Bilderberger

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Hotel de Bilderberger
Bilderbergerliste zum Abhaken

Die Bilderberger (Bilderberg-Club, Bilderberggruppe - 1960 wurde der Name von „Bilderberg-Gruppe” zu „Bilderberg-Konferenz” geändert) sind ein loser clubähnlicher Zusammenschluss ehemaliger und aktiver politischer Entscheidungsträger, Hochschullehrer, Wirtschafts- und Medienvertreter, Hochadelsangehöriger und Gewerkschafter, der sich alljährlich zu einem privaten dreitägigen Gedankenaustausch (der Bilderberg-Konferenz) trifft und hartnäckig Gegenstand aller möglicher Verschwörungstheorien seitens Anti-NWO-Aktivisten und Verschwörungstheoretikern ist. Bei der Bilderberg-Gruppe handelt es sich um keine formelle Organisation. Es existieren weder Mitgliedschaft noch ein Gründungsvertrag. Die Clubtreffen finden in jährlich wechselnden Hotelanlagen statt, die zu diesem Zweck angemietet werden. Entgegen kursierender Vermutungen nehmen auch Teilnehmer aus Nicht-Nato-Staaten an den Konferenzen teil. Für gewöhnlich umfassen die Treffen 115 bis 130 Personen, von denen zwei Drittel aus Westeuropa und ein Drittel aus Nordamerika stammen. Der Name Bilderberger leitet sich von einem holländischen Hotel gleichen Namens (Hotel de Bilderberg in Oosterbeek/NL) ab, in dem sich die damalige Gruppe erstmalig im Jahr 1954 traf.

Die Konferenzen der Bilderberger sind inzwischen zum jährlichen Wallfahrtsort aller NWO-fighter und Verschwörungstheoretiker geworden, die mit Kameras ausgerüstet die eintreffenden Teilnehmer auf ihren Listen abhaken.

Bekannte Details

Erste Konferenz 1954

Die einzelnen Treffen finden unter Leitung eines Vorsitzenden statt. Der Vorsitzende wird in seiner Arbeit durch zwei ehrenamtliche Generalsekretäre unterstützt, je einen für Europa und Kanada sowie einen für die USA. Dementsprechend bestehen Sekretariate in Leiden (Niederlande) und New York. Weiter gibt es einen ehrenamtlichen Leiter für Finanzen. Die Liste der Teilnehmer und die vereinbarten Tagesordnungspunkte werden der Presse vorab zur Verfügung gestellt. Aus Teilnehmerkreisen ist bekannt, dass die Clubmitglieder Fragen zur Weltwirtschaft und zur internationalen Politik erörtern. Bei der Konferenz gelten die sogenannten Chatham-House-Regeln, die Teilnehmern die Verwendung von Informationen des Treffens nur erlauben, wenn sie die Identität des Sprechers nicht offenlegen. Nach jedem Treffen wird den einzelnen Teilnehmern sowie allen, die je an einer Bilderberg-Konferenz teilgenommen haben, ein Protokoll des Treffens zugesandt.

Verschwörungstheorien

Bekannter Bilderberger (rechts)

Die Tatsache, dass die Gruppe ihre Konferenzen in eigens gemieteten Hotels abhält und die Presse und Zuschauer keinen Zutritt zu den Konferenzen haben, war Ausgangspunkt diverser Verschwörungstheorien und eigens dazu veröffentlichter Bücher und Webseiten. In Deutschland sind in dieser Sache zum Beispiel die zwei Pseudowissenschaftler Fosar und Bludorf aktiv und verkaufen eigene Bücher über diesen Verschwörungsrummel. Auch widmet sich das Esoterikblatt NEXUS Magazin dem Thema.

Des Griffin griff das Thema der Bilderberger-Konferenzen in seinem Buch Die Herrscher – Luzifers fünfte Kolonne (1980) auf und behauptete, dass die Bilderberger-Mitglieder eine „Weltdiktatur” im Sinne einer Neuen Weltordnung anstrebten.

Auch Andreas von Rétyi ist mit Spekulationen dabei, etwa bezüglich der Frage, ob nicht hinter den Morden an Alfred Herrhausen und Olof Palme die Bilderberger steckten (beispielsweise vertreten durch den Bilderberger und ex-Sponti Joschka Fischer oder Anthroposophen Schily).

Weblinks