Hufeland-Klinik für ganzheitliche immunbiologische Therapie

Aus Psiram
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hefeland-Klinik (Bild: Hufeland-Klinik)
Anwendung Kurzwellenbestrahlung (Diathermie) der angeblich gegen Krebs heilsamen Autohormontherapie nach Schliephake an der Hufeland-Klinik in Bad Mergentheim

Die Hufeland-Klinik für ganzheitliche immunbiologische Therapie ist eine Privatklinik im deutschen Bad Mergentheim.[1]. Der Name der Klinik ist auf Christoph Wilhelm Hufeland bezogen und soll 50 Betten haben. An der Klinik sollen vier Ärzte und acht Krankenschwestern tätig sein. Als Ärzte werden Andreas Demuth (ärztlicher Leiter), Wolfgang May, Klaus Mielek und Nina Reis genannt. Diplommedizinerin Reis (geb. 1957 im russischen Kytmanowo), kam 1999 nach Deutschland und hatte zuvor in Altaisk (Russland) studiert.

Die Klinik wurde 1985 von dem 2006 verstorbenen Arzt Wolfgang Wöppel und seiner Ehefrau Gabriele gegründet. Wöppel arbeitete eng mit Josef Issels zusammen. Nach dem Tod von Wöppel im Juli 2006 wurde die Klinik von Gabriele Wöppel und ihrer Tochter Angelika fortgeführt.

Umstrittene Behandlungsangebote

Die Klinik wirbt insbesondere um Krebspatienten, denen mehrere unterschiedliche unkonventionelle Therapien gegen Krebs angeboten werden. Unter den Angeboten sind unter anderem eine Ganzkörperhyperthermie, so genannte Entgiftung, Insulinpotenzierte Therapie (IPT), Misteltherapie (als Infusion), Ozontherapie, Fiebertherapie, Farblichttherapie, Hochtontherapie nach May (mit HiToP 182), Pneumatische Pulsationstherapie nach Deny, Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie (nach Ardenne), hochdosiertes Vitamin C, Brainlight, Autohormontherapie nach Schliephake (AHT), subkutane CO2-Injektionen, Magnetfeldtherapie und Photodynamische Therapie (PDT). Zitat der Webseite der Hufeklinik zur IPT: "... werden zunächst 0,4 IE /kg KG Normalinsulin intravenös verabreicht... Bei einem Blutspiegel der Glucose von etwa 30 bis 40 mg/dl (unter entsprechender Beobachtung des/der Patienten/in) bzw. beim Auftreten einer Hypoglykämie-Symptomatik (Schwindel, Schweiß-ausbruch, Zittern) wird dann die Chemotherapie i. v. verabreicht." Zum Instrumentarium gehören auch diätetische Maßnahmen gegen KRebs. Die Klinik spricht hier allerdings selbst nur von "experimentellen Verfahren", was belegt, dass an der Klinik letztendlich Versuche mit unkonventionellen Mitteln an Patienten stattfinden.

Kritik

In die Kritik geriet die Klinik, als in einem englischen Blog bekannt wurde, dass die Eltern eines krebskranken Mädchens 60.000 englische Pfund für alternativmedizinische Behandlungen bezahlen mussten.[2]

Quellennnachweise

  1. Hufeland-Klinik für ganzheitliche immunbiologische Therapie GmbH & Co KG, Löffelstelzer Straße 1-3, D-97980 Bad Mergentheim
  2. http://www.quackometer.net/blog/2016/09/the-false-hope-of-the-hufeland-klinik.html