oder zwischen Populationen kommt es zu Situationen, in denen das Wohlergehen oder Überleben des Individuums gefährdet ist. Daraus resultiert Leiden, Tod aber auch das Überleben derjenigen, die mit den Bedingungen am besten zurechtkommen, also letztendlich das Funktionieren von Ökosystemen und der Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich gegen Angriffe und Gefahren zu wehren, sind im Laufe der Evolution zahlreiche Abwehrmechanismen entstanden. Pflanzen z.B., die nicht flüchten können, müssen sich entweder sehr schnell vermehren, sehr regenerationsfähig oder möglichst unbekömmlich sein, um nicht durch Fraßfeinde vernichtet zu werden. Erstere sind als &amp;quot;Unkräuter&amp;quot; bekannt, letztere als Giftpflanzen, aber auch als [[Phytotherapie|Arzneipflanzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Natur sind Krankheiten eine ernste Gefahr für ein Tier, wenn es nicht zur [[Selbstheilungskraft|spontanen Heilung]] kommt, wird das Tier sterben. Auch bei leichteren Erkrankungen leidet die Fitness des Tieres, das dadurch leichter zur Beute von Feinden wird oder selbst nicht in der Lage ist, zu jagen. Dieser Mechanismus ist für die Population durchaus sinnvoll, denn damit scheidet ein potentieller Krankheitsüberträger aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kritikern der Tierhaltung werden immer wieder tierquälerische Haltungs- und Schlachtbedingungen thematisiert und auf natürliche Haltungsformen verwiesen. Abgesehen von den tatsächlichen Misständen in der Tierhaltung hat ein Tier in der Natur keineswegs bessere Bedingungen. Dies lässt sich zum einen indirekt an der geringeren Lebenserwartung in der Wildnis erkennen, zum anderen ist es dirket beobachtbar: Hyänen fressen Gnus bei lebendigen Leib, von Parasiten befallene Tiere verenden elend, Nahrungsmangel, extreme Wettererscheinungen töten usw. Hier existieren zahlreiche Leiden, die denen in der Massentierhaltung in nichts nachstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=eM6kvnFbkZ4&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=sqrThbOG5rs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=TeuN7YAvdwc&amp;amp;feature=related&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist der in Esoterikkreisen gebräuchliche Begriff der Natürlichkeit ein Auswuchs eines von der realen Natur entfremdeten, romantischen Verständnisses von der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürliche Ernährung==&lt;br /&gt;
In Kreisen &amp;quot;ökologisch&amp;quot; orientierter Menschen werden derzeitige Nahrungsmittel als &amp;quot;degeneriert&amp;quot; und vitaminarm dargestellt. Zum einen dient dieses Argument der Vermarktung von [[Nahrungsergänzungsmittel]]n andererseits der von Lebensmitteln aus ökologischem Anbau unter Verwendung alter Kultursorten und -rassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren zahlreiche Ernährungsideoligien, von denen jede von sich selber behauptet, sie sei die ursprünglich natürliche Ernährung des Menschen. Beispiele sind. [[Urkost]], [[Rohkost]] und [[Steinzeitdiät]] sowie teilweise [[Veganismus]]. Aufgrund archäologischer Befunde geht man dvon aus, dass der Mensch sich in der Vergangenheit von einer Mischkost ernährte. &amp;quot;Natürlich&amp;quot; waren allerdings auch Hungerperioden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;ntürliche Ernährung&amp;quot; steht oft in Zusammenhang mit frei sein von Konservierungsstoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürlichkeit in der Medizin==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Bambi-Syndrom]]&lt;br /&gt;
*[[Tiefenökologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Nat%C3%BCrlichkeit&amp;diff=64101</id>
		<title>Natürlichkeit</title>
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		<updated>2010-12-05T18:46:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: /* Was ist natürlich? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Natürlichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet in pseudomedizinischen und esoterischne Kreisen die Unverfälschtheit und Ursprünglichkeit einer Methode oder eines Produktes. Dabei dient der Begriff &amp;quot;Natürlichkeit&amp;quot; der Bezeichnung von etwas Positivem und der Abgrenzung von etwas Künstlichem und Verfälschtem als etwas Negativem. Natürlichkeit wird meist mit &amp;quot;Sanftheit&amp;quot; und &amp;quot;[[Ganzheitlichkeit]]&amp;quot; in Verbindung gebracht und dient als Begründung dafür, weshalb angeblich oder tatsächlich alte, und/oder exotische bzw. veraltete Ansichten und Methoden angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was ist natürlich?==&lt;br /&gt;
Natur (lat.: natura, von nasci „entstehen, geboren werden“) bezeichnet in der Alltagssprache alles, was nicht vom Menschen geschaffen wurde. Somit bildet Natur den Gegenbegriff von Kultur und Technik. Dennoch ist die Abgrenzung sehr schwierig, denn Natur ist auch überall da anzutreffen, wo sich der Mensch befindet, denn jeder verfügbare Lebensraum wird besiedlet, unabhängig davon, ob dieser vom Menschen geschaffen bzw. beeinflusst wurde/wird oder nicht. Beispielsweise ist Erdöl ganz natürlich, weil es ohne Zutun des Menschen entstanden ist, während es im Allgemeinverständnis eher als etwas unnatürliches gesehen wird. Kulturlandschften weisen eine hohe Artendiversität auf, obwohl sie nach diesem Verständnis nicht natürlich sind. Selbst die &amp;quot;unnatürlichsten&amp;quot; Habitate, wie z.B. Weltraumstationen, werden von Lebewesen spontan, d.h. ohne Willen des Menschen, besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der natürliche Wald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der europäische Wald war vor der letzten großen Eiszeit, die vor ca. 2,5 Millionen Jahren begann, sehr artenreich. Damals wuchsen neben jenen Bäumen, die heute bei uns vorkommen, Magnolie, Tulpenbaum, Mammutbaum, Amberbaum, Rhododendron und einige andere. Während der Eiszeit sind die Wälder in unserem Raum weitgehend verschwunden. &lt;br /&gt;
Mit dem Ende der Eiszeit vor 10.000 Jahren kam es zur einer Wiederbewaldung in unserem Raum, allerdings waren diese Wälder wesentlich artenarmer.&lt;br /&gt;
Vor 8000 Jahren besiedelten die ersten Ackerbauern nach und nach Europa. Sie rodeten ein Stück Wald, blieben dort vermutlich eine Generation, um dann weiterzuziehen. Diese Stellen wurden vom Wald rasch überwuchert, aber nie mehr so, wie er vor der Besiedlung war.&lt;br /&gt;
Besonders in Lößgebieten wurde im Laufe der Zeit spätestens bis zum Mittelalter jede Waldparzelle, die dafür geeignet war, mindestens einmal vom Menschen gerodet. Dort wo einmal Ackerbau betrieben wurde, konnte nie mehr ein natürlich zu nennender Wald entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ist die Natur sanft?==&lt;br /&gt;
In [[Esoterik]]kreisen kommt der Begriff &amp;quot;natürlich&amp;quot; häufig in Kombination mit &amp;quot;sanft&amp;quot; vor. Dennoch ist die Natur keineswegs sanft. Bedingt durch zahlreiche Wechselwirkungen zwischen den Orgnismen verschiedener Arten, innerhalb der gleichen Art oder zwischen Populationen kommt es zu Situationen, in denen das Wohlergehen oder Überleben des Individuums gefährdet ist. Daraus resultiert Leiden, Tod aber auch das Überleben derjenigen, die mit den Bedingungen am besten zurechtkommen, also letztendlich das Funktionieren von Ökosystemen und der Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich gegen Angriffe und Gefahren zu wehren, sind im Laufe der Evolution zahlreiche Abwehrmechanismen entstanden. Pflanzen z.B., die nicht flüchten können, müssen sich entweder sehr schnell vermehren, sehr regenerationsfähig oder möglichst unbekömmlich sein, um nicht durch Fraßfeinde vernichtet zu werden. Erstere sind als &amp;quot;Unkräuter&amp;quot; bekannt, letztere als Giftpflanzen, aber auch als [[Phytotherapie|Arzneipflanzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Natur sind Krankheiten eine ernste Gefahr für ein Tier, wenn es nicht zur [[Selbstheilungskraft|spontanen Heilung]] kommt, wird das Tier sterben. Auch bei leichteren Erkrankungen leidet die Fitness des Tieres, das dadurch leichter zur Beute von Feinden wird oder selbst nicht in der Lage ist, zu jagen. Dieser Mechanismus ist für die Population durchaus sinnvoll, denn damit scheidet ein potentieller Krankheitsüberträger aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kritikern der Tierhaltung werden immer wieder tierquälerische Haltungs- und Schlachtbedingungen thematisiert und auf natürliche Haltungsformen verwiesen. Abgesehen von den tatsächlichen Misständen in der Tierhaltung hat ein Tier in der Natur keineswegs bessere Bedingungen. Dies lässt sich zum einen indirekt an der geringeren Lebenserwartung in der Wildnis erkennen, zum anderen ist es dirket beobachtbar: Hyänen fressen Gnus bei lebendigen Leib, von Parasiten befallene Tiere verenden elend, Nahrungsmangel, extreme Wettererscheinungen töten usw. Hier existieren zahlreiche Leiden, die denen in der Massentierhaltung in nichts nachstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=eM6kvnFbkZ4&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=sqrThbOG5rs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=TeuN7YAvdwc&amp;amp;feature=related&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist der in Esoterikkreisen gebräuchliche Begriff der Natürlichkeit ein Auswuchs eines von der realen Natur entfremdeten, romantischen Verständnisses von der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürliche Ernährung==&lt;br /&gt;
In Kreisen &amp;quot;ökologisch&amp;quot; orientierter Menschen werden derzeitige Nahrungsmittel als &amp;quot;degeneriert&amp;quot; und vitaminarm dargestellt. Zum einen dient dieses Argument der Vermarktung von [[Nahrungsergänzungsmittel]]n andererseits der von Lebensmitteln aus ökologischem Anbau unter Verwendung alter Kultursorten und -rassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren zahlreiche Ernährungsideoligien, von denen jede von sich selber behauptet, sie sei die ursprünglich natürliche Ernährung des Menschen. Beispiele sind. [[Urkost]], [[Rohkost]] und [[Steinzeitdiät]] sowie teilweise [[Veganismus]]. Aufgrund archäologischer Befunde geht man dvon aus, dass der Mensch sich in der Vergangenheit von einer Mischkost ernährte. &amp;quot;Natürlich&amp;quot; waren allerdings auch Hungerperioden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;ntürliche Ernährung&amp;quot; steht oft in Zusammenhang mit frei sein von Konservierungsstoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürlichkeit in der Medizin==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Bambi-Syndrom]]&lt;br /&gt;
*[[Tiefenökologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Nat%C3%BCrlichkeit&amp;diff=64100</id>
		<title>Natürlichkeit</title>
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		<updated>2010-12-05T18:45:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: /* Was ist natürlich? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Natürlichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet in pseudomedizinischen und esoterischne Kreisen die Unverfälschtheit und Ursprünglichkeit einer Methode oder eines Produktes. Dabei dient der Begriff &amp;quot;Natürlichkeit&amp;quot; der Bezeichnung von etwas Positivem und der Abgrenzung von etwas Künstlichem und Verfälschtem als etwas Negativem. Natürlichkeit wird meist mit &amp;quot;Sanftheit&amp;quot; und &amp;quot;[[Ganzheitlichkeit]]&amp;quot; in Verbindung gebracht und dient als Begründung dafür, weshalb angeblich oder tatsächlich alte, und/oder exotische bzw. veraltete Ansichten und Methoden angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was ist natürlich?==&lt;br /&gt;
Natur (lat.: natura, von nasci „entstehen, geboren werden“) bezeichnet in der Alltagssprache alles, was nicht vom Menschen geschaffen wurde. Somit bildet Natur den Gegenbegriff von Kultur und Technik. Dennoch ist die Abgrenzung sehr schwierig, denn Natur ist auch überall da anzutreffen, wo sich der Mensch befindet, denn jeder verfügbare Lebensraum wird besiedlet, unabhängig davon, ob dieser vom Menschen geschaffen bzw. beeinflusst wurde/wird oder nicht. Beispielsweise ist Erdöl ganz natürlich, weil es ohne Zutun des Menschen entstanden ist, während es im Allgemeinverständnis eher als etwas unnatürliches gesehen wird. Kulturlandschften weisen eine hohe Artendiversität auf, obwohl sie nach diesem Verständnis nicht natürlich sind. Selbst die &amp;quot;unnatürlichsten&amp;quot; Habitate, wie z.B. Weltraumstationen, werden von Lebewesen spontan, d.h. ohne Willen des Menschen, besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der natürliche Wald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der europäische Wald war vor der letzten großen Eiszeit, die vor ca. 2,5 Millionen Jahren begann, sehr artenreich. Damals wuchsen neben jenen Bäumen, die heute bei uns vorkommen, Magnolie, Tulpenbaum, Mammutbaum, Amberbaum, Rhododendron und einige andere. Während der Eiszeit sind die Wälder in unserem Raum weitgehend verschwunden. &lt;br /&gt;
Mit dem Ende der Eiszeit vor 10.000 Jahren kam es zur einer Wiederbewaldung in unserem Raum, allerdings waren diese Wälder wesentlich artenarmer.&lt;br /&gt;
Vor 8000 Jahren besiedelten die ersten Ackerbauern nach und nach Europa. Sie rodeten ein Stück Wald, blieben dort vermutlich eine Generation, um dann weiterzuziehen. Diese Stellen wurden vom Wald rasch überwuchert, aber nie mehr so, wie er vor der Besiedlung war.&lt;br /&gt;
Besonders in Lößgebieten wurde im Laufe der Zeit spätestens bis zum Mittelalter jede Waldparzelle, die dafür geeignet war, mindestens einmal vom Menschen gerodet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ist die Natur sanft?==&lt;br /&gt;
In [[Esoterik]]kreisen kommt der Begriff &amp;quot;natürlich&amp;quot; häufig in Kombination mit &amp;quot;sanft&amp;quot; vor. Dennoch ist die Natur keineswegs sanft. Bedingt durch zahlreiche Wechselwirkungen zwischen den Orgnismen verschiedener Arten, innerhalb der gleichen Art oder zwischen Populationen kommt es zu Situationen, in denen das Wohlergehen oder Überleben des Individuums gefährdet ist. Daraus resultiert Leiden, Tod aber auch das Überleben derjenigen, die mit den Bedingungen am besten zurechtkommen, also letztendlich das Funktionieren von Ökosystemen und der Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich gegen Angriffe und Gefahren zu wehren, sind im Laufe der Evolution zahlreiche Abwehrmechanismen entstanden. Pflanzen z.B., die nicht flüchten können, müssen sich entweder sehr schnell vermehren, sehr regenerationsfähig oder möglichst unbekömmlich sein, um nicht durch Fraßfeinde vernichtet zu werden. Erstere sind als &amp;quot;Unkräuter&amp;quot; bekannt, letztere als Giftpflanzen, aber auch als [[Phytotherapie|Arzneipflanzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Natur sind Krankheiten eine ernste Gefahr für ein Tier, wenn es nicht zur [[Selbstheilungskraft|spontanen Heilung]] kommt, wird das Tier sterben. Auch bei leichteren Erkrankungen leidet die Fitness des Tieres, das dadurch leichter zur Beute von Feinden wird oder selbst nicht in der Lage ist, zu jagen. Dieser Mechanismus ist für die Population durchaus sinnvoll, denn damit scheidet ein potentieller Krankheitsüberträger aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kritikern der Tierhaltung werden immer wieder tierquälerische Haltungs- und Schlachtbedingungen thematisiert und auf natürliche Haltungsformen verwiesen. Abgesehen von den tatsächlichen Misständen in der Tierhaltung hat ein Tier in der Natur keineswegs bessere Bedingungen. Dies lässt sich zum einen indirekt an der geringeren Lebenserwartung in der Wildnis erkennen, zum anderen ist es dirket beobachtbar: Hyänen fressen Gnus bei lebendigen Leib, von Parasiten befallene Tiere verenden elend, Nahrungsmangel, extreme Wettererscheinungen töten usw. Hier existieren zahlreiche Leiden, die denen in der Massentierhaltung in nichts nachstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=eM6kvnFbkZ4&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=sqrThbOG5rs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=TeuN7YAvdwc&amp;amp;feature=related&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist der in Esoterikkreisen gebräuchliche Begriff der Natürlichkeit ein Auswuchs eines von der realen Natur entfremdeten, romantischen Verständnisses von der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürliche Ernährung==&lt;br /&gt;
In Kreisen &amp;quot;ökologisch&amp;quot; orientierter Menschen werden derzeitige Nahrungsmittel als &amp;quot;degeneriert&amp;quot; und vitaminarm dargestellt. Zum einen dient dieses Argument der Vermarktung von [[Nahrungsergänzungsmittel]]n andererseits der von Lebensmitteln aus ökologischem Anbau unter Verwendung alter Kultursorten und -rassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren zahlreiche Ernährungsideoligien, von denen jede von sich selber behauptet, sie sei die ursprünglich natürliche Ernährung des Menschen. Beispiele sind. [[Urkost]], [[Rohkost]] und [[Steinzeitdiät]] sowie teilweise [[Veganismus]]. Aufgrund archäologischer Befunde geht man dvon aus, dass der Mensch sich in der Vergangenheit von einer Mischkost ernährte. &amp;quot;Natürlich&amp;quot; waren allerdings auch Hungerperioden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;ntürliche Ernährung&amp;quot; steht oft in Zusammenhang mit frei sein von Konservierungsstoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürlichkeit in der Medizin==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Bambi-Syndrom]]&lt;br /&gt;
*[[Tiefenökologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
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		<updated>2010-12-05T18:37:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: /* Was ist natürlich? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Natürlichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet in pseudomedizinischen und esoterischne Kreisen die Unverfälschtheit und Ursprünglichkeit einer Methode oder eines Produktes. Dabei dient der Begriff &amp;quot;Natürlichkeit&amp;quot; der Bezeichnung von etwas Positivem und der Abgrenzung von etwas Künstlichem und Verfälschtem als etwas Negativem. Natürlichkeit wird meist mit &amp;quot;Sanftheit&amp;quot; und &amp;quot;[[Ganzheitlichkeit]]&amp;quot; in Verbindung gebracht und dient als Begründung dafür, weshalb angeblich oder tatsächlich alte, und/oder exotische bzw. veraltete Ansichten und Methoden angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was ist natürlich?==&lt;br /&gt;
Natur (lat.: natura, von nasci „entstehen, geboren werden“) bezeichnet in der Alltagssprache alles, was nicht vom Menschen geschaffen wurde. Somit bildet Natur den Gegenbegriff von Kultur und Technik. Dennoch ist die Abgrenzung sehr schwierig, denn Natur ist auch überall da anzutreffen, wo sich der Mensch befindet, denn jeder verfügbare Lebensraum wird besiedlet, unabhängig davon, ob dieser vom Menschen geschaffen bzw. beeinflusst wurde/wird oder nicht. Beispielsweise ist Erdöl ganz natürlich, weil es ohne Zutun des Menschen entstanden ist, während es im Allgemeinverständnis eher als etwas unnatürliches gesehen wird. Kulturlandschften weisen eine hohe Artendiversität auf, obwohl sie nach diesem Verständnis nicht natürlich sind. Selbst die &amp;quot;unnatürlichsten&amp;quot; Habitate, wie z.B. Weltraumstationen, werden von Lebewesen spontan, d.h. ohne Willen des Menschen, besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der natürliche Wald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der europäische Wald war vor der letzten großen Eiszeit, die vor ca. 2,5 Millionen Jahren begann, sehr artenreich. Damals wuchsen neben jenen Bäumen, die heute bei uns vorkommen, Magnolie, Tulpenbaum, Mammutbaum, Amberbaum, Rhododendron und einige andere. Während der Eiszeit sind die Wälder in unserem Raum weitgehend verschwunden. &lt;br /&gt;
Mit dem Ende der Eiszeit vor 10.000 Jahren kam es zur einer Wiederbewaldung in unserem Raum, allerdings waren diese Wälder wesentlich artenarmer.&lt;br /&gt;
Vor 8000 Jahren besiedelten die ersten Ackerbauern nach und nach Europa. Sie rodeten ein Stück Wald, blieben dort vermutlich eine Generation, um dann weiterzuziehen. Diese Stellen wurden vom Wald rasch überwuchert, aber nie mehr so, wie er vor der Besiedlung war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ist die Natur sanft?==&lt;br /&gt;
In [[Esoterik]]kreisen kommt der Begriff &amp;quot;natürlich&amp;quot; häufig in Kombination mit &amp;quot;sanft&amp;quot; vor. Dennoch ist die Natur keineswegs sanft. Bedingt durch zahlreiche Wechselwirkungen zwischen den Orgnismen verschiedener Arten, innerhalb der gleichen Art oder zwischen Populationen kommt es zu Situationen, in denen das Wohlergehen oder Überleben des Individuums gefährdet ist. Daraus resultiert Leiden, Tod aber auch das Überleben derjenigen, die mit den Bedingungen am besten zurechtkommen, also letztendlich das Funktionieren von Ökosystemen und der Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich gegen Angriffe und Gefahren zu wehren, sind im Laufe der Evolution zahlreiche Abwehrmechanismen entstanden. Pflanzen z.B., die nicht flüchten können, müssen sich entweder sehr schnell vermehren, sehr regenerationsfähig oder möglichst unbekömmlich sein, um nicht durch Fraßfeinde vernichtet zu werden. Erstere sind als &amp;quot;Unkräuter&amp;quot; bekannt, letztere als Giftpflanzen, aber auch als [[Phytotherapie|Arzneipflanzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Natur sind Krankheiten eine ernste Gefahr für ein Tier, wenn es nicht zur [[Selbstheilungskraft|spontanen Heilung]] kommt, wird das Tier sterben. Auch bei leichteren Erkrankungen leidet die Fitness des Tieres, das dadurch leichter zur Beute von Feinden wird oder selbst nicht in der Lage ist, zu jagen. Dieser Mechanismus ist für die Population durchaus sinnvoll, denn damit scheidet ein potentieller Krankheitsüberträger aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kritikern der Tierhaltung werden immer wieder tierquälerische Haltungs- und Schlachtbedingungen thematisiert und auf natürliche Haltungsformen verwiesen. Abgesehen von den tatsächlichen Misständen in der Tierhaltung hat ein Tier in der Natur keineswegs bessere Bedingungen. Dies lässt sich zum einen indirekt an der geringeren Lebenserwartung in der Wildnis erkennen, zum anderen ist es dirket beobachtbar: Hyänen fressen Gnus bei lebendigen Leib, von Parasiten befallene Tiere verenden elend, Nahrungsmangel, extreme Wettererscheinungen töten usw. Hier existieren zahlreiche Leiden, die denen in der Massentierhaltung in nichts nachstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=eM6kvnFbkZ4&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=sqrThbOG5rs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=TeuN7YAvdwc&amp;amp;feature=related&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist der in Esoterikkreisen gebräuchliche Begriff der Natürlichkeit ein Auswuchs eines von der realen Natur entfremdeten, romantischen Verständnisses von der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürliche Ernährung==&lt;br /&gt;
In Kreisen &amp;quot;ökologisch&amp;quot; orientierter Menschen werden derzeitige Nahrungsmittel als &amp;quot;degeneriert&amp;quot; und vitaminarm dargestellt. Zum einen dient dieses Argument der Vermarktung von [[Nahrungsergänzungsmittel]]n andererseits der von Lebensmitteln aus ökologischem Anbau unter Verwendung alter Kultursorten und -rassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren zahlreiche Ernährungsideoligien, von denen jede von sich selber behauptet, sie sei die ursprünglich natürliche Ernährung des Menschen. Beispiele sind. [[Urkost]], [[Rohkost]] und [[Steinzeitdiät]] sowie teilweise [[Veganismus]]. Aufgrund archäologischer Befunde geht man dvon aus, dass der Mensch sich in der Vergangenheit von einer Mischkost ernährte. &amp;quot;Natürlich&amp;quot; waren allerdings auch Hungerperioden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;ntürliche Ernährung&amp;quot; steht oft in Zusammenhang mit frei sein von Konservierungsstoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürlichkeit in der Medizin==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Bambi-Syndrom]]&lt;br /&gt;
*[[Tiefenökologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
	</entry>
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		<title>Natürlichkeit</title>
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		<updated>2010-12-05T18:37:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: /* Was ist natürlich? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Natürlichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet in pseudomedizinischen und esoterischne Kreisen die Unverfälschtheit und Ursprünglichkeit einer Methode oder eines Produktes. Dabei dient der Begriff &amp;quot;Natürlichkeit&amp;quot; der Bezeichnung von etwas Positivem und der Abgrenzung von etwas Künstlichem und Verfälschtem als etwas Negativem. Natürlichkeit wird meist mit &amp;quot;Sanftheit&amp;quot; und &amp;quot;[[Ganzheitlichkeit]]&amp;quot; in Verbindung gebracht und dient als Begründung dafür, weshalb angeblich oder tatsächlich alte, und/oder exotische bzw. veraltete Ansichten und Methoden angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was ist natürlich?==&lt;br /&gt;
Natur (lat.: natura, von nasci „entstehen, geboren werden“) bezeichnet in der Alltagssprache alles, was nicht vom Menschen geschaffen wurde. Somit bildet Natur den Gegenbegriff von Kultur und Technik. Dennoch ist die Abgrenzung sehr schwierig, denn Natur ist auch überall da anzutreffen, wo sich der Mensch befindet, denn jeder verfügbare Lebensraum wird besiedlet, unabhängig davon, ob dieser vom Menschen geschaffen bzw. beeinflusst wurde/wird oder nicht. Beispielsweise ist Erdöl ganz natürlich, weil es ohne Zutun des Menschen entstanden ist, während es im Allgemeinverständnis eher als etwas unnatürliches gesehen wird. Kulturlandschften weisen eine hohe Artendiversität auf, obwohl sie nach diesem Verständnis nicht natürlich sind. Selbst die &amp;quot;unnatürlichsten&amp;quot; Habitate, wie z.B. Weltraumstationen, werden von Lebewesen spontan, d.h. ohne Willen des Menschen, besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der natürliche Wald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Europa war vor der letzten großen Eiszeit, die vor ca. 2,5 Millionen Jahren begann, sehr artenreich. Damals wuchsen neben jenen Bäumen, die heute bei uns vorkommen, Magnolie, Tulpenbaum, Mammutbaum, Amberbaum, Rhododendron und einige andere. Während der Eiszeit sind die Wälder in unserem Raum weitgehend verschwunden. &lt;br /&gt;
Mit dem Ende der Eiszeit vor 10.000 Jahren kam es zur einer Wiederbewaldung in unserem Raum, allerdings waren diese Wälder wesentlich artenarmer.&lt;br /&gt;
Vor 8000 Jahren besiedelten die ersten Ackerbauern nach und nach Europa. Sie rodeten ein Stück Wald, blieben dort vermutlich eine Generation, um dann weiterzuziehen. Diese Stellen wurden vom Wald rasch überwuchert, aber nie mehr so, wie er vor der Besiedlung war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ist die Natur sanft?==&lt;br /&gt;
In [[Esoterik]]kreisen kommt der Begriff &amp;quot;natürlich&amp;quot; häufig in Kombination mit &amp;quot;sanft&amp;quot; vor. Dennoch ist die Natur keineswegs sanft. Bedingt durch zahlreiche Wechselwirkungen zwischen den Orgnismen verschiedener Arten, innerhalb der gleichen Art oder zwischen Populationen kommt es zu Situationen, in denen das Wohlergehen oder Überleben des Individuums gefährdet ist. Daraus resultiert Leiden, Tod aber auch das Überleben derjenigen, die mit den Bedingungen am besten zurechtkommen, also letztendlich das Funktionieren von Ökosystemen und der Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich gegen Angriffe und Gefahren zu wehren, sind im Laufe der Evolution zahlreiche Abwehrmechanismen entstanden. Pflanzen z.B., die nicht flüchten können, müssen sich entweder sehr schnell vermehren, sehr regenerationsfähig oder möglichst unbekömmlich sein, um nicht durch Fraßfeinde vernichtet zu werden. Erstere sind als &amp;quot;Unkräuter&amp;quot; bekannt, letztere als Giftpflanzen, aber auch als [[Phytotherapie|Arzneipflanzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Natur sind Krankheiten eine ernste Gefahr für ein Tier, wenn es nicht zur [[Selbstheilungskraft|spontanen Heilung]] kommt, wird das Tier sterben. Auch bei leichteren Erkrankungen leidet die Fitness des Tieres, das dadurch leichter zur Beute von Feinden wird oder selbst nicht in der Lage ist, zu jagen. Dieser Mechanismus ist für die Population durchaus sinnvoll, denn damit scheidet ein potentieller Krankheitsüberträger aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kritikern der Tierhaltung werden immer wieder tierquälerische Haltungs- und Schlachtbedingungen thematisiert und auf natürliche Haltungsformen verwiesen. Abgesehen von den tatsächlichen Misständen in der Tierhaltung hat ein Tier in der Natur keineswegs bessere Bedingungen. Dies lässt sich zum einen indirekt an der geringeren Lebenserwartung in der Wildnis erkennen, zum anderen ist es dirket beobachtbar: Hyänen fressen Gnus bei lebendigen Leib, von Parasiten befallene Tiere verenden elend, Nahrungsmangel, extreme Wettererscheinungen töten usw. Hier existieren zahlreiche Leiden, die denen in der Massentierhaltung in nichts nachstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=eM6kvnFbkZ4&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=sqrThbOG5rs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=TeuN7YAvdwc&amp;amp;feature=related&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist der in Esoterikkreisen gebräuchliche Begriff der Natürlichkeit ein Auswuchs eines von der realen Natur entfremdeten, romantischen Verständnisses von der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürliche Ernährung==&lt;br /&gt;
In Kreisen &amp;quot;ökologisch&amp;quot; orientierter Menschen werden derzeitige Nahrungsmittel als &amp;quot;degeneriert&amp;quot; und vitaminarm dargestellt. Zum einen dient dieses Argument der Vermarktung von [[Nahrungsergänzungsmittel]]n andererseits der von Lebensmitteln aus ökologischem Anbau unter Verwendung alter Kultursorten und -rassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren zahlreiche Ernährungsideoligien, von denen jede von sich selber behauptet, sie sei die ursprünglich natürliche Ernährung des Menschen. Beispiele sind. [[Urkost]], [[Rohkost]] und [[Steinzeitdiät]] sowie teilweise [[Veganismus]]. Aufgrund archäologischer Befunde geht man dvon aus, dass der Mensch sich in der Vergangenheit von einer Mischkost ernährte. &amp;quot;Natürlich&amp;quot; waren allerdings auch Hungerperioden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;ntürliche Ernährung&amp;quot; steht oft in Zusammenhang mit frei sein von Konservierungsstoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürlichkeit in der Medizin==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Bambi-Syndrom]]&lt;br /&gt;
*[[Tiefenökologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Nat%C3%BCrlichkeit&amp;diff=64097</id>
		<title>Natürlichkeit</title>
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		<updated>2010-12-05T18:30:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: /* Was ist natürlich? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Natürlichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet in pseudomedizinischen und esoterischne Kreisen die Unverfälschtheit und Ursprünglichkeit einer Methode oder eines Produktes. Dabei dient der Begriff &amp;quot;Natürlichkeit&amp;quot; der Bezeichnung von etwas Positivem und der Abgrenzung von etwas Künstlichem und Verfälschtem als etwas Negativem. Natürlichkeit wird meist mit &amp;quot;Sanftheit&amp;quot; und &amp;quot;[[Ganzheitlichkeit]]&amp;quot; in Verbindung gebracht und dient als Begründung dafür, weshalb angeblich oder tatsächlich alte, und/oder exotische bzw. veraltete Ansichten und Methoden angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was ist natürlich?==&lt;br /&gt;
Natur (lat.: natura, von nasci „entstehen, geboren werden“) bezeichnet in der Alltagssprache alles, was nicht vom Menschen geschaffen wurde. Somit bildet Natur den Gegenbegriff von Kultur und Technik. Dennoch ist die Abgrenzung sehr schwierig, denn Natur ist auch überall da anzutreffen, wo sich der Mensch befindet, denn jeder verfügbare Lebensraum wird besiedlet, unabhängig davon, ob dieser vom Menschen geschaffen bzw. beeinflusst wurde/wird oder nicht. Beispielsweise ist Erdöl ganz natürlich, weil es ohne Zutun des Menschen entstanden ist, während es im Allgemeinverständnis eher als etwas unnatürliches gesehen wird. Kulturlandschften weisen eine hohe Artendiversität auf, obwohl sie nach diesem Verständnis nicht natürlich sind. Selbst die &amp;quot;unnatürlichsten&amp;quot; Habitate, wie z.B. Weltraumstationen, werden von Lebewesen spontan, d.h. ohne Willen des Menschen, besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der natürliche Wald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Europa war vor der letzten großen Eiszeit, die vor ca. 2,5 Millionen Jahren begann, sehr artenreich. Damals wuchsen neben jenen Bäumen, die heute bei uns vorkommen, Magnolie, Tulpenbaum, Mammutbaum, Amberbaum, Rhododendron und einige andere. Während der Eiszeit sind die Wälder in unserem Raum weitgehend verschwunden. &lt;br /&gt;
Mit dem Ende der Eiszeit vor 10.000 Jahren kam es zur einer Wiederbewaldung in unserem Raum, allerdings waren diese Wälder wesentlich artenarmer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ist die Natur sanft?==&lt;br /&gt;
In [[Esoterik]]kreisen kommt der Begriff &amp;quot;natürlich&amp;quot; häufig in Kombination mit &amp;quot;sanft&amp;quot; vor. Dennoch ist die Natur keineswegs sanft. Bedingt durch zahlreiche Wechselwirkungen zwischen den Orgnismen verschiedener Arten, innerhalb der gleichen Art oder zwischen Populationen kommt es zu Situationen, in denen das Wohlergehen oder Überleben des Individuums gefährdet ist. Daraus resultiert Leiden, Tod aber auch das Überleben derjenigen, die mit den Bedingungen am besten zurechtkommen, also letztendlich das Funktionieren von Ökosystemen und der Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich gegen Angriffe und Gefahren zu wehren, sind im Laufe der Evolution zahlreiche Abwehrmechanismen entstanden. Pflanzen z.B., die nicht flüchten können, müssen sich entweder sehr schnell vermehren, sehr regenerationsfähig oder möglichst unbekömmlich sein, um nicht durch Fraßfeinde vernichtet zu werden. Erstere sind als &amp;quot;Unkräuter&amp;quot; bekannt, letztere als Giftpflanzen, aber auch als [[Phytotherapie|Arzneipflanzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Natur sind Krankheiten eine ernste Gefahr für ein Tier, wenn es nicht zur [[Selbstheilungskraft|spontanen Heilung]] kommt, wird das Tier sterben. Auch bei leichteren Erkrankungen leidet die Fitness des Tieres, das dadurch leichter zur Beute von Feinden wird oder selbst nicht in der Lage ist, zu jagen. Dieser Mechanismus ist für die Population durchaus sinnvoll, denn damit scheidet ein potentieller Krankheitsüberträger aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kritikern der Tierhaltung werden immer wieder tierquälerische Haltungs- und Schlachtbedingungen thematisiert und auf natürliche Haltungsformen verwiesen. Abgesehen von den tatsächlichen Misständen in der Tierhaltung hat ein Tier in der Natur keineswegs bessere Bedingungen. Dies lässt sich zum einen indirekt an der geringeren Lebenserwartung in der Wildnis erkennen, zum anderen ist es dirket beobachtbar: Hyänen fressen Gnus bei lebendigen Leib, von Parasiten befallene Tiere verenden elend, Nahrungsmangel, extreme Wettererscheinungen töten usw. Hier existieren zahlreiche Leiden, die denen in der Massentierhaltung in nichts nachstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=eM6kvnFbkZ4&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=sqrThbOG5rs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=TeuN7YAvdwc&amp;amp;feature=related&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist der in Esoterikkreisen gebräuchliche Begriff der Natürlichkeit ein Auswuchs eines von der realen Natur entfremdeten, romantischen Verständnisses von der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürliche Ernährung==&lt;br /&gt;
In Kreisen &amp;quot;ökologisch&amp;quot; orientierter Menschen werden derzeitige Nahrungsmittel als &amp;quot;degeneriert&amp;quot; und vitaminarm dargestellt. Zum einen dient dieses Argument der Vermarktung von [[Nahrungsergänzungsmittel]]n andererseits der von Lebensmitteln aus ökologischem Anbau unter Verwendung alter Kultursorten und -rassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren zahlreiche Ernährungsideoligien, von denen jede von sich selber behauptet, sie sei die ursprünglich natürliche Ernährung des Menschen. Beispiele sind. [[Urkost]], [[Rohkost]] und [[Steinzeitdiät]] sowie teilweise [[Veganismus]]. Aufgrund archäologischer Befunde geht man dvon aus, dass der Mensch sich in der Vergangenheit von einer Mischkost ernährte. &amp;quot;Natürlich&amp;quot; waren allerdings auch Hungerperioden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;ntürliche Ernährung&amp;quot; steht oft in Zusammenhang mit frei sein von Konservierungsstoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürlichkeit in der Medizin==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Bambi-Syndrom]]&lt;br /&gt;
*[[Tiefenökologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Nat%C3%BCrlichkeit&amp;diff=64096</id>
		<title>Natürlichkeit</title>
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		<updated>2010-12-05T18:21:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: /* Was ist natürlich? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Natürlichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet in pseudomedizinischen und esoterischne Kreisen die Unverfälschtheit und Ursprünglichkeit einer Methode oder eines Produktes. Dabei dient der Begriff &amp;quot;Natürlichkeit&amp;quot; der Bezeichnung von etwas Positivem und der Abgrenzung von etwas Künstlichem und Verfälschtem als etwas Negativem. Natürlichkeit wird meist mit &amp;quot;Sanftheit&amp;quot; und &amp;quot;[[Ganzheitlichkeit]]&amp;quot; in Verbindung gebracht und dient als Begründung dafür, weshalb angeblich oder tatsächlich alte, und/oder exotische bzw. veraltete Ansichten und Methoden angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was ist natürlich?==&lt;br /&gt;
Natur (lat.: natura, von nasci „entstehen, geboren werden“) bezeichnet in der Alltagssprache alles, was nicht vom Menschen geschaffen wurde. Somit bildet Natur den Gegenbegriff von Kultur und Technik. Dennoch ist die Abgrenzung sehr schwierig, denn Natur ist auch überall da anzutreffen, wo sich der Mensch befindet, denn jeder verfügbare Lebensraum wird besiedlet, unabhängig davon, ob dieser vom Menschen geschaffen bzw. beeinflusst wurde/wird oder nicht. Beispielsweise ist Erdöl ganz natürlich, weil es ohne Zutun des Menschen entstanden ist, während es im Allgemeinverständnis eher als etwas unnatürliches gesehen wird. Kulturlandschften weisen eine hohe Artendiversität auf, obwohl sie nach diesem Verständnis nicht natürlich sind. Selbst die &amp;quot;unnatürlichsten&amp;quot; Habitate, wie z.B. Weltraumstationen, werden von Lebewesen spontan, d.h. ohne Willen des Menschen, besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der natürliche Wald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Europa war vor der letzten großen Eiszeit, die vor ca. 2,5 Millionen Jahren begann, sehr artenreich. Damals wuchsen neben jenen Bäumen, die heute bei uns vorkommen, Magnolie, Tulpenbaum, Mammutbaum, Amberbaum, Rhododendron und einige andere. Mit dem Ende der Eiszeit vor 10.000 Jahren sind sie bei uns verschwunden, seither sind die mittel- und westeuropäischen Wälder weniger artenreich. Nicht die Menschen, sondern die Natur hat dies bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ist die Natur sanft?==&lt;br /&gt;
In [[Esoterik]]kreisen kommt der Begriff &amp;quot;natürlich&amp;quot; häufig in Kombination mit &amp;quot;sanft&amp;quot; vor. Dennoch ist die Natur keineswegs sanft. Bedingt durch zahlreiche Wechselwirkungen zwischen den Orgnismen verschiedener Arten, innerhalb der gleichen Art oder zwischen Populationen kommt es zu Situationen, in denen das Wohlergehen oder Überleben des Individuums gefährdet ist. Daraus resultiert Leiden, Tod aber auch das Überleben derjenigen, die mit den Bedingungen am besten zurechtkommen, also letztendlich das Funktionieren von Ökosystemen und der Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich gegen Angriffe und Gefahren zu wehren, sind im Laufe der Evolution zahlreiche Abwehrmechanismen entstanden. Pflanzen z.B., die nicht flüchten können, müssen sich entweder sehr schnell vermehren, sehr regenerationsfähig oder möglichst unbekömmlich sein, um nicht durch Fraßfeinde vernichtet zu werden. Erstere sind als &amp;quot;Unkräuter&amp;quot; bekannt, letztere als Giftpflanzen, aber auch als [[Phytotherapie|Arzneipflanzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Natur sind Krankheiten eine ernste Gefahr für ein Tier, wenn es nicht zur [[Selbstheilungskraft|spontanen Heilung]] kommt, wird das Tier sterben. Auch bei leichteren Erkrankungen leidet die Fitness des Tieres, das dadurch leichter zur Beute von Feinden wird oder selbst nicht in der Lage ist, zu jagen. Dieser Mechanismus ist für die Population durchaus sinnvoll, denn damit scheidet ein potentieller Krankheitsüberträger aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kritikern der Tierhaltung werden immer wieder tierquälerische Haltungs- und Schlachtbedingungen thematisiert und auf natürliche Haltungsformen verwiesen. Abgesehen von den tatsächlichen Misständen in der Tierhaltung hat ein Tier in der Natur keineswegs bessere Bedingungen. Dies lässt sich zum einen indirekt an der geringeren Lebenserwartung in der Wildnis erkennen, zum anderen ist es dirket beobachtbar: Hyänen fressen Gnus bei lebendigen Leib, von Parasiten befallene Tiere verenden elend, Nahrungsmangel, extreme Wettererscheinungen töten usw. Hier existieren zahlreiche Leiden, die denen in der Massentierhaltung in nichts nachstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=eM6kvnFbkZ4&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=sqrThbOG5rs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=TeuN7YAvdwc&amp;amp;feature=related&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist der in Esoterikkreisen gebräuchliche Begriff der Natürlichkeit ein Auswuchs eines von der realen Natur entfremdeten, romantischen Verständnisses von der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürliche Ernährung==&lt;br /&gt;
In Kreisen &amp;quot;ökologisch&amp;quot; orientierter Menschen werden derzeitige Nahrungsmittel als &amp;quot;degeneriert&amp;quot; und vitaminarm dargestellt. Zum einen dient dieses Argument der Vermarktung von [[Nahrungsergänzungsmittel]]n andererseits der von Lebensmitteln aus ökologischem Anbau unter Verwendung alter Kultursorten und -rassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren zahlreiche Ernährungsideoligien, von denen jede von sich selber behauptet, sie sei die ursprünglich natürliche Ernährung des Menschen. Beispiele sind. [[Urkost]], [[Rohkost]] und [[Steinzeitdiät]] sowie teilweise [[Veganismus]]. Aufgrund archäologischer Befunde geht man dvon aus, dass der Mensch sich in der Vergangenheit von einer Mischkost ernährte. &amp;quot;Natürlich&amp;quot; waren allerdings auch Hungerperioden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;ntürliche Ernährung&amp;quot; steht oft in Zusammenhang mit frei sein von Konservierungsstoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürlichkeit in der Medizin==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Bambi-Syndrom]]&lt;br /&gt;
*[[Tiefenökologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Weltuntergang&amp;diff=64089</id>
		<title>Weltuntergang</title>
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		<updated>2010-12-05T16:28:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: /* Jüdisch/christliche Hintergründe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dass die Welt irgendwann, spätestens, wenn die Sonne kollabiert, untergehen wird, gilt als gesichertes Wissen.&lt;br /&gt;
Der zu Lebzeiten drohende &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weltuntergang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; aber als angstmachendes Druckmittel ist aus vielen [[Esoterik|esoterischen]] Lehren als Hauptzutat der der Proselytengewinnung nicht wegzudenken. Hier ist eine Liste, was wir schon alles verpasst haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.unmoralische.de/weltuntergang.htm Liste verpasster Weltuntergänge]&lt;br /&gt;
Weltuntergangsszenarien werden z.B. von Vertretern des [[Katastrophismus]] propagiert oder im [[Maya-Kalender]] und von den [[Zeugen Jehovas]] vorausgesagt. &lt;br /&gt;
Nach deren Gründer Russell sollte die Welt erstmals 1874 untergehen, am Ende dieses Jahres verlegte er den Weltuntergang auf das Jahr 1914. Dies deshalb, weil im Buch Daniel des Alten Testaments von sieben Zeitaltern die Rede ist. Wenn man ein Zeitalter zu je 360 Tagen rechnen würde, ergäbe diese eine Zahl von 2520 Tagen, die er aber als Jahre sah. Nach diesem Rechenfehler wurde der Weltuntergang auf das Jahr 1925 verschoben. Wenig überraschend, verlegte man danach das Ende der Geschichte auf 1975, das sich aber auch nicht recht einstellen sollte. Einige Zeugen nannten nun das Jahr 2000, die offizielle Größen dieser Sekte lehnen aber lernfähig weitere detaillierte Nennungen eines bevorstehenden Endes ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Antike gibt es in vielen Religionen Überlieferungen diverser Weltuntergangsszenarien, z.B. das Jüngste Gericht, das gleichermaßen bei Judentum, Christentum und Islam Teil der Überlieferung ist. Auch zahlreiche [[Sekte]]n propagieren diverse Weltuntergangsvorstellungen (&amp;quot;Weltuntergangssekte&amp;quot;), die in einigen Fällen zu Massensuiziden unter Sektenmitgliedern geführt haben. Beispiele sind im Jahr 2000 die Sekte &amp;quot;Wiederherstellung der zehn Gebote Gottes&amp;quot; in Uganda (etwa 1000 Todesopfer) &amp;lt;ref&amp;gt;http://religion.orf.at/tv/news2/ne00406_uganda.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1993 die Davidianer-Sekte in Texas (82 Todesopfer) &amp;lt;ref&amp;gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Branch_Davidians&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1978 die Volkstemplersekte in der Siedlung Jonestown im Dschungel Guyanas, Südamerika (923 Todesopfer)&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,69598,00.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch ist die allen gemeinsame Vorstellung, dass Anhänger des eigenen Glaubens, die sich während ihres irdischen Lebens gemäß den jeweils geltenden Regeln entsprechend fromm benommen haben oder anderweitig als &amp;quot;erleuchtet&amp;quot; oder &amp;quot;auserwählt&amp;quot; gelten, eine Art Paradies, Erlösung o.ä. zuteil wird, während alle anderen der Verdammnis anheim fallen. Die Vorstellung einiger Sektenideologien ist auch die Rettung der jeweiligen Mitglieder durch Außerirdische, während der Rest der Menschheit auf der untergehenden Erde verbleiben muss. Die Propagierung dieser Ideen dient allerdings eher der Disziplinierung der Gläubigen als der Sorgen um deren Seelenheil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Jüdisch/christliche Hintergründe==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Übersicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Es soll dargestellt werden, dass das westliche, christlich bestimmte Geschichtsverständnis zielgerichtet ist: Gott wird im Jüngsten Gericht über Gut und Böse richten. Nicht nur dieses Gericht ist bereits festgelegt, sondern auch der Sieg des Guten über das Böse, womit das Reich Gottes verwirklicht wird.&lt;br /&gt;
Diese Vorstellungen entstammen im Kern dem jüdischen Alten Testament, das diese Ideen vor allem aus altpersischen, indischen, mesopotamischen Mythen übernommen hat.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im babylonischen Exil (598 - 539 v.) der Juden entstand unter anderem das Buch „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deutero-Jesaja&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;“ des Alten Testaments, dessen Botschaft insofern neu war, als die babylonischen Götter als Götzen dargestellt und als einziger Gott Jahwe installiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wird ein theologisches Konzept vorgestellt, das die historischen Ereignisse, die Israel trafen (Eroberung Jerusalems, Zerstörung des Königreiches Juda, Exilierung der Oberschicht nach Babylon) als Strafe Gottes für das sündhafte Verhalten sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Strafe wurde im Rahmen eines Gottesgerichtes verhängt. Durch die Leiden des Exils wurde das Volk mit Jahwe aber wieder versöhnt, worauf ein neue, ewige, paradiesische Ära anbrechen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingestreut im Buch Jesaja wird in den &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gottesknechtsliedern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; die deportierte jüdische Elite im „Knecht Jahwes“ personifiziert. Die Leiden der Eliten werden als Buße der Sünden des gesamten Volkes betrachtet. Der Knecht Jahwes hatte alle Drangsal auf sich genommen. &lt;br /&gt;
Hier erkennen wir erstmals die gleiche Struktur wie später bei Jesus im Neuen Testament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrer Rückkehr nach Jerusalem erwarteten die Gläubigen das ersehnte eschatologische Zeitalter, doch das Eschaton ließ auf sich warten, bis man schließlich die Hoffnung aufgegeben hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich diese erste Eschatologie nicht bewahrheitet hatte, tauchten die nächsten Weltuntergangsszenarien (apokalyptischen Schriften) bei Daniel (164 v.) und im Buch Henoch bei den Frommen (chasidim) auf. Auch hier finden wir ähnliche Strukturen wie in der ersten Eschatologie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Endgericht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird von Daniel in der Gegenwart eines „Hochbetagten“ beschrieben, der in einem Kleid, weiß wie Schnee auf einem Flammenthron sitzt. Die Abtrünnigen stürzen in den Abgrund voller Feuer. Die Tugendhaften gelangen hingegen in das Paradies der Seligkeit. &lt;br /&gt;
Gleichzeitig mit dem Hochbetagten erscheint ein Wesen vom Himmel (&amp;quot;Menschensohn&amp;quot;, ein Titel den sich später auch Jesus geben wird), das zum Hochbetagten geführt wird. Diesem &amp;quot;Menschensohn&amp;quot; wird Macht, Herrlichkeit und Königsherrschaft gegeben.&lt;br /&gt;
Die neue Welt werde von Jahwe (Gott) selbst regiert werden oder zumindest von einem durch Gott eingesetzte Person aus dem Hause David, der Gesalbte (meschiach = Messias), der in diesem Paradies gerecht herrschen werde. Meist aber ist dieser Messias ein normal sterblicher Mensch (etwa in den Psalmen Salomons, die im 1. Jh. v. entstanden sind), wiewohl auch andere Varianten vorkommen.&lt;br /&gt;
Manchmal wird schon im Alten Testament gemeint, der Messias werde auf einem Esel reitend in Jersualem einziehen. &lt;br /&gt;
Auch die Vorstellung, mit dem großen Gericht &amp;quot;am Ende der Welt&amp;quot;, würden die Toten auferstehen, wird hier - aus dem persischen Kulturkreis - eingebaut. Besonders die Pharisäer haben sie zur Zeit Jesus vehement verkündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die für das Christentum fundamentale &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Satanskonzeption&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wie wir sie kennen, gibt es in diesen Mythen noch nicht. Das Üble ist allein auf das fehlerhafte Verhalten der Menschen zurückzuführen. Doch schon in der apokalyptischen Literatur bahnt sich - ausgehend vom iranischen dualistischen Denken - eine Wende an. Die Kräfte des Bösen werden in der Gestalt eines Satans personifiziert, der zum Gegenspieler Gottes aufgebaut wird.&lt;br /&gt;
Parallel mit der Entstehung des Satans erfindet man in der Theologie zwei Reiche (zwei Welten): das diesseitige und das jenseitige Reich. Im diesseitigen Reich werde Satan triumphieren. So bezeichnete Paulus den Satan als &amp;quot;Gott dieser Welt&amp;quot; (2 Kor 4,4). Im eschatologischen Kampf (Weltuntergang) werde aber Gott den Teufel besiegen und damit das Übel ausrotten und damit sei Leben, Freude und Frieden für immer gesichert. Diese Vorstellungen meinen nicht ein gedankliches Himmelreich, sondern die physische, irdische Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gemeinsamkeiten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir finden in beiden Formen der biblischen Weltuntergangsszenarien die folgenden Motive:&lt;br /&gt;
* Befreiung Israels vom Joch&lt;br /&gt;
* der Weltuntergang als einzig noch verbleibende Hoffnung&lt;br /&gt;
* Schaffung paradiesischer Zustände mit Wohlstand und Friede, womit das Ende der Geschichte erreicht sei&lt;br /&gt;
* Errichtung der Gottesherrschaft oder eines messianischen Reiches&lt;br /&gt;
* Bekehrung aller Völker&lt;br /&gt;
* der Anbruch des neuen Zeitalters steht unmittelbar bevor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begleitet werden diese Weltuntergänge von uralten mythischen Voraussagen,  wie Himmel und Erde werden erschüttert, kosmische Katastrophen, die Sonne wird nachts scheinen, der Mond am Tage, die Sterne werden ihre Bahnen verlassen, von den Bäumen wird Blut tropfen, die Steine werden zu schreien beginnen usw. Schließlich aber werde Gott ein neue, paradiesische Welt schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Gutteil der hier dargelegten alttestamentlichen Gedanken sind nichtjüdischen Ursprungs, besonders iranische und indische Vorstellungen finden wir etwa in der Vorstellung des Endgerichts bei Daniel. Aber auch Elemente der steinzeitlichen Pflanzer sind zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Purusha&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fortgesetzt werden diese Ideen im Neuen Testament und damit im Christentum in Form des &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jüngsten Gerichtes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Auch Jesus steht nahtlos in diesem Kontext, er selbst prophezeite fälschlich, dass dieser Weltuntergang unmittelbar bevorstünde. &lt;br /&gt;
In etwa 60 Jahre nach der Hinrichtung des Jesu erschien das sog. Evangelium des Johannes, der Verfasser selbst ist unbekannt. Der Autor dieser Schriften bezieht sich auf die Eschatologie des Daniel. Nach dieser Version würde der Messias 1000 Jahre lang herrschen und am Ende dieser Epoche würde dann das Jüngste Gericht abgehalten werden. In diesem Gericht kommt es zum letzten Kampf zwischen Gut und Böse. Nun folgt die &amp;quot;Neue Erde&amp;quot;, das &amp;quot;Neue Jerusalem&amp;quot;, also das Reich Gottes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell ist nach Eliade zu Weltuntergangsszenarien auch außerhalb des jüdisch/christlichen Kulturkreises zu sagen, dass sie die Abwehrkraft einer Gemeinschaft gegen die Schrecken des Alltags unterstützen, weil die Eingeweihten in den jeweiligen Katastrophen ein ermutigendes Vorzeichen erkennen. Es handelt sich nicht um einen Zweckoptimismus oder eine Flucht vor der Geschichte, sondern wird von Träumen und Visionen und ekstatischen Visionen gepeist.&lt;br /&gt;
Diese apokalyptischen Geschichtskonzeptionen des Alten Testaments bestimmten nicht nur wesentlich das neue Testament und damit das Christentum, sondern auch das Denken der Europäer bis in die frühe Neuzeit. Erst mit dem Aufkommen der Naturwissenschaften konnte eine offene Idee der Zukunft gedacht werden und der Fortschrittsgedanke in der Geistesgeschichte Europas Eingang finden.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.epoc.de/artikel/1053059&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;lt;ref&amp;gt;http://books.google.com/books?id=ZddPiE3Nuo8C&amp;amp;pg=PA15&amp;amp;lpg=PA15&amp;amp;dq=gayomart&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=nVX5DVsjwh&amp;amp;sig=ZmIZxtKjsSvinKEr7wLJJ8AWCMs&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=gW_6TNTAJdSy8QOW05jPCw&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=14&amp;amp;ved=0CGsQ6AEwDQ#v=onepage&amp;amp;q=gayomart&amp;amp;f=false&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[http://datei.sektenausstieg.net/literatur/WTGPro2.pdf Die Wachturm-Gesellschaft und ihre Prophezeiungen]&lt;br /&gt;
*http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Israels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[category:Esoterik]]&lt;br /&gt;
[[category:Religion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Weltuntergang&amp;diff=64088</id>
		<title>Weltuntergang</title>
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		<updated>2010-12-05T16:21:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: /* Jüdisch/christliche Hintergründe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dass die Welt irgendwann, spätestens, wenn die Sonne kollabiert, untergehen wird, gilt als gesichertes Wissen.&lt;br /&gt;
Der zu Lebzeiten drohende &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weltuntergang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; aber als angstmachendes Druckmittel ist aus vielen [[Esoterik|esoterischen]] Lehren als Hauptzutat der der Proselytengewinnung nicht wegzudenken. Hier ist eine Liste, was wir schon alles verpasst haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.unmoralische.de/weltuntergang.htm Liste verpasster Weltuntergänge]&lt;br /&gt;
Weltuntergangsszenarien werden z.B. von Vertretern des [[Katastrophismus]] propagiert oder im [[Maya-Kalender]] und von den [[Zeugen Jehovas]] vorausgesagt. &lt;br /&gt;
Nach deren Gründer Russell sollte die Welt erstmals 1874 untergehen, am Ende dieses Jahres verlegte er den Weltuntergang auf das Jahr 1914. Dies deshalb, weil im Buch Daniel des Alten Testaments von sieben Zeitaltern die Rede ist. Wenn man ein Zeitalter zu je 360 Tagen rechnen würde, ergäbe diese eine Zahl von 2520 Tagen, die er aber als Jahre sah. Nach diesem Rechenfehler wurde der Weltuntergang auf das Jahr 1925 verschoben. Wenig überraschend, verlegte man danach das Ende der Geschichte auf 1975, das sich aber auch nicht recht einstellen sollte. Einige Zeugen nannten nun das Jahr 2000, die offizielle Größen dieser Sekte lehnen aber lernfähig weitere detaillierte Nennungen eines bevorstehenden Endes ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Antike gibt es in vielen Religionen Überlieferungen diverser Weltuntergangsszenarien, z.B. das Jüngste Gericht, das gleichermaßen bei Judentum, Christentum und Islam Teil der Überlieferung ist. Auch zahlreiche [[Sekte]]n propagieren diverse Weltuntergangsvorstellungen (&amp;quot;Weltuntergangssekte&amp;quot;), die in einigen Fällen zu Massensuiziden unter Sektenmitgliedern geführt haben. Beispiele sind im Jahr 2000 die Sekte &amp;quot;Wiederherstellung der zehn Gebote Gottes&amp;quot; in Uganda (etwa 1000 Todesopfer) &amp;lt;ref&amp;gt;http://religion.orf.at/tv/news2/ne00406_uganda.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1993 die Davidianer-Sekte in Texas (82 Todesopfer) &amp;lt;ref&amp;gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Branch_Davidians&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1978 die Volkstemplersekte in der Siedlung Jonestown im Dschungel Guyanas, Südamerika (923 Todesopfer)&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,69598,00.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch ist die allen gemeinsame Vorstellung, dass Anhänger des eigenen Glaubens, die sich während ihres irdischen Lebens gemäß den jeweils geltenden Regeln entsprechend fromm benommen haben oder anderweitig als &amp;quot;erleuchtet&amp;quot; oder &amp;quot;auserwählt&amp;quot; gelten, eine Art Paradies, Erlösung o.ä. zuteil wird, während alle anderen der Verdammnis anheim fallen. Die Vorstellung einiger Sektenideologien ist auch die Rettung der jeweiligen Mitglieder durch Außerirdische, während der Rest der Menschheit auf der untergehenden Erde verbleiben muss. Die Propagierung dieser Ideen dient allerdings eher der Disziplinierung der Gläubigen als der Sorgen um deren Seelenheil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Jüdisch/christliche Hintergründe==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im babylonischen Exil (598 - 539 v.) der Juden entstand unter anderem das Buch „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deutero-Jesaja&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;“ des Alten Testaments, dessen Botschaft insofern neu war, als die babylonischen Götter als Götzen dargestellt und als einziger Gott Jahwe installiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wird ein theologisches Konzept vorgestellt, das die historischen Ereignisse, die Israel trafen (Eroberung Jerusalems, Zerstörung des Königreiches Juda, Exilierung der Oberschicht nach Babylon) als Strafe Gottes für das sündhafte Verhalten sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Strafe wurde im Rahmen eines Gottesgerichtes verhängt. Durch die Leiden des Exils wurde das Volk mit Jahwe aber wieder versöhnt, worauf ein neue, ewige, paradiesische Ära anbrechen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingestreut im Buch Jesaja wird in den &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gottesknechtsliedern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; die deportierte jüdische Elite im „Knecht Jahwes“ personifiziert. Die Leiden der Eliten werden als Buße der Sünden des gesamten Volkes betrachtet. Der Knecht Jahwes hatte alle Drangsal auf sich genommen. &lt;br /&gt;
Hier erkennen wir erstmals die gleiche Struktur wie später bei Jesus im Neuen Testament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrer Rückkehr nach Jerusalem erwarteten die Gläubigen das ersehnte eschatologische Zeitalter, doch das Eschaton ließ auf sich warten, bis man schließlich die Hoffnung aufgegeben hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich diese erste Eschatologie nicht bewahrheitet hatte, tauchten die nächsten Weltuntergangsszenarien (apokalyptischen Schriften) bei Daniel (164 v.) und im Buch Henoch bei den Frommen (chasidim) auf. Auch hier finden wir ähnliche Strukturen wie in der ersten Eschatologie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Endgericht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird von Daniel in der Gegenwart eines „Hochbetagten“ beschrieben, der in einem Kleid, weiß wie Schnee auf einem Flammenthron sitzt. Die Abtrünnigen stürzen in den Abgrund voller Feuer. Die Tugendhaften gelangen hingegen in das Paradies der Seligkeit. &lt;br /&gt;
Gleichzeitig mit dem Hochbetagten erscheint ein Wesen vom Himmel (&amp;quot;Menschensohn&amp;quot;, ein Titel den sich später auch Jesus geben wird), das zum Hochbetagten geführt wird. Diesem &amp;quot;Menschensohn&amp;quot; wird Macht, Herrlichkeit und Königsherrschaft gegeben.&lt;br /&gt;
Die neue Welt werde von Jahwe (Gott) selbst regiert werden oder zumindest von einem durch Gott eingesetzte Person aus dem Hause David, der Gesalbte (meschiach = Messias), der in diesem Paradies gerecht herrschen werde. Meist aber ist dieser Messias ein normal sterblicher Mensch (etwa in den Psalmen Salomons, die im 1. Jh. v. entstanden sind), wiewohl auch andere Varianten vorkommen.&lt;br /&gt;
Manchmal wird schon im Alten Testament gemeint, der Messias werde auf einem Esel reitend in Jersualem einziehen. &lt;br /&gt;
Auch die Vorstellung, mit dem großen Gericht &amp;quot;am Ende der Welt&amp;quot;, würden die Toten auferstehen, wird hier - aus dem persischen Kulturkreis - eingebaut. Besonders die Pharisäer haben sie zur Zeit Jesus vehement verkündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die für das Christentum fundamentale &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Satanskonzeption&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wie wir sie kennen, gibt es in diesen Mythen noch nicht. Das Üble ist allein auf das fehlerhafte Verhalten der Menschen zurückzuführen. Doch schon in der apokalyptischen Literatur bahnt sich - ausgehend vom iranischen dualistischen Denken - eine Wende an. Die Kräfte des Bösen werden in der Gestalt eines Satans personifiziert, der zum Gegenspieler Gottes aufgebaut wird.&lt;br /&gt;
Parallel mit der Entstehung des Satans erfindet man in der Theologie zwei Reiche (zwei Welten): das diesseitige und das jenseitige Reich. Im diesseitigen Reich werde Satan triumphieren. So bezeichnete Paulus den Satan als &amp;quot;Gott dieser Welt&amp;quot; (2 Kor 4,4). Im eschatologischen Kampf (Weltuntergang) werde aber Gott den Teufel besiegen und damit das Übel ausrotten und damit sei Leben, Freude und Frieden für immer gesichert. Diese Vorstellungen meinen nicht ein gedankliches Himmelreich, sondern die physische, irdische Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gemeinsamkeiten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir finden in beiden Formen der biblischen Weltuntergangsszenarien die folgenden Motive:&lt;br /&gt;
* Befreiung Israels vom Joch&lt;br /&gt;
* der Weltuntergang als einzig noch verbleibende Hoffnung&lt;br /&gt;
* Schaffung paradiesischer Zustände mit Wohlstand und Friede, womit das Ende der Geschichte erreicht sei&lt;br /&gt;
* Errichtung der Gottesherrschaft oder eines messianischen Reiches&lt;br /&gt;
* Bekehrung aller Völker&lt;br /&gt;
* der Anbruch des neuen Zeitalters steht unmittelbar bevor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begleitet werden diese Weltuntergänge von uralten mythischen Voraussagen,  wie Himmel und Erde werden erschüttert, kosmische Katastrophen, die Sonne wird nachts scheinen, der Mond am Tage, die Sterne werden ihre Bahnen verlassen, von den Bäumen wird Blut tropfen, die Steine werden zu schreien beginnen usw. Schließlich aber werde Gott ein neue, paradiesische Welt schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Gutteil der hier dargelegten alttestamentlichen Gedanken sind nichtjüdischen Ursprungs, besonders iranische und indische Vorstellungen finden wir etwa in der Vorstellung des Endgerichts bei Daniel. Aber auch Elemente der steinzeitlichen Pflanzer sind zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Purusha&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fortgesetzt werden diese Ideen im Neuen Testament und damit im Christentum in Form des &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jüngsten Gerichtes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Auch Jesus steht nahtlos in diesem Kontext, er selbst prophezeite fälschlich, dass dieser Weltuntergang unmittelbar bevorstünde. &lt;br /&gt;
In etwa 60 Jahre nach der Hinrichtung des Jesu erschien das sog. Evangelium des Johannes, der Verfasser selbst ist unbekannt. Der Autor dieser Schriften bezieht sich auf die Eschatologie des Daniel. Nach dieser Version würde der Messias 1000 Jahre lang herrschen und am Ende dieser Epoche würde dann das Jüngste Gericht abgehalten werden. In diesem Gericht kommt es zum letzten Kampf zwischen Gut und Böse. Nun folgt die &amp;quot;Neue Erde&amp;quot;, das &amp;quot;Neue Jerusalem&amp;quot;, also das Reich Gottes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell ist nach Eliade zu Weltuntergangsszenarien auch außerhalb des jüdisch/christlichen Kulturkreises zu sagen, dass sie die Abwehrkraft einer Gemeinschaft gegen die Schrecken des Alltags unterstützen, weil die Eingeweihten in den jeweiligen Katastrophen ein ermutigendes Vorzeichen erkennen. Es handelt sich nicht um einen Zweckoptimismus oder eine Flucht vor der Geschichte, sondern wird von Träumen und Visionen und ekstatischen Visionen gepeist.&lt;br /&gt;
Diese apokalyptischen Geschichtskonzeptionen des Alten Testaments bestimmten nicht nur wesentlich das neue Testament und damit das Christentum, sondern auch das Denken der Europäer bis in die frühe Neuzeit. Erst mit dem Aufkommen der Naturwissenschaften konnte eine offene Idee der Zukunft gedacht werden und der Fortschrittsgedanke in der Geistesgeschichte Europas Eingang finden.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.epoc.de/artikel/1053059&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;lt;ref&amp;gt;http://books.google.com/books?id=ZddPiE3Nuo8C&amp;amp;pg=PA15&amp;amp;lpg=PA15&amp;amp;dq=gayomart&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=nVX5DVsjwh&amp;amp;sig=ZmIZxtKjsSvinKEr7wLJJ8AWCMs&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=gW_6TNTAJdSy8QOW05jPCw&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=14&amp;amp;ved=0CGsQ6AEwDQ#v=onepage&amp;amp;q=gayomart&amp;amp;f=false&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[http://datei.sektenausstieg.net/literatur/WTGPro2.pdf Die Wachturm-Gesellschaft und ihre Prophezeiungen]&lt;br /&gt;
*http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Israels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[category:Esoterik]]&lt;br /&gt;
[[category:Religion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Weltuntergang&amp;diff=64087</id>
		<title>Weltuntergang</title>
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		<updated>2010-12-05T16:20:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: /* Jüdisch/christliche Hintergründe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dass die Welt irgendwann, spätestens, wenn die Sonne kollabiert, untergehen wird, gilt als gesichertes Wissen.&lt;br /&gt;
Der zu Lebzeiten drohende &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weltuntergang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; aber als angstmachendes Druckmittel ist aus vielen [[Esoterik|esoterischen]] Lehren als Hauptzutat der der Proselytengewinnung nicht wegzudenken. Hier ist eine Liste, was wir schon alles verpasst haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.unmoralische.de/weltuntergang.htm Liste verpasster Weltuntergänge]&lt;br /&gt;
Weltuntergangsszenarien werden z.B. von Vertretern des [[Katastrophismus]] propagiert oder im [[Maya-Kalender]] und von den [[Zeugen Jehovas]] vorausgesagt. &lt;br /&gt;
Nach deren Gründer Russell sollte die Welt erstmals 1874 untergehen, am Ende dieses Jahres verlegte er den Weltuntergang auf das Jahr 1914. Dies deshalb, weil im Buch Daniel des Alten Testaments von sieben Zeitaltern die Rede ist. Wenn man ein Zeitalter zu je 360 Tagen rechnen würde, ergäbe diese eine Zahl von 2520 Tagen, die er aber als Jahre sah. Nach diesem Rechenfehler wurde der Weltuntergang auf das Jahr 1925 verschoben. Wenig überraschend, verlegte man danach das Ende der Geschichte auf 1975, das sich aber auch nicht recht einstellen sollte. Einige Zeugen nannten nun das Jahr 2000, die offizielle Größen dieser Sekte lehnen aber lernfähig weitere detaillierte Nennungen eines bevorstehenden Endes ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Antike gibt es in vielen Religionen Überlieferungen diverser Weltuntergangsszenarien, z.B. das Jüngste Gericht, das gleichermaßen bei Judentum, Christentum und Islam Teil der Überlieferung ist. Auch zahlreiche [[Sekte]]n propagieren diverse Weltuntergangsvorstellungen (&amp;quot;Weltuntergangssekte&amp;quot;), die in einigen Fällen zu Massensuiziden unter Sektenmitgliedern geführt haben. Beispiele sind im Jahr 2000 die Sekte &amp;quot;Wiederherstellung der zehn Gebote Gottes&amp;quot; in Uganda (etwa 1000 Todesopfer) &amp;lt;ref&amp;gt;http://religion.orf.at/tv/news2/ne00406_uganda.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1993 die Davidianer-Sekte in Texas (82 Todesopfer) &amp;lt;ref&amp;gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Branch_Davidians&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1978 die Volkstemplersekte in der Siedlung Jonestown im Dschungel Guyanas, Südamerika (923 Todesopfer)&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,69598,00.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch ist die allen gemeinsame Vorstellung, dass Anhänger des eigenen Glaubens, die sich während ihres irdischen Lebens gemäß den jeweils geltenden Regeln entsprechend fromm benommen haben oder anderweitig als &amp;quot;erleuchtet&amp;quot; oder &amp;quot;auserwählt&amp;quot; gelten, eine Art Paradies, Erlösung o.ä. zuteil wird, während alle anderen der Verdammnis anheim fallen. Die Vorstellung einiger Sektenideologien ist auch die Rettung der jeweiligen Mitglieder durch Außerirdische, während der Rest der Menschheit auf der untergehenden Erde verbleiben muss. Die Propagierung dieser Ideen dient allerdings eher der Disziplinierung der Gläubigen als der Sorgen um deren Seelenheil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Jüdisch/christliche Hintergründe==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im babylonischen Exil (598 - 539 v.) der Juden entstand unter anderem das Buch „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deutero-Jesaja&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;“ des Alten Testaments, dessen Botschaft insofern neu war, als die babylonischen Götter als Götzen dargestellt und als einziger Gott Jahwe installiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wird ein theologisches Konzept vorgestellt, das die historischen Ereignisse, die Israel trafen (Eroberung Jerusalems, Zerstörung des Königreiches Juda, Exilierung der Oberschicht nach Babylon) als Strafe Gottes für das sündhafte Verhalten sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Strafe wurde im Rahmen eines Gottesgerichtes verhängt. Durch die Leiden des Exils wurde das Volk mit Jahwe aber wieder versöhnt, worauf ein neue, ewige, paradiesische Ära anbrechen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingestreut im Buch Jesaja wird in den &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gottesknechtsliedern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; die deportierte jüdische Elite im „Knecht Jahwes“ personifiziert. Die Leiden der Eliten werden als Buße der Sünden des gesamten Volkes betrachtet. Der Knecht Jahwes hatte alle Drangsal auf sich genommen. &lt;br /&gt;
Hier erkennen wir erstmals die gleiche Struktur wie später bei Jesus im Neuen Testament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrer Rückkehr nach Jerusalem erwarteten die Gläubigen das ersehnte eschatologische Zeitalter, doch das Eschaton ließ auf sich warten, bis man schließlich die Hoffnung aufgegeben hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich diese erste Eschatologie nicht bewahrheitet hatte, tauchten die nächsten Weltuntergangsszenarien (apokalyptischen Schriften) bei Daniel (164 v.) und im Buch Henoch bei den Frommen (chasidim) auf. Auch hier finden wir ähnliche Strukturen wie in der ersten Eschatologie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Endgericht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird von Daniel in der Gegenwart eines „Hochbetagten“ beschrieben, der in einem Kleid, weiß wie Schnee auf einem Flammenthron sitzt. Die Abtrünnigen stürzen in den Abgrund voller Feuer. Die Tugendhaften gelangen hingegen in das Paradies der Seligkeit. &lt;br /&gt;
Gleichzeitig mit dem Hochbetagten erscheint ein Wesen vom Himmel (&amp;quot;Menschensohn&amp;quot;, ein Titel den sich später auch Jesus geben wird), das zum Hochbetagten geführt wird. Diesem &amp;quot;Menschensohn&amp;quot; wird Macht, Herrlichkeit und Königsherrschaft gegeben.&lt;br /&gt;
Die neue Welt werde von Jahwe (Gott) selbst regiert werden oder zumindest von einem durch Gott eingesetzte Person aus dem Hause David, der Gesalbte (meschiach = Messias), der in diesem Paradies gerecht herrschen werde. Meist aber ist dieser Messias ein normal sterblicher Mensch (etwa in den Psalmen Salomons, die im 1. Jh. v. entstanden sind), wiewohl auch andere Varianten vorkommen.&lt;br /&gt;
Manchmal wird schon im Alten Testament gemeint, der Messias werde auf einem Esel reitend in Jersualem einziehen. &lt;br /&gt;
Auch die Vorstellung, mit dem großen Gericht &amp;quot;am Ende der Welt&amp;quot;, würden die Toten auferstehen, wird hier - aus dem persischen Kulturkreis - eingebaut. Besonders die Pharisäer haben sie zur Zeit Jesus vehement verkündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die für das Christentum fundamentale &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Satanskonzeption&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wie wir sie kennen, gibt es in diesen Mythen noch nicht. Das Üble ist allein auf das fehlerhafte Verhalten der Menschen zurückzuführen. Doch schon in der apokalyptischen Literatur bahnt sich - ausgehend vom iranischen dualistischen Denken - eine Wende an. Die Kräfte des Bösen werden in der Gestalt eines Satans personifiziert, der zum Gegenspieler Gottes aufgebaut wird.&lt;br /&gt;
Parallel mit der Entstehung des Satans erfindet man in der Theologie zwei Reiche (zwei Welten): das diesseitige und das jenseitige Reich. Im diesseitigen Reich werde Satan triumphieren. So bezeichnete Paulus den Satan als &amp;quot;Gott dieser Welt&amp;quot; (2 Kor 4,4). Im eschatologischen Kampf (Weltuntergang) werde aber Gott den Teufel besiegen und damit das Übel ausrotten und damit sei Leben, Freude und Frieden für immer gesichert. Diese Vorstellungen meinen nicht ein gedankliches Himmelreich, sondern die physische, irdische Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gemeinsamkeiten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir finden in beiden Formen der biblischen Weltuntergangsszenarien die folgenden Motive:&lt;br /&gt;
* Befreiung Israels vom Joch&lt;br /&gt;
* der Weltuntergang als einzig noch verbleibende Hoffnung&lt;br /&gt;
* Schaffung paradiesischer Zustände mit Wohlstand und Friede, womit das Ende der Geschichte erreicht sei&lt;br /&gt;
* Errichtung der Gottesherrschaft oder eines messianischen Reiches&lt;br /&gt;
* Bekehrung aller Völker&lt;br /&gt;
* der Anbruch des neuen Zeitalters steht unmittelbar bevor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begleitet werden diese Weltuntergänge von uralten mythischen Voraussagen,  wie Himmel und Erde werden erschüttert, kosmische Katastrophen, die Sonne wird nachts scheinen, der Mond am Tage, die Sterne werden ihre Bahnen verlassen, von den Bäumen wird Blut tropfen, die Steine werden zu schreien beginnen usw. Schließlich aber werde Gott ein neue, paradiesische Welt schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Gutteil der hier dargelegten alttestamentlichen Gedanken sind nichtjüdischen Ursprungs, besonders iranische und indische Vorstellungen finden wir etwa in der Vorstellung des Endgerichts bei Daniel. Aber auch Elemente der steinzeitlichen Pflanzer sind zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Purusha&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fortgesetzt werden diese Ideen im Neuen Testament und damit im Christentum in Form des &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jüngsten Gerichtes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Auch Jesus steht nahtlos in diesem Kontext, er selbst prophezeite fälschlich, dass dieser Weltuntergang unmittelbar bevorstünde. &lt;br /&gt;
In etwa 60 Jahre nach der Hinrichtung des Jesu erschien das sog. Evangelium des Johannes, der Verfasser selbst ist unbekannt. Der Autor dieser Schriften bezieht sich auf die Eschatologie des Daniel. Nach dieser Version würde der Messias 1000 Jahre lang herrschen und am Ende dieser Epoche würde dann das Jüngste Gericht abgehalten werden. In diesem Gericht kommt es zum letzten Kampf zwischen Gut und Böse. Nun folgt die &amp;quot;Neue Erde&amp;quot;, das &amp;quot;Neue Jerusalem&amp;quot;, also das Reich Gottes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell ist ach Eliade zu Weltuntergangsszenarien auch außerhalb des jüdisch/christlichen Kulturkreises zu sagen, dass sie die Abwehrkraft einer Gemeinschaft gegen die Schrecken des Alltags unterstützen, weil die Eingeweihten in den jeweiligen Katastrophen ein ermutigendes Vorzeichen erkennen. Es handelt sich nicht um einen Zweckoptimismus oder eine Flucht vor der Geschichte, sondern wird von Träumen und Visionen und ekstatischen Visionen gepeist.&lt;br /&gt;
Diese apokalyptischen Geschichtskonzeptionen des Alten Testaments bestimmten nicht nur wesentlich das neue Testament und damit das Christentum, sondern auch das Denken der Europäer bis in die frühe Neuzeit. Erst mit dem Aufkommen der Naturwissenschaften konnte eine offene Idee der Zukunft gedacht werden und der Fortschrittsgedanke in der Geistesgeschichte Europas Eingang finden.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.epoc.de/artikel/1053059&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;lt;ref&amp;gt;http://books.google.com/books?id=ZddPiE3Nuo8C&amp;amp;pg=PA15&amp;amp;lpg=PA15&amp;amp;dq=gayomart&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=nVX5DVsjwh&amp;amp;sig=ZmIZxtKjsSvinKEr7wLJJ8AWCMs&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=gW_6TNTAJdSy8QOW05jPCw&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=14&amp;amp;ved=0CGsQ6AEwDQ#v=onepage&amp;amp;q=gayomart&amp;amp;f=false&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[http://datei.sektenausstieg.net/literatur/WTGPro2.pdf Die Wachturm-Gesellschaft und ihre Prophezeiungen]&lt;br /&gt;
*http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Israels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[category:Esoterik]]&lt;br /&gt;
[[category:Religion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Nat%C3%BCrlichkeit&amp;diff=64078</id>
		<title>Natürlichkeit</title>
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		<updated>2010-12-05T14:08:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: /* Was ist natürlich? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Natürlichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet in pseudomedizinischen und esoterischne Kreisen die Unverfälschtheit und Ursprünglichkeit einer Methode oder eines Produktes. Dabei dient der Begriff &amp;quot;Natürlichkeit&amp;quot; der Bezeichnung von etwas Positivem und der Abgrenzung von etwas Künstlichem und Verfälschtem als etwas Negativem. Natürlichkeit wird meist mit &amp;quot;Sanftheit&amp;quot; und &amp;quot;[[Ganzheitlichkeit]]&amp;quot; in Verbindung gebracht und dient als Begründung dafür, weshalb angeblich oder tatsächlich alte, und/oder exotische bzw. veraltete Ansichten und Methoden angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was ist natürlich?==&lt;br /&gt;
Natur (lat.: natura, von nasci „entstehen, geboren werden“) bezeichnet in der Alltagssprache alles, was nicht vom Menschen geschaffen wurde. Somit bildet Natur den Gegenbegriff von Kultur und Technik. Dennoch ist die Abgrenzung sehr schwierig, denn Natur ist auch überall da anzutreffen, wo sich der Mensch befindet, denn jeder verfügbare Lebensraum wird besiedlet, unabhängig davon, ob dieser vom Menschen geschaffen bzw. beeinflusst wurde/wird oder nicht. Beispielsweise ist Erdöl ganz natürlich, weil es ohne Zutun des Menschen entstanden ist, während es im Allgemeinverständnis eher als etwas unnatürliches gesehen wird. Kulturlandschften weisen eine hohe Artendiversität auf, obwohl sie nach diesem Verständnis nicht natürlich sind. Selbst die &amp;quot;unnatürlichsten&amp;quot; Habitate, wie z.B. Weltraumstationen, werden von Lebewesen spontan, d.h. ohne Willen des Menschen, besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der natürliche Wald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Europa war vor der letzten großen Eiszeit, die vor ca. 2,5 Millionen Jahren begann, sehr artenreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ist die Natur sanft?==&lt;br /&gt;
In [[Esoterik]]kreisen kommt der Begriff &amp;quot;natürlich&amp;quot; häufig in Kombination mit &amp;quot;sanft&amp;quot; vor. Dennoch ist die Natur keineswegs sanft. Bedingt durch zahlreiche Wechselwirkungen zwischen den Orgnismen verschiedener Arten, innerhalb der gleichen Art oder zwischen Populationen kommt es zu Situationen, in denen das Wohlergehen oder Überleben des Individuums gefährdet ist. Daraus resultiert Leiden, Tod aber auch das Überleben derjenigen, die mit den Bedingungen am besten zurechtkommen, also letztendlich das Funktionieren von Ökosystemen und der Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich gegen Angriffe und Gefahren zu wehren, sind im Laufe der Evolution zahlreiche Abwehrmechanismen entstanden. Pflanzen z.B., die nicht flüchten können, müssen sich entweder sehr schnell vermehren, sehr regenerationsfähig oder möglichst unbekömmlich sein, um nicht durch Fraßfeinde vernichtet zu werden. Erstere sind als &amp;quot;Unkräuter&amp;quot; bekannt, letztere als Giftpflanzen, aber auch als [[Phytotherapie|Arzneipflanzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Natur sind Krankheiten eine ernste Gefahr für ein Tier, wenn es nicht zur [[Selbstheilungskraft|spontanen Heilung]] kommt, wird das Tier sterben. Auch bei leichteren Erkrankungen leidet die Fitness des Tieres, das dadurch leichter zur Beute von Feinden wird oder selbst nicht in der Lage ist, zu jagen. Dieser Mechanismus ist für die Population durchaus sinnvoll, denn damit scheidet ein potentieller Krankheitsüberträger aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kritikern der Tierhaltung werden immer wieder tierquälerische Haltungs- und Schlachtbedingungen thematisiert und auf natürliche Haltungsformen verwiesen. Abgesehen von den tatsächlichen Misständen in der Tierhaltung hat ein Tier in der Natur keineswegs bessere Bedingungen. Dies lässt sich zum einen indirekt an der geringeren Lebenserwartung in der Wildnis erkennen, zum anderen ist es dirket beobachtbar: Hyänen fressen Gnus bei lebendigen Leib, von Parasiten befallene Tiere verenden elend, Nahrungsmangel, extreme Wettererscheinungen töten usw. Hier existieren zahlreiche Leiden, die denen in der Massentierhaltung in nichts nachstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=eM6kvnFbkZ4&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=sqrThbOG5rs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=TeuN7YAvdwc&amp;amp;feature=related&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist der in Esoterikkreisen gebräuchliche Begriff der Natürlichkeit ein Auswuchs eines von der realen Natur entfremdeten, romantischen Verständnisses von der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürliche Ernährung==&lt;br /&gt;
In Kreisen &amp;quot;ökologisch&amp;quot; orientierter Menschen werden derzeitige Nahrungsmittel als &amp;quot;degeneriert&amp;quot; und vitaminarm dargestellt. Zum einen dient dieses Argument der Vermarktung von [[Nahrungsergänzungsmittel]]n andererseits der von Lebensmitteln aus ökologischem Anbau unter Verwendung alter Kultursorten und -rassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren zahlreiche Ernährungsideoligien, von denen jede von sich selber behauptet, sie sei die ursprünglich natürliche Ernährung des Menschen. Beispiele sind. [[Urkost]], [[Rohkost]] und [[Steinzeitdiät]] sowie teilweise [[Veganismus]]. Aufgrund archäologischer Befunde geht man dvon aus, dass der Mensch sich in der Vergangenheit von einer Mischkost ernährte. &amp;quot;Natürlich&amp;quot; waren allerdings auch Hungerperioden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürlichkeit in der Medizin==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Bambi-Syndrom]]&lt;br /&gt;
*[[Tiefenökologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Natürlichkeit</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;General: /* Was ist natürlich? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Natürlichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet in pseudomedizinischen und esoterischne Kreisen die Unverfälschtheit und Ursprünglichkeit einer Methode oder eines Produktes. Dabei dient der Begriff &amp;quot;Natürlichkeit&amp;quot; der Bezeichnung von etwas Positivem und der Abgrenzung von etwas Künstlichem und Verfälschtem als etwas Negativem. Natürlichkeit wird meist mit &amp;quot;Sanftheit&amp;quot; und &amp;quot;[[Ganzheitlichkeit]]&amp;quot; in Verbindung gebracht und dient als Begründung dafür, weshalb angeblich oder tatsächlich alte, und/oder exotische bzw. veraltete Ansichten und Methoden angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was ist natürlich?==&lt;br /&gt;
Natur (lat.: natura, von nasci „entstehen, geboren werden“) bezeichnet in der Alltagssprache alles, was nicht vom Menschen geschaffen wurde. Somit bildet Natur den Gegenbegriff von Kultur und Technik. Dennoch ist die Abgrenzung sehr schwierig, denn Natur ist auch überall da anzutreffen, wo sich der Mensch befindet, denn jeder verfügbare Lebensraum wird besiedlet, unabhängig davon, ob dieser vom Menschen geschaffen bzw. beeinflusst wurde/wird oder nicht. Beispielsweise ist Erdöl ganz natürlich, weil es ohne Zutun des Menschen entstanden ist, während es im Allgemeinverständnis eher als etwas unnatürliches gesehen wird. Kulturlandschften weisen eine hohe Artendiversität auf, obwohl sie nach diesem Verständnis nicht natürlich sind. Selbst die &amp;quot;unnatürlichsten&amp;quot; Habitate, wie z.B. Weltraumstationen, werden von Lebewesen spontan, d.h. ohne Willen des Menschen, besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der natürliche Wald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Europa war vor der letzten großen Eiszeit, dir vor ca. 2,5 Millionen Jahren begann, sehr artenreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ist die Natur sanft?==&lt;br /&gt;
In [[Esoterik]]kreisen kommt der Begriff &amp;quot;natürlich&amp;quot; häufig in Kombination mit &amp;quot;sanft&amp;quot; vor. Dennoch ist die Natur keineswegs sanft. Bedingt durch zahlreiche Wechselwirkungen zwischen den Orgnismen verschiedener Arten, innerhalb der gleichen Art oder zwischen Populationen kommt es zu Situationen, in denen das Wohlergehen oder Überleben des Individuums gefährdet ist. Daraus resultiert Leiden, Tod aber auch das Überleben derjenigen, die mit den Bedingungen am besten zurechtkommen, also letztendlich das Funktionieren von Ökosystemen und der Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich gegen Angriffe und Gefahren zu wehren, sind im Laufe der Evolution zahlreiche Abwehrmechanismen entstanden. Pflanzen z.B., die nicht flüchten können, müssen sich entweder sehr schnell vermehren, sehr regenerationsfähig oder möglichst unbekömmlich sein, um nicht durch Fraßfeinde vernichtet zu werden. Erstere sind als &amp;quot;Unkräuter&amp;quot; bekannt, letztere als Giftpflanzen, aber auch als [[Phytotherapie|Arzneipflanzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Natur sind Krankheiten eine ernste Gefahr für ein Tier, wenn es nicht zur [[Selbstheilungskraft|spontanen Heilung]] kommt, wird das Tier sterben. Auch bei leichteren Erkrankungen leidet die Fitness des Tieres, das dadurch leichter zur Beute von Feinden wird oder selbst nicht in der Lage ist, zu jagen. Dieser Mechanismus ist für die Population durchaus sinnvoll, denn damit scheidet ein potentieller Krankheitsüberträger aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kritikern der Tierhaltung werden immer wieder tierquälerische Haltungs- und Schlachtbedingungen thematisiert und auf natürliche Haltungsformen verwiesen. Abgesehen von den tatsächlichen Misständen in der Tierhaltung hat ein Tier in der Natur keineswegs bessere Bedingungen. Dies lässt sich zum einen indirekt an der geringeren Lebenserwartung in der Wildnis erkennen, zum anderen ist es dirket beobachtbar: Hyänen fressen Gnus bei lebendigen Leib, von Parasiten befallene Tiere verenden elend, Nahrungsmangel, extreme Wettererscheinungen töten usw. Hier existieren zahlreiche Leiden, die denen in der Massentierhaltung in nichts nachstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=eM6kvnFbkZ4&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=sqrThbOG5rs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=TeuN7YAvdwc&amp;amp;feature=related&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist der in Esoterikkreisen gebräuchliche Begriff der Natürlichkeit ein Auswuchs eines von der realen Natur entfremdeten, romantischen Verständnisses von der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürliche Ernährung==&lt;br /&gt;
In Kreisen &amp;quot;ökologisch&amp;quot; orientierter Menschen werden derzeitige Nahrungsmittel als &amp;quot;degeneriert&amp;quot; und vitaminarm dargestellt. Zum einen dient dieses Argument der Vermarktung von [[Nahrungsergänzungsmittel]]n andererseits der von Lebensmitteln aus ökologischem Anbau unter Verwendung alter Kultursorten und -rassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren zahlreiche Ernährungsideoligien, von denen jede von sich selber behauptet, sie sei die ursprünglich natürliche Ernährung des Menschen. Beispiele sind. [[Urkost]], [[Rohkost]] und [[Steinzeitdiät]] sowie teilweise [[Veganismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürlichkeit in der Medizin==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Bambi-Syndrom]]&lt;br /&gt;
*[[Tiefenökologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
	</entry>
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		<title>Natürlichkeit</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;General: /* Was ist natürlich? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Natürlichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet in pseudomedizinischen und esoterischne Kreisen die Unverfälschtheit und Ursprünglichkeit einer Methode oder eines Produktes. Dabei dient der Begriff &amp;quot;Natürlichkeit&amp;quot; der Bezeichnung von etwas Positivem und der Abgrenzung von etwas Künstlichem und Verfälschtem als etwas Negativem. Natürlichkeit wird meist mit &amp;quot;Sanftheit&amp;quot; und &amp;quot;[[Ganzheitlichkeit]]&amp;quot; in Verbindung gebracht und dient als Begründung dafür, weshalb angeblich oder tatsächlich alte, und/oder exotische bzw. veraltete Ansichten und Methoden angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was ist natürlich?==&lt;br /&gt;
Natur (lat.: natura, von nasci „entstehen, geboren werden“) bezeichnet in der Alltagssprache alles, was nicht vom Menschen geschaffen wurde. Somit bildet Natur den Gegenbegriff von Kultur und Technik. Dennoch ist die Abgrenzung sehr schwierig, denn Natur ist auch überall da anzutreffen, wo sich der Mensch befindet, denn jeder verfügbare Lebensraum wird besiedlet, unabhängig davon, ob dieser vom Menschen geschaffen bzw. beeinflusst wurde/wird oder nicht. Beispielsweise ist Erdöl ganz natürlich, weil es ohne Zutun des Menschen entstanden ist, während es im Allgemeinverständnis eher als etwas unnatürliches gesehen wird. Kulturlandschften weisen eine hohe Artendiversität auf, obwohl sie nach diesem Verständnis nicht natürlich sind. Selbst die &amp;quot;unnatürlichsten&amp;quot; Habitate, wie z.B. Weltraumstationen, werden von Lebewesen spontan, d.h. ohne Willen des Menschen, besiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der natürliche Wald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ist die Natur sanft?==&lt;br /&gt;
In [[Esoterik]]kreisen kommt der Begriff &amp;quot;natürlich&amp;quot; häufig in Kombination mit &amp;quot;sanft&amp;quot; vor. Dennoch ist die Natur keineswegs sanft. Bedingt durch zahlreiche Wechselwirkungen zwischen den Orgnismen verschiedener Arten, innerhalb der gleichen Art oder zwischen Populationen kommt es zu Situationen, in denen das Wohlergehen oder Überleben des Individuums gefährdet ist. Daraus resultiert Leiden, Tod aber auch das Überleben derjenigen, die mit den Bedingungen am besten zurechtkommen, also letztendlich das Funktionieren von Ökosystemen und der Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich gegen Angriffe und Gefahren zu wehren, sind im Laufe der Evolution zahlreiche Abwehrmechanismen entstanden. Pflanzen z.B., die nicht flüchten können, müssen sich entweder sehr schnell vermehren, sehr regenerationsfähig oder möglichst unbekömmlich sein, um nicht durch Fraßfeinde vernichtet zu werden. Erstere sind als &amp;quot;Unkräuter&amp;quot; bekannt, letztere als Giftpflanzen, aber auch als [[Phytotherapie|Arzneipflanzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Natur sind Krankheiten eine ernste Gefahr für ein Tier, wenn es nicht zur [[Selbstheilungskraft|spontanen Heilung]] kommt, wird das Tier sterben. Auch bei leichteren Erkrankungen leidet die Fitness des Tieres, das dadurch leichter zur Beute von Feinden wird oder selbst nicht in der Lage ist, zu jagen. Dieser Mechanismus ist für die Population durchaus sinnvoll, denn damit scheidet ein potentieller Krankheitsüberträger aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kritikern der Tierhaltung werden immer wieder tierquälerische Haltungs- und Schlachtbedingungen thematisiert und auf natürliche Haltungsformen verwiesen. Abgesehen von den tatsächlichen Misständen in der Tierhaltung hat ein Tier in der Natur keineswegs bessere Bedingungen. Dies lässt sich zum einen indirekt an der geringeren Lebenserwartung in der Wildnis erkennen, zum anderen ist es dirket beobachtbar: Hyänen fressen Gnus bei lebendigen Leib, von Parasiten befallene Tiere verenden elend, Nahrungsmangel, extreme Wettererscheinungen töten usw. Hier existieren zahlreiche Leiden, die denen in der Massentierhaltung in nichts nachstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=eM6kvnFbkZ4&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=sqrThbOG5rs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.youtube.com/watch?v=TeuN7YAvdwc&amp;amp;feature=related&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist der in Esoterikkreisen gebräuchliche Begriff der Natürlichkeit ein Auswuchs eines von der realen Natur entfremdeten, romantischen Verständnisses von der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürliche Ernährung==&lt;br /&gt;
In Kreisen &amp;quot;ökologisch&amp;quot; orientierter Menschen werden derzeitige Nahrungsmittel als &amp;quot;degeneriert&amp;quot; und vitaminarm dargestellt. Zum einen dient dieses Argument der Vermarktung von [[Nahrungsergänzungsmittel]]n andererseits der von Lebensmitteln aus ökologischem Anbau unter Verwendung alter Kultursorten und -rassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren zahlreiche Ernährungsideoligien, von denen jede von sich selber behauptet, sie sei die ursprünglich natürliche Ernährung des Menschen. Beispiele sind. [[Urkost]], [[Rohkost]] und [[Steinzeitdiät]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Natürlichkeit in der Medizin==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Bambi-Syndrom]]&lt;br /&gt;
*[[Tiefenökologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Zeugen_Jehovas&amp;diff=64062</id>
		<title>Zeugen Jehovas</title>
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		<updated>2010-12-05T13:29:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: /* Ablehnung der Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zeugen Jehovas&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind eine christliche Religionsgemeinschaft mit Eigenschaften einer Psychosekte mit Herrschafts- bzw. Machtanspruch. Gegründet wurde die Organisation im ausgehenden 19. Jahrhundert in den USA. Die deutsche Zentrale der Sekte befindet sich in Selters im Taunus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Glaubensinhalte==&lt;br /&gt;
Im Mittelpunkt der Lehre steht die Erwartung der baldigen Wiederkunft Christi, des Weltgerichts und der endzeitlichen Gottesherrschaft. Dabei legen die Zeugen Jehovas die Bibel als unmittelbares Wort Gottes aus. Jedes Wort sei wahr, jede Buchstelle einer anderen gleichwertig. So werden z.B. auch Geburtstagsfeiern abgelehnt, weil in der Bibel keine Geburtstage gefeiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders bekannt sind die Zeugen Jehovas für ihre Endzeit- und Weltuntergangsprohezeiungen. Immer wieder wurden konkrete Terminangaben zum angeblich bevorstehenden [[Weltuntergang]] (&amp;quot;Schlacht von Harmagedon&amp;quot;) genannt, die aber offensichtlich problemlos verstrichen. Die Jahre 1914, 1925 und 1975 sind am bekanntesten. Jedesmal wurden sie auf Grundlage „überzeugender biblische Beweise“ als „unbestreitbare Tatsache“ und „feststehende Wahrheit“ mit „absoluter Zuverlässigkeit“, „voller Gewißheit“ und „über jeden Zweifel hinaus“ als „offenkundig“ und „absolut und uneingeschränkt richtig“ gelehrt, doch nie trafen die vollmundigen Ankündigungen ein und mussten durch neue Auslegungen, „neues Licht“, wegerklärt werden. Dies hat der Glaubwürdigkeit der Ideologie innerhalb der Sekte nicht geschadet, was darauf hindeutet, dass die Gehirnwäsche-Taktik der Sektenführung gut funktioniert. Nachdem sich alle diese Weltuntergangstermine als falsch herausgestellt hatten, verzichtet die Gemeinschaft seitdem auf solche detailliert genauen Voraussagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jehovas Zeugen beten zum „allmächtigen und ewigen Gott“ Jehova. Nach ihrem Bibelverständnis hat er die Welt und das Leben im Himmel, das heißt die Engel, und auf der Erde [[Kreationismus|erschaffen]]. Jehova wird als unsichtbarer Geist gesehen, der unabhängig vom Menschen existiert und ein persönliches Interesse an jedem Menschen auf der Erde hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen besitzen nach Auffassung der Zeugen Jehovas keine „unsterbliche Seele“, sondern den Leib, welcher zu atmen begann.  Die Seele ist demnach kein Teil des Menschen, sondern der „ganze Mensch“ — der Mensch als lebendes Wesen. Daher betrachten sie die Seele als sterblich. Zeugen Jehovas glauben, dass die meisten „treuen Menschen“ für immer unter paradiesischen Verhältnissen auf der Erde leben werden. Verstorbenen bietet sich die Aussicht auf eine irdische Auferstehung. Eine begrenzte Anzahl von 144.000 (die „kleine Herde“ oder „Geistgesalbte“) hat ihrer Ansicht nach jedoch die Hoffnung, nach ihrem Tod in den Himmel zu kommen, um dort mit Christus als Priester und Könige eine himmlische Regierung (das Königreich) zu bilden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im medizinischen Bereich wurde die Sekte vor allem dadurch bekannt, dass ihre Anhänger eine Bluttransfusion strikt ablehnen, selbst wenn damit das eigene Leben riskiert wird. Es gibt immer wieder Einzelfälle, in denen Humanmediziner sich über diesen Wunsch legal hinwegsetzen können - z.B., wenn das Leben eines Kindes in Gefahr ist, dessen Eltern eine Bluttransfusion vermeiden wollen. Allerdings werden diese Probleme durch den Fortschritt der Transfusionsmedizin immer geringer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Teilnahme an staatlichen und kommunalen Wahlen ist den Zeugen Jehovas verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die stark auf das Eintreten einer Endzeit (Weltuntergangsszenario) eingestellte Sekte ist international tätig. Vor 1931 bezeichneten sich ihre Anhänger als Bibelforscher. Der Ursprung der Bewegung geht auf Charles Taze Russel (1852-1916) zurück, der 1879 die Zeitschrift &amp;quot;Zion&amp;#039;s Watch Tower and Herald of Christ&amp;#039;s Presence&amp;quot; gründete. Sein Kernthema war die Vorhersage, dass 1914 das Königreich Gottes auf Erden in Gestalt eines Friedensreiches eintreten werde. Bekanntlich trat dies nicht ein und die ursprünglich überkonfessionell angelegte Gruppierung verlor viele Anhänger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1917 übernahm Franklin Rutherford (1869-1942) die Führung der Sekte. Er eliminierte jegliche demokratische Struktur und gründete eine straff organisierte Bewegung. Ursprünglich frei gewählte Älteste wurden durch eingesetzte Versammlungsleiter ersetzt. Ein System wechselseitiger Kontrolle wurde installiert. Sein System hat den Hauptsitz in Brooklyn (New York) als Wachtturm Bibel- und Traktatgesellschaft. Die Taktik der Szene hatte sich unter Rutherford von der Endzeitbewegung weg hin zum Proklamieren einer Offenbarungs- und Verbindungsbewegung zu Gott verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nathan Homer Knorr (1905-1977) übernahm 1942 die Kontrolle der Bewegung. Unter seiner Präsidentschaft kam es zu einer massiven Ausweitung der Mitgliederzahl (Verfünffachung auf 230.532&amp;amp;nbsp;Personen allein bis 1948). Knorr gelang es, die Sekte in über 100&amp;amp;nbsp;Ländern zu implementieren. 1971 und 1972 führte Knorr das Ältestensystem ein. Ein Ältester ist eine besonders engagierte Person der Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Knorr folgten zwei weitere führende Köpfe (F.&amp;amp;nbsp;William Franz (1893-1992) und seit Dezember 1992 Milton&amp;amp;nbsp;G. Henschel) im Präsidentenamt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit des Nationalsozialismus waren die Zeugen Jehovas verboten. Unter anderem wegen ihrer konsequenten Weigerung, Kriegsdienst zu leisten, den Hitlergruß zu entbieten oder in anderer Weise am Führerkult, beispielsweise durch den sogenannten Treueeid teilzunehmen, wurden sie im nationalsozialistischen Deutschland und dessen Herrschaftsbereich verfolgt, in Konzentrationslager gesperrt und ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der DDR wurden die Zeugen Jehovas im August 1950 verboten, ihr Zweigbüro in Magdeburg geschlossen. Der Vorwurf lautete, die Vereinigung habe „Hetze gegen die demokratische Ordnung“ betrieben. Ab 1967 wurde kein Mitglied der Religionsgemeinschaft mehr wegen seiner Missionstätigkeit von Strafgerichten verurteilt. Der illegale Predigtdienst und die Verbreitung von Zeitschriften wurden seitdem als Ordnungswidrigkeit geahndet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Missionierung==&lt;br /&gt;
Die Zeugen Jehovas sind die aktivste Missionarsbewegung in der Bundesrepublik Deutschland. Ein Mitglied ist gehalten, 15&amp;amp;nbsp;Stunden wöchentlich Missionsdienst zu verrichten, wobei zusätzliche Zeiten für Sonderfeldzüge bereit zu stellen sind. Dazu gehen Mitglieder der Organisation von Haustür zu Haustür, um mit den Bewohnern über ihre Ansichten zu sprechen und sie zu überzeugen. Andere verteilen den &amp;quot;Wachtturm&amp;quot;, eine Zeitschrift der Sekte, in Fußgängerzonen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2010 beantragten die Zeugen Jehovas eine eigene Sendezeit beim Intendanten der Deutschen Welle (DW) Erik Bettermann, um ihre Missionierungsversuche auch über das Medium Radio auszuweiten.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/paragraf-17-solls-richten/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vermögen==&lt;br /&gt;
Die Sekte ist wirtschaftlich wohlhabend. Durch den Verkauf von Büchern (12&amp;amp;nbsp;Mio./Jahr) und Zeitschriften (100&amp;amp;nbsp;Mio./Jahr), die weltweit vertrieben und in viele Sprachen übersetzt werden, wird dies weiter ausgebaut. Ursache dafür ist Abnahme und der Weiterverkauf der Schriften durch die Mitglieder an Dritte. Bei 5,3&amp;amp;nbsp;Mio. aktiver Zeugen Jehovas (sog. Verkünder), wovon etwa 170.000 in Deutschland aktiv sind, ist dies die hauptsächliche Einnahmequelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kreationismus==&lt;br /&gt;
Zeugen Jehovas gehören zu den lautstärksten Verfechtern des [[Kreationismus]], so etwa [[Wolf-Ekkehard Lönnig]], einer der bekanntesten deutschen Kreationisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kinder bei den Zeugen Jehovas==&lt;br /&gt;
Bereits kleine Kinder werden mit den Glaubensinhalten der Organisation indoktriniert. Körperliche Züchtigungen waren zwar einmal an der Tagesordnung, doch inzwischen wird darauf hingearbeitet, diese zu unterlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Indoktrination===&lt;br /&gt;
Zeugen Jehovas nehmen ihre Kinder vom Säuglingsalter an mit in den Königreichssaal. Diesen muß man sich als großen Hörsaal vorstellen, in dem ein Redner von der Bühne spricht. Die Zusammenkünfte, die zweimal wöchentlich stattfinden, dauern jeweils etwa zwei Stunden. In dieser Zeit wird von allen Anwesenden - auch von den Kindern - erwartet stillzusitzen und aufmerksam das Programm zu verfolgen. Eltern, deren Kinder nicht stillsitzen können, sind angehalten, den Saal zu verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Literatur der Wachtturm-Gesellschaft werden Eltern angewiesen, dieses Stillsitzen mit den Kindern von Anfang an zu üben. Es sollen regelmäßige &amp;quot;Studienzeiten&amp;quot; abgehalten werden, in denen Wachtturm-Literatur betrachtet wird. Dies kann bei kleinen Kindern noch spielerisch sein, mit zunehmendem Alter wird jedoch erwartet, dass das Kind sich aktiv am Studium beteiligt. Es ist nicht erlaubt, den Kindern in die Zusammenkünfte Bilderbücher oder Spielzeug zur Unterhaltung mitzugeben, sondern sie sollen sich mit &amp;quot;geistigen Dingen&amp;quot; beschäftigen, was bedeutet, entweder still zuzuhören, sich durch vorbereitete Kommentare am Versammlungsgeschehen zu beteiligen oder zumindest biblische Bilderbücher anzusehen. Diese Regeln gelten auch für die ganztägigen Kongresse, auf denen die Zeugen Jehovas ca 6-8 Tage im Jahr verbringen.&amp;lt;ref name=&amp;#039;Kinder&amp;#039;&amp;gt;http://wwwzeugenjehovassosde.alfahosting.org/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=73:kinder-bei-den-zeugen-jehovas&amp;amp;catid=45:zeugen-jehovas-praxis&amp;amp;Itemid=64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kinder sind angehalten, frühzeitig in der Zeugen Jehovas-Karriere Fortschritte zu machen und so bald wie möglich &amp;quot;ungetaufte Verkündiger&amp;quot; zu werden. Ein ungetaufter Verkündiger muss die Anforderungen an einen Zeugen Jehovas erfüllen und monatlich über seinen Einsatz berichten. Sind die Kinder frühzeitig in diesem Dienst aktiv, gelten die Eltern als vorbildlich und dürfen in den Zusammenkünften zusätzliche &amp;quot;Vorrechte&amp;quot; wahrnehmen, z.B. in Interviews darüber berichten, wie man sein Kind erfolgreich zum Zeugen Jehovas erzieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schulkinder bei den Zeugen Jehovas sind angehalten, die Schule als ihr persönliches Predigtdienstgebiet zu betrachten und soviel wie möglich &amp;quot;Zeugnis zu geben.&amp;quot; So werden - ohne das Wissen der Eltern - bereits Schüler mit den Lehren der Zeugen Jehovas konfrontiert. Die Zeugen-Jehovas-Kinder sollen möglichst auf Heimbibelstudien mit Klassenkameraden hinarbeiten, welche dann oft ohne das Wissen von deren Eltern abgehalten werden.&amp;lt;ref name=&amp;#039;Kinder&amp;#039;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Feiertage===&lt;br /&gt;
Zeugen Jehovas kennen nur einen Feiertag im Jahr: das Gedächtnismahl. Doch auch dieser Tag bedeutet für ein Kind nur ein weiteres mal stillzusitzen und schon Wochen vorher möglichst viele Menschen zum Besuch des Gedächtnismahls einzuladen, also vermehrt in den Predigtdienst zu gehen. Andere Feiertage kennen die Zeugen Jehovas nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feiern bzw. Feiertage wie Geburtstage, Weihnachten, Advent, Ostern, Fasching, Martinsumzug sind den Kindern streng verboten, weil die damit in Verbindung stehenden Bräuche  als satanisch gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte ein Kind der Zeugen Jehovas überhaupt in den Kindergarten gehen - in vielen Familien gilt dies als verpönt, da das Kind hier nur mit unbiblischen Lehren und weltlichen Bräuchen konfrontiert werde -, dann muss es bei Geburtstagsfeiern, Adventfeiern oder Faschingsfeiern zuhause bleiben oder im Nebenraum warten, bis die Feier beendet ist. Auch an den Bastelarbeiten zum bevorstehenden Feiertag und den dazugehörigen Liedern darf sich das Kind nicht beteiligen. Es darf noch nicht einmal einem anderen Kind zum Geburtstag alles Gute wünschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All das führt das Kind sehr schnell in eine Außenseiterposition und isoliert es noch mehr von anderen Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ablehnung der Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts==&lt;br /&gt;
Das Bundesverwaltungsgericht hat im Urteil vom 26. Juni 1996 (BVerwG 7 C 11.96) entschieden, daß die Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas keinen Anspruch darauf hat, vom Staat als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt zu werden. Als Begründung wurde ausgeführt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Begründung seiner Entscheidung führt das Bundesverwaltungsgericht aus: Der Rechsstatus einer Körperschaft des öffentlichen Rechts werde den Religionsgemeinschaften vom Staat in der Absicht angeboten, ihr Wirken zu fördern und mit ihnen zu ihrem Nutzen dauerhaft zusammenzuarbeiten. Eine solche Kooperation sei ohne ein Mindestmaß an gegenseitigem Respekt nicht vorstellbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Österreich sind die Zeugen Jehovas seit 2009 eine gesetzlich anerkannte Religionsgemeinschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeugen Jehovas seien zwar dem Staat gegenüber nicht negativ, sondern grundsätzlich positiv eingestellt, lehnten aber aus religiösen Gründen die Teilnahme an den staatlichen Wahlen ab. Mit diesem für alle Mitglieder geltenden Verbot der Wahlteilnahme setze sich die Religionsgemeinschaft in Widerspruch zu dem für die staatliche Ordnung im Bund und in den Ländern konstitutiven Demokratieprinzip. Diese nicht nur staatspolitisch, sondern zugleich auch verfassungsrechtlich zentrale Bedeutung der Parlamentswahlen werde von der Klägerin missachtet. Da sie dem demokratisch verfassten Staat nicht die für eine dauerhafte Zusammenarbeit unerlässliche Loyalität entgegenbringe, könne sie nicht verlangen, von ihm als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.religio.de/sekten/zeugen/ablehnung.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen und Weblinks==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Zeugen_Jehovas Wikipedia zu den Zeugen Jehovas]&lt;br /&gt;
*[http://datei.sektenausstieg.net/literatur/WTGPro2.pdf Die Wachturm-Gesellschaft und ihre Prophezeiungen]&lt;br /&gt;
*[http://www.relinfo.ch/zj/ex.html Bericht eines Aussteigers bei Relinfo]&lt;br /&gt;
*[http://www.sektenausstieg.net/zeugen-jehovas/biblische-betrachtungen.html Informationen auf Sektenausstieg.net]&lt;br /&gt;
*[http://www.sektenausstieg.net/netzwerk/verein/1880-fachtagung-sinus-donnerstag-den-11-maerz-in-frankfurtmain.html Informationen zu Kindern in Sekten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Paralex}}&lt;br /&gt;
[[category:Religion]]&lt;br /&gt;
[[category:Neureligiöse Bewegung/Sekte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
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		<title>Diskussion:Zeugen Jehovas</title>
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		<updated>2010-12-05T13:27:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: Die Seite wurde neu angelegt: „Leute, die Anerkennung der Zeugen Jehovas in D als &amp;quot;Körperschaft des öffentlichen Rechts&amp;quot; ist doch meines Wissens bereits erfolgt, wenn ich mich nicht irre. Sol…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Leute, die Anerkennung der Zeugen Jehovas in D als &amp;quot;Körperschaft des öffentlichen Rechts&amp;quot; ist doch meines Wissens bereits erfolgt, wenn ich mich nicht irre. Sollte korrigiert werden.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
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		<title>Weltuntergang</title>
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		<updated>2010-12-05T13:16:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: Untergänge der Jehovas&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dass die Welt irgendwann, spätestens, wenn die Sonne kollabiert, untergehen wird, gilt als gesichertes Wissen.&lt;br /&gt;
Der zu Lebzeiten drohende &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weltuntergang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; aber als angstmachendes Druckmittel ist aus vielen [[Esoterik|esoterischen]] Lehren als Hauptzutat der der Proselytengewinnung nicht wegzudenken. Hier ist eine Liste, was wir schon alles verpasst haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.unmoralische.de/weltuntergang.htm Liste verpasster Weltuntergänge]&lt;br /&gt;
Weltuntergangsszenarien werden z.B. von Vertretern des [[Katastrophismus]] propagiert oder im [[Maya-Kalender]] und von den [[Zeugen Jehovas]] vorausgesagt. &lt;br /&gt;
Nach deren Gründer Russell sollte die Welt erstmals 1874 untergehen, am Ende dieses Jahres verlegte er den Weltuntergang auf das Jahr 1914. Dies deshalb, weil im Buch Daniel des Alten Testaments von sieben Zeitaltern die Rede ist. Wenn man ein Zeitalter zu je 360 Tagen rechnen würde, ergäbe diese eine Zahl von 2520 Tagen, die er aber als Jahre sah. Nach diesem Rechenfehler wurde der Weltuntergang auf das Jahr 1925 verschoben. Wenig überraschend, verlegte man danach das Ende der Geschichte auf 1975, das sich aber auch nicht recht einstellen sollte. Einige Zeugen nannten nun das Jahr 2000, die offizielle Größen dieser Sekte lehnen aber lernfähig weitere detaillierte Nennungen eines bevorstehenden Endes ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Antike gibt es in vielen Religionen Überlieferungen diverser Weltuntergangsszenarien, z.B. das Jüngste Gericht, das gleichermaßen bei Judentum, Christentum und Islam Teil der Überlieferung ist. Auch zahlreiche [[Sekte]]n propagieren diverse Weltuntergangsvorstellungen (&amp;quot;Weltuntergangssekte&amp;quot;), die in einigen Fällen zu Massensuiziden unter Sektenmitgliedern geführt haben. Beispiele sind im Jahr 2000 die Sekte &amp;quot;Wiederherstellung der zehn Gebote Gottes&amp;quot; in Uganda (etwa 1000 Todesopfer) &amp;lt;ref&amp;gt;http://religion.orf.at/tv/news2/ne00406_uganda.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1993 die Davidianer-Sekte in Texas (82 Todesopfer) &amp;lt;ref&amp;gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Branch_Davidians&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1978 die Volkstemplersekte in der Siedlung Jonestown im Dschungel Guyanas, Südamerika (923 Todesopfer)&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,69598,00.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch ist die allen gemeinsame Vorstellung, dass Anhänger des eigenen Glaubens, die sich während ihres irdischen Lebens gemäß den jeweils geltenden Regeln entsprechend fromm benommen haben oder anderweitig als &amp;quot;erleuchtet&amp;quot; oder &amp;quot;auserwählt&amp;quot; gelten, eine Art Paradies, Erlösung o.ä. zuteil wird, während alle anderen der Verdammnis anheim fallen. Die Vorstellung einiger Sektenideologien ist auch die Rettung der jeweiligen Mitglieder durch Außerirdische, während der Rest der Menschheit auf der untergehenden Erde verbleiben muss. Die Propagierung dieser Ideen dient allerdings eher der Disziplinierung der Gläubigen als der Sorgen um deren Seelenheil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Jüdisch/christliche Hintergründe==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im babylonischen Exil (598 - 539 v.) der Juden entstand unter anderem das Buch „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deutero-Jesaja&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;“ des Alten Testaments, dessen Botschaft insofern neu war, als die babylonischen Götter als Götzen dargestellt und als einziger Gott Jahwe installiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wird ein theologisches Konzept vorgestellt, das die historischen Ereignisse, die Israel trafen (Eroberung Jerusalems, Zerstörung des Königreiches Juda, Exilierung der Oberschicht nach Babylon) als Strafe Gottes für das sündhafte Verhalten sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Strafe wurde im Rahmen eines Gottesgerichtes verhängt. Durch die Leiden des Exils wurde das Volk mit Jahwe aber wieder versöhnt, worauf ein neue, ewige, paradiesische Ära anbrechen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingestreut im Buch Jesaja wird in den &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gottesknechtsliedern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; die deportierte jüdische Elite im „Knecht Jahwes“ personifiziert. Die Leiden der Eliten werden als Buße der Sünden des gesamten Volkes betrachtet. Der Knecht Jahwes hatte alle Drangsal auf sich genommen. &lt;br /&gt;
Hier erkennen wir erstmals die gleiche Struktur wie später bei Jesus im Neuen Testament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrer Rückkehr nach Jerusalem erwarteten die Gläubigen das ersehnte eschatologische Zeitalter, doch das Eschaton ließ auf sich warten, bis man schließlich die Hoffnung aufgegeben hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich diese erste Eschatologie nicht bewahrheitet hatte, tauchten die nächsten Weltuntergangsszenarien (apokalyptischen Schriften) bei Daniel (164 v.) und im Buch Henoch bei den Frommen (chasidim) auf. Auch hier finden wir ähnliche Strukturen wie in der ersten Eschatologie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Endgericht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird von Daniel in der Gegenwart eines „Hochbetagten“ beschrieben, der in einem Kleid, weiß wie Schnee auf einem Flammenthron sitzt. Die Abtrünnigen stürzen in den Abgrund voller Feuer. Die Tugendhaften gelangen hingegen in das Paradies der Seligkeit. &lt;br /&gt;
Gleichzeitig mit dem Hochbetagten erscheint ein Wesen vom Himmel (&amp;quot;Menschensohn&amp;quot;, ein Titel den sich später auch Jesus geben wird), das zum Hochbetagten geführt wird. Diesem &amp;quot;Menschensohn&amp;quot; wird Macht, Herrlichkeit und Königsherrschaft gegeben.&lt;br /&gt;
Die neue Welt werde von Jahwe (Gott) selbst regiert werden oder zumindest von einem durch Gott eingesetzte Person aus dem Hause David, der Gesalbte (meschiach = Messias), der in diesem Paradies gerecht herrschen werde. Meist aber ist dieser Messias ein normal sterblicher Mensch (etwa in den Psalmen Salomons, die im 1. Jh. v. entstanden sind), wiewohl auch andere Varianten vorkommen.&lt;br /&gt;
Manchmal wird schon im Alten Testament gemeint, der Messias werde auf einem Esel reitend in Jersualem einziehen. &lt;br /&gt;
Auch die Vorstellung, mit dem großen Gericht &amp;quot;am Ende der Welt&amp;quot;, würden die Toten auferstehen, wird hier - aus dem persischen Kulturkreis - eingebaut. Besonders die Pharisäer haben sie zur Zeit Jesus vehement verkündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die für das Christentum fundamentale &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Satanskonzeption&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wie wir sie kennen, gibt es in diesen Mythen noch nicht. Das Üble ist allein auf das fehlerhafte Verhalten der Menschen zurückzuführen. Doch schon in der apokalyptischen Literatur bahnt sich - ausgehend vom iranischen dualistischen Denken - eine Wende an. Die Kräfte des Bösen werden in der Gestalt eines Satans personifiziert, der zum Gegenspieler Gottes aufgebaut wird.&lt;br /&gt;
Parallel mit der Entstehung des Satans erfindet man in der Theologie zwei Reiche (zwei Welten): das diesseitige und das jenseitige Reich. Im diesseitigen Reich werde Satan triumphieren. So bezeichnete Paulus den Satan als &amp;quot;Gott dieser Welt&amp;quot; (2 Kor 4,4). Im eschatologischen Kampf (Weltuntergang) werde aber Gott den Teufel besiegen und damit das Übel ausrotten und damit sei Leben, Freude und Frieden für immer gesichert. Diese Vorstellungen meinen nicht ein gedankliches Himmelreich, sondern die physische, irdische Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gemeinsamkeiten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir finden in beiden Formen der biblischen Weltuntergangsszenarien die folgenden Motive:&lt;br /&gt;
* Befreiung Israels vom Joch&lt;br /&gt;
* der Weltuntergang als einzig noch verbleibende Hoffnung&lt;br /&gt;
* Schaffung paradiesischer Zustände mit Wohlstand und Friede, womit das Ende der Geschichte erreicht sei&lt;br /&gt;
* Errichtung der Gottesherrschaft oder eines messianischen Reiches&lt;br /&gt;
* Bekehrung aller Völker&lt;br /&gt;
* der Anbruch des neuen Zeitalters steht unmittelbar bevor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begleitet werden diese Weltuntergänge von uralten mythischen Voraussagen,  wie Himmel und Erde werden erschüttert, kosmische Katastrophen, die Sonne wird nachts scheinen, der Mond am Tage, die Sterne werden ihre Bahnen verlassen, von den Bäumen wird Blut tropfen, die Steine werden zu schreien beginnen usw. Schließlich aber werde Gott ein neue, paradiesische Welt schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Gutteil der hier dargelegten alttestamentlichen Gedanken sind nichtjüdischen Ursprungs, besonders iranische und indische Vorstellungen finden wir etwa in der Vorstellung des Endgerichts bei Daniel. Aber auch Elemente der steinzeitlichen Pflanzer sind zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Purusha&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell ist nach Eliade zu Weltuntergangsszenarien auch außerhalb des jüdisch/christlichen Kulturkreises zu sagen, dass sie die Abwehrkraft einer Gemeinschaft gegen die Schrecken des Alltags unterstützen, weil die Eingeweihten in den jeweiligen Katastrophen ein ermutigendes Vorzeichen erkennen. Es handelt sich nicht um einen Zweckoptimismus oder eine Flucht vor der Geschichte, sondern wird von Träumen und Visionen und ekstatischen Visionen gepeist.&lt;br /&gt;
Diese apokalyptischen Geschichtskonzeptionen des Alten Testaments bestimmten nicht nur wesentlich das neue Testament und damit das Christentum, sondern auch das Denken der Europäer bis in die frühe Neuzeit. Erst mit dem Aufkommen der Naturwissenschaften konnte eine offene Idee der Zukunft gedacht werden und der Fortschrittsgedanke in der Geistesgeschichte Europas Eingang finden.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.epoc.de/artikel/1053059&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;lt;ref&amp;gt;http://books.google.com/books?id=ZddPiE3Nuo8C&amp;amp;pg=PA15&amp;amp;lpg=PA15&amp;amp;dq=gayomart&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=nVX5DVsjwh&amp;amp;sig=ZmIZxtKjsSvinKEr7wLJJ8AWCMs&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=gW_6TNTAJdSy8QOW05jPCw&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=14&amp;amp;ved=0CGsQ6AEwDQ#v=onepage&amp;amp;q=gayomart&amp;amp;f=false&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[http://datei.sektenausstieg.net/literatur/WTGPro2.pdf Die Wachturm-Gesellschaft und ihre Prophezeiungen]&lt;br /&gt;
*http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Israels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[category:Esoterik]]&lt;br /&gt;
[[category:Religion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Weltuntergang&amp;diff=64055</id>
		<title>Weltuntergang</title>
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		<updated>2010-12-05T13:08:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: /* Jüdisch/christliche Hintergründe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dass die Welt irgendwann, spätestens, wenn die Sonne kollabiert, untergehen wird, gilt als gesichertes Wissen.&lt;br /&gt;
Der zu Lebzeiten drohende &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weltuntergang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; aber als angstmachendes Druckmittel ist aus vielen [[Esoterik|esoterischen]] Lehren als Hauptzutat der der Proselytengewinnung nicht wegzudenken. Hier ist eine Liste, was wir schon alles verpasst haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.unmoralische.de/weltuntergang.htm Liste verpasster Weltuntergänge]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weltuntergangsszenarien werden z.B. von Vertretern des [[Katastrophismus]] propagiert oder im [[Maya-Kalender]] und von den [[Zeugen Jehovas]] vorausgesagt. Seit der Antike gibt es in vielen Religionen Überlieferungen diverser Weltuntergangsszenarien, z.B. das Jüngste Gericht, das gleichermaßen bei Judentum, Christentum und Islam Teil der Überlieferung ist. Auch zahlreiche [[Sekte]]n propagieren diverse Weltuntergangsvorstellungen (&amp;quot;Weltuntergangssekte&amp;quot;), die in einigen Fällen zu Massensuiziden unter Sektenmitgliedern geführt haben. Beispiele sind im Jahr 2000 die Sekte &amp;quot;Wiederherstellung der zehn Gebote Gottes&amp;quot; in Uganda (etwa 1000 Todesopfer) &amp;lt;ref&amp;gt;http://religion.orf.at/tv/news2/ne00406_uganda.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1993 die Davidianer-Sekte in Texas (82 Todesopfer) &amp;lt;ref&amp;gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Branch_Davidians&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1978 die Volkstemplersekte in der Siedlung Jonestown im Dschungel Guyanas, Südamerika (923 Todesopfer)&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,69598,00.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch ist die allen gemeinsame Vorstellung, dass Anhänger des eigenen Glaubens, die sich während ihres irdischen Lebens gemäß den jeweils geltenden Regeln entsprechend fromm benommen haben oder anderweitig als &amp;quot;erleuchtet&amp;quot; oder &amp;quot;auserwählt&amp;quot; gelten, eine Art Paradies, Erlösung o.ä. zuteil wird, während alle anderen der Verdammnis anheim fallen. Die Vorstellung einiger Sektenideologien ist auch die Rettung der jeweiligen Mitglieder durch Außerirdische, während der Rest der Menschheit auf der untergehenden Erde verbleiben muss. Die Propagierung dieser Ideen dient allerdings eher der Disziplinierung der Gläubigen als der Sorgen um deren Seelenheil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Jüdisch/christliche Hintergründe==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im babylonischen Exil (598 - 539 v.) der Juden entstand unter anderem das Buch „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deutero-Jesaja&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;“ des Alten Testaments, dessen Botschaft insofern neu war, als die babylonischen Götter als Götzen dargestellt und als einziger Gott Jahwe installiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wird ein theologisches Konzept vorgestellt, das die historischen Ereignisse, die Israel trafen (Eroberung Jerusalems, Zerstörung des Königreiches Juda, Exilierung der Oberschicht nach Babylon) als Strafe Gottes für das sündhafte Verhalten sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Strafe wurde im Rahmen eines Gottesgerichtes verhängt. Durch die Leiden des Exils wurde das Volk mit Jahwe aber wieder versöhnt, worauf ein neue, ewige, paradiesische Ära anbrechen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingestreut im Buch Jesaja wird in den &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gottesknechtsliedern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; die deportierte jüdische Elite im „Knecht Jahwes“ personifiziert. Die Leiden der Eliten werden als Buße der Sünden des gesamten Volkes betrachtet. Der Knecht Jahwes hatte alle Drangsal auf sich genommen. &lt;br /&gt;
Hier erkennen wir erstmals die gleiche Struktur wie später bei Jesus im Neuen Testament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrer Rückkehr nach Jerusalem erwarteten die Gläubigen das ersehnte eschatologische Zeitalter, doch das Eschaton ließ auf sich warten, bis man schließlich die Hoffnung aufgegeben hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich diese erste Eschatologie nicht bewahrheitet hatte, tauchten die nächsten Weltuntergangsszenarien (apokalyptischen Schriften) bei Daniel (164 v.) und im Buch Henoch bei den Frommen (chasidim) auf. Auch hier finden wir ähnliche Strukturen wie in der ersten Eschatologie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Endgericht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird von Daniel in der Gegenwart eines „Hochbetagten“ beschrieben, der in einem Kleid, weiß wie Schnee auf einem Flammenthron sitzt. Die Abtrünnigen stürzen in den Abgrund voller Feuer. Die Tugendhaften gelangen hingegen in das Paradies der Seligkeit. &lt;br /&gt;
Gleichzeitig mit dem Hochbetagten erscheint ein Wesen vom Himmel (&amp;quot;Menschensohn&amp;quot;, ein Titel den sich später auch Jesus geben wird), das zum Hochbetagten geführt wird. Diesem &amp;quot;Menschensohn&amp;quot; wird Macht, Herrlichkeit und Königsherrschaft gegeben.&lt;br /&gt;
Die neue Welt werde von Jahwe (Gott) selbst regiert werden oder zumindest von einem durch Gott eingesetzte Person aus dem Hause David, der Gesalbte (meschiach = Messias), der in diesem Paradies gerecht herrschen werde. Meist aber ist dieser Messias ein normal sterblicher Mensch (etwa in den Psalmen Salomons, die im 1. Jh. v. entstanden sind), wiewohl auch andere Varianten vorkommen.&lt;br /&gt;
Manchmal wird schon im Alten Testament gemeint, der Messias werde auf einem Esel reitend in Jersualem einziehen. &lt;br /&gt;
Auch die Vorstellung, mit dem großen Gericht &amp;quot;am Ende der Welt&amp;quot;, würden die Toten auferstehen, wird hier - aus dem persischen Kulturkreis - eingebaut. Besonders die Pharisäer haben sie zur Zeit Jesus vehement verkündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die für das Christentum fundamentale &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Satanskonzeption&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wie wir sie kennen, gibt es in diesen Mythen noch nicht. Das Üble ist allein auf das fehlerhafte Verhalten der Menschen zurückzuführen. Doch schon in der apokalyptischen Literatur bahnt sich - ausgehend vom iranischen dualistischen Denken - eine Wende an. Die Kräfte des Bösen werden in der Gestalt eines Satans personifiziert, der zum Gegenspieler Gottes aufgebaut wird.&lt;br /&gt;
Parallel mit der Entstehung des Satans erfindet man in der Theologie zwei Reiche (zwei Welten): das diesseitige und das jenseitige Reich. Im diesseitigen Reich werde Satan triumphieren. So bezeichnete Paulus den Satan als &amp;quot;Gott dieser Welt&amp;quot; (2 Kor 4,4). Im eschatologischen Kampf (Weltuntergang) werde aber Gott den Teufel besiegen und damit das Übel ausrotten und damit sei Leben, Freude und Frieden für immer gesichert. Diese Vorstellungen meinen nicht ein gedankliches Himmelreich, sondern die physische, irdische Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gemeinsamkeiten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir finden in beiden Formen der biblischen Weltuntergangsszenarien die folgenden Motive:&lt;br /&gt;
* Befreiung Israels vom Joch&lt;br /&gt;
* der Weltuntergang als einzig noch verbleibende Hoffnung&lt;br /&gt;
* Schaffung paradiesischer Zustände mit Wohlstand und Friede, womit das Ende der Geschichte erreicht sei&lt;br /&gt;
* Errichtung der Gottesherrschaft oder eines messianischen Reiches&lt;br /&gt;
* Bekehrung aller Völker&lt;br /&gt;
* der Anbruch des neuen Zeitalters steht unmittelbar bevor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begleitet werden diese Weltuntergänge von uralten mythischen Voraussagen,  wie Himmel und Erde werden erschüttert, kosmische Katastrophen, die Sonne wird nachts scheinen, der Mond am Tage, die Sterne werden ihre Bahnen verlassen, von den Bäumen wird Blut tropfen, die Steine werden zu schreien beginnen usw. Schließlich aber werde Gott ein neue, paradiesische Welt schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Gutteil der hier dargelegten alttestamentlichen Gedanken sind nichtjüdischen Ursprungs, besonders iranische und indische Vorstellungen finden wir etwa in der Vorstellung des Endgerichts bei Daniel. Aber auch Elemente der steinzeitlichen Pflanzer sind zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Purusha&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell ist nach Eliade zu Weltuntergangsszenarien auch außerhalb des jüdisch/christlichen Kulturkreises zu sagen, dass sie die Abwehrkraft einer Gemeinschaft gegen die Schrecken des Alltags unterstützen, weil die Eingeweihten in den jeweiligen Katastrophen ein ermutigendes Vorzeichen erkennen. Es handelt sich nicht um einen Zweckoptimismus oder eine Flucht vor der Geschichte, sondern wird von Träumen und Visionen und ekstatischen Visionen gepeist.&lt;br /&gt;
Diese apokalyptischen Geschichtskonzeptionen des Alten Testaments bestimmten nicht nur wesentlich das neue Testament und damit das Christentum, sondern auch das Denken der Europäer bis in die frühe Neuzeit. Erst mit dem Aufkommen der Naturwissenschaften konnte eine offene Idee der Zukunft gedacht werden und der Fortschrittsgedanke in der Geistesgeschichte Europas Eingang finden.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.epoc.de/artikel/1053059&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;lt;ref&amp;gt;http://books.google.com/books?id=ZddPiE3Nuo8C&amp;amp;pg=PA15&amp;amp;lpg=PA15&amp;amp;dq=gayomart&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=nVX5DVsjwh&amp;amp;sig=ZmIZxtKjsSvinKEr7wLJJ8AWCMs&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=gW_6TNTAJdSy8QOW05jPCw&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=14&amp;amp;ved=0CGsQ6AEwDQ#v=onepage&amp;amp;q=gayomart&amp;amp;f=false&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[http://datei.sektenausstieg.net/literatur/WTGPro2.pdf Die Wachturm-Gesellschaft und ihre Prophezeiungen]&lt;br /&gt;
*http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Israels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[category:Esoterik]]&lt;br /&gt;
[[category:Religion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Wellness&amp;diff=63939</id>
		<title>Wellness</title>
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		<updated>2010-12-04T18:18:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: /* Links */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wellness&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet als Oberbegriff verschiedene Dienstleistungsangebote und Produkte (Tees, Mineralwässer), die zum Ziel haben, dem Konsumenten zu Wohlbefinden, Spaß und einer guten körperlichen Verfassung zu verhelfen, ohne es dass es sich dabei um eigentliche medizinische Massnahmen oder Arzneimittel handelt. Allerdings ist ein fließender Übergang einerseits zu [[pseudomedizin]]ischen Methoden und Produkten, wie auch zu etablierten medizinischen Verfahren (etwa aus der physikalischen Medizin) zu beobachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Hotels bieten eigene Wellness-Angebote an. Hinzu kommen Fremdenverkehrseinrichtungen, Schwimmbäder und Kureinrichtungen mit Wellnessangeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herkunft==&lt;br /&gt;
Als &amp;quot;welnesse&amp;quot; war der Begriff erstmalig in England im Jahre 1654 in Gebrauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eigentliche Herkunft ist in den USA ab den 50er Jahren zu suchen. Als moderne Begründer des Begriffs zählen der amerikanische Arzt Kenneth H. Cooper (&amp;#039;&amp;#039;Aerobics&amp;#039;&amp;#039;) und der Sozialmediziner Halbert Dunn (1959).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wellness als Wirtschaft==&lt;br /&gt;
Laut Zahlen des Wirtschaftsforschungsunternehmens &amp;quot;Global Insight&amp;quot; wird der jährliche Umsatz der Wellness-Branche in Deutschland auf rund 73 Milliarden Euro geschätzt. Hierbei handelt es sich um Schätzungen über sämtliche in Zusammenhang mit dem Begriff Wellness stehenden Umsätze; diese reichen von Lifestyle-Nahrungsmitteln wie kalorienreduzierte Lebensmittel, verdauensfördernde Joghurtprodukte usw. bis hin zu Fitnessstudios und Aufenthalten in Wellnesshotels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
http://www.welt.de/wams_print/article2473361/Gegen-die-Wellness-Industrie.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Ulrike Pilz-Kusch: Gesucht: Wellness. Was ist drin und dran? Verbraucher-Zentrale NRW, 2. Aufl. 2003, ISBN 3-933705-28-2 (Ratgeber für Verbraucher)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[category:Wellness]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Wellness&amp;diff=63937</id>
		<title>Wellness</title>
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		<updated>2010-12-04T18:16:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wellness&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet als Oberbegriff verschiedene Dienstleistungsangebote und Produkte (Tees, Mineralwässer), die zum Ziel haben, dem Konsumenten zu Wohlbefinden, Spaß und einer guten körperlichen Verfassung zu verhelfen, ohne es dass es sich dabei um eigentliche medizinische Massnahmen oder Arzneimittel handelt. Allerdings ist ein fließender Übergang einerseits zu [[pseudomedizin]]ischen Methoden und Produkten, wie auch zu etablierten medizinischen Verfahren (etwa aus der physikalischen Medizin) zu beobachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Hotels bieten eigene Wellness-Angebote an. Hinzu kommen Fremdenverkehrseinrichtungen, Schwimmbäder und Kureinrichtungen mit Wellnessangeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herkunft==&lt;br /&gt;
Als &amp;quot;welnesse&amp;quot; war der Begriff erstmalig in England im Jahre 1654 in Gebrauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eigentliche Herkunft ist in den USA ab den 50er Jahren zu suchen. Als moderne Begründer des Begriffs zählen der amerikanische Arzt Kenneth H. Cooper (&amp;#039;&amp;#039;Aerobics&amp;#039;&amp;#039;) und der Sozialmediziner Halbert Dunn (1959).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wellness als Wirtschaft==&lt;br /&gt;
Laut Zahlen des Wirtschaftsforschungsunternehmens &amp;quot;Global Insight&amp;quot; wird der jährliche Umsatz der Wellness-Branche in Deutschland auf rund 73 Milliarden Euro geschätzt. Hierbei handelt es sich um Schätzungen über sämtliche in Zusammenhang mit dem Begriff Wellness stehenden Umsätze; diese reichen von Lifestyle-Nahrungsmitteln wie kalorienreduzierte Lebensmittel, verdauensfördernde Joghurtprodukte usw. bis hin zu Fitnessstudios und Aufenthalten in Wellnesshotels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Links==&lt;br /&gt;
http://www.welt.de/wams_print/article2473361/Gegen-die-Wellness-Industrie.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Ulrike Pilz-Kusch: Gesucht: Wellness. Was ist drin und dran? Verbraucher-Zentrale NRW, 2. Aufl. 2003, ISBN 3-933705-28-2 (Ratgeber für Verbraucher)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[category:Wellness]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Diskussion:Nat%C3%BCrlichkeit&amp;diff=63932</id>
		<title>Diskussion:Natürlichkeit</title>
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		<updated>2010-12-04T18:10:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: Die Seite wurde neu angelegt: „Ist hier wohl nicht zu debattieren, aber die Zäsur Kultur - Natur muss man erst mal fassen. Einerseits sind wir nichts anderes als Produkte der Natur, anderersei…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ist hier wohl nicht zu debattieren, aber die Zäsur Kultur - Natur muss man erst mal fassen. Einerseits sind wir nichts anderes als Produkte der Natur, andererseits aber zeichnen wir uns dadurch aus, dass wir es schaffen, uns zumindest bis zu einem gewissen Grad von unserer Umgebung (Natur?) zu emanzipieren. Ja, gerade diese Eigenschaft ist es ja, die Menschsein ausmacht. Geben wir Kultur weg, bleibt von uns nichts übrig als der gemeinsame Vorfahre von Schimpanse und Mensch.&lt;br /&gt;
Andere Eigenschaften, wie Sprache, Denken, Werkzeugproduktion findet man nämlich in Ansätzen schon problemlos bei anderen Primaten.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Weltuntergang&amp;diff=63928</id>
		<title>Weltuntergang</title>
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		<updated>2010-12-04T18:07:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: /* Jüdisch/christliche Hintergründe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dass die Welt irgendwann, spätestens, wenn die Sonne kollabiert, untergehen wird, gilt als gesichertes Wissen.&lt;br /&gt;
Der zu Lebzeiten drohende &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weltuntergang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; aber als angstmachendes Druckmittel ist aus vielen [[Esoterik|esoterischen]] Lehren als Hauptzutat der der Proselytengewinnung nicht wegzudenken. Hier ist eine Liste, was wir schon alles verpasst haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.unmoralische.de/weltuntergang.htm Liste verpasster Weltuntergänge]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weltuntergangsszenarien werden z.B. von Vertretern des [[Katastrophismus]] propagiert oder im [[Maya-Kalender]] und von den [[Zeugen Jehovas]] vorausgesagt. Seit der Antike gibt es in vielen Religionen Überlieferungen diverser Weltuntergangsszenarien, z.B. das Jüngste Gericht, das gleichermaßen bei Judentum, Christentum und Islam Teil der Überlieferung ist. Auch zahlreiche [[Sekte]]n propagieren diverse Weltuntergangsvorstellungen (&amp;quot;Weltuntergangssekte&amp;quot;), die in einigen Fällen zu Massensuiziden unter Sektenmitgliedern geführt haben. Beispiele sind im Jahr 2000 die Sekte &amp;quot;Wiederherstellung der zehn Gebote Gottes&amp;quot; in Uganda (etwa 1000 Todesopfer) &amp;lt;ref&amp;gt;http://religion.orf.at/tv/news2/ne00406_uganda.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1993 die Davidianer-Sekte in Texas (82 Todesopfer) &amp;lt;ref&amp;gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Branch_Davidians&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1978 die Volkstemplersekte in der Siedlung Jonestown im Dschungel Guyanas, Südamerika (923 Todesopfer)&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,69598,00.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch ist die allen gemeinsame Vorstellung, dass Anhänger des eigenen Glaubens, die sich während ihres irdischen Lebens gemäß den jeweils geltenden Regeln entsprechend fromm benommen haben oder anderweitig als &amp;quot;erleuchtet&amp;quot; oder &amp;quot;auserwählt&amp;quot; gelten, eine Art Paradies, Erlösung o.ä. zuteil wird, während alle anderen der Verdammnis anheim fallen. Die Vorstellung einiger Sektenideologien ist auch die Rettung der jeweiligen Mitglieder durch Außerirdische, während der Rest der Menschheit auf der untergehenden Erde verbleiben muss. Die Propagierung dieser Ideen dient allerdings eher der Disziplinierung der Gläubigen als der Sorgen um deren Seelenheil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Jüdisch/christliche Hintergründe==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im babylonischen Exil (598 - 539 v.) der Juden entstand unter anderem das Buch „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deutero-Jesaja&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;“ des Alten Testaments, dessen Botschaft insofern neu war, als die babylonischen Götter als Götzen dargestellt und als einziger Gott Jahwe installiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wird ein theologisches Konzept vorgestellt, das die historischen Ereignisse, die Israel trafen (Eroberung Jerusalems, Zerstörung des Königreiches Juda, Exilierung der Oberschicht nach Babylon) als Strafe Gottes für das sündhafte Verhalten sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Strafe wurde im Rahmen eines Gottesgerichtes verhängt. Durch die Leiden des Exils wurde das Volk mit Jahwe aber wieder versöhnt, worauf ein neue, ewige, paradiesische Ära anbrechen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingestreut im Buch Jesaja wird in den &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gottesknechtsliedern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; die deportierte jüdische Elite im „Knecht Jahwes“ personifiziert. Die Leiden der Eliten werden als Buße der Sünden des gesamten Volkes betrachtet. Der Knecht Jahwes hatte alle Drangsal auf sich genommen. &lt;br /&gt;
Hier erkennen wir erstmals die gleiche Struktur wie später bei Jesus im Neuen Testament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrer Rückkehr nach Jerusalem erwarteten die Gläubigen das ersehnte eschatologische Zeitalter, doch das Eschaton ließ auf sich warten, bis man schließlich die Hoffnung aufgegeben hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich diese erste Eschatologie nicht bewahrheitet hatte, tauchten die nächsten Weltuntergangsszenarien (apokalyptischen Schriften) bei Daniel (164 v.) und im Buch Henoch bei den Frommen (chasidim) auf. Auch hier finden wir ähnliche Strukturen wie in der ersten Eschatologie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Endgericht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird von Daniel in der Gegenwart eines „Hochbetagten“ beschrieben, der in einem Kleid, weiß wie Schnee auf einem Flammenthron sitzt. Die Abtrünnigen stürzen in den Abgrund voller Feuer. Die Tugendhaften gelangen hingegen in das Paradies der Seligkeit. &lt;br /&gt;
Gleichzeitig mit dem Hochbetagten erscheint ein Wesen vom Himmel (&amp;quot;Menschensohn&amp;quot;, ein Titel den sich später auch Jesus geben wird), das zum Hochbetagten geführt wird. Diesem &amp;quot;Menschensohn&amp;quot; wird Macht, Herrlichkeit und Königsherrschaft gegeben.&lt;br /&gt;
Die neue Welt werde von Jahwe (Gott) selbst regiert werden oder zumindest von einem durch Gott eingesetzte Person aus dem Hause David, der Gesalbte (meschiach = Messias), der in diesem Paradies gerecht herrschen werde. Meist aber ist dieser Messias ein normal sterblicher Mensch (etwa in den Psalmen Salomons, die im 1. Jh. v. entstanden sind), wiewohl auch andere Varianten vorkommen.&lt;br /&gt;
Manchmal wird schon im Alten Testament gemeint, der Messias werde auf einem Esel reitend in Jersualem einziehen. &lt;br /&gt;
Auch die Vorstellung, mit dem großen Gericht &amp;quot;am Ende der Welt&amp;quot;, würden die Toten auferstehen, wird hier - aus dem persischen Kulturkreis - eingebaut. Besonders die Pharisäer haben sie zur Zeit Jesus vehement verkündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die für das Christentum fundamentale &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Satanskonzeption&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wie wir sie kennen, gibt es in diesen Mythen noch nicht. Das Üble ist allein auf das fehlerhafte Verhalten der Menschen zurückzuführen. Doch schon in der apokalyptischen Literatur bahnt sich - ausgehend vom iranischen dualistischen Denken - eine Wende an. Die Kräfte des Bösen werden in der Gestalt eines Satans personifiziert, der zum Gegenspieler Gottes aufgebaut wird.&lt;br /&gt;
Parallel mit der Entstehung des Satans erfindet man in der Theologie zwei Reiche (zwei Welten): das diesseitige und das jenseitige Reich. Im diesseitigen Reich werde Satan triumphieren. So bezeichnete Paulus den Satan als &amp;quot;Gott dieser Welt&amp;quot; (2 Kor 4,4). Im eschatologischen Kampf (Weltuntergang) werde aber Gott den Teufel besiegen und damit das Übel ausrotten und damit sei Leben, Freude und Frieden für immer gesichert. Diese Vorstellungen meinen nicht ein gedankliches Himmelreich, sondern die physische, irdische Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gemeinsamkeiten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir finden in beiden Formen der biblischen Weltuntergangsszenarien die folgenden Motive:&lt;br /&gt;
* Befreiung Israels vom Joch&lt;br /&gt;
* der Weltuntergang als einzig noch verbleibende Hoffnung&lt;br /&gt;
* Schaffung paradiesischer Zustände mit Wohlstand und Friede, womit das Ende der Geschichte erreicht sei&lt;br /&gt;
* Errichtung der Gottesherrschaft oder eines messianischen Reiches&lt;br /&gt;
* Bekehrung aller Völker&lt;br /&gt;
* der Anbruch des neuen Zeitalters steht unmittelbar bevor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begleitet werden diese Weltuntergänge von uralten mythischen Voraussagen,  wie Himmel und Erde werden erschüttert, kosmische Katastrophen, die Sonne wird nachts scheinen, der Mond am Tage, die Sterne werden ihre Bahnen verlassen, von den Bäumen wird Blut tropfen, die Steine werden zu schreien beginnen usw. Schließlich aber werde Gott ein neue, paradiesische Welt schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Gutteil der hier dargelegten alttestamentlichen Gedanken sind nichtjüdischen Ursprungs, besonders iranische und indische Vorstellungen finden wir etwa in der Vorstellung des Endgerichts bei Daniel. Aber auch Elemente der steinzeitlichen Pflanzer sind zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Purusha&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell ist nach Eliade zu Weltuntergangsszenarien auch auch außerhalb des jüdisch/christlichen Kulturkreises zu sagen, dass sie die Abwehrkraft einer Gemeinschaft gegen die Schrecken des Alltags unterstützen, weil die Eingeweihten in den jeweiligen Katastrophen ein ermutigendes Vorzeichen erkennen. Es handelt sich nicht um einen Zweckoptimismus oder eine Flucht vor der Geschichte, sondern wird von Träumen und Visionen und ekstatischen Visionen gepeist.&lt;br /&gt;
Diese apokalyptischen Geschichtskonzeptionen des Alten Testaments bestimmten nicht nur wesentlich das neue Testament und damit das Christentum, sondern auch das Denken der Europäer bis in die frühe Neuzeit. Erst mit dem Aufkommen der Naturwissenschaften konnte eine offene Idee der Zukunft gedacht werden und der Fortschrittsgedanke in der Geistesgeschichte Europas Eingang finden.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.epoc.de/artikel/1053059&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;lt;ref&amp;gt;http://books.google.com/books?id=ZddPiE3Nuo8C&amp;amp;pg=PA15&amp;amp;lpg=PA15&amp;amp;dq=gayomart&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=nVX5DVsjwh&amp;amp;sig=ZmIZxtKjsSvinKEr7wLJJ8AWCMs&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=gW_6TNTAJdSy8QOW05jPCw&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=14&amp;amp;ved=0CGsQ6AEwDQ#v=onepage&amp;amp;q=gayomart&amp;amp;f=false&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[http://datei.sektenausstieg.net/literatur/WTGPro2.pdf Die Wachturm-Gesellschaft und ihre Prophezeiungen]&lt;br /&gt;
*http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Israels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[category:Esoterik]]&lt;br /&gt;
[[category:Religion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.psiram.com/de/index.php?title=Weltuntergang&amp;diff=63923</id>
		<title>Weltuntergang</title>
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		<updated>2010-12-04T18:01:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;General: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dass die Welt irgendwann, spätestens, wenn die Sonne kollabiert, untergehen wird, gilt als gesichertes Wissen.&lt;br /&gt;
Der zu Lebzeiten drohende &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weltuntergang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; aber als angstmachendes Druckmittel ist aus vielen [[Esoterik|esoterischen]] Lehren als Hauptzutat der der Proselytengewinnung nicht wegzudenken. Hier ist eine Liste, was wir schon alles verpasst haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.unmoralische.de/weltuntergang.htm Liste verpasster Weltuntergänge]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weltuntergangsszenarien werden z.B. von Vertretern des [[Katastrophismus]] propagiert oder im [[Maya-Kalender]] und von den [[Zeugen Jehovas]] vorausgesagt. Seit der Antike gibt es in vielen Religionen Überlieferungen diverser Weltuntergangsszenarien, z.B. das Jüngste Gericht, das gleichermaßen bei Judentum, Christentum und Islam Teil der Überlieferung ist. Auch zahlreiche [[Sekte]]n propagieren diverse Weltuntergangsvorstellungen (&amp;quot;Weltuntergangssekte&amp;quot;), die in einigen Fällen zu Massensuiziden unter Sektenmitgliedern geführt haben. Beispiele sind im Jahr 2000 die Sekte &amp;quot;Wiederherstellung der zehn Gebote Gottes&amp;quot; in Uganda (etwa 1000 Todesopfer) &amp;lt;ref&amp;gt;http://religion.orf.at/tv/news2/ne00406_uganda.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1993 die Davidianer-Sekte in Texas (82 Todesopfer) &amp;lt;ref&amp;gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Branch_Davidians&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1978 die Volkstemplersekte in der Siedlung Jonestown im Dschungel Guyanas, Südamerika (923 Todesopfer)&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,69598,00.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch ist die allen gemeinsame Vorstellung, dass Anhänger des eigenen Glaubens, die sich während ihres irdischen Lebens gemäß den jeweils geltenden Regeln entsprechend fromm benommen haben oder anderweitig als &amp;quot;erleuchtet&amp;quot; oder &amp;quot;auserwählt&amp;quot; gelten, eine Art Paradies, Erlösung o.ä. zuteil wird, während alle anderen der Verdammnis anheim fallen. Die Vorstellung einiger Sektenideologien ist auch die Rettung der jeweiligen Mitglieder durch Außerirdische, während der Rest der Menschheit auf der untergehenden Erde verbleiben muss. Die Propagierung dieser Ideen dient allerdings eher der Disziplinierung der Gläubigen als der Sorgen um deren Seelenheil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Jüdisch/christliche Hintergründe==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im babylonischen Exil (598 - 539 v.) der Juden entstand unter anderem das Buch „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deutero-Jesaja&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;“ des Alten Testaments, dessen Botschaft insofern neu war, als die babylonischen Götter als Götzen dargestellt und als einziger Gott Jahwe installiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wird ein theologisches Konzept vorgestellt, das die historischen Ereignisse, die Israel trafen (Eroberung Jerusalems, Zerstörung des Königreiches Juda, Exilierung der Oberschicht nach Babylon) als Strafe Gottes für das sündhafte Verhalten sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Strafe wurde im Rahmen eines Gottesgerichtes verhängt. Durch die Leiden des Exils wurde das Volk mit Jahwe aber wieder versöhnt, worauf ein neue, ewige, paradiesische Ära anbrechen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingestreut im Buch Jesaja wird in den &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gottesknechtsliedern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; die deportierte jüdische Elite im „Knecht Jahwes“ personifiziert. Die Leiden der Eliten werden als Buße der Sünden des gesamten Volkes betrachtet. Der Knecht Jahwes hatte alle Drangsal auf sich genommen. &lt;br /&gt;
Hier erkennen wir erstmals die gleiche Struktur wie später bei Jesus im Neuen Testament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrer Rückkehr nach Jerusalem erwarteten die Gläubigen das ersehnte eschatologische Zeitalter, doch das Eschaton ließ auf sich warten, bis man schließlich die Hoffnung aufgegeben hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich diese erste Eschatologie sich nicht bewahrheitet hatte, tauchten die nächsten Weltuntergangsszenarien (apokalyptischen Schriften) bei Daniel (164 v.) und im Buch Henoch bei den Frommen (chasidim) auf. Auch hier finden wir ähnliche Strukturen wie in der ersten Eschatologie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Endgericht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird von Daniel in der Gegenwart eines „Hochbetagten“ beschrieben, der in einem Kleid, weiß wie Schnee auf einem Flammenthron sitzt. Die Abtrünnigen stürzen in den Abgrund voller Feuer. Die Tugendhaften gelangen hingegen in das Paradies der Seligkeit. &lt;br /&gt;
Gleichzeitig mit dem Hochbetagten erscheint ein Wesen vom Himmel (&amp;quot;Menschensohn&amp;quot;, ein Titel den sich später auch Jesus geben wird), das zum Hochbetagten geführt wird. Diesem &amp;quot;Menschensohn&amp;quot; wird Macht, Herrlichkeit und Königsherrschaft gegeben.&lt;br /&gt;
Die neue Welt werde von Jahwe (Gott) selbst regiert werden oder zumindest von einem durch Gott eingesetzte Person aus dem Hause David, der Gesalbte (meschiach = Messias), der in diesem Paradies gerecht herrschen werde. Meist aber ist dieser Messias ein normal sterblicher Mensch (etwa in den Psalmen Salomons, die im 1. Jh. v. entstanden sind), wiewohl auch andere Varianten vorkommen.&lt;br /&gt;
Manchmal wird schon im Alten Testament gemeint, der Messias werde auf einem Esel reitend in Jersualem einziehen. &lt;br /&gt;
Auch die Vorstellung, mit dem großen Gericht &amp;quot;am Ende der Welt&amp;quot;, würden die Toten auferstehen, wird hier - aus dem persischen Kulturkreis - eingebaut. Besonders die Pharisäer haben sie zur Zeit Jesus vehement verkündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die für das Christentum fundamentale &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Satanskonzeption&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wie wir sie kennen, gibt es in diesen Mythen noch nicht. Das Üble ist allein auf das fehlerhafte Verhalten der Menschen zurückzuführen. Doch schon in der apokalyptischen Literatur bahnt sich - ausgehend vom iranischen dualistischen Denken - eine Wende an. Die Kräfte des Bösen werden in der Gestalt eines Satans personifiziert, der zum Gegenspieler Gottes aufgebaut wird.&lt;br /&gt;
Parallel mit der Entstehung des Satans erfindet man in der Theologie zwei Reiche (zwei Welten): das diesseitige und das jenseitige Reich. Im diesseitigen Reich werde Satan triumphieren. So bezeichnete Paulus den Satan als &amp;quot;Gott dieser Welt&amp;quot; (2 Kor 4,4). Im eschatologischen Kampf (Weltuntergang) werde aber Gott den Teufel besiegen und damit das Übel ausrotten und damit sei Leben, Freude und Frieden für immer gesichert. Diese Vorstellungen meinen nicht ein gedankliches Himmelreich, sondern die physische, irdische Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gemeinsamkeiten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir finden in beiden Formen der biblischen Weltuntergangsszenarien die folgenden Motive:&lt;br /&gt;
* Befreiung Israels vom Joch&lt;br /&gt;
* der Weltuntergang als einzig noch verbleibende Hoffnung&lt;br /&gt;
* Schaffung paradiesischer Zustände mit Wohlstand und Friede, womit das Ende der Geschichte erreicht sei&lt;br /&gt;
* Errichtung der Gottesherrschaft oder eines messianischen Reiches&lt;br /&gt;
* Bekehrung aller Völker&lt;br /&gt;
* der Anbruch steht unmittelbar bevor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begleitet werden diese Weltuntergänge von uralten mythischen Voraussagen,  wie Himmel und Erde werden erschüttert, kosmische Katastrophen, die Sonne wird nachts scheinen, der Mond am Tage, die Sterne werden ihre Bahnen verlassen, von den Bäumen wird Blut tropfen, die Steine werden zu schreien beginnen usw. Schließlich aber werde Gott ein neue, paradiesische Welt schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Gutteil der hier dargelegten alttestamentlichen Gedanken sind nichtjüdischen Ursprungs, besonders iranische und indische Vorstellungen finden wir etwa in der Vorstellung des Endgerichts bei Daniel. Aber auch Elemente der steinzeitlichen Pflanzer sind zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Purusha&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell ist nach Eliade zu Weltuntergangsszenarien auch auch außerhalb des jüdisch/christlichen Kulturkreises zu sagen, dass sie die Abwehrkraft einer Gemeinschaft gegen die Schrecken des Alltags unterstützen, weil die Eingeweihten in den jeweiligen Katastrophen ein ermutigendes Vorzeichen erkennen. Es handelt sich nicht um einen Zweckoptimismus oder eine Flucht vor der Geschichte, sondern wird von Träumen und Visionen und ekstatischen Visionen gepeist.&lt;br /&gt;
Diese apokalyptischen Geschichtskonzeptionen des Alten Testaments bestimmten nicht nur wesentlich das neue Testament und damit das Christentum, sondern auch das Denken der Europäer bis in die frühe Neuzeit. Erst mit dem Aufkommen der Naturwissenschaften konnte eine offene Idee der Zukunft gedacht werden und der Fortschrittsgedanke in der Geistesgeschichte Europas Eingang finden.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.epoc.de/artikel/1053059&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;lt;ref&amp;gt;http://books.google.com/books?id=ZddPiE3Nuo8C&amp;amp;pg=PA15&amp;amp;lpg=PA15&amp;amp;dq=gayomart&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=nVX5DVsjwh&amp;amp;sig=ZmIZxtKjsSvinKEr7wLJJ8AWCMs&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=gW_6TNTAJdSy8QOW05jPCw&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=14&amp;amp;ved=0CGsQ6AEwDQ#v=onepage&amp;amp;q=gayomart&amp;amp;f=false&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[http://datei.sektenausstieg.net/literatur/WTGPro2.pdf Die Wachturm-Gesellschaft und ihre Prophezeiungen]&lt;br /&gt;
*http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Israels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[category:Esoterik]]&lt;br /&gt;
[[category:Religion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>General</name></author>
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