Wiktor Stepanowitsch Grebennikow

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Wiktor Stepanowitsch Grebennikow

Wiktor Stepanowitsch Grebennikow (auch Victor oder Viktor Stepanovich Grebennikov, russisch Виктор Степанович Гребенников, geb. 23. April 1927 in Simferopol, gest. 10. April 2001 in Krasnoobsk bei Nowosibirsk) war ein russischer selbsternannter Naturforscher, Entomologe, Naturschützer, Schriftsteller, Buchillustrator, Autor und Pseudowissenschaftler.
Grebennikows Erfindungen und Ansichten spielen lediglich in der Szene der Antigravitations, Ufo- und Orb-Anhänger eine Rolle. Ernst genommen wird Grebennikow auch von den Esoterikautoren Fosar und Bludorf. Sie glauben beispielsweise, dass das US-Militär über technische Anlagen und Antennen verfüge, die zur Kommunikation mit Außerirdischen oder zur Abwehr von Angriffen aus dem Weltraum geeignet seien. Wichtig sei in diesem Zusammenhang eine hexagonale Form derartiger Anlagen, die aus dem Weltall erkennbar sei, was Grebennikow erkannt habe. Allerdings sei er im Rahmen einer vagen Verschwörungstheorie auf eine ungenannte "schwarze Liste der Wissenschaft" gelangt, weil er - so die Autoren - "es gewagt hätte, die „Box“ zu verlassen". Zitat:

"Biologische Antigravitation Hexagonale Formen haben Eigenschaften, die weit über die Synchronisation von Antennen mit bewegten Objekten hinausgehen. Das Sechseck ist eine grundlegende Form der Natur, die untrennbar mit einer der fundamentalen Naturkräfte verbunden ist – mit der Schwerkraft, genauer gesagt: Mit der Antigravitation. Diese Erkenntnis verdanken wir dem russischen Wissenschaftler Viktor S. Grebennikow...Die erfolgreichen Flugversuche Grebennikows sind fotografisch dokumentiert und können daher als gesichert gelten...Die Veröffentlichung seines Buchmanuskripts jedoch wurde verboten. Übrigens – dies geschah 1992, also nach der demokratischen Wende und dem Ende des Sowjetkommunismus in Rußland! Die Publikation wurde erst gestattet,nachdem Grebennikow Hunderte von Seiten entfernt oder umgeschrieben hatte, in denen die Details der Konstruktion des Gerätes erwähnt waren, und nachdem er die Konstruktionszeichnungen durch massenweise Abbildungen heimischer Schmetterlinge ersetzt hatte."[1]

Grebennikow wurde auch wegen seiner Behauptungen bekannt eine so genannte Levitationsplattform erfunden zu haben, mit der er sich habe fortbewegen zu können.

Kurzbiographie

Grebennikow verbrachte seine Kindheit und Jugend auf der Krim, in Kasachstan und Usbekistan. Zuletzt lebte er in der Nähe von Novosibirsk. Obwohl Grebennikow von Bewunderern regelmäßig als Professor tituliert wird, ist keine akademische Ausbildung von ihm bekannt und er selbst gibt eine solche auch nicht an.

Grebennikow, der CSE-Effekt und seine Levitationsversuche

Grebennikow und seine Levitationsplattform Gravitolot
Handgriff der Levitationsplattform

Seit den 1980er Jahren interessierte sich Grebennikow verstärkt für parawissenschaftliche Fragen. Er wurde insbesondere zum von ihm gefundenen CSE-Effekt (Cavity Structure Effect, alternativ: Cavernous Structure Effect) bekannt. Demnach verursache eine aus geometrischen Hohlräumen bestehende Substanz halluzinatorische und andere Effekte auf den Menschen. Er selbst behauptete, körperliche Symptome und Wahrnehmungsstörungen festgestellt zu haben, sobald er sich auf einem Bienenstock mit den bekannten sechseckigen hexagonalen Honigwaben befand. Im gleichen Bereich sollen auch Gegenstände unsichtbar werden und Uhren ungenau gehen. Er erfand eine so genannte Levitations-Plattform, die mit Hilfe von an der Unterseite befindlichen Insekten-Körperteilen aus Chitin darüber befindliche Gegenstände leichter machen sollte und berichtete 1988 darüber. Insbesondere trete der Effekt bei einer sibirischen Bienenart mit Namen Halictus quadricinctus auf. Der auftriebgebende Effekt sei so stark gewesen, dass er selbst mit seiner motorlosen Levitationsplattform habe fliegen können. Grebennikow vermied es, exakte Angaben zur Insektenart zu machen, die es ihm den antrieblosen Flug ermöglicht haben soll. Als Begründung gab er an, die Insektenart vor einer Bejagung und Ausrottung schützen zu wollen. Er behauptete auch zu wissen, dass von Chitin (eine bei Insekten zu findende Substanz) eine „geometrische Energie“ ausgehe, die ein „zeitverschiebendes Kraftfeld“ erzeuge, welches seinen Fotoapparat funktionsunfähig gemacht haben soll, sodass er nie in der Lage gewesen sei, seine Flüge im Bild zu dokumentieren. Stattdessen fertigte er zahlreiche Bilder, die seine Flüge darstellen sollen, die er mit einer Geschwindigkeit von 25 km/h gemacht habe. Viktor Grebennikov behauptete, dass er diese Insektenchitine in einem Holzkasten angebracht habe, um eine "fliegende Plattform" (Grawitolot) zu bauen. Seine fliegende Plattform soll ihm ermöglicht haben, bei schnellen Geschwindigkeiten teilweise unsichtbar zu fliegen. Versuche eines Arnd Koslowski aus Limburg-Lindenholzhausen, die CSE-Effekte mit einer Waage nachzuweisen, scheiterten.[2] Interessant ist in diesem Zusammenhang ein Artikel von Koslowski (ein Anhänger von kolloidalem Silber) zum Meißner-Ochsenfeld-Effekt. Koslowski erweckt dabei den Anschein, als ob dieser Effekt sich nicht auf Magnetfelder, sondern auf die Gravitation beziehe. Er zitiert dabei den entsprechenden Artikel der Wikipedia, der darauf hinweist, dass dieser Effekt mit der klassischen Physik der Vor-Einsteinzeit nicht erklärbar ist. Koslowski macht daraus die falsche Aussage, dass der Effekt mit der klassischen Schulphysik (Zitat) nicht erklärbar sei.[3]

Werke

  • Million sagadok. Sapiski entomologa. Sapadno-Sibirskoje kn. isd., Nowosibirsk 1968. (Eine Million Rätsel. Aufzeichnungen eines Entomologen, russisch)
  • Million sagadok. Sapiski entomologa, 2. überarbeitete und erweiterte Aufl. Sapadno-Sibirskoje kn. isd., Nowosibirsk 1980. (Eine Million Rätsel. Aufzeichnungen eines Entomologen, russisch)
  • W strane nassekomych. Sapiski i sarissowki entomologa i chudoschnika. Koloss, Moskau 1979. (In der Welt der Insekten. Aufzeichnungen und Skizzen eines Entomologen und Künstlers, russisch)
  • Moi udiwitelny mir. Sapadno-Sibirskoje kn. isd., Nowosibirsk 1983. (Meine erstaunliche Welt, russisch)
  • O fisiko-biologitscheskich swoistwach gnesdowi ptschol-opylitelei. Sibirski westnik selskochosjaistwennoi nauki, 3/1984, S. 111-113. (Über die physikalisch-biologischen Eigenschaften der Nester von Bestäubungsbienen, russisch)
  • Sekret ptschelinowo gnesda. Technika-Molodjoshi, 6/1984, S. 39-41. (Das Geheimnis des Bienenstockes, russisch)
  • Sekret gnesdowi odinokych ptschol. Ptschelowodstwo, 12/1984, S. 28-29. (Das Geheimnis der Nester von Einzelbienen, russisch)
  • Tainy mira nassekomych. Nowosibirskoje kn. isd., Nowosibirsk 1990. (Geheimnisse der Insektenwelt, russisch)
  • Moi mir. Sowetskaja Sibir, Nowosibirsk 1997. (Meine Welt, russisch)

Patent

  • RU 2061509, Grebennikov, Viktor S., "Device For Applying Energy", 1996[4]

Siehe auch

Quellennachweise

  1. Grazyna Fosar und Franz Bludorf: Antigravitation im Einsatz - Geheimprojekte zur Weltraumverteidigung. MATRIX3000 Band 44/ März /April 2008
  2. http://www.minotech.de/forschung/antigravitation/bienenwabenversuch/
  3. Zitat: "Der Effekt kann mit der klassischen Schulphysik nicht erklärt werden". Quelle: http://www.minotech.de/forschung/antigravitation/feldabschirmung/