Ozontherapie: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 17. Dezember 2010, 22:01 Uhr

Ozontherapien bezeichnen therapeutische Anwendungen des dreiwertigen Sauerstoffs Ozon, sowie so genannte "ozonisierte" Lebensmittel und Produkte.

Ozon wird als starkes Oxidationsmittel in der Industrie, Wasseraufbereitung, Medizin, Zahnheilkunde und in anderen Bereichen zu Desinfektionszwecken verwandt.

Darüberhinaus ist es im pseudomedizinischen Bereich eine Art Wundermittel für alle möglichen Zwecke, und spielt eine Rolle bei den so genannten Sauerstofftherapien. Unter Anwendung von Ozontherapien kam es auch zu Todefällen, so durch Behandlungen des österreichischen Arztes ohne Zulassung Hellfried Erwin Sartori (Professor Abdul-Haqq Sartori).

Ozon

Ozon (O3, auch aktiver Sauerstoff genannt) ist ein aus drei Sauerstoffatomen bestehendes, sehr reaktionsfreudiges Molekül das bei normaler Umgebungstemperatur als Ozon-Gas vorliegt. in der Luft zerfällt es normalerweise innerhalb einiger Tage zu dimerem Sauerstoff (O2, ebenfalls normalerweise gasförmig).

Ozon ist ein starkes Oxidationsmittel, welches bei Menschen und Tieren zu Reizungen der Atemwege führen kann. Als EU-Richtwert für schädliche Ozonkonzentrationen gelten derzeit 110 µg/m3. Ozon kann sich in Bodennähe bei starker Sonneneinstrahlung bilden (neben stratosphärischem Ozon). Ab einem Ein-Stunden-Mittelwert von 180 µg/m3 muß eine Unterrichtung der Bevölkerung erfolgen, da bei dieser Konzentration die Leistungsfähigkeit empfindlicher Menschen bereits beeinträchtigt werden kann. Ab ungefähr 200 µg/m3 Ozon können Symptome wie Tränenreiz, Schleimhautreizungen in Rachen, Hals und Bronchien, Kopfschmerzen, verstärkter Hustenreiz, Verschlechterung der Lungenfunktion auftreten. Ab einem Ein-Stunden-Mittelwert von 360 µg/m3 werden Warnungen ausgesprochen, da ab dieser Konzentration Gefahr für die menschliche Gesundheit bestehen kann. Eine langanhaltende Erhöhung der Ozonkonzentration in der Atemluft führt zu einem erhöhten Risiko, an Atemwegserkrankungen zu sterben.

Ozon greift insbesondere Doppelbindungen von Molkülen aus der organischen Chemie an. Reaktionen unter Beteiligung von Ozon führen zur Bildung von reaktionsfreudigen Sauerstoffverbindungen, den so genannten "freien Radikalen".

Anerkannte Ozon-Anwendungen

Ozon wird industriell zur Wasserdesinfektion, Beseitigung von Geruchsbelästigungen, zur Desinfektion (z.B. Wäsche, Operationsräume) und zur Papierbleichung eingesetzt.

Andere Ozon-Therapien, Ozonanwendungen und ozonisierte Produkte

Ozonproduzierende Geräte werden mitunter zur Beseitigung von Geruchsbelästigungen und zur privaten Desinfektion im häuslichen Bereich angeboten. Allerdings hat sich dabei als Problem herausgestellt, dass zu einem effektiven Betrieb Ozonkonzentrationen notwendig sind, die als gesundheitsschädlich anzusehen sind.

Ozonisierte Produkte

Im Handel sind eine Reihe von ozonisierten Produkten wie:

Ozon-Infusionen

Eine weitere Anwendung von Ozon ist die intravenöse Ozontherapie und die Intraperitoneale Ozontherapie.