Elektrosmog: Unterschied zwischen den Versionen

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Um einer gerichtlichen Verurteilung zu entgehen, schoss Dr.&nbsp;Oberfeld einen Vergleich ab, in dem er zur Kenntnis nimmt, "dass sich im Bereich des Wählamtes "Schemmerlstraße" in Hausmannstätten, Steiermark, zu keinem Zeitpunkt eine "C-Netz"-Mobilfunkanlage befunden hat."<ref>http://www.heise.de/newsticker/Krebs-Studie-Mobilfunkkritiker-raeumt-Fehler-ein--/meldung/118335</ref> Die Arbeit wurde von Oberfeld am 3.&nbsp;November 2008 zurückgezogen.
 
Um einer gerichtlichen Verurteilung zu entgehen, schoss Dr.&nbsp;Oberfeld einen Vergleich ab, in dem er zur Kenntnis nimmt, "dass sich im Bereich des Wählamtes "Schemmerlstraße" in Hausmannstätten, Steiermark, zu keinem Zeitpunkt eine "C-Netz"-Mobilfunkanlage befunden hat."<ref>http://www.heise.de/newsticker/Krebs-Studie-Mobilfunkkritiker-raeumt-Fehler-ein--/meldung/118335</ref> Die Arbeit wurde von Oberfeld am 3.&nbsp;November 2008 zurückgezogen.
 
===Datenfälschung und "berechnete" Messdaten in umstrittener Studie===
 
[[image:Kr1.jpg|"Eigenschaften" Exceltabelle|left|thumb]]
 
[[image:Kr2.jpg|"Berechnete Messwerte"|thumb]]
 
[[image:Kr3.jpg|Mittelwerte auf Basis von 12 statt von 3 Messwerten|thumb]]
 
In der umstrittenen Publikation "Radiofrequency electromagnetic fields (UMTS, 1,950 MHz) induce genotoxic effects in vitro in human fibroblasts but not in lymphocytes" (Autoren: Schwarz C, Kratochvil E, Pilger A, Kuster N, Adlkofer F, Rüdiger HW, Int Arch Occup Environ Health. 81: 755-67 (2008)) sind ganz offensichtlich Daten auf nicht konventionelle Weise zu Stande gekommen. Der Artikel wurde vor Veröffentlichung auf einem Kongress in Bordeaux im Auszug als Kongressposter vorgestellt: "DNA-damaging effects of exposure to radiofrequency electromagneticfields (UMTS, 1950 MHz) in human fibroblasts in vitro" (Elisabeth Kratochvil, Claudia Schwarz, Alexander Pilger, Franz Adlkofer and Hugo Rüdiger). Das Poster war online verfügbar und wurde von einem interessierten Studenten gespeichert. Es handelte sich um eine Word-Datei, in der ein Excel-Datenblatt verkapselt intergriert war. In diesem Exceldatenblatt waren die Messwerte zu finden, auf deren Basis die Graphiken und statistischen Auswertungen beruhten. In "Eigenschaften" des Exceldatenblatts steht: ''erstellt am 13.7.2006'' und ''zuletzt gespeichert von: Kratochvil''. Betrachtet man die Messdaten, so fallen künstlich durch Berechnung erstellte Messwerte auf, die sich zwischen anderen Messwerten in der gleichen Spalte befinden. Entgegen der Angaben aus dem Artikel wurden auch Mittelwertbildungen auf der Basis von zwölf Messwerten gemacht und nicht auf der Basis von drei (siehe Abbildungen).
 
  
 
===Datenfälschungen an der Charité Berlin 1999 - 2011===
 
===Datenfälschungen an der Charité Berlin 1999 - 2011===

Version vom 11. November 2015, 13:56 Uhr

Typische Elektrosmog-Propaganda von Mobilfunkgegnern (Bild: US-Truther und Antisemit David Dees)
Vorschlag für Schutzkleidung vor Wellen von Funktelegraphen aus dem Jahr 1911[1]

Als Elektrosmog bezeichnen manche Personenkreise die Anwesenheit von künstlich erzeugten elektromagnetischen Feldern, denen sie auch bei geringer Feldstärke pauschal eine schädliche Wirkung auf Menschen bzw. Lebewesen allgemein unterstellen. Dabei wird stillschweigend der Frequenzbereich von Längstwellen (wenige Hertz) bis hin zu den Mikrowellen gemeint, die man vereinfacht als Radiowellen bezeichnen kann; der Bereich bezieht sich ausschließlich auf nichtionisierende Strahlung. Die wissenschaftliche Bezeichnung für mögliche Interaktionen zwischen elektromagnetischen Feldern (EMF) und biologischen Strukturen ist elektromagnetische Umweltverträglichkeit (EMVU). Diese ist Gegenstand aktueller Forschung. Bislang sind athermische (d.h. nicht durch Hitzewirkung erzielte) pathogene Wirkungen von EMF trotz intensiver Suche nicht sicher belegt. Der Begriff "Smog" ist ein physikalisch ungenaues Kunstwort, zusammengesetzt aus dem englischen "smoke" für Rauch und "fog" für Nebel, das den umweltbelastenden Faktor der künstlich erzeugten Felder herausstellen soll.

Bei einem Teil der unterstellten Elektrosmogwirkungen im athermischen Bereich muss von einem Noceboeffekt ausgegangen werden.[2]

Ängste vor möglichen schädlichen Wirkungen elektromagnetischer Felder sind nicht neu. Schon im Jahr 1911 wurde gemutmaßt, Funkwellen könnten für allerlei Gebrechen bis hin zu Blindheit, Zahnlosigkeit und Irrsinn verantwortlich gemacht werden.[3]

Vom Diskurs ausgeschlossene elektromagnetische Felder

Überraschenderweise werden in Diskussionen zum Thema bestimmte Frequenzbereiche bzw. Erscheinungsformen elektromagnetischer Strahlung per Definition ausgeklammert, obwohl sie aufgrund des gleichen physikalischen Phänomens (Photonen) und einer hohen Intensität leicht messbar sind und erwiesenermaßen erhebliche Wirkungen auf den Menschen haben können. Als Beispiel sei hier nur auf den Sonnenbrand und die licht- und UV-induzierten Tumoren der Haut hingewiesen, die auf die Einwirkung des Sonnenlichts zurückgehen. Allgemein werden im Umfeld der Elektrosmog- und Elektrosensibilitätsszene mögliche Auswirkungen elektromagnetischer Strahlung von natürlichen Quellen (Sonne, Sferics) sowie die Emissionen alternativmedizinischer oder medizinischer Therapieverfahren anders beurteilt, als weitere von Menschen geschaffene Quellen (Rundfunk, Mobilfunk).

Quellen elektromagnetischer Strahlung natürlichen Ursprungs oder von Therapieverfahren sind beispielsweise:

  • Licht allgemein
  • Wärmestrahlung. Der erwachsene Mensch erzeugt kontinuierlich durch Wärmestrahlung 30 W/m2 Strahlungsdichte im Infrarotbereich (Terahertzbereich).
  • Sferics (elektromagnetische Felder als Begleiterscheinung von Gewittern). Siehe auch Schumann-Strahlung.
  • EMF von elektrisch betriebenen Magnetfeldtherapiegeräten.

Paradoxerweise wird im Elektrosmogumfeld dem Licht, aber auch der Wärmestrahlung sowie den Magnetfeldtherapien oftmals pauschal eine positive Wirkung zugeschrieben.

Wirkungen von elektromagnetischen Feldern

Eine wesentliche Unterscheidung elektromagnetischer Strahlung ist die Unterteilung in nicht-ionisierende Strahlung, wie die von Funk- oder Lichtwellen, und ionisierende Strahlung, wie etwa Röntgenstrahlung und Gammastrahlung. Die nicht-ionisierende Strahlung hat - im Gegensatz zur ionisierenden Strahlung - nicht genügend Energie, um Elementarbausteine wie Moleküle oder Atome zu verändern, insbesondere zu ionisieren. Die möglichen Auswirkungen schwacher bis intensiver EMF auf Mensch und Umwelt sind seit langem Forschungsgegenstand und es gibt zur Zeit (2008) mindestens 20.000 Fachartikel zum Thema[4] sowie unzählige populärwissenschaftliche und journalistische Veröffentlichungen. Darüber hinaus gibt es eine große Zahl pseudowissenschaftlicher oder unwissenschaftlicher Bücher und Artikel von Laien auf diesem Gebiet.

Wissenschaftlich werden zwei Arten von Interaktionen zwischen EMF und Mensch unterschieden:

  • Thermische Wirkungen
  • Athermische Wirkungen

Der Begriff thermischen Wirkungen beschreibt nicht stochastische (nichtzufällige, determinierte) Effekte aufgrund der Wärmeentwicklung bestrahlter Körperteile (dielektrische Erwärmung). Hier kann es bei Menschen bei Überschreitung einer kritischen Temperatur von etwas über 40° Celsius zu bleibenden Schäden bis hin zum Tod kommen. Als Beispiel können hier Radartechniker genannt werden, die sich aufgrund eines Irrtums an eingeschalteten Radaranlagen großer Leistung (Impulse im Megawattbereich) verbrannten oder starben. Mit Abschaltung der Felder endet der schädliche Effekt schlagartig. Zum Schutz von Mensch und Umwelt wurden daher Grenzwerte und Schutzzonen eingeführt.

Der Begriff athermischen Wirkungen bezieht sich auf schwache elektromagnetische Felder, die keine thermischen Effekte hervorrufen und in nicht genau vorhersagbarer Weise Schäden oder Veränderungen bewirken sollen, wobei hier oftmals eine später einsetzende, verzögerte Wirkung unterstellt wird, was ein weiteres Unterscheidungsmerkmal gegenüber den thermischen Wirkungen ist. Es gibt derzeit kein allgemein akzeptiertes Wirkmodell, aus dem sich ein wissenschaftlicher Nachweis für gesundheitliche Schädigung durch schwache elektromagnetische nicht-ionisierende Strahlung führen ließe. So haben sich auch einzelne Berichte über eine erbgutschädigende Wirkung des Mobilfunks als Fälschung entpuppt (siehe Abschnitt Datenfälschungen an der MedUni Wien). Diskutiert wird eine athermische Wirkung auf die Melatoninsynthese und -Freisetzung (Melatonin ist ein Hormon). Berichte über Auswirkungen von intensiven elektromagnetischen Feldern auf das menschliche EEG sind widersprüchlich. Darüber hinaus wird eine mögliche Wirkung von natürlichen Sferics auf Wetterfühlige diskutiert.

Ein Sonderfall ist der Frey-Effekt (Microwave Auditory Effect, Microwave Hearing Effect). Er bezeichnet die direkte akustische Wahrnehmung von gepulster Hochfrequenzstrahlung wie z.B. Radarwellen, die bei sehr hohen Feldstärken auftreten kann. Der Effekt konnte inzwischen als Schalldruckwelle im Gewebe des Kopfes erklärt werden, die thermisch durch die pulsierende Bestrahlung ausgelöst wird und über die sogenannte Knochenleitung ins Innenohr gelangt. Der Mechanismus der Wahrnehmung ist also der gleiche wie beim "normalen" Hören; eine direkte Beeinflussung des Hörnervs oder von Sinneszellen durch die Hochfrequenzstrahlung ist nicht gegeben.[5]

Mögliche genotoxische Effekte nicht-ionisierender Strahlung?

Diskutiert wird eine mögliche direkte Schädigung der im Zellkern befindlichen DNA, insbesondere als Einzel- oder Doppelstrangbruch. Die biologische Bedeutung der DNA-Strangbrüche an sich ist jedoch unklar, da diese zum Beispiel auch bei sportlichen Aktivitäten wie Laufen auftreten und vom Körper meist durch Enzyme effektiv repariert werden können. Untersuchungen mit ionisierenden Strahlen zeigen eine rasche und vollständige Reparatur der Schäden durch die entsprechenden Reparaturenzyme an.

Mögliche krebsinduzierende Wirkungen von elektromagnetischen Feldern, wie sie für Mobil- oder Rundfunk genutzt werden, können nicht auf direkte mutagene oder direkte genotoxische Wirkungen zurückgeführt werden. Die technisch verwendeten Frequenzen (und somit Energien) reichen bei der im Mobilfunk verwendeten Technik nicht aus, um Biomoleküle wie die DNA durch eine Spaltung kovalenter Atombindungen oder durch "Brüche" direkt zu schädigen.[6][7][8][9][10][11]

Dennoch liegen Ergebnisse aus regulär publizierten Untersuchungen vor, die mit Hilfe eines Testverfahrens namens "neutraler oder alkalischer Comet-Assay" DNA-Strangbrüche nachwiesen. Diese Laborergebnisse ließen oder lassen jedoch keinen Schluss auf die Entstehung von Krankheiten zu, die durch derartige Strahlung hervorgerufen werden.[12] Teilweise wurde bei den Studien unterstellt oder vermutet, dass dabei "freien Radikalen" (reaktive Sauerstoffradikale/ROS) oder der Modulationsart der Strahlung eine Bedeutung zukomme. Zu zitieren sind Versuche an Ratten oder Zellkulturen von Lai und Singh.[13][14] und von Verschaeve et al.[15] Thermische Einflüsse sowie Artefakte (Einflüsse durch unterschiedliche Tötungsarten bei den Tierversuchen) konnten dabei nicht immer ausgeschlossen werden.

Den positiven Versuchsergebnissen steht jedoch eine große Zahl an publizierten Versuchsergebnissen gegenüber (darunter auch direkte Replikationsversuche oben genannter Arbeiten), die zeigen, dass bei hochfrequenter Befeldung (sogar bis 100 Watt/kg) es nicht zu DNA-Strangbrüchen kommt. Allerdings konnten als Nebenergebnis Einflüsse durch verschiedene Tötungsarten von Versuchstieren gezeigt werden.[16][17][18][19][20][21][22][23][24][25][26][27][28][29][30][31]

Angst und Angstmache vor Elektrosmog

Elektrosensibilität: Angst essen Seele auf

Elektrosensible Frau mit Schutzanzug
Hoax bei Heise.de um einen Thumpmobile-Zapper mit einem ausgebauten Mikrowellen-Magnetron [2]
Höhle bei Marseille, in der zwei Frauen in Angst vor Elektrosmog leben[32]
Von einer deutschen Neurologin und Mobilfunkgegnerin namens Christine Aschermann behauptete "sonnenbrandartige Hautrötung" im Halsbereich durch DECT-Telefon bei einem 55jährigen Patienten (Z.). Quelle: [3]
Japanische Elektrosmog-Sekte "Pana Wave Laboratory"[33]

Ein Teil der Bevölkerung hält sich für elektrosensibel (englische Bezeichnung: EHS (englisch: Electromagnetic Hypersensitivity) und glaubt, durch schwache elektromagnetische Felder gesundheitlich gefährdet zu sein. Wissenschaftliche Studien zu möglichen athermischen Wirkungen zeigten bei angeblich elektrosensiblen Personen keinen Zusammenhang zwischen Strahlungsexposition und Auftreten von Beschwerden. Zudem traten mehrfach Beschwerden auch bei neuen, aber noch nicht sendenden Sendemasten auf, und Elektrosensible konnten tatsächlich vorhandene elektromagnetische Felder nicht vom Gegenteil unterscheiden.[34][35][36][37][38][39][40][41][42][43][44]

An der englischen Universität Essex wurde in einer über drei Jahre dauernden Studie das Verhalten von 44 Versuchspersonen untersucht, die glaubten, elektrosmogsensibel zu sein, sowie gleichzeitig 114 Personen, die noch nie negative Auswirkungen durch Mobilfunk an sich bemerkt hatten. In einem Labor wurden diese Personen in verschiedenen Experimenten elektromagnetischen Strahlen mit Frequenzen im GSM- und UMTS-Bereich ausgesetzt. In der Doppelblindstudie wurde den Versuchsteilnehmern gesagt, dass eine Antenne mit der entsprechenden Strahlung für 50 Minuten in Betrieb sei. Die Probanden, die sich für strahlungssensibel hielten, klagten anschließend über Übelkeit, Kopfschmerzen oder grippeähnliche Symptome. Ebenso konnten die Ärzte bei den Betroffenen Änderungen der Herzfrequenz und der Hautfeuchtigkeit messen. Diese subjektiv empfundenen Beschwerden und messbaren Symptome waren allerdings ganz unabhängig davon, ob die Antenne tatsächlich in Betrieb war oder nicht. Zwölf Personen mussten wegen massiver gesundheitlicher Beschwerden den Test beenden.[45][46][47][48]

Die Schweizer Qualifex-Kohortenstudie (ab 2008, finanziert von der Swiss National Science Foundation) untersuchte Bewohner der Region Basel, die sich für elektrosensibel hielten, und eine Vergleichsbevölkerung. Insgesamt nahmen über 1300 Personen an der zweijährigen Studie teil. Die Autoren fassen zusammen:

"... dass die Expositionssituation bei Personen mit EHS ähnlich war wie in der Allgemeinbevölkerung, nur die Benutzung von Schnurlostelefonen war seltener. Unspezifische Beschwerden waren in der EHS-Gruppe häufiger, aber es ergaben sich wenig Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen der Hochfrequenzexposition und dem Auftreten von Symptomen. Die Autoren empfehlen eine Überprüfung der vereinzelt beobachteten Tendenzen in weiteren Studien."[49]

Bei der Schlafstudie "Epros" trauten einige Teilnehmer ihrer selbst bekundeten "Strahlenfühligkeit" offenbar nicht. Sie versuchten mittels heimlich mitgebrachter und versteckter Technik Gewissheit über die momentan wirksame Immission zu bekommen. Diese Teilnehmer mussten wegen Täuschungsversuch von der Studienauswertung ausgeschlossen werden, da die Studie verblindet war und daher weder Untersucher noch Untersuchte über die Anwesenheit oder Abwesenheit elektromagnetischer Felder hätten informiert sein sollen.

Subjektive Eindrücke sagen daher nichts über die Existenz einer Schädigung aus, da sie suggestiven Einflüssen unterliegen und deshalb nicht verwertbar sind. Da ein- und ausgeschalteten Mobilfunkanlagen zumeist eine Mastkonstruktion gemeinsam ist, wurde auch inzwischen von reinen "Mast-induzierten" Störungen der Befindlichkeit oder Gesundheit gesprochen. In Einzelfällen kam es zu erbitterten Auseinandersetzungen zwischen Nachbarn um angeblich strahlende Antennen auf dem Dach, mit denen sich teils auch Gerichte befassen mussten.

Interessant ist ein geographischer Einfluss auf berichtete Elektrosensibilität: Eine Stichprobenbefragung aus dem Jahre 2004 bei 30.047 Personen in Deutschland im Alter von 14 bis 69 Jahren (51.444 waren angeschrieben worden) zeigte, dass 9,5% der Antwortenden sich wegen Mobilfunk gesundheitlich beeinträchtigt fühlte. Dabei zeigte sich ein Nord-Süd-Gefälle: Der Anteil derer, die gesundheitliche Beeinträchtigungen auf Mobilfunksendeanlagen zurückführen, ist in Mecklenburg-Vorpommern mit 6,2% am geringsten und in Bayern mit 13,0% am höchsten.[50]

Die Deutsche Strahlenschutzkommission (SSK) kommt in ihrer Stellungnahme vom 13. Mai 2008 zum Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramm zu folgendem Schluss:[51]

"[...] kann in der Zusammenschau mit der internationalen Literatur der Schluss gezogen werden, dass „Elektrosensibilität“ mit großer Wahrscheinlichkeit nicht existiert. Weitere Forschung sollte daher in einem Themenkreis außerhalb der EMF-Forschung erfolgen."

Äußerst erstaunlich ist auch eine 2011 gestellte Diagnose einer deutschen Neurologin und Mobilfunkgegnerin namens Christine Aschermann aus 88299 Leutkirch, die behauptet, dass einer ihrer Patienten nicht nur in der Lage sei, hochfrequente Felder zu erkennen, sondern sogar die Quelle erkennen könne:

"Elektrosensibilität: Ein Patient mit verbrennungsartigen Hautveränderungen - Es wird über einen Patienten berichtet, bei dem sich bei vorbestehender Chemikaliensensibilität eine ausgeprägte Elektrosensibilität entwickelt hat. Der Patient kann nach eigenen Angaben sogar die verschiedenen Quellen elektromagnetischer Strahlung (z.B. W-LAN, DECT- oder Mobiltelefon, DVBT-Fernsehen) unterscheiden. Die Symptome reichen von kontrollbedürftigen Hautveränderungen über Hypertonie und hirnorganisch bedingten Störungen bis hin zu Darmblutungen. Besonders beunruhigend erscheinen die mehrmals aufgetretenen ungewöhnlichen Hautreaktionen, die wie eine Verbrennung imponieren. Eine Erklärung, wodurch sie ausgelöst wurden, fehlt bisher."[52]

In ihrem Bericht, der anstandslos im Blatt "umwelt medizin gesellschaft" (2011) veröffentlicht wurde, bezieht sich Aschermann unter anderem ausgerechnet auf ein Buch der Berliner Buchautoren und Ufologen Fosar und Bludorf[53], Autoren pseudowissenschaftlicher Bücher.

Fälle Ulrich Weiner, Wimplinger, Altenweger und in der Landwirtschaft

Ulrich Weiner in Schutzanzug
Altweger-Hof in Schnaitsee
Kuh im Altweger-Stall in Schnaitsee
Fall Wimplinger: Totgeburten durch Schnurlostelefon

Hysterische Züge nahm der Fall des elektrosensiblen Augsburgers Ulrich Weiner an, der sich nur noch in Strahlenschutzanzügen bewegen will und in Sachsen in einem so genannten Mobilfunk-Funkloch eine Pension für Elektrosensible plant.[54][55]

Angeblich elektrosmoggeschädigte Landwirte und einige Medien berichteten seit Mitte der 1990er Jahre von vermehrten Tumorerkrankungen, Fehlgeburten, Fehlbildungen, Unfruchtbarkeit, Aufzuchtverlusten, Verhaltensänderungen und Leistungsminderungen bei in der Nähe von Mobilfunkanlagen lebenden Nutztieren, insbesondere Rindern und anderen Tieren (beispielsweise Hauskatzen).

Besondere Aufmerksamkeit erlangte hierbei der Landwirt Josef Altenweger aus Schnaitsee in Bayern. Anfang der 1980er Jahre wurde in unmittelbarer Nähe des Bauernhofs der Familie Altenweger ein Fernsehturm errichtet. Es kamen in der Nähe neben den 40 Kilowatt Sendeleistung für das Fernsehen eine 25 Watt-Mobilfunkanlage und über 2.000 Watt Sendeleistung für andere Funkdienste hinzu. Ab 1993 machte die Landwirtfamilie die Funkanlagen für Kopf- und Herzschmerzen verantwortlich und zog aus dem Hof aus, betrieb jedoch die Landwirtschaft weiter. Aber nun traten Probleme bei den Kühen auf: Sie magerten angeblich ab, ein Tier verendete. Tiere sollen nicht mehr trächtig geworden sein und neugeborene Kälber oft verkrüppelte Hinterläufe gehabt haben. Eine Fichte auf dem Altenweger Hof soll an der Spitze abgestorben sein, bekam immer wieder neue Triebe, die nur bis zu einer bestimmten Höhe wuchsen und dann durch das elektromagnetische Feld quasi "verbrannten". Obstbäume sollen zudem bereits im Sommer ihre Blätter abgeworfen haben.

Als die Meldung über die seltsamen Vorgänge aus dem entlegenen Schnaitsee in den Medien bekannt wurden, meldeten sich mehrere andere Landwirte mit vergleichbaren Problemen zu Wort. Untersuchungen der Fachhochschule Deggendorf ergaben aber, dass dabei eine Schädigung durch Mobilfunk auszuschließen sei, da die betroffenen Höfe nicht in anderer Weise elektromagnetischen Feldern ausgesetzt waren wie Vergleichsbetriebe. Außerdem konnten Haltungsmängel bei der Tierhaltung, falsche Ernährung und falsche medizinische Behandlung nachgewiesen werden.[56][57]

Das Bayerische Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen gab daraufhin zwei Studien in Auftrag. Eine erste Studie aus dem Jahr 1998 konnte keinen Zusammenhang zwischen EM-Feldern und Verhaltensänderungen bei Rindern im Schnaitseer Betrieb erkennen.[58] Eine zweite Studie hatte den Titel Untersuchungen zum Einfluss elektromagnetischer Felder von Mobilfunkanlagen auf Gesundheit, Leistung und Verhalten von Rindern und wurde auch als "Rinderstudie" bekannt. Beteiligt waren die Justus-Liebig-Universität Gießen und die Ludwig-Maximilians-Universität München für die Tieruntersuchungen sowie die Ingenieurgemeinschaft für Geowissenschaften und Umwelttechnik (IGU) aus München für die Expositionsmessungen. Als Ergebnis zeigte sich: "Bei Milchleistung, Fruchtbarkeit und Schlafhormonausschüttung waren bei allen untersuchten Rinderherden keine Auffälligkeiten durch den Einfluss von Mobilfunk erkennbar. Für Stresssymptome aufgrund von Mobilfunkeinwirkungen gab es keine statistisch abgesicherten Hinweise."[59][60]

In der Studie wurden 38 Tierhaltungen untersucht, welche auf die Bundesländer Bayern und Hessen verteilt waren, im Verlauf der Perioden Sommer/Herbst 1998 und Sommer 1999 sowie in einer Nachprüfung im Sommer 2000. Die untersuchten Betriebe befanden sich etwa zu gleichen Teilen in unmittelbarer Nähe bzw. zum Vergleich in sehr weiter Entfernung zu Mobilfunksendeanlagen des D- und E-Netzes. Es wurden dabei auch Feldstärkemessungen durchgeführt. Die Studienautoren kamen zu dem Ergebnis, dass es keinen Zusammenhang zwischen den elektromagnetischen Feldern und den beobachteten Vorfällen und Störungen gebe. Die Zusammenfassung der Ergebnisse des Bayerischen Umweltministeriums lautet folgendermaßen:

"Bei Milchleistung, Fruchtbarkeit und Schlafhormonausschüttung waren bei allen untersuchten Rinderherden keine Auffälligkeiten durch den Einfluss von Mobilfunk erkennbar. Für Stresssymptome aufgrund von Mobilfunkeinwirkungen gab es keine statistisch abgesicherten Hinweise. Lediglich beim Wiederkauverhalten zeigten vier der acht untersuchten Herden nach Auskunft der Wissenschaftler Auffälligkeiten. Ein Gefährdungs-Szenario durch Mobilfunk ist nach Auswertung der Studie nicht erkennbar, nach Ansicht der Wissenschaftler aber auch nicht auszuschließen."

Die Untersuchung ergab jedoch Haltungsmängel bei der Tierhaltung und falsche medizinische Behandlung der Tiere. Es zeigte sich, dass in den meisten der 38 untersuchten Ställen die Haltungsbedingungen so schlecht waren, dass die unter Dauerstress leidenden Tiere von vornherein Gesundheitsstörungen und auch Verletzungen aufwiesen. Zudem waren die Tiere einiger Höfe mit der Rinderkrankheit Bovine Virusdiarrhoe (BVD) infiziert. Andere Betriebe wiesen erhebliche Managementmängel im Bereich des Reproduktionsgeschehens auf.[61]

Die österreichische Initiative Information - Natur - Gesellschaft aus Oberwang veröffentlicht auf ihren Webseite die Geschichte der Bäuerin Anna Wimplinger, die davon übezeugt ist, dass der Gebrauch eines handelsüblichen schnurlosen Telefons zu drei Totgeburten und zu Unfruchtbarkeit bei den Rindern in ihrem Kuhstall geführt habe (Zitat: "Im Stall hat's richtig gespukt"). Nach Abschalten des Telefons habe der Spuk ein Ende gehabt.[62][63] Die Totgeburten waren auch einen Artikel in Zeitenschrift wert.[64]

Geschäfte mit der Angst vor Elektrosmog I

Schutzbekleidung vor EMF
Lauretana-Werbung
Historisches Scharlataneriegerät "Nord/Süd Gleichrichter"
Auf den Bauch einer werdenden Mutter aufgeklebter Sanafon-Chip zum vermeintlichen Schutz vor dem angeblich krank machenden elektromagnetischen Feld von Mobiltelefonen (Bild: sana mind ltd, Neu-Ulm)
Elektrosmogschutz-Mode
Elektrosmogschutz-Mode

Auf dem Esoterikmarkt und im Umfeld der Mobilfunkkritiker tummeln sich viele Anbieter von so genannten Elektrosmog-Schutzprodukten, die angeblich allein durch ihr Vorhandensein den Elektrosmog oder die angenommenen Schädigungen vermindern sollen. Dazu gehören Aufkleber, die an oder in Handys geklebt werden sollen, oder spezielle Armbanduhren mit Wunderwirkung. Beispiele für solche Produkte sind: Atox Bio Computer, AlphaPrevent-System, Biophone und Bioguard, BIOPOL (hilft auch gegen Erdstrahlen und belebt Wasser), Bioshield, Coufal, E-MuneChip, Feldprozessor, Gabriel-Chip, Geo-Syn, Harmony Chip, ISEE ENERGYWATCH, Körbler IT-Stecker, memonizer, Neutralizer (auch unter dem Namen Raysaver auf dem Markt), Nord-Süd-Gleichrichter (ein historisches Konzept aus der Anfangszeit derartiger Produkte), Phi-Lambda-Technology,Raymaster, Tesla Uhr.

Auch Produkte aus dem Umfeld der Wilhelm Reich-Anhänger sind dazuzuzählen, wie die so genannten Cloudbuster.

Auch gibt es eine Fülle von HF-dichten Tapeten oder Vorhängen, ferner Vorrichtungen, die Elektrosmog aus Steckdosen fernhalten sollen. Im Bereich der Alternativmedizin werden verschiedene, nicht validierte und stets von den Krankenkassen nicht erstattungsfähige Verfahren angeboten, die angebliche "Elektrosmogschäden" mit einem Bluttest nachweisen sollen. So wird beispielsweise behauptet, dass die Anwesenheit elektromagnetischer Felder zu einem stapelförmigen Aneinanderhaften (Rollenbildung) von roten Blutkörperchen führe. Es wird versucht, dies mit dunkelfeldmikroskopischen Untersuchungen zu belegen.

Mit esoterischen Begründungen wird auch ein angeblich "elektrosmog-resistentes" und "feinclusteriges" Mineralwasser auf Naturkostmessen präsentiert, das mineralarme Lauretana-Wasser mit Herkunft aus einer Quelle im entfernten Piemonte (Norditalien). Aufgrund seiner Mineralienarmut solle es eine entschlackende Wirkung haben, "Gifte und Schlackenstoffe" wie ein Schwamm aufsaugen und Zellen ausspülen können. Das Beste am Lauretana-Wasser sei aber, dass es "rechtsdrehende Energien" beinhalte, um "Blockaden im Meridiansystem zu lösen und damit Krankheiten vorzubeugen". Während alle anderen Flaschenwässer durch die Einwirkung eines Mobiltelefons in ihrer Struktur "destabilisiert" würden, "verstärke" sich die ideale Ausgangsstruktur von Lauretana "sogar noch". Dies habe der Raumfahrtwissenschaftler Prof. Dr. Bernd Kröplin im Rahmen eines "Projektes Apollo"an der Uni Stuttgart herausgefunden.

Geschäfte mit der Angst vor Elektrosmog II

Kooperation ROM Elektronik - Gabriel-Gruppe
Robert Mayr und Global Scaling (Screenshot einer Veröffentlichung des "Bundesverband Elektrosmog e.V." vom 4.12.2010[65])

Es existieren auch personelle Überschneidungen zwischen der Mobilfunkkritikerszene und Herstellern von Niedrigpreisgeräten zur Anzeige elektromagnetischer Felder. Viele Elektrosmog-Sensible besitzen tragbare Geräte zum Nachweis hochfrequenter elektromagnetischer Felder und manche von ihnen tragen außer Haus derartige Geräte bei sich.

So gibt Birgit Stöcker, 1. Vorsitzende des mobilfunkkritischen "Bundesverband Elektrosmog e. V." als eigene Kontaktanschrift eine Adresse in der Ortschaft Deisenhausen an: Dr. Birgit Stöcker, 1. Vorsitzende des Bundesverband Elektrosmog e. V., Am Grund 13, 86489 Deisenhausen. Dies ist die Anschrift der Herstellerfirma ROM-Elektronik GmbH (ROM-Elektronik GmbH, Am Grund 13, D-86489 Deisenhausen), in Eigensicht "Der Pionier für baubiologische Messtechnik". Geschäftsführer der ROM Elektronik ist "Prof. D. sc. Ing." Robert Mayr, der eigenen Angaben zufolge auch "Professor für Elektrosmog und Geobiologie" an einem "Instituto Tecnico Central" in Bogotá" (Kolumbien) ist (Zitat: "Wie Sie auch in vergangenen Ausgaben unseres ROM-SPECIALs lesen konnten, bin ich mittlerweile Inhaber und Träger einiger akademischer Titel. Seit letztem Jahr bin ich auch noch Professor für Elektrosmog und Geobiologie am Technischen Institut in Bogotá."). Mayr ist zugleich zweiter Vorsitzender des "Bundesverband Elektrosmog e.V.". Im "wissenschaftlichen Beirat" des Vereins ist auch Rainer Frentzel-Beyme zu finden. Mayr ist offizieller "Kooperationspartner" der "Gabriel-Gruppe", Hersteller von Scharlatanerieprodukten der Art Gabriel-Chip, und engagiert sich für das pseudowissenschaftliche Global Scaling-Konzept.[66]

Die Vereinsvorsitzende Stöcker äußerste in einem Forenbeitrag im März 2010 befremdliche Ansichten zu einem Software-Update auf Bankkarten als vermeintliche Ursache für "Schwindel, Übelkeit und dem Gefühl, in einer Nebelglocke zu stehen".[67]

Elektromagnetische Felder und das Bienensterben (CCD)

Seit etwa 2006 gibt es vage Hypothesen, dass elektromagnetische Felder auch als Auslöser des weltweit in bestimmten isolierten Gegenden beobachteten Bienensterbens in Frage kommen. Beiträge zu dieser Hypothese lieferte der deutsche Biophysiker Ulrich Warnke aus Saarbrücken, der das Bienensterben mit dem Betrieb der Ionosphärenforschungsanlage HAARP in Alaska in Zusammenhang bringt. Neuere Forschungen lassen allerdings eine Virusinfektion als eine mögliche Ursache des Bienensterbens vermuten.[68]

Ein erhebliches Bienensterben war lange vor Einführung der Mobilfunktechnologie bereits beobachtet worden, beispielsweise 1880 oder 1920.

Die Hypothese, dass Mobilfunkstrahlung Schuld an CCD sein könnte, gilt als widerlegt.[69]

Baumsterben durch Elektrosmog?

Ein Ast in Bamberg, der durch Mobilfunk abgestorben sein soll
Angebliche Vermoosung durch Mobilfunk

Einige Mobilfunkgegner vermuten, Bäume würden durch Mobilfunk, Richtfunk, Radar usw. erkranken oder absterben. Als Belege führen sie Anekdoten ohne Aussagekraft an ("Früher, als die Funkstrahlung noch nicht da war, waren die Bäume gesünder") sowie vor allem Fotos von blattlosen Baumkronen. Häufig ist darauf ein Sendemast in beträchtlicher Entfernung oder ein Baum mit Blättern auf der vom Sender abgewandten Seite eines Hauses zu sehen.[70] Angaben beispielsweise dazu, ob diese Erscheinungen in geringerer Entfernung vom Sender häufiger auftreten, wo die Strahlungsdichte entsprechend höher ist, werden nicht mitgeteilt. Dagegen wird behauptet, in funkarmen Gebieten hätten die Bäume grünere Blätter.

Ein Befürworter der Vorstellung, dass hochfrequente Felder von Mobilfunkanlagen Baumschäden verursachten, ist der Bietigheimer Physiker Volker Schorpp, Mitglied im Mobilfunkgegnerverein Puls-Schlag e.V. Schorpp verbreitet auch, dass Hosen-Reißverschlüsse bei Männern zur Beeinträchtigung der Fortpflanzungsfähigkeit führten, weil Reißverschlüsse angeblich als Antennen wirkten.[71]

Eine Stellungnahme der Strahlenschutzkommission aus dem Jahr 1990 verneint einen Zusammenhang von Waldschäden mit Richtfunk- und Radarwellen.[72] In einer Studie der Universität München wurden Fichten und Buchen über drei Vegetationsperioden aus kurzer Entfernung mit einem Radargerät auf 9,4 GHz "befeldet". Dabei traten mittlere Leistungsflussdichten von etwa 6 bis 22 µW/cm2 auf, wobei die Spitzenwerte der gepulsten Strahlung rund 2.000-fach höher lagen. Es wurden verschiedene morphologische und physiologische Parameter gemessen. Ein Unterschied zu "unbefeldeten" Pflanzenteilen konnte nicht festgestellt werden.[73] Im Hinblick auf niederfrequente elektrische und magnetische Felder (z.B. von Leitungen zur Elektrizitätsversorgung) gibt es vereinzelt Studien, in denen eine Wirkung auf das Wachstum von Pflanzen festgestellt wurde. Allerdings liegen die berichteten Effekte an der Nachweisgrenze und es werden sowohl negative wie positive Einflüsse auf das Wachstum genannt.[74]

Klimaerwärmung durch Elektrosmog?

Darstellung der von Werner Altnickel behaupteten Hypothese einer Frequenz-Erwärmung der Atmosphäre durch Rundfunksender (Bild: W. Altnickel)

Der deutsche Solaranlagentechniker und Chemtrail - Verschwörungstheoretiker Werner Altnickel verbreitet eine private absurde Hypothese einer so genannten Frequenz-Erwärmung der Atmosphäre durch elektromagnetische Wellen von Rundfunksendern, die die global steigenden globalen Temperaturen der Erde und somit den aktuellen Klimawandel erklären soll. Laut Altnickel sollen Aussendungen elektromagnetischer Wellen durch Rundfunkstationen mehr Energie freisetzen, als von der Sonne auf die Erde gelangt. Die pseudowissenschaftlich vorgetragene Hypothese ist mit Erkenntnissen aus Physik und Meteorologie nicht in Einklang zu bringen. Seriöse Literaturquellen nennt der Physiklaie Altnickel nicht.

Elektrosmog und Quecksilber

Behauptet wird auch ein verstärkender Einfluss von Mobilfunkstrahlung auf die Quecksilberbelastung im Körper. Mobilfunkgegner führen dazu vor allem eine Untersuchung aus dem Jahr 2008 an, in der ein Anstieg der Quecksilberkonzentration im Urin gemessen wurde, nachdem die Probanden Zahnfüllungen aus Amalgam erhalten und außerdem Mobiltelefone benutzt hatten.[75] Zahnamalgam besteht zu etwa 50% aus Quecksilber und der Quecksilbergehalt im Urin hängt tatsächlich von der Anzahl von Amalgamfüllungen im Mund ab, ferner von der Tageszeit und von Ernährungsgewohnheiten, vor allem dem Verzehr von Fisch und vom Kaugummikonsum. Es bestehen aber große Schwankungen zwischen Individuen, die sich keiner Ursache zuordnen lassen.[76][77] Von 14 Probanden wurde an vier Tagen nach einer Zahnbehandlung, bei der sie Füllungen aus Amalgam erhalten hatten, die Quecksilberkonzentration im Blut gemessen. Davon wurde die Hälfte, also 7 Personen, 15 Minuten am Tag der Strahlung eines Mobiltelefons ausgesetzt. Bei diesen sei die Quecksilberkonzentration im Urin in den vier Tagen von 2.46 µg/l auf 4.50 µg/l angestiegen, bei den Probanden ohne Mobilfunkbestrahlung nur von 2.07 µg/l auf 2.76 µg/l. Wegen der vielen möglichen Einflussfaktoren ist die Methodik der Untersuchung, vor allem die geringe Anzahl von Probanden, ungeeignet, um einen ursächlichen Zusammenhang zum Mobilfunk herstellen zu können. Um andere Einflussfaktoren auszuschließen, wurden die Versuchspersonen außerdem lediglich gebeten, für den Zeitraum der Untersuchung keinen Fisch und keinen heißen Tee oder Kaffee zu sich zu nehmen.

Hirntumoren und Mobiltelefone

Propaganda von Mobilfunkgegnern (hier Machwerk von David Dees)

Mobilfunkgegner und Personenkreise, die vor schädlichen Wirkungen schwacher Hochdrequenzfelder warnen, verweisen oft auf mögliche Hirntumoren als Folge der Nutzung eines Mobiltelefons. Eine Untersuchung aus Skandinavien verglich die Häufigkeit des Auftretens von Hirntumoren (Gliome und Meningiome) im Zeitraum von 1974 bis 2003 in Abhängigkeit zur Verbreitung des Mobilfunks, der sprunghaft etwa ab der Mitte der 1990er Jahre zunahm. Erfasst wurden knapp 60.000 Erkrankungsfälle. Unter der Annahme einer Latenzzeit von 5-10 Jahren zeigte sich keine Korrelation zwischen Mobilfunk und Hirntumoren.[78][79]

Kosmetika gegen vorzeitige Hautalterung durch Funkfelder

In der Werbung zum Kosmetikprodukt Expertise 3P (Expertise 3P Brume Ecran) des französischen Herstellers Clarins wird spekulativ behauptet, dass die Anwendung von Mobiltelefonen oder auch von Computern zu einer vorzeitigen Hautalterung führe. Dieser könne entgegengewirkt werden, wenn man das Elektrosmogschutzkosmetikum anwende. Unter der Anwendung komme es nämlich zu einem "Magnetic Defence Complex", wodurch die Widerstandsfähigkeit der Haut gegenüber angeblich gesundheitsschädigenden Effekten künstlicher elektromagnetischer Wellen gestärkt werden soll. Das Produkt wird auf die Haut gesprüht und kostet je nach Händler zwischen 33 und 41 Euro pro 100 ml. In der Frauenzeitschrift Cosmopolitan wurde es folgendermaßen beworben: "If you spend all day staring at a computer, or you’re a mobile phone addict Clarins Expertise 3P is a must-have."

EMF-Hoaxe

Typischer EMF-Hoax
Der Eier-Hoax auf der Webseite von Franz Alt 2008

Mögliche Effekte schwacher elektromagnetischer Felder waren immer wieder Gegenstand von Internet-Hoaxen, die von Elektrosensiblen geglaubt werden. So verbreiteten russische Spaßvögel ein fiktives Experiment, das belegen sollte, dass zwei miteinander verbundene, sendende Handys ein dazwischen angeordnetes Ei zum Garen bringen könnten.

Mitte 2008 wurden mehrere Videos bei YouTube eingestellt, die zeigten, wie man angeblich mit Handys Popcorn zum Platzen bringen könne.[80][81] Einfache physikalische Überlegungen zeigen, dass das behauptete Handy-Eierkochen nicht möglich ist.[82][83] Mittlerweile hat die Firma Cardo - Produzent von Bluetooth-Headsets - zugegeben, diese Videos als Werbegag ins Netz gestellt zu haben. Der "Pop-Effekt" in den Filmen wurde offenbar durch digitale Nachbearbeitung erzeugt: Bereits geplatzte Körner wurden ins Bild fallen gelassen, digitales Entfernen der Körner auf dem Tisch, Richtungsumkehr der betreffenden Sequenzen.[84][85] Auch gibt es eine Internetquelle, die beschreibt, wie man mit einem umgebauten Mikrowellenofen unter dem Tisch die gezeigten Effekte erzeugen kann.[86]

Verbreiter dieses absurden Hoax ist auch der deutsche Mobilfunkkritiker und Allgemeinmediziner Hans-Christoph Scheiner. Zitat Scheiner: "Die Russen beispielsweise haben links und rechts neben einem Ei zwei Handys miteinander kommunizieren lassen. Nach 40 Minuten war das Ei gekocht." Scheiner geht auch davon aus, dass durch die Funkwellen des Mobilfunks ab 100 µW/cm2 die Blut-Hirn-Schranke "aufbreche" und damit "Giftstoffe" ins Gehirn gelangten und "Nervenzellen zerquetscht" würden.[87]

Scheiner ist bekannt für Zitatfälschungen[88] und unbelegte Horrormärchen um Schaden anrichtende Skalarwellen. So schreibt er: "Diese Wellenform nimmt in ihrer Intensität nicht mit dem Quadrat der Entfernung ab; sie ist schneller als Lichtgeschwindigkeit, "tunnelt" ungehindert durch Materie, also auch den Körper und entlädt ungebremst ihre Zerstörungskraft im Gewebe, etwa einem Organ oder im ungeborenen Kind einer schwangeren Frau. Der Abstand der Entfernung von der Strahlenquelle eines Handys oder einer Basisstation verringert also nicht das Ausmaß der Schädigung, "sondern nur die Wahrscheinlichkeit getroffen zu werden".

Auch Franz Alt fiel auf den Hoax herein und veröffentlichte ihn kommentarlos im April 2008 auf seiner Webseite. Als Quelle nannte er: "kp.ru / Dr. Scheingraber 2008".

Der Hoax war im Juli 2009 auch Thema im Blog des italienischen Komikers und Politikers Beppe Grillo, in dem der Hoax unkritisch dargestellt wurde.

Umstrittene Studien

Bad Science oder die Wissenschaft vom Hörensagen

Gerd Oberfeld
Folge des Berichts
Luftbild Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen
Mobilfunkantenne (offenbar ab 1994 errichtet)

Im Januar 2008 wurde eine "Umweltepidemiologische Untersuchung" zur Krebsinzidenz in den Gemeinden Hausmannsstätten und Vasoldsberg (Österreich) durch den österreichischen Umweltmediziner und als Mobilfunk- und WLAN-Gegner bekannten Mitarbeiter der Salzburger Landessanitätsdirektion Gerd Oberfeld[89] veröffentlicht.[90] Diese erlangte kurzzeitig Beachtung in Fachkreisen und wurde international von Mobilfunkgegnern gefeiert. Oberfeld war vom Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Fachabteilung für das Gesundheitswesen beauftragt worden. Vorausgegangen war die Beobachtung eines so genannten Krebsclusters, für den eine Erklärung gesucht wurde.[91]

Die Oberfeld-Studie kam zu dem Ergebnis, dass ein erhöhtes Krebsrisiko in der Nähe eines einzigen Mobilfunksenders der Mobilkom Austria vorliege und führte fälschlicherweise eine signifikant erhöhte Krebsrate von Anrainern auf diese C-Netz-Mobilfunkanlage zurück (C-Netz: analoges, Schmalband-FM-moduliertes Dauersignal mit Frequenzen zwischen 451,3 und 465,74 MHz). Nach Oberfeld habe die Anlage von 1984 bis 1997 gearbeitet.

Die methodisch schwache und umstrittene Studie[92][93] wäre nicht der Rede wert, wenn sich nicht im Februar 2008 herausgestellt hätte, dass für den von Oberfeld genannten Zeitraum überhaupt kein Mobilfunksender am fraglichen Standort existierte und die Studie mithin eine wissenschaftliche Farce war. Mitte Februar teilten mehrere österreichische Stellen (Mobilfunkbetreiber, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) mit, dass laut der Aufzeichnungen in den Daten der Post- und Telegraphendirektion im Untersuchungszeitraum kein C-Netz-Sender in Betrieb war.[94]

Mobilkom Austria legte drei eidesstattliche Erklärungen von sachverständigen Zeitzeugen und eine amtliche Chronologie dieses Standortes ("Wählamtsmappe") vor. Außerdem bestätigt ein Schreiben des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) an das Bundesministerium für Gesundheit, Jugend und Familie (BMGFJ), dass es keine C-Netz-Anlage im Raum Vasoldsberg/Hausmannstätten gegeben hatte. Mobilkom verwies zudem auf ein Luftbild, das im Jahre 1989 keinen Mobilfunktmast am Standort zeigte.[95] Aufgrund des Sonnenstandes zeichnen sich auf dem Luftbild alle Lichtmasten als Schatten ab, ein Funkmast wäre also erkennbar gewesen. Die Oberfeld-Studie belegte zudem in keiner Weise, dass am genannten Standort je ein Sender aktiv war. Eine Anfrage beim BMVIT hatte Oberfeld zu seiner Recherche gar nicht erst gestellt. Die Mobilkom verklagte Oberfeld[96] und dieser musste im November 2008 seine ungenügend recherchierte Studie zurückziehen. Oberfeld gab an, sich auf einen Zeitzeugen berufen zu haben.

Um einer gerichtlichen Verurteilung zu entgehen, schoss Dr. Oberfeld einen Vergleich ab, in dem er zur Kenntnis nimmt, "dass sich im Bereich des Wählamtes "Schemmerlstraße" in Hausmannstätten, Steiermark, zu keinem Zeitpunkt eine "C-Netz"-Mobilfunkanlage befunden hat."[97] Die Arbeit wurde von Oberfeld am 3. November 2008 zurückgezogen.

Datenfälschungen an der Charité Berlin 1999 - 2011

Spiegel-Artikel, 12.7.2011
SZ-Artikel, 12.7.2011

Mehrere Tageszeitungen[98][99][100][101][102][103][104][105] und der Der Spiegel[106] meldeten im Juli 2011 eine erkannte Datenfälschung in einer Studie zum Forschungsprojekt REFLEX, die auch in einer Dissertation der Berliner Charité (2006) veröffentlicht wurde.[107] Erste Hinweise waren bereits 2010 in der Berliner Zeitung zu lesen.[108] Gutachter der Dissertation waren die Charité-Professoren Rudolf Tauber und Wolf-Karsten Hofmann. Seit Bekanntwerden der Fälschungsvorwürfe wurde die Dissertation "aus aktuellem Anlass" vom Webserver der FU Berlin gelöscht.[109] Gedruckte Exemplare sollen auch aus der Bibliothek entfernt worden sein.[110] Bei der DNB ist die Arbeit jedoch noch vorhanden: [4]. Bereits zuvor war Beobachtern aufgefallen, dass die Studienergebnisse nicht in einem wissenschaftlichen Journal veröffentlicht wurden. Im Juni 2011 bat der Gutachter Tauber beim Ombudsmann der Charité um eine Untersuchung des Berliner Teils der Reflex-Studien.[111] Die Charite reagierte auch mit einer Pressemitteilung.[112]

In der Studie wurde über DNA-Strangbrüche im Zusammenhang mit einwirkenden elektromagnetischen Feldern berichtet. Untersucht wurde mit dem COMET-Assay (siehe Laborjournal-Artikel "Komische Kometen"). Die Vorwürfe der Datenmanipulation beziehen sich auf einen fehlerhaft angewendeten Korrekturfaktor sowie auf Fälschungen von Bildern, die begutachtet wurden. Es wurden dabei offenbar "Doubletten" (also identische Bilder) mehrfach ausgewertet und geringfügige Veränderungen an den Bildern durchgeführt, um die Täuschung zu vertuschen. Auch wurde bekannt, dass Messwerte anhand von "Werten aus der Literatur" korrigiert wurden.

Wie das "Elektrosmog-Forum IZGMF" am 10. Juli 2011 meldete[113], stammten die Rohdaten aus den Jahren 1999-2006 nicht von der damaligen Doktorandin, sondern von Richard Gminski, der an dem "Berliner Anteil" der REFLEX-Studie mitarbeitete. In den Metadaten einer Excel-Tabelle fand sich der Eintrag: (Firma) Universitätsklinikum Freiburg[114]. Gminski ist inzwischen am Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene der Universität Freiburg beschäftigt, sein Chef ist der Institutsleiter Prof. Volker Mersch-Sundermann. Mersch-Sundermann bekam in der Vergangenheit Forschungszuwendungen vom Verband der Cigarettenindustrie (VdC) in Höhe von 1 Million DM. Mersch-Sundermann wurde mehrfach als "Wissenschaftlicher Leiter des Verbandes der Cigarettenindustrie" und Nachfolger von Adlkofer bezeichnet. Die Datenbank "Biomed" bescheinigt Gminski die Mitwirkung an fünf wissenschaftlichen Publikationen zwischen 2001 und 2004; Mersch-Sundermann war jedesmal Co-Autor.

Zurückgezogene Studien von Nader Salama

2012 mussten Journalherausgeber nachträglich drei veröffentlichte Studien des Wissenschaftlers Nader Salama von der School of Medicine der Universität Tokushima in Japan und zugleich der Medizinischen Fakultät der Universität Alexandria in Ägypten zurückziehen.[115] Salama hatte über das Thema einer möglichen Spermienschädigung bei Kaninchenrammlern durch Mobiltelefone publiziert und war dabei zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen.[116][117][118] Salama berichtete über dramatische Effekte, die er durch die Anwesenheit von unter die Kaninchenkäfige geklebten Mobiltelefonen erklärte. Bereits 2010 wunderte sich der englische Guardian über Salama.[119] Die Mobiltelefone waren auf stand-by geschaltet. Die Rammler wurden auf engstem Raum gehalten und standen offenbar unter Stress. Wie sich herausstellte, wussten japanische Mitautoren nichts von den Veröffentlichungen, auch ist Salama nicht als Institutsmitarbeiter bei einer der genannten Einrichtungen genannt. Nachträglich waren keine Rohdaten nachprüfbar, da es keine Laborbücher gab. Obwohl es sich um verschiedene Publikationen handelte, gab es identische Diagramme zu sehen und bei allen Versuchen war eine plötzliche, abrupte Änderung der Messwerte gegen Ende der Studie zu beobachten. In allen drei Publikationen waren außerdem Daten und Irrtumswahrscheinlichkeiten (p-Werte) in den Tabellen zum großen Teil identisch. Den Herausgebern blieb nur der Weg der Retraktion.[120]

Verschiedene Anwendungen hochfrequenter Felder

Diathermie und Hochfrequenzanwendungen in Medizin und Pseudomedizin

Gerät Radarmed 2,4 GHz/230 Watt
Kopfstrahler-Anwendung 230 Watt
Hautdosen
Historische Hochfrequenz-d'Arsonvalisation 1893
Alternativmedizin: Hochfrequenz-Fulguration bei der Zeileis-Methode
Behandlung eines Krebskranken mit PaPImi

Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts und mit Beginn des "Radiozeitalters", spätestens aber seit etwa 1908 (Zeyneck) werden elektromagnetische Felder hoher Intensität zur therapeutischen Gewebserwärmung angewandt. Bei der Diathermie werden entweder Elektroden auf die Haut aufgesetzt, die mit der Hochfrequenzquelle verbunden sind, oder das betreffende Hautareal wird über eine an den Generator angeschlossene Antenne bestrahlt. In diesem Falle gelangt ein Anteil auch in die Tiefe und kann im Gewebe Wirbelströme induzieren, die zur Wärmeentwicklung führen. Die Wahl der Frequenz bestimmt, inwieweit die Wärmeentwicklung in der Tiefe erfolgt (Dielektrische Erwärmung). Eingesetzt wird die Diathermie zur lokalen Durchblutungssteigerung, lokalen Stoffwechselbeeinflussung, bei Muskelverspannungen und bei anderen Indikationen.

Eingesetzt werden folgende Frequenzbereiche:

  • 27,12 MHz (Wellenlänge 11 m) Kurzwellen-Therapie
  • 434 MHz (Wellenlänge 69 cm) Dezimeterwellentherapie
  • 2.450 MHz (2,45 GHz, Wellenlänge 12 cm) Mikrowellen-Therapie

Beispielhaft sei hier das Diathermiegerät Radarmed 12 S 230 der Firma Robert Bosch aus dem Jahr 1967 erwähnt, das bei einer Frequenz von 2,45 GHz im Mikrowellenbereich arbeitete, genau im gleichen Frequenzbereich heutiger Mikrowellenherde und unter Anwendung eines Magnetrons.[121] Eine aktuellere Ausführung ist hier zu sehen: [5].

Seit über 100 Jahren werden Patienten mit Kurzwellen- oder Mikrowellentherapiegeräten behandelt.

Ein typisches Beispiel aus der Pseudomedizin sind Anwendungen hochfrequenter und hoher Ströme zur vermeintlichen Krebstherapie im Rahmen der Pap-Imi Therapie des Griechen Panos Pappas, sowie Nachbauten unter anderen Bezeichnungen. Nach Angaben von Pappas sollen dabei hochfrequente Ströme von 1000 A auftreten, die durch eine Spule geleitet werden. Der Patient wird sodann dem entstehenden kräftigen hochfrequenten Wechselfeld ausgesetzt. Ein Konkurrenzprodukt ist unter dem Handelsnamen TheraCell/Rehatron auf dem Markt.

Historische Konzepte und einzelne historische Hochfrequenzanwendungen mit zum Teil erheblichen Feldstärken haben sich bis heute in der Alternativmedizin erhalten. Zu nennen seien hier beispielhaft:

Radaranlagen im Freizeitbootssport

Radar auf Segelbooten

Radaranlagen im Leistungsbereich bis etwa 5 Kilowatt Impulsleistung finden sich auf vielen Sportbooten, um die Sicherheit bei unsichtigem Wetter und in der Nacht zu erhöhen. Aus Platzgründen werden die Radarantennen dabei oft am Heck des Bootes auf einem Geräteträger montiert, so dass ein stehender Segler nahe an die Antenne herankommt. Das dazugehörige Sichtgerät ist unter Deck eingebaut. Über etwaige Beschwerden der Freizeitskipper ist bislang nichts bekannt geworden.

Literatur

  • Christoph Augner: Psychische Auswirkungen von Mobilfunkstrahlung auf den Menschen. Dissertation, Universität Trier 2009 (Im experimentellen Teil der Arbeit wurde allerdings mit der Gasentladungsvisualisationstechnik (GDV) zur Messung des "Stress" von Probanden auch eine zweifelhafte Methode eingesetzt.)
  • L. J. Stovner , G. Oftedal , A. Straume, A. Johnsson. Nocebo as headache trigger: evidence from a sham-controlled provocation study with RF fields. Acta Neurologica Scandinavica. Apr. 2008. Vol 117 188, Seiten 67 - 71
  • Rubin GJ, Das Munshi J, Wessely S. Electromagnetic hypersensitivity: a systematic review of provocation studies. Psychosom Med. 2005 Mar-Apr;67(2):224-32.
  • Alexander Lerchl: Fälscher im Labor und ihre Helfer: Die Wiener Mobilfunk-Studien - Einzelfall oder Symptom? BOD, Auflage: 1, 11. März 2009. ISBN-10: 3837063410 ISBN-13: 978-3837063417
  • Glaser, R. (2008): Heilende Magnete – strahlende Handys. Bioelektromagnetismus: Fakten und Legenden. Wiley VCH Weinheim.
  • Kröling, P. (1998): Krank durch Elektrosmog? Skeptiker 3/1998, S. 89-96
  • Gerd Danielewski: Geschäfte mit der Angst. Beton-Verlag 1981, ISBN 3-7640-0155-0

Weblinks

Quellennachweise

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  2. Rubin GJ, Nieto-Hernandez R, Wessely S. Idiopathic environmental intolerance attributed to electromagnetic fields (formerly 'electromagnetic hypersensitivity'): An updated systematic review of provocation studies. Bioelectromagnetics. 2009 Aug 13.
  3. http://www.izgmf.de/Aktionen/Meldungen/Archiv_11/100_jahre_elektrosmog/100_jahre_elektrosmog.html
  4. Der Focus, Ausgabe 5 2001
  5. Lin JC, Wang Z (2007): Hearing of microwave pulses by humans and animals: effects, mechanism, and thresholds. Health Physics 92(6): 621–628
  6. Bernhardt J. H. (1992). "Non-ionizing radiation safety: radiofrequency radiation, electric and magnetic fields." Phys Med Biol 37(4): 807-844.
  7. Tenforde T. S. (1990). "Biological responses to static and time-varying magnetic fields", in Wilson B. W., Stevens R. G., Anderson L. E. (Eds.) Extremely-Low-Frequency Electromagnetic Fields: The Question of Cancer, Battelle Press, Columbus, OH, 1990, 291.
  8. Tenforde T. S. (1991). "Biological interactions of extremely-low-frequency electric and magnetic fields", Bioelectrochemistry Bioenergetics, 25, 1.
  9. Tenforde T. S. (1992). "Biological interactions and potential health effects of extremely-lowfrequency magnetic fields from power lines and other common sources." Annu Rev Public Health 13: 173-196.
  10. Cridland N. A. (1993). "Electromagnetic fields and Cancer: A Review of Relevant Cellular Studies", Rep. No. NRPB-R256, National Radiological Protection Board, Chilton, Didcot, Oxon, UK, 1993
  11. Heikkinen P., V. M. Kosma, et al. (2001). "Effects of mobile phone radiation on X-ray-induced tumorigenesis in mice." Radiat Res 156(6) : S. 775-785.
  12. Stellungnahme des BfS zur REFLEX-Studie
  13. Lai H. and N. P. Singh (1995). "Acute low-intensity microwave exposure increases DNA single-strand breaks in rat brain cells." Bioelectromagnetics 16: S. 207-210.
  14. Lai H. and N. P. Singh (1996) "Single- and double-strand DNA breaks in rat brain cells after acute exposure to radiofrequency electromagnetic radiation." Int. J. Rad. Biol. 69 (4): 513-521.
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  20. Malyapa R. S., L. Li, et al. (2001). "Measurement of DNA damage after exposure to electromagnetic radiation in the cellular phone communication frequency band (835.62 and 847.74 MHz)." Radiat Res 156(3): 328-332.
  21. Vijayalaxmi, B. Z. Leal, et al. (2000). "Primary DNA damage in human blood lymphocytes exposed in vitro to 2450 MHz radiofrequency radiation." Radiat Res 153(4): 479-486.
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  27. McNamee J. P., P. V. Bellier, et al. (2003). "No evidence for genotoxic effects from 24 h exposure of human leukocytes to 1.9 GHz radiofrequency fields." Radiat Res 159(5): 693-697.
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  29. Hook, G. J., P. Zhang, et al. (2004). "Measurement of DNA damage and apoptosis in mammalian cells exposed to radiofrequency fields at high SAR in vitro." Radiat Res. 161: S. 193-200.
  30. Miyakoshi, R. S., et al. (2002/2004). "2.4 GHz (CW) and 1.5 GHz (PDC) exposure on micronucleus formation, sister chromatid exchange, chromosome aberrations, DNA damage, and genetic mutation as well cell cycle, signal transduction, transformation and cell division." Electrical Engineering in Japan (2002) 141: 9-15, Mutation Research (2004) 541: 81-89.
  31. Sound Exposure & Risk Assessment of Wireless Network Devices - FP7-ENV-2009-1, 2013
  32. http://www.metropolistv.nl/en/themes/against-the-system/the-french-way-of-life-in-a-cave
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  39. Rubin GJ, Nieto-Hernandez R, Wessely S. Idiopathic environmental intolerance attributed to electromagnetic fields (formerly 'electromagnetic hypersensitivity'): An updated systematic review of provocation studies. Bioelectromagnetics. 2009 Aug 13.
  40. Elaine Fox: Does Short-Term Exposure to Mobile Phone Base Station Signals Increase Symptoms in Individuals Who Report Sensitivity to Electromagnetic Fields? A Double-Blind Randomized Provocation Study, Environmental Health Perspectives vol 115, number 11, November 2007
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  42. Wolf R: Vom Sinn und Unsinn der Sinnestäuschung. Wie uns Wahrnehmen und Denken in die Irre führen. Studium Generale der Universität Würzburg (1998)
  43. Wolf R: Das 11. Gebot: Du sollst dich nicht täuschen. Skeptiker 12:140-149 (1999)
  44. Leitgeb N, Schröttner J, Cech R, Kerbl R (2008) EMF-protection sleep study near mobile phone base stations. Somnologie 12: 234-243
  45. Negativer Placebo – Elektrosmog wirkt auch ohne Strahlung. In: Spiegel-Online vom 26. Juli 2007
  46. S. Eltiti: Does Short-Term Exposure to Mobile Phone Base Station Signals Increase Symptoms in Individuals who Report Sensitivity to Electromagnetic Fields? A Double-Blind Randomised Provocation Study. In: Environmental Health Perspectives, vom 25. Juli 2007
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  48. M. Röösli: Das Phänomen “elektromagnetische Hypersensibilität”: im Spannungsfeld von subjektiver Wahrnehmung und Fakten. Präsentation beim Workshop Mobilfunk in Nürnberg, 10. Oktober 2006
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  51. Deutsches Mobilfunk-Forschungsprogramm. Stellungnahme der Strahlenschutzkommission, 13. Mai 2008
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  53. FOSAR, G., BLUDORF, F. (2009): Der Geist hat keine Firewall, Lotus Verlag, München: 138
  54. http://www.mdr.de/unter-uns/1691688-hintergrund-268822.html
  55. http://www.izgmf.de/Aktionen/Meldungen/Archiv_04/Funklochmuhle/funklochmuhle.html
  56. Stellungnahme Otto Petrowicz von der Technischen Universität München zum Fall Altenweger in Schnaitsee
  57. http://www.ralf-woelfle.de/elektrosmog/biologie/rinder.htm
  58. Leiniger M, Matthes R: Untersuchung zu den Verhaltensauffälligkeiten und Gesundheitsschäden bei einer Rinderherde in Schnaitsee. Bayerisches Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen, Materialien 137, Umwelt und Entwicklung 1998
  59. Wenzel, Wöhr, Unselm: Das Verhalten von Milchrindern unter dem Einfluss elektromagnetischer Felder. Praktischer Tierarzt. 2002,83
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  61. http://www.bfs.de/de/bfs/forschung/stellungnahmen/EMF_Wirkungen
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  63. http://www.salzburg.gv.at/fallbericht_fam._wimplinger.pdf
  64. http://www.zeitenschrift.com/news/sn_30608_dect.ihtml
  65. http://bundesverband-elektrosmog.de/dokumente/Referat%20Dr.Mayr.pdf
  66. http://bundesverband-elektrosmog.de/dokumente/Referat%20Dr.Mayr.pdf
  67. Verehrte Leserinnen/Leser,
    in den letzten Wochen wurde für Bankcards ein Update für die bisherigen Kartenchips eingeführt. Die Veränderung erfolgte automatisch durch die Benutzung von Geldautomaten.
    Frage:
    Wer hat bei einem solchen Update Auswirkungen auf seine Gesundheit verspürt?
    Die Karten werden am Körper getragen (Handtasche, Geldbörse) und können eventuelle Impulse an diesen abgeben. Sensitive Menschen klagen über Schwindel, Übelkeit und dem Gefühl in einer Nebelglocke zu stehen.
    Treten auch bei Ihnen diese oder andere Symptome auf, sagen Sie am Bankschalter Bescheid. Geben Sie die Karte zurück. Sollte es sich um einen Test handeln, muss dieser beantwortet werden.
    Sofern Sie möchten, dass der Bundesverband Elektrosmog e. V. politische Schritte dagegen unternehmen soll, schreiben Sie kurz Ihre Empfindungen an: stoecker.b@web.de.
    http://www.hese-project.org/Forum/index.php?story_id=6544&parent=0&forum_id=4
  68. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,644685,00.html
  69. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,477445,00.html
  70. Angelika Fischer: Bäume unter Hochfrequenz. Raum & Zeit 147/2007, 21-27
  71. http://www.badische-zeitung.de/offenburg/die-schaedigung-geschieht-schleichend--44247612.html
  72. http://www.ssk.de/werke/volltext/1990/ssk9004.pdf
  73. Götz G., Matyssek R., Käs G. (2001): Fichte und Buche unter dem Einfluss von Radarbestrahlung. Allgemeine Forst- und Jagdzeitung 172(4), S. 74-78
  74. http://www.bfs.de/de/elektro/papiere/EMF_Wirkungen
  75. Mortazavi SMJ, Daiee E, Yazdi A, Khiabani K, Kavousi A, Vazirineja R, Behnejad B, Ghasemi M, Balali Mond M (2008): Mercury Release from Dental Amalgam Restorations after Magnetic Resonance Imaging and Following Mobile Phone Use. Pak. J. Biol. Sci. 11(8): 1142-1146
  76. Becker K, Kaus S, Krause C, Lepom P (2002): Umwelt-Survey 1998, Band III: Human-Biomonitoring. Stoffgehalte in Blut und Urin der Bevölkerung in Deutschland. Umeltbundesamt
  77. Benemann J, Bromen K, Lehmann N, Marr A, Jöckel KH (2004): Umwelt-Survey 1998, Band VII. Arsen, Schwer- und Edelmetalle in Blut und Urin der Bevölkerung in Deutschland – Belastungsquellen und -pfade. Umweltbundesamt, Forschungsbericht 201 62 214/04
  78. Deltour I, Johansen C, Auvinen A, Feychting M, Klaeboe L, Schüz J. Time Trends in Brain Tumor Incidence Rates in Denmark, Finland, Norway, and Sweden, 1974-2003. J Natl Cancer Inst. 2009 Dec 3
  79. http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/39225/Studie_Noch_immer_keine_Hirntumoren_durch_Handys.htm
  80. http://www.spiegel.de/netzwelt/mobil/0,1518,558964,00.html
  81. http://de.youtube.com/watch?v=GY_dAlJOd70&feature=related
  82. http://www.guardian.co.uk/technology/2008/jun/11/mobilephones.youtube
  83. http://blog.wired.com/underwire/2008/06/cellphones-cant.html
  84. http://blog.wired.com/underwire/2008/06/cellphones-cant.html
  85. http://www.snopes.com/science/cookegg.asp
  86. http://de.youtube.com/watch?v=hliGQWB911s
  87. http://buergerwelle.de/body_newsletter_270606.html
  88. http://www.franz-titscher.de/mobilfunk/html/dr__scheiner.html
  89. http://www.salzburg.gv.at/themen/gs/gesundheit/abt9wirueberuns/umweltmedizin_wir_ueber_uns.htm
  90. http://www.next-up.org/pdf/DrGerdObserfeldUmweltepidemiologischeUntersuchungDerKrebsinzidenz2008.pdf
  91. APA-Meldung (Austrian Press Agency aus Graz) vom 12. Februar 2008
  92. http://www.mobile-research.ethz.ch/var/Kommentar_Roeoesli_oberfeldstudie.pdf Zitat daraus: "Die Hauptschwäche der Studie liegt darin, dass nur ein Gebiet untersucht wurde, bei dem schon vor Beginn der Untersuchung eine auffällige Häufung von Krebsfällen bestand. Es ist nötig für solche Untersuchungen ein größeres Gebiet mit einzubeziehen. Dies wurde kürzlich für Bayern mit den Daten des dortigen Krebsregisters gemacht. Dabei wurde kein Zusammenhang zwischen der Mobilfunksenderdichte und der Krebsinzidenz beobachtet."
  93. http://www.iddd.de/umtsno/emfkrebs/KommRoosli-Oberfeld.pdf
  94. http://www.fmk.at/content.php?id=137&cb=201_855&PHPSESSID=6eb07b8f70e7f9e60a6c17543bc7e08e
  95. http://www.portel.de/nc/nachricht/kat/regulierung-recht/artikel/20865-mobilkom-austria-dr-gerd-oberfeld-zieht-mobilfunk-studie-zurueck/12/
  96. http://www.fmk.at/media/pdf/pdf799.pdf
  97. http://www.heise.de/newsticker/Krebs-Studie-Mobilfunkkritiker-raeumt-Fehler-ein--/meldung/118335
  98. Christina Berndt: Daten zur Handystrahlung gefälscht?'. Süddeutsche Zeitung, 12.07.2011
  99. Alexandra Kilian: "Schwere Vorwürfe gegen Charité-Professor", Berliner Morgenpost, 11. Juli 2011
  100. Alexandra Kilian: "Charité-Professor wegen Doktorarbeit in der Kritik", Morgenpost Berlin 11. Juli 2011
  101. A. Kilian und I. Brzoska: "GEFÄLSCHTE DATEN - Doktortitel - Charité-Ärztin unter Betrugsverdacht", Morgenpost, 12. Juli 2011
  102. A. Kilian und I. Brzoska: "FÄLSCHUNGSVERDACHT - Charité prüft Aberkennung des Doktortitels", Morgenpost, 12. Juli 2011
  103. Jakob Hein: Wie gemein!, Taz Blog, 11.07.2011
  104. Adelheid Müller-Lissner, Hartmut Wewetzer: "MOBILFUNK - Studie zu Handystrahlung wohl "grob manipuliert", Zeit DATUM 14.7.2011
  105. Interview mit Charité-Dekanin - "Hier wurden Prinzipien verletzt", Tagesspiegel, 14.7.2011
  106. "Fälschung an der Charité", Artikel in "Der Spiegel", Heft 28/2011
  107. Leila Violette Khubnazarder: DNA-Strangbrüche in humanen HL-60 Promyelozytenleukämiezellen zur Einschätzung biologischer Wirkungen nach Exposition mit hochfrequenten elektromagnetischen Feldern (2450 MHz). Charité Berlin, 15.12.2006)
  108. Thorkit Treichel: "Von Forschern und Fehlern", Berliner Zeitung, 2010
  109. http://www.diss.fu-berlin.de/diss/servlets/MCRFileNodeServlet/FUDISS_derivate_000000002394/0_titeldatei.pdf
  110. http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/detritus/sonstiges/2011-07-13/handystrahlung-und-der-umgang-mit-unliebsamen-publikationen-an-der-charit
  111. http://www.laborjournal.de/editorials/517.html
  112. Stellungnahme zur Kritik an Dissertation zur Handynutzung. Pressemitteilung der Charité vom 11. Juli2011. Zitat daraus: "Im August 2010 wies Prof. Alexander Lerchl von der privaten Jacobs-Universität in Bremen die zuständige Institutsleitung auf Unstimmigkeiten in einer Doktorarbeit zur biologischen Wirkung elektromagnetischer Felder hin, die zwischen 1999 und 2006 angefertigt worden war. Die hierdurch ausgelöste Überprüfung der circa zehn Jahre alten Daten durch die Institutsleitung ergab Hinweise auf Mängel. Daraufhin bat Prof. Rudolf Tauber im November 2010 den Ombudsmann für gute wissenschaftliche Praxis, entsprechend den Grundsätzen der Charité um Durchführung einer förmlichen Untersuchung. Diese Untersuchung wurde von Beginn an in enger Zusammenarbeit mit Prof. Lerchl durchgeführt. Prof. Tauber hat in jeder Phase des Verfahrens alle notwendigen Maßnahmen zur lückenlosen Aufklärung der Vorwürfe ergriffen. Im Zuge der Untersuchungen wurde im April 2011 die Promotionskommission hinzu gezogen. Diese wird unmittelbar nach der Sommerpause in ihrer nächsten ordentlichen Sitzung die Doktorandin, die Institutsleitung, den Ombudsmann und Prof. Lerchl anhören und danach entscheiden, ob die Dissertation aberkannt wird. Zu diesem Termin wurde Prof. Lerchl am 26. Juni von der Promotionskommission als externer Gutachter eingeladen und mit der Erstellung eines gerichtsfesten Gutachtens betraut. Diese Einladung zur weiteren Teilnahme am Verfahren nahm Prof. Lerchl dankenswerter Weise an. Gleichwohl bedauert die Charité, dass die gebotene Vertraulichkeit und Wahrung der Persönlichkeitsrechte im laufenden Verfahren nicht gewahrt wurde. Die Charité ist der schnellen und sachgerechten Aufklärung der Vorwürfe verpflichtet und wird diese in allen Konsequenzen in dem dafür vorgesehen ordentlichen Prüfungsverfahren abschließen. Teil dieses Verfahrens ist naturgemäß der Schutz der Persönlichkeitsrechte der Betroffenen und das Gebot rechtlichen Gehörs."
  113. http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=46745
  114. http://www.laborjournal.de/editorials/517.html
  115. Zitat: "The retraction has been agreed due to lack of approval of the article by co-authors, lack of evidence to justify the accuracy of the data presented in the article and overlap of data and figures between this article and two others, Systems Biology in Reproductive Medicine, 55:181–187, 2009 ‘The Mobile Phone Decreases Fructose but not Citrate in Rabbit Semen’ by Nader Salama, Tomoteru Kishimoto, Hiro-omi Kanayama, and Susumu Kagawa and International Journal of Impotence Research 22: 127–33, 2010, ‘Effects of exposure to a mobile phone on sexual behavior in adult male rabbit: an observational study’ by Salama N, Kishimoto T, Kanayama HO, Kagawa S."
  116. Salama N, Kishimoto T, Kanayama HO, Kagawa S. Effects of exposure to a mobile phone on sexual behavior in adult male rabbit: an observational study. Int J Impot Res. 2010; 22:127-33.
  117. Salama N, Kishimoto T, Kanayama HO, Kagawa S.: The mobile phone decreases fructose but not citrate in rabbit semen: a longitudinal study. Syst Biol Reprod Med. 2009; 55:181-7.
  118. Salama N, Kishimoto T, Kanayama HO.: Effects of exposure to a mobile phone on testicular function and structure in adult rabbit. Int J Androl 2010; 33:88-94.
  119. http://www.guardian.co.uk/education/2010/jun/07/improbable-research-mobile-phones-bonking-bunnies
  120. http://www.laborjournal.de/editorials/588.html
  121. Angaben aus: Beitrag zur Mikrowellen-Therapie - mit Behandlungstabelle. Herausgeber: Wissenschaftliche Abteilung, Robert Bosch GmbH, Berlin (1967)